DE148703C - - Google Patents
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- DE148703C DE148703C DENDAT148703D DE148703DA DE148703C DE 148703 C DE148703 C DE 148703C DE NDAT148703 D DENDAT148703 D DE NDAT148703D DE 148703D A DE148703D A DE 148703DA DE 148703 C DE148703 C DE 148703C
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- cresol
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- bisulfate
- salt
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C37/00—Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring
- C07C37/68—Purification; separation; Use of additives, e.g. for stabilisation
- C07C37/86—Purification; separation; Use of additives, e.g. for stabilisation by treatment giving rise to a chemical modification
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
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- Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
Description
KAISERLIC
PATENTAMT.
KLASSE
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Trennung von m- und p-Kresol aus dem
rohen m-Kresol des Handels, welches etwa 6o Prozent m-Kresol und 40 Prozent p-Kresol
enthält und eine Ausbeute von etwa 95 bis 100 Prozent Trinitrokresol liefert.
Bisher ist die Trennung dieser beiden Isomeren dadurch bewirkt worden, daß man das
m-Rohkresol mit konzentrierter Schwefelsäure behandelte und aus dem erhaltenen Gemisch
der gebildeten Sulfosäuren entweder die p-Kresolsulfosäure als solche bezw. als Natriumsalz
ausschied oder das m-Kresol unmittelbar durch überhitzten Wasserdampf abdestillierte.
Diese Verfahren erfordern daher im besonderen einen nicht unbeträchtlichen Verbrauch
an Schwefelsäure, auch liefern sie keine technisch genügend reinen Produkte bezw. Ausbeuten.
Diese Übelstände werden gemäß dem vorliegenden Verfahren vermieden, welches darin
besteht, das rohe m-Kresol mit event, pyrosulfathaltigem Natriumbisulfat zu behandeln,
um nur eine teilweise, d. h. nur eine SuIfurierung des m-Kresols zu bewirken.
Das A^erfahren beruht auf folgenden Beobachtungen.
Mischt man reines m-Kresol ,mit etwa 4 Gewichtsteilen von frisch geschmolzenem
und sodann feinst gepulvertem Natriumbisulfat und erwärmt auf etwa ioo° C, so
tritt in kurzer Zeit Bildung von m-kresolsulfosaurem Natrium ein, indem die anfangs
breiige Masse blättrig kristallinisch erstarrt.
Eine Mischung von reinem p-Kresol mit Natriumbisulfat zeigt dagegen auch nach längerem
Erhitzen unter denselben Bedingungen keine Veränderung; eine solche tritt erst ein,
wenn man die Temperatur z. B. auf etwa 160 bis 1800C. erhöht, bei welcher auch das
p-Kresol völlig in das entsprechende sulfosaure Salz übergeführt wird.
Auf Grund dieses Verhaltens des m- und p-Kresols gegen Bisulfat läßt sich das Verfahren
z. B. folgendermaßen ausführen:
100 kg wasserfreies Rohkresol werden in
einem mit Dampfmantel versehenen kräftigen Rührapparat mit 400 kg feinst gemahlenem
Natriumbisulfat gemischt und während etwa 8 bis 10 Stunden auf 100 bis iio° C. erhitzt.
Nach Verlauf dieser Zeit hat sich der größte Teil des m-Kresols unter Wasserabspaltung
mit dem Natriumbisulfat zu m-kresolsulfosaurem Natrium verbunden, während das
p-Kresol unangegriffen bleibt. Fügt man nun Wasser zu dem Reaktionsprodukt und erhitzt,
so löst sich das gebildete m-kresolsulfosaure Natrium nebst dem überschüssigen Bisulfat,
während das unangegriffen gebliebene, nur noch wenig m-Kresol enthaltende p-Kresol
sich als Ölschicht abscheidet und abgehoben werden kann. Aus der Salzlösung kristallisiert
beim Erkalten das m-kresolsulfosaure Natriumsalz in schönen, großen, perlmutterglänzenden
Blättern aus und kann durch Abfiltrieren gewonnen werden.
Will man aus dem für die Herstellung von Nitroderivaten o. dgl. meist unmittelbar
-verwendbaren Natriumsalz das freie m-Kresol
gewinnen, so spaltet man dieses Salz bei
Gegenwart von Schwefelsäure oder Natriumbisulfat durch Einleiten von überhitztem
Wasserdampf in bekannter Weise. Im ersteren Fall, d. h. bei Gegenwart freier Schwefelsäure,
liegt die Spaltungstemperatur bei etwa 130 bis 1400 C, während im zweiten'Fall
bei alleiniger Anwesenheit von Bisulfat zur Spaltung eine Temperatur von etwa 1800C.
erforderlich ist.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :
Verfahren zur Trennung von m- und p-Kresol unter Gewinnung des m-Kresols in Form seiner SuIf osäüre, dadurch gekennzeichnet, daß man das m-Rohkresol mittels event, pyrosulfathaltigem Natriumbisulfat bei etwa 100 bis iio° C. behandelt und die gewonnene Sulfosäure bezw. deren Natriumsalz von dem unveränderten p-Kresol trennt.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE148703C true DE148703C (de) |
Family
ID=415771
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT148703D Active DE148703C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE148703C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US6874576B2 (en) | 2001-07-24 | 2005-04-05 | Infineon Technologies Ag | Device for cooling electric or electronic devices |
-
0
- DE DENDAT148703D patent/DE148703C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US6874576B2 (en) | 2001-07-24 | 2005-04-05 | Infineon Technologies Ag | Device for cooling electric or electronic devices |
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