DE14522C - Neuerungen an Mefs- und Legemaschinen (ür Gewebe aller Art - Google Patents

Neuerungen an Mefs- und Legemaschinen (ür Gewebe aller Art

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DE14522C
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DENDAT14522D
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English (en)
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FR. GEBAUER in Charlottenburg, Berlinerstrafse 24/25
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H45/00Folding thin material
    • B65H45/02Folding limp material without application of pressure to define or form crease lines
    • B65H45/06Folding webs
    • B65H45/10Folding webs transversely
    • B65H45/101Folding webs transversely in combination with laying, i.e. forming a zig-zag pile
    • B65H45/107Folding webs transversely in combination with laying, i.e. forming a zig-zag pile by means of swinging or reciprocating guide bars

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  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 8: Bleichen, Färben, Zeugdruck und . Appretur.
Zusatz-Patent zu No. 8406 vom 13. Juni 1879.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 5. October 1880 ab. Längste Dauer: 12. Juni 1894.
Gleich der vom 13. Juni 1879 ab unter No. 8406 patentirten Mefs- und Legemaschine soll auch diese nachstehend erläuterte Mefs- und Legemaschine die Waaren nicht nur messen, sondern auch in gleichmäfsige Lagen bringen, so dafs dieselben beim Verkauf und Ausschnitt nicht mehr gemessen, sondern nur abgezählt zu werden brauchen. Es ist dies in der Hauptsache durch die Anbringung und Anordnung des geraden Tisches, sowie durch die Construction des Schaufelkopfes bewerkstelligt.
Bei dieser Maschine ist die Mafseinheit nicht constant, wie dies bei der bereits patentirten der Fall ist, sondern kann dieselbe je nach Erfordernifs und ohne grofse Schwierigkeiten durch Verstellung der Schaufeln, der Drehpunkte des Schaufelkopfes, der "Gummischienen und des Kurbelzapfens auch für andere Mafseinheiten benutzt werden.
Die Maschine besteht in der Hauptsache aus einem geraden Tisch zum Auftafeln derWaare, einer mit zwei Schaufeln versehenen Hebelanordnung, welche der Waare die Lagen nach der jedesmaligen Mafseinheit angiebt, zwei mit Gummi bezogenen Halteschienen, welche die gefaltete -Waare gegen den Tisch drücken, einem Tischbewegungs- Apparat, durch welchen der Tisch mit der darauf gelegten Waare wechselseitig von den Halteschienen abgezogen wird, um das Hindurchpassiren der Schaufeln zu erleichtern, ferner einem Zählapparat, welcher die gemachten Lagen angiebt, und endlich einer selbsttätigen Ausrückung, welche das Stillstehen der Maschine bewirkt, sobald das letzte Ende eine bestimmte Stelle der Maschine passirt hat.
Auf der beiliegenden Zeichnung stellt Fig. 1 die Maschine im Querschnitt, Fig. 2 in der Hinteransicht dar. Der gerade Tisch 1 wird durch zwei Führungsstangen 2 und einen Hebel 3 mit Gewicht 4 stetig gehoben und gegen die Gummihalter gedrückt, wodurch es möglich ist, dafs, je stärker die Waarenlagen werden, entsprechend tiefer der Tisch rückt, gleichwohl aber die dazwischen gelegte Waare festhält. Die Schaufelhebelanordnung besteht aus dem Schaufelhebel 5, einem die wechselseitige Lenkung bewirkenden Hebel 6, dem Schaufelkopf 7 und zwei an diesem befestigten Schaufeln 8 9. Der Schaufelhebel 5 ist am Gestell drehbar angebolzt und erhält von einer verstellbaren Kurbel 10 aus mittelst Pleuelstange 11 seine hin- und hergehende Bewegung; am oberen Ende trägt er den Drehpunkt 12 für den Schaufelkopf 7. Ebenso ist der Lenkhebel 6 am Gestell befestigt und hat am oberen Ende den zweiten Drehpunkt 13 des Schaufelkopfes. Diese beiden Punkte 12 13 lassen sich durch eine Spindel 14, welche mit Rechts- und Linksgewinde versehen ist, von der Mitte aus gleichmäfsig verstellen, wodurch nicht nur eine genaue Wendung des Schaufelkopfes 7 und der daran befestigten Schaufeln 8 9 bewirkt, sondern auch für jede Mafseinheit eine passende Stellung erzielt wird.
Der Tischbewegungs-Apparat bezweckt ein
Lagerexemplar
sicheres Lüften zwischen Tisch und Gummihaltern, um einerseits das Hinunterschieben der Schaufeln zu erleichtern, andererseits gleichzeitig ein sicheres Festhalten der zwischen Tisch und Gummihaltern befindlichen Waarenlagen zu bewirken. Die wesentlichsten Bestandteile dieses Apparates sind die beiden aus je zwei Hälften bestehenden Zangenhebel 15 16, welche auf zwei Verbindungsstangen 17 18 drehbar lagern. Ein zweiarmiger Hebel 19, der fest mit der Tischbewegungswelle 20 verbunden ist, überträgt vermittelst Zugstangen 21 22 seine Bewegung auf die Zangenhebel 15 und 16. Die Tischbewegungswelle 20 wird durch den einarmigen Hebel 23, welcher durch die Lenkerstange 24 fest mit dem Schaufelhebel 5 verbunden ist, bewegt und mufs daher dieselbe hin- und hergehende Bewegung des letzteren mitmachen. Die Drehpunkte der Lenkerstangen sind verstellbar, wodurch ein früheres oder späteres Lüften des Tischbewegungs - Apparates bedingt ist.
Der Zählapparat, welcher die Anzahl der gemachten Lagen angiebt, besteht aus einer hunderttheiligen Scheibe 25, einem Sperrrad 26, zwei Sperrklinken 27 28, einem doppelarmigen Hebel 29 und einem Doppelexcenter 30. Derselbe ist auf die Kurbelwelle 31 aufgekeilt, worauf der mit Rolle 32 und Sperrklinke 27 versehene Doppelhebel 29 gleitet. Sobald nun die Kurbelwelle je eine halbe Umdrehung macht, d. h. also eine Lage vollendet hat, ist die an dem Hebel befestigte Sperrklinke um einen Zahn des Sperrrades vorgeschoben, und wird beim Weitergang des Excenters das Sperrrad um diesen Zahn gerückt und durch die zweite Sperrklinke 28 in dieser Stellung gehalten; da aber das Sperrrad fest mit dem Zeiger verbunden ist, so markirt letzterer bei jeder gemachten halben Umdrehung der Kurbelwelle eine vollendete Lage. Durch ein mit einem Riemen am Sperrrad befestigtes Gewicht 33 wird dasselbe auf den Nullpunkt zurückgezogen, sobald die beiden Sperrklinken ausgelöst sind.
Die selbstthätige Ausrückung wird durch einen durch Gewicht belasteten Hebel und eine Holzschiene, welche durch den Obertisch vortreten kann und über welche die Waare läuft, hervorgerufen. Sobald das letzte Ende die Holzschiene 34 passirt hat, geht diese in die Höhe, eine an der Ausrückstange 35 bewegliche und durch Hebel 36 mit der Holzschiene verbundene Klinke 37 wird beim Hub des Excenters 38 durch den belasteten Doppelhebel 39 verschoben, und der Treibriemen mittelst der Riemengabel 40 auf die lose Scheibe übergeführt. Damit der Stillstand der Maschine möglichst schnell vor sich geht, sitzt auf dem anderen Ende der Antriebswelle eine Bremsscheibe 41, welche mittelst Ausrückstange 35 und dem daran befindlichen Keilstück 42 durch die Bremsklinke 43 gebremst wird.
Zum Herausnehmen der gelegten Waare ist der Tisch durch einen Tritthebel 44 mit Hebelverbindung von den Gummihaltern zu entfernen und festzustellen, so dafs man bequem die darauf liegende Waare entfernen kann. Die Feststellung selbst geschieht durch den Hebel 45.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Die Anordnung und Construction des Schaufelkopfes unter Anwendung zweier an einem Stück drehbar sitzender Schaufeln, bei welchem man durch Verlegung der beiden Drehpunkte und durch Verdrehen der Schaufeln jede beliebige Länge als Mafseinheit erzielen kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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