DE145227C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE145227C DE145227C DENDAT145227D DE145227DA DE145227C DE 145227 C DE145227 C DE 145227C DE NDAT145227 D DENDAT145227 D DE NDAT145227D DE 145227D A DE145227D A DE 145227DA DE 145227 C DE145227 C DE 145227C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- line
- lines
- telephone
- copper
- plates
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04B—TRANSMISSION
- H04B13/00—Transmission systems characterised by the medium used for transmission, not provided for in groups H04B3/00 - H04B11/00
- H04B13/02—Transmission systems in which the medium consists of the earth or a large mass of water thereon, e.g. earth telegraphy
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
- Signal Processing (AREA)
- Water Treatment By Electricity Or Magnetism (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
M 145227 KLASSE 21 a.
Es gibt bereits Übertragungsverfahren (vergl. z.B. Niaudet, Galvanische Elemente, deutsch
von Hauck, Braunschweig 1881, S. 59), bei welchen in der einen Station eine Zinkelektrode,
'in der anderen eine Kupferelektrode eingebettet werden und das Telegraphieren
dadurch geschieht, daß die beiden Elektroden dieses sogen. »Erdelementes« durch einen isolierten
Leitungsdraht verbunden werden, sobald ein Zeichen gegeben werden soll. Hiervon unterscheidet sich vorliegende Erfindung
dadurch, daß nach derselben ein Leitungsdraht im gebräuchlichen Sinne überhaupt nicht vorhanden
ist, sondern es bildet derselbe eine elektromotorisch wirkende Art doppelpoliger
Mittelelektrode gegenüber den Endplatten (Fig. ι und 2), indem die im Meerwasser
oder auch in der Erde nicht isoliert verlegte Leitung selbst elektrisch erregt wird. Da
diese z. B. aus einem nicht isolierten Kupferdraht bestehende Leitung in der Ruhelage
stets mit gleichmetalligen, daher auch elektrisch gleichnamigen (z. B. Kupfer-) Endplatten
in Berührung steht (Fig. 1), so wird solange jedweder Stromabfluß von diesen Platten zum
Meereswasser (Ableitung) verhindert, wie durch die Berührung eines der Leitungsenden (Pol)
mit einer Zinkplatte (z. B. durch Tasterverbindung) das elektrische Gleichgewicht in ihr
selbst nicht gestört wird. Im Falle einer solchen Störung werden die Leitungsenden
(Pole) elektrisch verändert, so daß die Leitung auf dem negativ elektrisch gewordenen Leitungsende
den Abfluß der Elektrizität von der positiv elektrischen Platte zum Meereswasser
gestattet, aber von dem positiv elektrisch gebliebenen Ende die Elektrizität an die negativ elektrische (Zink-) Platte abgibt
(Fig. 2). Diese elektrischen Veränderungen in der Leitung bringen die in dieselbe in geeigneter
Weise eingeschalteten Empfangsapparate zum Ansprechen.
Die Endplatten befinden sich in besonderen porösen im Grundwasser stehenden Zellen
und sind mit Schwefelsaure bezw. Kupfervitriollösung umgeben, wodurch, da auch der
Leitungsdraht im salzigen Meereswasser liegt, eine größere und konstantere Stromstärke als
beim Erdelement erzielt wird.
Die Fig. 1 und 2 zeigen die Form einer nicht isolierten unterseeischen Linie und den
elektrischen Zustand der einzelnen Leitungsbestandteile. Die Fig. 3, 4 und 5 sind Beispiele,
wie die einzelnen Apparate in dieses Liniensystem geschaltet werden können.
Die Einrichtung einer solchen Linie ist wie folgt:
An den telegraphisch oder telephonisch zu verbindenden Ufern werden entsprechend
große Zink- und Kupferplatten P bezw. P1 in stark porösen (wasserdurchlässigen) Gefäßen
G aus Ton oder grobem Leinwandstoff in womöglich stehendem Brunnenwasser getrennt
aufgestellt. Die Zinkplattengefäße werden mit 15 prozentiger Schwefelsäure, die
Kupferplattengefäße mit Süßwasser und Kupfervitriolkristallen gefüllt. Das die Plattengefäße
umgebende Brunnen- (Grund-) Wasser
wird mit Steinsalz oder Schwefelsäure etwas angesäuert.
Der Leitungsdraht L (Drahtseil) aus Kupfer, Siliciumbronze oder verkupfertem Stahl wird
zwischen bezw. neben den zu verbindenden Stationen direkt auf den Meeresboden ausgelegt.
Die beiden aus dem Meereswasser herausragenden Enden des Leitungsdrahtes werden
ίο normal unter je einer Schleife außerhalb des Wassers (durch entsprechende Tasterverbindung)
mit den Kupferglatten P1 in Berührung gebracht. Die Zinkplatten P stehen frei
(Fig. i).
Als Grundsatz gilt, daß die in der Ruhelage der Linie mit der Leitung in Berührung
stehenden Plätten aus derselben Metallgattung wie der Leitungsdraht beschaffen sein müssen
(hier aus Kupfer), so daß die Endkupferplatte einer Station mit dem Leitungsdraht zusammen
die positive Elektrode zur Zinkplatte der anderen Station bildet.
Die Kupferplatten und die aus dem Meereswasser herausragenden Leitungsenden bilden
im Verhältnis zum Zink positive, untereinander jedoch gleichnamige Elektroden (Fig. 1).
Da das Meereswasser infolge des namhaften Salzgehaltes eine etwas bessere Leitungsfähigkeit
als die Kupfervitriollösung besitzt, so hält die durch Meereswasserberührung positiv
elektrisch gewordene Leitung mit den positiv elektrischen Kupferplatten ein nahezu vollkommenes
elektrisches Gleichgewicht. Kleine Differenzen können außer Acht gelassen, größere durch Modifizierung der die Kupferplatten umgebenden Flüssigkeit ausgeglichen
werden (Zusatz entsprechenden Schwefelsäurequantums zu den Küpferplatten).
Unterbricht man nun die Berührung einer Kupferplatte mit der Leitung und berührt
mit dem Leitungsende die Zinkplatte, so wird das elektrische Gleichge\vicht (in der ganzen
Linie) gestört.
Es entsteht nicht nur in der einen (gebenden) Station, sondern auch in der Schleife
der anderen (empfangenden) Station ein gegen die Zinkplatte fließender elektrischer Strom
■ (Fig. 2).
Schaltet man in eine Schleife ein TeIephon T und berührt in der anderen Station
mit dem Leitungsdraht die Zinkplatte, so hört man am Telephon deutlich (Morse-) Zeichen
(Fig. 3)·
Schaltet man in eine Schleife ein Telephon und in die .andere (zwischen Leitung und
Zinkplatte) ein Mikrophon, so vernimmt man am Telephon die ins Mikrophon gesprochenen
Worte (Fig. 4).
Die Stromstärke hängt ab: vom Querschnitte des Leitungsdrahtes, Oberfläche der
(Zink- und Kupfer-) Endplatten und den erregenden Flüssigkeiten (Meereswasser, Kupfervitriollösung,
Schwefelsäure), und ist daher das Ohm'sche Gesetz auch hier, jedoch mit
dem Unterschiede maßgebend, daß der innere Widerstand des Wassers bezw. der Erde nicht
in Betracht kommt.
Da bei der dargestellten Einrichtung (besonders Fig. I und 2) ein Stromverlust (Ableitung)
unmöglich ist, so können auch — mit der verhältnismäßig geringen Stromstärke
— im empfindlichen Telephon sogar auf langen Linien für den Verkehr brauchbare Zeichen
hervorgerufen werden.
Die auf der im Meereswasser liegenden Leitung vorkommenden Verbindungen (Bünde)
dürfen nur mit gleichwertigem (demselben) Metall gelötet, geschweißt, vernietet oder
durch festes gegenseitiges Umwickeln hergestellt werden.
Um die Berührung der isolationsfreien Leitungen mit den etwa am Meeresboden liegenden
anderen Metallen, oder der isolationsfreien Leitungen untereinander zu verhindern, wird
es in der Praxis stets vom Vorteil sein, diese Linien ihrer ganzen Länge nach mit billigem
porösen (wasserdurchlässigen) Tuch, Leinwand oder sonstigem Stoffe zu umhüllen.
Fig. 5 zeigt ein Beispiel der wesentlichen Einrichtung einer End- und einer Mittelstation
für die mündliche und Morsezeichenkorrespondenz.
Im Ruhezustande der Linie steht die Kupferplatte P1 mit der Leitung L über die Punkte
19, 18, 11, 13, 14, 15 in Verbindung; die Zinkplatte
ist bei 12 und 20 isoliert. Will man die Gegenstation aufrufen, so drückt man den
Taster T1 nieder. Dadurch wird der Stromkreis einer galvanischen Batterie B über die
Punkte 1,3,4,5,6,2 geschlossen und bringt durch Selbstausschaltung (bei Punkt 7) den
Anker A1 des Vibrators V in Schwingungen. Die Ankerfeder A2 berührt bei jeder Schwingung
des Ankers A1 den Kontaktpunkt 12.
Hierdurch wird die Leitung über die Punkte 19, 18, 11, 12 mit der Zinkplatte P in leitende
Verbindung gebracht. Das rasche Schließen und Unterbrechen des (Linien-) Stromes erzeugt
in der Gegenstation im Telephon ein trompetenartiges Geräusch, welches sich zum Morsezeichen vorzüglich eignet.
Beim Sprechen muß der Taster T2 fortwährend
gehandhabt werden. Will man sprechen, so muß der Taster T2 niedergedrückt
werden; damit schaltet man das Mikrophon M ein und schließt gleichzeitig die
Leitung L über 19, 20, 8, 9, 12 an die Zinkplatte 17.
Nach jedem beendeten Sprachsatz muß der Taster T2 in die ursprüngliche Lage gestellt
werden. Diese Tasterhandhabung während des Sprechens ist nur bei einfachen Leitungen
Claims (2)
1. Einrichtung zum Telegraphieren und Telephonieren auf nicht isolierten unterirdischen
Linien, dadurch gekennzeichnet, daß ein galvanisches Element nach Art des Erdelementes bildende, in bekannter
Weise an getrennten Orten angeordnete Platten nebst zugehörigen Erregerflüssigkeiten
durch die blanke in den Boden oder das Wasser gelegte Leitung verbunden sind, in welche die Send- und
Empfangsapparate eingeschaltet werden.
2. Ausführungsform der Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß an jeder der beiden Stationen beide Arten von Platten angeordnet, aber nicht
zu einem Element verbunden sind, wobei im Ruhezustande die blanke Leitung an
Platten von gleicher Art (z. B. Kupferpole) angeschlossen ist, und nur zum Zweck des Telegraphierens oder TeIephonierens
in der Sendstation die Leitung mit der gegenpoligen Platte (z. B. Zinkpol) verbunden wird.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE145227T |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE145227C true DE145227C (de) |
Family
ID=5670648
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT145227D Active DE145227C (de) |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE145227C (de) |
| FR (1) | FR322832A (de) |
-
0
- DE DENDAT145227D patent/DE145227C/de active Active
-
1902
- 1902-07-10 FR FR322832A patent/FR322832A/fr not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR322832A (fr) | 1903-02-16 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE145227C (de) | ||
| DE658662C (de) | Schwimmerschaltanlage, insbesondere fuer Senkgruben o. dgl. | |
| DE69015260T2 (de) | Verfahren zum elektrischen Verbinden nichtkorrodierbarer Anoden mit dem korrodierbaren Kern eines kraftliefernden, mit Standardisoliermaterial isolierten Leistungsversorgungskabels. | |
| DE153197C (de) | ||
| DE1815082A1 (de) | Zuendspule fuer magnetische Schwungraeder | |
| DE198853C (de) | ||
| DE1056172B (de) | Schaltungsanordnung fuer Fernschreibteilnehmerstellen mit Einfachstrombetrieb | |
| DE426639C (de) | Schaltungsanordnung fuer Muenzkassierstellen in Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb | |
| DE45249C (de) | Neuerung an Vielfachumschaltern für Fernsprech-VermiUelungsämter | |
| DE49421C (de) | Vorrichtung an Tastern zur Beförderung von Morseschriftzeichen mittelst Volta-Induktionsströme | |
| AT54945B (de) | Schaltungsanordnung für eine Telephonleitung mit mehreren Teilnehmerstationen. | |
| DE133991C (de) | ||
| DE17544C (de) | Neuerungen an Apparaten für tele- j phonische und telegraphische Zwecke | |
| DE195541C (de) | ||
| DE316351C (de) | ||
| AT36643B (de) | Schaltung zur Übertragung telegraphischer Zeichen auf Doppelleitungen, welche mit gemeinsamen Stromquellen betrieben werden. | |
| AT20476B (de) | Schaltung für Wechselstromtelegraphen. | |
| DE162403C (de) | ||
| DE34651C (de) | Verfahren und Apparate zum Telegraphiren mittelst Induktions-Ströme | |
| AT92461B (de) | Empfangsanordung für elektrische Signale von bestimmter Dauer. | |
| DE625269C (de) | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Wechselstromsignalgabe ueber mit Verstaerkern ausgeruestete Leitungen | |
| DE298380C (de) | ||
| DE31484C (de) | Fernsprechsystem nebst Apparat, um ein „direktes" Anrufen zwischen den Theilnehmern zu ermöglichen | |
| AT19724B (de) | Einrichtung zum Telephonieren und Telegraphieren auf einem einzigen Drahte zwischen zwei oder mehreren Zentralen. | |
| DE42896C (de) | Optisch-elektrisches Abmeldesignal für Telephon-Umschalte-Aemter |