DE1447C - Verfahren zur Herstellung gegossener Stahlketten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung gegossener Stahlketten

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DE1447C
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Description

1877.
Klasse 31.
F. WALDAESTEL in BARMEN. Verfahren zur Herstellung gegossener Stahlketten.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 25. December 1877 ab.
,An allen bisher aus Schmiedeisen hergestellten Ketten ist die Schweifsung ein grofser Uebelstand. Durch diese Art der Anfertigung wird die Festigkeit des Materials vermindert und lassen selbst adjustirte Ketten bei garantirter Tragfähigkeit noch einen Bruch besorgen, wenn eine einzige von den zahlreichen Schaken weniger gutes Material enthält, oder schlecht geschweifst ist.
Diese Uebelstände werden vermieden, wenn man im Stande ist, Ketten zu giefsen. Metall, flüssig in eine Form gebracht, bleibt bei richtiger Behandlung homogen, mithin ohne schädliche Schweifsstellen und damit verbundener Verminderung seiner Festigkeit und die in derselben Form gegossenen Theile adjustiren sich selbst. Auf diese Weise hergestellte Ketten müssen die jetzt gebräuchlichen an Güte übertreffen. Statt des Schmiedeisens kann nun der von unausgeschmiedeten Stahlsorten am wenigsten poröse Martin- und Tiegelstahl (für specielle Zwecke auch Messing, Kupfer etc.) verwendet worden. Beider gröfseren Festigkeit des Gufsstahles werden Ketten aus diesem Material, bei gleichem Gewicht auch gröfsere Tragfähigkeit besitzen, wie schmiedeiserne, die sich durch Wegfall der Schweifsstellen noch* erhöht. Dem Verschleifs der Schaken an ihren Berührungsflächen kann durch entsprechende Verstärkungen begegnet werden, auch lassen sich die Schaken leicht mit Stegen versehen und hat die Herstellung etwaiger Gelenktheile und Haken etc. aus Gufsstahl nach Modellen keine Schwierigkeit.
In den beiliegenden Zeichnungen ist nun der Apparat zur Herstellung solcher Ketten gezeichnet. Derselbe besteht aus einer gufseisernen, runden, viertheiligen Coquille (Fig. 1), deren unterer Quadrant mit Füfsen versehen ist. Die drei oberen Quadranten α (Fig. 5) mit den Endzapfen b sind in den Führungen c drehbar bezw. vor- und rückwärts verschiebbar gelagert, an ihren Berührungsflächen sorgfaltig abgehobelt und mit den entsprechenden Vertiefungen für die Kettenschaken versehen. Die Schaken d sind an der inneren Langseite rechtwinklig geformt (Fig. 5), um das Auseinandernehmen der Coquille nach dem Gusse zu ermöglichen, gehen jedoch nach den Enden hin wieder in den runden Querschnitt über. Es bleibt bei dieser Anordnung zwischen zwei Schaken noch genügend Dichtungsfläche, um jede Schake einzeln für sich und auch gleichzeitig mit der nächsten combinirt, giefsen zu können, e (Fig. 4 und 5) sind schmiedeiserne, zweitheilige Bügel, jede Hälfte um den Bolzen / drehbar, oben mit Mutter und Auge versehen. Dieselben sind innen und seitlich abgedreht und bewerkstelligen, in die eingedrehten Vertiefungen der Coquille fest passend, den genauen Verschlufs der Quadranten. Die Nuthen g dienen als Fülltrichter und zum schnellen Auseinanderlösen der Coquille sofort nach dem Gusse. Zu diesem Zwecke benutzt man ein Paar Flacheisen als Hebel, setzt sie mit den Enden in die Nuthen ein und schiebt so die Quadranten auseinander, die dann, ihren verticalen und horizontalen Führungen folgend, den Gufs auf dem unteren Quadranten lose liegen lassen.
Da flüssiger Gufsstahl beim Erkalten circa i2pCt. an Volumen verliert, so hängt von der schnellen Entfernung des Gusses aus der Coquille das Gelingen desselben ab. Letztere mufs darum an den Arbeitsflächen genügend mit Graphit bestrichen und stark angewärmt werden. Fig. 2 zeigt in der Seitenansicht die Anordnung der Führungen, sowie Fig. 3 im Querschnitt den auseinandergenommenen Apparat. Der. obere Quadrant kann aus der Führung ganz entfernt werden, liegt jedoch, wenn man die einseitigen Futter auf dem Zapfen herumdreht, auch in der Führung so hoch, dafs der Gufs frei herausgenommen und die Coquille gereinigt werden kann. Fig. 4 stellt den Apparat im Grundrifs dar, sowie Fig. 6 die innere Ansicht einer Hälfte desselben mit den Fülllöchern h. Fig. 7 zeigt einen Querschnitt der Coquille durch die Mitte einer Schake, und Fig. 5 einen solchen durch das Ende zweier combinirter Schaken.
Die Versuche müssen zeigen, wieviel Schaken auf einmal in solcher Coquille gegossen werden dürfen, ohne dafs das Auseinanderlösen derselben schwierig wird. Darnach läfst sich dann für jede Kettensorte die zweckmäfsigste Länge
der Coquille bestimmen. Der Apparat erfüllt auch schon seinen Zweck, wenn man genöthigt ist, stärkere Schaken einzeln zu giefsen und aus demselben zu entfernen; er würde dann nur soviel kürzer und für die Handhabung bequemer werden. In beiden Fällen hat man zum Aneinanderfügen einzelner längerer Kettenenden bezw. einzelner Schaken nur nöthig, die letzte in das Ende der Coquille einzufügen und auf diese Weise mit dem Giefsen fortzufahren, bis die gewünschte Länge erreicht ist.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Der durch die Beschreibung und beiliegende Zeichnung erläuterte Apparat.
2. Das Verfahren zur Herstellung von gegossenen Stahlketten ohne Schweifsnaht.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DE1447DA 1877-12-24 1877-12-24 Verfahren zur Herstellung gegossener Stahlketten Expired - Lifetime DE1447C (de)

Applications Claiming Priority (1)

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DE1447T 1877-12-24

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DE1447C true DE1447C (de)

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DE1447DA Expired - Lifetime DE1447C (de) 1877-12-24 1877-12-24 Verfahren zur Herstellung gegossener Stahlketten

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