DE1447748C - Verfahren zur Herstellung von Bildern und lichtempfindliches Aufzeichnungsmaterial zur Durchführung dieses Verfahrens - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Bildern und lichtempfindliches Aufzeichnungsmaterial zur Durchführung dieses VerfahrensInfo
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Description
Die erste Gruppe (Gruppe A) umfaßt solche, die bereits für sich allein mit Halogenkohlenwasserstoffen
auf hydrophilen Trägermaterialien hochlichtempfindliche Schichten liefern, ohne daß eine Nachbehandlung
erforderlich ist. Die zweite Gruppe (Gruppe B) umfaßt solche Vinylverbindungen, die für sich allein in Verbindung
mit Halogenkohlenwasserstoffen gegenüber Licht einer Wellenlänge von 3500 bis 4000 A sehr viel
weniger oder unempfindliche Schichten liefern, die aber, wenn sie Verbindungen der Gruppe A enthaltenden
Schichten zugesetzt werden, die Lichtempfindlichkeit der Schicht beträchtlich erhöhen.
Zu den Verbindungen der Gruppe A gehören generell Vinylverbindungen, bei denen die Vinylgruppe
unmittelbar mit einem gegebenenfalls kondensierten aromatischen bzw. quasiaromatischen System
verknüpft ist. Als Vertreter dieser Gruppe sind zu nennen: Styrol, insbesondere 4-Hydroxystyrol, 4-Methoxystyrol
und 4-Dimethylaminostyrol, Vinylnaphthaline
einschließlich Acenaphthylen, Vinylpyren, Vinyl- ao anthracen, Vinylphenantren, C-Vinylchinoline und
C-VinylisochinoUne, N-Vinylacridon und N-Vinylthioacridon.
Besonders geeignet sind N-Vinylcarbazole der allgemeinen Formel
»5
30
35
wobei R1, R2, R3, R4 gleich oder verschieden sein und
Wasserstoff oder einen Kohlenwasserstoff rest mit 1 bis 6 C-Atomen bedeuten können. Als weitere Beispiele
geeigneter N-Vinylcarbazole seien ω,ω-Dimethyl-N
- vinylcarbazol und 3,6 - Dimethyl - N - vinylcarbazol genannt. Bemerkenswert ist, daß Gemische der
Verbindungen der Gruppe A meist eine Steigerung der Lichtempfindlichkeit gegenüber den einzelnen Verbindungen
zeigen.
Zu den Verbindungen der Gruppe B gehören N-Vinylverbindungen, bei denen die Vinylgruppe
einen sauren Wasserstoff am Stickstoff ersetzt, z. B. in Carbonsäureamiden und Sulfosäureamiden, wie
N-Vinylacetanilid, N-Vinyläthylacetamid, N-Vinylsuccinimid,
N-Vinylphthalimid, N-Vinylpyrrolidon, N-Vinylcaprolactam, N-Vinylmethansulfamid, N-Vinyl
- benzolsulfamid, N - Vinyl - naphtholsulfamid, N - Vinyl - N - äthyl - benzolsulfamid, N - Vinyl-N
- methylnaphtholsulfamid, N - Vinyl - N - phenylmethansulfamid, sowie N-Vinylimidazol, ferner a,/?-ungesättigte
Säuren und deren Derivate, beispielsweise Carbonsäuren, Sulfonsäuren, Phosphonsäuren, sowie
deren Ester und Amide, ferner Vinyläther, beispielsweise fsobutylviriyläther, ferner Diene, beispielsweise
Butadien, Dimethylbutadien und Cyclohexadien, ferner Vinylhalogenide, beispielsweise Vinylchlorid und
Vinylbromid. Unter den Estern und Amiden der Acrylsäure bzw. Methacrylsäure sind Acrylsäure-N,N
- Diäthylamid, Acrylsäure - dimethylester, Meth
acrylsäure - methy !ester und Methacrylsäure-N,N- diäthylamid
zu nennen.
In einzelnen Fällen können auch Verbindungen der Gruppe B für sich allein für den erfindungsgemäßen
Zweck eingesetzt werden, wenn man nach dem Belichten und vor dem Farbstoffantrag kurzzeitig die
latenten Bilder auf 80 bis 12O0C erwärmt. Das gilt z. B. für N-Vinylacetanilid, N-Vinylcaprolactam und
N-Vinylpyrrolidon.
Je nach Art der verwendeten Vinylverbindung muß der· zur Herstellung der lichtempfindlichen Schicht
bestimmten Lösung eine angemessene Menge eines Polymerisationsinhibitors zugesetzt werden, der eine
vorzeitige Polymerisation der erfindungsgemäßen Vinylverbindung verhindert. Dabei soll die inhibierende
Wirkung des Zusatzes jedoch nicht so stark sein, daß die Polymerisation auch bei der Belichtung verhindert
wird. Die zugesetzte Menge an Inhibitor kann in weiten Grenzen schwanken. Es genügt im allgemeinen,
wenn 0,0001 bis 3°/o> berechnet auf die Beschichtungs- i
masse, zugesetzt werden. Vorzugsweise werden der Beschichtungsmasse 0,001 bis 1 °/0 Inhibitor zugesetzt.
Jedoch können in einzelnen Fällen Zusätze von bis zu 10°/0 Inhibitor vorteilhaft sein.
Als solche Polymerisationsinhibitoren haben sich für den erfindungsgemäßen Zweck folgende Verbindungen
bewährt: Organische Aminoverbindungen, wie Triäthanolamin, Diisopropylamin, Triisopropylamin,
Dimethylanilin, Pyridin, Chinolin, aromatische Hydroxyverbindungen, wie Phenol, Hydrochinon,
■Brenzkatechin, Pyrogallol, Dihydroresorcin, ferner organische Säuren, wie Essigsäure, Propionsäure,
Brenztraubensäure, Malonsäure, Oxalsäure, Fumarsäure, Maleinsäure, und Benzoesäure, ferner Schwefelverbindungen,
wie Thiophenol, Thiophenolsulfo- bzw. -carbonsäuren, 3 - Mercapto - benzthiazol, Cystin,
Cystein, ferner Ferrocen und dessen Substitutionsprodukte, ferner Benzoin, Benzil, Benzophenon, insbesondere
wenn sie in 2-Stellung durch OH-Gruppen substituiert sind, ferner Aminocarbonsäuren, wie
Glykokoll, Alanin, Phenylalanin.
Als Halogenkohlenwasserstoffe, die beim Belichten Halogen abspalten, können erfindungsgemäß eine oder
mehrere Verbindungen der allgemeinen Formel
R2-^C-X
R3
R3
verwendet werden, wobei X für Chlor, Brom und Jod stehen kann und R1, R2, R3 gleich oder verschieden
sein können, und Chlor, Brom, Jod, Wasserstoff und Alkyl, das gegebenenfalls durch Chlor, Brom, Jod
substituiert sein kann, und/oder Glied einer aliphatischen Kette sein kann, Aryl, Aralkyl, Alkenyl oder
eine heterocyclische Gruppe bedeuten kann, wobei diese Gruppen ihrerseits wieder durch Alkyl und vorzugsweise
durch Halogen substituiert sein können.
Die Reste R1, R2, R3 können zusammen auch Teil
eines heterocyclischen, quasiaromatischen Ringes sein. Innerhalb dieser allgemein bezeichneten Verbindungsklasse sind besonders hervorzuheben: Pentabromäthan,
Tetrabrommethan und ω,ω,ω- fribromacetophenon,
das im aromatischen Ring einfach oder mehrfach substituiert sein kann durch Halogen, Alkoxy-,
Alkyl-, Nitro-, Carbonsäure- und Sulfosäuregruppen, Tetrabrom- und Tetrajodpyrrol, Tetrajodthiophen
5 6
und Tetrabromthiophen, Hexachloräthan, Tetrajod- Pigmente nicht verloren gehen. Solche Bindemittel
methan und Jodoform. sind: Polyvinylacetat, Casein, gequollene Stärke, Carb-
Eine Steigerung des Kontrastes und der Restfär- oxymethylcellulose, gehärteter Polyvinylalkohol, Hybungsfreiheit
der Bilder kann erfindungsgem'äß durch droxymethylcellulose, Carboxymethylamylose, verAuswahl
des Trägermaterials erzielt werden. Ein in der 5 schiedene Mischpolymerisate der Acrylsäure, wie z. B.
Lichtpaustechnik übliches Rohpapier oder ein nor- solche mit Vinylchlorid, Styrol und anderen Vinylmales
Schreibpapier wird vor dem Aufbringen der verbindungen. Geeignet sind ferner auch Polyglycidlichtempfindlichen
Schicht in der Weise präpariert, äther von polyfunktionellen Phenolen,
daß eine hydrophile Zwischenschicht aufgebracht Nach einem weiteren Merkmal der Erfindungen
daß eine hydrophile Zwischenschicht aufgebracht Nach einem weiteren Merkmal der Erfindungen
wird. ίο kann man auch den Papierträger mit einem wasser-
AIs Entwickler zum Sichtbarmachen des latenten löslichen oder zumindest hydrophilen Kunststoff imBildes
werden wäßrige . Lösungen von Farbstoffen prägnieren, der das Eindringen der organischen Sensiverwendet.
Menge und Art des verwendeten Farbstoffs bilisierungslösung in die Papiermasse ganz oder weitsind
nicht kritisch, da mit jeder Tinte oder anderen gehend verhindert. Das Einbringen dieser hydrophilen
wäßrigen Farbstofflösung die Bilder sichtbar gemacht 15 Substanzen kann während der Papierherstellung auf
werden können. einer sogenannten Leimpresse in der Papiermaschine
Durch die Erfindung wird erreicht, daß bei nur ein- oder durch nachträglichen Antrag in einer geeigneten
maliger Belichtung — ohne Verwendung von UV- Streichmaschine erfolgen. Die Schichten können auch
Licht — durch ein einfaches sehr kurzzeitiges Entwick- als Schicht auf die Papieroberfläche aufgebracht
lungsverfahren direkt positive, kontrastreiche und im ao werden.
Untergrund restfärbungsfreie Bilder guter Qualität Als geeignete Substanzen dieser Art haben, sich er-
erhalten werden. wiesen: Polyvinylalkohol, der auch durch Form-
Bei bisher bekannten Materialien, die lichtempfind- aldehyd oder durch Erwärmen in der Papiermasse soliche
Schichten aus einer Vinylverbindung und einer weit nachgehärtet werden kann, daß er unlöslich wird,
organischen Halogenverbindung enthielten, konnten 35 aber seine hydrophilen Eigenschaften nicht verliert,
entweder nur negative Kopien der Vorlage erhalten Polyvinylacetat, bei dem nicht mehr als ein Drittel der
werden und zur Herstellung von positiven Kopien war OH-Gruppen des zugrunde liegenden Polyvinylalkohole
ein zusätzlicher Belichtungsschritt erforderlich. Nach verestert sein darf, Polyvinylpyrrolidon, auch als
dem erfindungsgemäßen Verfahren jedoch sind direkt Mischpolymerisat mit anderen Vinylverbindungen,
positive Kopien verfügbar. Weiterhin wurde gefunden, 30 Polyacrylsäure und hydrophile Mischpolymerisate aus
daß durch Verwendung einer hydrophilen Zwischen- Polyacrylsäure mit anderen Vinylverbindungen wie
schicht die Anfärbung bedeutend kräftiger oder über- Styrol, Maleinsäureanhydrid und Dimethylbutadien.
haupt erst ermöglicht wird. Dies wird jedoch nicht Ferner kommen in Betracht Celluloseäther und Ester,
allein auf die ■ anwesende Zwischenschicht zurück- Carboxymethylcellulose, Carboxymethylamylose, Hygeführt,
sondern beruht auch auf der erfindungs- 35 droxyalkylcellulose, ganz oder teilweise hydrolysierte
gemäßen Verwendung der polymerisierbaren, ein Copolymerisate aus Maleinsäureanhydrid und Styrol,
hydrophobes Polymerisat bildenden Vinylverbih- lösliche Stärke und deren Abbauprodukte, wie Dexdungen.
trine, sowie Gemische der genannten Stoffe.
Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung benutzt Besonders kontrastreiche Bilder erhält man außer-
man für die Zwischenschicht einen oberflächen- 40 dem, wenn man die lichtempfindliche Substanzkombiaktiven,
mit Wasser benetzbaren feindispersen Stoff nation gemeinsam mit organisch löslichen filmbildenzusammen
mit einem geeigneten Bindemittel, der die den Harzen auf die Trägeroberfläche aufbringt. Das
monomere Vinylverbindung absorbiert, ohne dadurch ist besonders dann vorteilhaft, wenn die verwendeten
seine hydrophilen Eigenschaften zu verlieren. Bei der Vinylverbindungen oder die Halogenkohlenwasserwährend
des Belichtungsprozesses erfolgenden Poly- 45 stoffe eine ausgeprägte Kristallisationstendenz haben,
merisation verlieren derartige Oberflächen die Eigen- Als besonders geeignete filmbildende Harze für diesen
schaft, von einer wäßrigen Farbstofflösung benetzt zu Zweck haben sich erwiesen: Polymerisate oder Mischwerden,
vermutlich deshalb, weil die Pigmentteilchen polymerisate auf der Basis Vinylacetat verschiedenen
von den hydrophoben Polymerisaten überzogen Polymerisationsgrades, Alkydharze, Maleinsäuremischwerden.
50 polymerisate, Mischpolymeriesate aus Acrylsäure und
Als Trägermaterialien können ferner transparente Metacrylsäure, Estern und Amiden mit Styrol und anKunststoffolien,
die von sich aus hydrophil sind oder deren Vinylverbindungen, Melaminharze, Phenol- und
durch Beschichtung mit einer hydrophilen Zwischen- Kresol-Formaldehyd-Kondensate.dimerisierteAbietinschicht
hydrophil gemacht worden sind, beispielsweise säure, Fettalkoholpolyglykoläther. Grundsätzlich kön-Folien
aus regenerierter Cellulose oder mit gehärtetem 55 nen für diesen Zweck alle Harze verwendet werden, die
Polyvinylalkohol beschichtete Polyesterfolien, ver- Filme bilden. Sie dürfen jedoch nur in solchen Mengen
wendet werden, wobei der hydrophilen Beschichtungs- verwendet werden, daß die hydrophilen Oberflächenmasse
für Polyesterfolien Pigmente zugesetzt werden eigenschaften des vorbehandelten Trägermaterials nicht
können. aufgehoben werden. Die Beschichtung der erfindungs-
Solche Zwischenschichten bestehen aus Pigment- 60 gemäßen Materialien erfolgt aus einer Lösung der
stoffen wie z. B. feingemahlene Erdkalisulfate, Schichtbestandteile in einem organischen Lösungsmittel,
disperse Kieselsäure, gepulverte Silikate wie z. B. beispielsweise Aceton, Trichloräthylen, Tetrachlor-Kaolin,
ungelöste Stärke, vorzugsweise Reis- oder äthylen, Chloroform, Methylenchlorid, Methyläthyl-Haferstärke,
feinteiliges Aluminiumoxyd oder Ma- keton. Benzol, Toluol, Chlorbenzol. Gemäß einer Ausgnesiumoxyd
oder Titandioxyd. Diese Pigmentstoffe 65 gestaltung der Erfindung haben sich als besonders vorwerden
vorzugsweise mit einem Bindemittel auf den teilhaft für den Entwickler solche Farbstoffe erwfesen,
Träger aufgetragen, das nach Art und Menge so ge- die Substantiv auf die Cellulosefaser bzw. auf die
wählt wird, daß die hydrophilen Eigenschaften der verwendeten Pigmentteilchen und Bindemittel auf-
ziehen. In der folgenden Tabelle, sind einige Farbstoffe aufgezählt, die besonders geeignet sind:
Kristallviolett B -. 785
Brillantgrün H 760
EosinA 881
Erythrosin 886
Malachitgrün 754
Naphtholgrün B 5
Nilblau BX 1029
Patentblau 826
Rhodamin B 864
Rhodulinblau 6 G 755
Safranin T 967
Methylenblau B 1038
Hansagelb G 84
Zaponechtblau 3 B .... 280
Zaponechtrot GE 280
Zaponechtschwarz 280
Nummern in
Schultz,
Farbstofftabellen,
1. Band,
1931
Schultz,
Farbstofftabellen,
1. Band,
1931
II. Ergänzungsband, 1939
In Fällen, in denen auch die Nichtbildstellen beim Entwicklungsvorgang etwas Farbe annehmen, ist ein
Zusatz von Antinetzmitteln, beispielsweise Siliconöle oder Antischaummitteln, zweckmäßig. In diesen Fällen
werden außerdem vorzugsweise solche Farbstoffe verwendet, die einen Indikatoreffekt zeigen, wobei sie im
sauren Milieu farblos oder nur schwach gelb gefärbt sind, im neutralen und basischen Bereich hingegen
kräftige, z. B. blaue oder rote Farben zeigen. Hierbei wird der Effekt ausgenutzt, daß an den Nichtbildstellen
im Zuge der erfindungsgemäßen Reaktion. Halogenwasserstoffsäuren freigesetzt werden, so daß neben der
rein physikalischen Differenzierung durch die Polymerisation auch eine Differenzierung im pH-Wert
zwischen Bild- und Nichtbildstellen erfolgt. Um diesen Effekt zu unterstützen, kann man auch den pH-Wert
der lichtempfindlichen Schicht selbst durch Zusatz alkalisch wirkender Stoffe wie Soda, Pottasche, Alkaliphosphate,
Alkalisilikate, Alkaliborate oder organische Basen, wie sie der lichtempfindlichen Schicht als Inhibitoren
ohnehin schon zugesetzt werden, z. B. Dimethylnaphthalin oder Chinolin, nach höheren Werten
zu verschieben. Man kann aber auch den Vorstrichen oder der zur Herstellung der lichtempfindlichen Schicht
dienenden Lösung basisch reagierende Harze zusetzen, wie z. B. das Formaldehydkondensat mit Dimethylanilin,
N-Phenylpiperazin oder Casein, basische Melaminharze
u. a. Als Farbstoffe mit einem für die Entwicklung des erfindungsgemäßen Materials geeigneten
Indikatoreffekt seien beispielsweise die folgenden genannt: Tetrabromphenolsulfophthalein, Dibromkrer
solsulfophthalein, Dichlorphenolsulfophthalein, Dibromthymolsulfophthalein, Thymolsulfophthalein,
o-Kresolphthalein und Phenolphthalein.
Man kann außerdem in diesen Fällen erfindungsgemäß die Entwicklerlösungen schwach alkalisch
stellen, vorzugsweise pH 8 bis 11, und erreicht dadurch eine bessere Löslichkeit der Indikatorfarbstoffe. Es
schadet dabei nichts, wenn geringe Mengen der Farbstofflösung auch an den Nichtbildstellen in die Schicht
eindringen, weil sie von dem Überschuß der dort vorhandenen Säure sofort neutralisiert und damit farblos
werden. Diese Indikatorfarbstoffe werden mit gutem Hrfolg besonders bei den Schichten eingesetzt, die
Vinylcarbazol-Derivate enthalten, da bei diesen die Säurebildung beim Belichten besonders stark ist.
Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele näher erläutert:
B ei spiel 1
In der Lichtpaustechnik übliches Rohpapier wird mit einem Vorstrich, bestehend aus Silicagel einer Teilchengröße
zwischen 0,5 und 3 μ und einer Teilchengröße im Bereich zwischen 10 und 40 πιμ und Casein in
Wasser vorbeschichtet und getrocknet. Als Sensibilisierungslösung verwendet man eine Lösung von 10 Gewichtsteilen
N-Vinylcarbazol, 5 Gewichtsteilen Tetrabromkohlenstoff,
0,03 Gewichtsteilen Pyridin iri 100 Gewichtsteilen Aceton, womit man das Papier tränkt.
Nach dem Verdampfen des Lösungsmittels wird unter einer 160-Watt-Quecksilber-Wolfram-Mischlichtlampe
durch eine transparente positive Vorlage im Abstand von 30 cm 2 Minuten belichtet. Bei der Benetzung der
belichteten Schicht mit einer wäßrigen Lösung von 0,25 Gewichtsteilen Brillantgrün in 100 ml Wasser
ao erhält man ein kontrastreiches grünes positives Bild der Vorlage. Man kann zur Entfernung des überschüssigen
Farbstoffs das Bild auf Filterpapier pressen öder mit Wasser auswaschen.
Mit gleich gutem Erfolg können die folgenden Farb-
Mit gleich gutem Erfolg können die folgenden Farb-
s5 stoffe zum Einfärben verwendet werden:
Kristallviolett B blaues Bild
Erythrosin rotes Bild
Malachitgrün grünes Bild
Nilblau BX blaues Bild
Rhodamin B violettrotes Bild
Photographisches Rohpapier, das oberflächlich mit einer wäßrigen Dispersion, bestehend aus 3 Gewichtsteilen chemisch reiner Kieselsäure in submikroskopisch
feiner Verteilung und 2,5 Gewichtsteilen einer etwa 5Oo/oigen Dispersion eines Homopolymerisates von
Vinylacetat, in 100 Gewichtsteilen Wasser beschichtet ist, wird mit einer Lösung von 20 Gewichtsteilen N-Vinylacetanilid,
10 Gewichtsteilen Tetrabromkohlenstoff, 0,01 Gewichtsteil Diisobutylamin in 100 Gewichtsteilen
Aceton sensibilisiert. Das getrocknete Material wird unter einer transparenten positiven Vorlage unter einer
160-Watt-Mischlichtlampe im Abstand 30 cm 7 Minuten
belichtet. Man erhält ein latentes Bild, das vor der Entwicklung 3 Minuten auf 13O0C erwärmt wird.
Nach der Benetzung mit einer wäßrigen Lösung von 0,3 Gewichtsteilen Kristallviolett B in 100 ml erhält
man ein positives Bild der Vorlage. Der Bildkontrast ist schlechter als nach dem Verfahren gemäß Beispiel 1.
Ein photographisches Rohpapier wird einseitig mit einer Dispersion aus Casein und einer 50%igen wäßrigen
Dispersion eines weichmacherfreien Copolymerisates aus Acrylsäureestern im Verhältnis 2:1 derart
beschichtet, daß die Gesamtmenge des aufgetragenen Harzes 15 g/m2 Papier beträgt. Die Rückseite des
Trägermaterials wird mit einer wasserabweisenden Schicht eines Cellulosetriacetats beschichtet, die aus
einer 20°/0igen Lösung in Aceton aufgetragen wird.
Nach dem Trocknen wird eine Lösung aus 10 g N-Vinylcarbazol und 5 g 2,5-Dimethyl-fü,co,co-tribromacetophenon
und 0,02 Gewichtsteile 2-Mercaptobenzthiazol in 100 ml Benzol aufgetragen und getrocknet. Man be-
309 609/141
9 10
lichtet 2 Minuten durch eine transparente Vorlage Untergrund in den Nichtbildbereichen durch geringe
unter einer 160-Watt-MischlichtIampe und entwickelt Mengen auch in diesen Bereichen adsorbierten Farb-
das latente Bild mit einer wäßrigen Lösung von 0,25 g stoffes kompensiert wird.
Kristallviolett B in 100 ml Wasser. Es wird ein fast
grundfreies dunkelblaues Bild der Vorlage erhalten. 5 Beispiele
Beispiel 4 Ein wie im Beispiel 1 beschrieben vorgestrichenes
photographisches Rohpapier wird mit einer Sensibili-
Ein wie im Beispiel 1 beschriebenes vorgestrichenes sierungslösung, bestehend aus 3 Gewichtsteilen eines
Papier wird mit einer Lösung aus 10 Gewichtsteilen io Mischpolymerisates von Vinylacetat und 5°/o Crotonic-Vinylcarbazol,
5 Gewichtsteilen Hexachloräthan, säure, 5 Gewichtsteilen Tetrabromkohlenstoff, 0,01 Ge-3
Gewichtsteilen eines nicht modifizierten Alkyd- wichtsteil Mercaptobenzthiazol, 0,01 Gewichtsteil Ferharzes
auf Basis Phthalsäureanhydrid und 0,05 Ge- rocen, 10 Gewichtsteilen N-Vinylcarbazol, 13 Gewichtsteilen
Chinolin in 100 Gewichtsteilen Methylen- wichtsteilen N-Vinylsuccinimid, in 100 Gewichtsteilen
chlorid beschichtet und 3 Minuten durch eine trans- 15 Trichloräthylen beschichtet. Nach der Belichtung durch
parente Vorlage unter einer 1000-Watt-Mischlicht- eine transparente Vorlage unter einer 160-Watt-Mischlampe
belichtet. Dann wird mit einer auf pH 8 ein- lichtlampe 2 Minuten wird wie im Beispiel 1 beschriegestellten
Lösung von 0,2 Gewichtsteilen Dibrom- ben entwickelt. An Stelle von N-Vinylsuccinimid kann
thymolsulfophthalein in 100 ml Wasser entwickelt. Man man mit gleich gutem Erfolg die gleichen Gewichtserhält
ein praktisch grundfreies blaues Bild der Vor- so mengen an Isobutylvinyläther, Dimethylacrylsäurelage.
methylester, Acrylsäure - N,N - dimethylamid, Styrol,
Be' D'el 5 N - Vinylacetanilid, N - Vinylcaprolactam, Zimtsäure
oder Acenaphthylen verwenden. Im Falle des Zusatzes
Man beschichtet ein wie im Beispiel 3 beschriebenes Von Acenaphthylen erhält man einen leicht gelben
vorbehandeltes Rohpapier mit einer acetonischen Lö- "5 Grund. Man kann diese Schicht aber auch mit gutem
sung von 10 Gewichtsteilen N-Vinylcarbazol, 5 Ge- Erfolg unter einer normalen 250-Watt-Wolframlampe
wichtsteilen Tetrajodpyrrol und 0,01 Gewichtsteil Hy- 8 Minuten belichten,
drochinon. Nach einer Belichtungszeit von 2 Minuten η · · 1 q
drochinon. Nach einer Belichtungszeit von 2 Minuten η · · 1 q
unter einer löO-Watt-Mischlichtlampe durch eine Beispiel y
transparente Vorlage wird das latente Bild mit einer 3<
> Ein wie im Deispiel 1 beschrieben vorgestrichenes Lösung von 0,25 Gewichtsteilen Kristallviolett B in photographisches Rohpapier wird mit einer Sensibili-100
Gewichtsteilen Wasser entwickelt. Man erhält ein sierungslösung, bestehend aus 5 g Ν-ω,ω-Dimethylblaues
Bild der Vorlage. vinylcarbazol, 5 g N-Vinylpyrrolidon, 5 g Tetrabrom-
kohlenstoff und 0,03 g Chinolin, in 100 g Methylen-B e 1 s ρ 1 e 1 6 3J chlorid beschichtet, bildmäßig 3 Minuten unter einer
Ein gemäß Beispiel 1 vorbehandeltes Rohpapier 160-Watt-Mischlichtlampe belichtet und das latente
wird mit einer Lösung von 2 g Polyvinylalkohol in Bild mit einer Lösung von 0,25 g Rhodamin B in
100 ml Wasser bestrichen und getrocknet. Dann wird 100 ml Wasser entwickelt. Man erhält ein violettrotes
eine Sensibilisierungslösung aus 8 g N-Vinylcarbazol, Bild der positiven Vorlage.
2 g N - Vinylpyrrolidon, 5 g Tetrabrom-Kohlenstoff, 40 B " ' 1 10
3 g eines Mischpolymerisates aus Vinylacetat und 5 % e 1 s ρ 1 e
Crotonsäure, 0,05 g Triäthanolamin in 100 g Toluol Ein wie im Beispiel 1 beschriebenes vorgestrichenes
aufgetragen. Nach dem Trocknen belichtet man durch photographisches Rohpapier wird mit einer Sensibili-
eine transparente Vorlage 2 Minuten unter einer sierungslösung, bestehend aus 20 g Styrol, 10 g Tetra-
160-Watt-Mischlichtlampe. Man erhält beim Einfärben 43 bromkohlenstoff, 0,05 g Pyrjdi»; 3 g eines Mischpoly-
mit einer Lösung von 0,25 g Malachitgrün und 0,02 g merisates aus Vinylacetat und 5 °/o Crotonsäure, in
eines Silikonöls in 100 ml Wasser ein grundfreies 100 g Aceton beschichtet und 5 Minuten unter einer
grünes Bild der Vorlage. 1000-Watt-Mischlichtlampe belichtet durch eine trans-
. parente Vorlage. Nach dem Einfärben mit einer Lö-
B e 1 s ρ 1 e 1 7 50 sung aus 025 g Kristallviolett B und 0,01 g Span Emul-
Ein normales photographisches Rohpapier wird mit gator in 100 g Wasser erhält man ein blaues Bild der
einer wäßrigen Dispersion, die 3 Gewichtsteile einer Vorlage.
/50°/oigen wäßrigen Dispersion eines Homopolymerisa- D ei spiel 11
tes von Vinylacetat, 2 Gewichtsteile Reisstärke und
tes von Vinylacetat, 2 Gewichtsteile Reisstärke und
2 Gewichtsteile chemisch reiner Kieselsäure in sub- 55 Ein wie im Beispiel 1 beschriebenes vorgestrichenes
mikroskopisch feiner Verteilung enthält (in 100 Ge- photographisches Rohpapier wird mit einer Sensibiliwichtsteilen
Wasser), vorgestrichen und getrocknet. sierungslösung, bestehend aus 10 g Styrol, 5 g Ace-Anschließend
wird eine Sensibilisierungslösung an- naphthylen, 6 g eines Mischpolymerisates aus Vinylgetragen,
bestehend aus 5 Gewichtsteilen Pentabrom- acetat und 5 °/0 Crotonsäure, 5 g Dimethyl-a>,tu,co-triäthan,
8 Gewichtsteilen N-Vinylcarbazol, 3 Gewichts- 60 bromacetophenon und 0,05 g Triäthanolamin, in 100 g
teilen Dimethylbutadien und 0,1 Gewichtsteil Pyridin Trichloräthylen beschichtet und 7 Minuten unter einer
in 100 Gewichtsteilen Aceton. Man belichtet 2 Minu- 1000-Watt-Mischlichtlampe bildmäßig belichtet. Beim
ten durch eine transparente positive Vorlage unter anschließenden Entwickeln mit einer Lösung von 0,25 g
einer 160;Watt-Mischlichtlampe und erhält ein blaß- Kristallviolett B in 100 ml Wasser erhält man ein posigelbes
negatives DiId der Vorlage. Beim anschließenden 65 tives kontrastreiches Bild der Vorlage, wobei der nach
Entwickeln mit einer O,25gewichtsprozentigen wäßrigen dem Delichten sichtbare gelbliche Grund in den Nicht-Kristallviolettlösung
wird ein positives kontrastreiches bildsteilen durch geringe Mengen auch in diesen Beblaues
Bild der Vorlage erhalten, wobei der gelbliche reichen adsorbierten Farbstoffes kompensiert wird.
Eine oberflächlich verseifte Acetatfolie wird mit einer Lösung, bestehend aus 10 Gewichtsteilen N-Vinylcarbazol
und 10 Gewichtsteilen N-Vinylpyrrolidon, in 100 Volumteilen Aceton beschichtet und getrocknet.
Anschließend wird die Folie für kurze Zeit Tetrabromkohlenstoffdampf ausgesetzt. Unter einer 18-Ampere-Bogenlampe
wird anschließend im Abstand von 60 cm 3 Minuten durch eine transparente positive Vor-
lage belichtet. Bei der Benetzung der belichteten
Schicht mit einer wäßrigen Lösung von 0,5 Gewichtsteilen Kristallviolett in 100 Volumteilen Wasser erhält
man ein kontrastreiches blaues positives Bild der Vorlage. Man kann zur Entfernung des überschüssigen
Farbstoffes das Bild auf Filterpapier pressen oder mit Wasser auswaschen.
Ein gleich gutes Bild erhält man, wenn man als Trägermaterial eine mit gehärtetem Polyvinylalkohol vorbeschichtete
Polyesterfolie verwendet.
Claims (6)
1. Verfahren zur Herstellung von Bildern, bei weise N-Vinylcarbazol und Tetrabrommethan besteht,
dem ein lichtempfindliches Aufzeichnungsmaterial, 5 bildmäßig belichtet und das latente Bild durch kurzbestehend
aus einer lichtempfindlichen Schicht, zeitiges Erhitzen sichtbar macht. Dabei entsteht an den
enthaltend mindestens eine photolytische, orga- belichteten Stellen ein Farbstoff, so daß eine negative
nische Halogenverbindung und eine polymerisier- Kopie der Vorlage erhalten wird. Dieses bekannte
bare Vinylverbindung, und aus einem gegebenen- Verfahren ist auch dahingehend modifiziert worden,
falls hydrophilen Schichtträger, belichtet und ent- io z. B. durch USA.-Patent 3 042 517, daß es die Herwickelt
wird, dadurch gekennzeichnet, stellung positiver Kopien ermöglicht. Dazu ging man
daß zur Herstellung von positiven Bildern ein Auf- so vor, daß man zuerst mit kurzwelligem UV-Licht im
Zeichnungsmaterial verwendet wird, welches eine Spektralbereich zwischen 2200 und 2500 A bildmäßig
hydrophile Zwischenschicht aufweist und in der belichtete und nachfolgend ohne Belichtungsvorlage
lichtempfindlichen Schicht eine ein hydrophobes 15 mit langwelligem UV-Licht im Spektralbereich ober-Polymerisat
bildende Vinylverbindung enthält, halb 2650 A nochmals belichtete und das zunächst
und dadurch, daß die lichtempfindliche Schicht latente Bild durch Wärmeeinwirkung entwickelte. Danach
der bildmäßigen Belichtung mit einer einen bei färben sich die vom kurzwelligen UV-Licht nicht
oder mehrere Farbstoffe enthaltenden, wäßrigen belichteten Bildstellen braun bis schwarz, so daß man
Lösung, die ein die Benetzung hemmendes Mittel ao ein Positiv der Belichtungsvorlage erhält. In beiden
enthalten kann, in Berührung gebracht und ge- bisher genannten Verfahren erfolgt bei der Entwickgebenenfalls
getrocknet wird. lung durch Wärmeeinwirkung gleichzeitig eine Fixie-
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn- rung, sofern leichtflüchtige Halogenkohlenwasserstoffe
zeichnet, daß man organische Farbstoffe verwen- verwendet wurden.
det, die substantive Eigenschaften haben. as Nachteilig daran ist, daß die üblicherweise verwen-
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn- deten Vorlagen in dem Wellenlängenbereich zwischen
zeichnet, daß man einen Farbstoff verwendet, der 2200 und 2500 A auch an den Nichtbildsteilen nicht
bei niedrigeren pH-Werten schwächer oder anders genügend lichtdurchlässig sind und daß eine zweimalige
gefärbt ist als bei höheren pH-Werten. Belichtung erforderlich ist. Das zuletzt, genannte Po-
4. Lichtempfindliches Aufzeichnungsmaterial zur 30 sitiv-Kopierverfahren hat sich daher praktisch nicht
Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, eingeführt.
bestehend aus einer lichtempfindlichen Schicht, Aufgabe der Erfindung ist es, ein Aufzeichnungs-
enthaltend mindestens eine photolytische, orga- material und ein Verfahren zu entwickeln, das die
nische Halogenverbindung und eine polymerisier- Herstellung von positiven Kopien ermöglicht, ohne
bare Vinylverbindung, und aus einem gegebenen- 35 daß ein zweimaliges Belichten mit UV-Licht und ein
falls hydrophilen Schichtträger, dadurch gekenn- Hervorrufen des latenten Bildes durch Erhitzen nötig
zeichnet, daß in der lichtempfindlichen Schicht als ist.
Vinylverbindung eine polymerisierbare, ein hydro- Der Gegenstand der Erfindung geht aus von einem
phobes Polymerisat bildende Vinylverbindung, ge- Verfahren zur Herstellung von Bildern, bei dem ein
gebenenfalls in Verbindung mit einem Polymeri- 40 lichtempfindliches Aufzeichnungsmaterial, bestehend
sationsinhibitor enthalten ist und dadurch, daß aus einer lichtempfindlichen Schicht, enthaltend min-
sich zwischen Schichtträger und lichtempfindlicher destens eine photolytische organische Halogenverbin-
Schicht eine hydrophile Zwischenschicht befindet. dung und eine polymerisierbare Vinylverbindung und
5. Aufzeichnungsmaterial gemäß Anspruch 4, aus einem gegebenenfalls hydrophilen Schichtträger
dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenschicht 45 belichtet und entwickelt wird, und ist dadurch gekennaus
einem mit Wasser benetzbaren, feindispersen zeichnet, daß zur Herstellung von positiven Bildern
Stoff und einem Bindemittel besteht. die lichtempfindliche Schicht nach der bildmäßigen
6. Aufzeichnungsmaterial gemäß Anspruch 4, Belichtung mit einer einen oder mehrere Farbstoffe
dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenschicht enthaltenden wäßrigen Lösung, die ein die Benetzung
aus einem hydrophilen Kunstharz besteht. 50 hemmendes Mittel enthalten kann, in Berührung gebracht
und gegebenenfalls getrocknet wird.
Erfindungsgemäß wird ein lichtempfindliches Aufzeichnungsmaterial zur Durchführung des Verfahrens,
bestehend aus einer lichtempfindlichen Schicht, ent-
55 haltend mindestens eine photolytische, organische
Halogenverbindung und eine polymerisierbare Vinylverbindung, und aus einem gegebenenfalls hydrophilen
Schichtträger, verwendet, das dadurch gekennzeichnet
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung ist, daß in der lichtempfindlichen Schicht als Vinylvon
Bildern, bei dem ein lichtempfindliches Aufzeich- 60 verbindung eine polymerisierbare, ein hydrophobes
nungsmaterial, bestehend aus einer lichtempfindlichen Polymerisat bildende Vinylverbindung, gegebenenfalls
Schicht, enthaltend mindestens eine photolytische or- in Verbindung mit einem Polymerisationsinhibitor,
ganische Halogenverbindung und eine polymerisierbare enthalten ist, und dadurch, daß sich zwischen Schicht-Vinylverbindung,
und aus einem gegebenenfalls hydro- träger und lichtempfindlicher Schicht eine hydrophile
philen Schichtträger, belichtet und entwickelt wird, 65 Zwischenschicht befindet.
spwie ejn lichtempfindliches Aufzeichnungsmaterial Als bei Belichtung polymerisationsfähige Kompo-
zur Durchführung des Verfahrens. nenten lassen sich gemäß der Erfindung zwei Gruppen
Es ist bekannt, Bilder von Vorlagen in der Weise her- von Vinylverbindungen verwenden.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK0054908 | 1964-12-30 | ||
| DEK0054908 | 1964-12-30 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1447748A1 DE1447748A1 (de) | 1969-05-08 |
| DE1447748C true DE1447748C (de) | 1973-03-01 |
Family
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