DE144166C - - Google Patents
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G05—CONTROLLING; REGULATING
- G05D—SYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
- G05D13/00—Control of linear speed; Control of angular speed; Control of acceleration or deceleration, e.g. of a prime mover
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- General Physics & Mathematics (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Automation & Control Theory (AREA)
- Transmission Devices (AREA)
Description
Sicjentum, bet,
KAISERLICHES
PATENTAMT.
- M 144166 KLASSE
Vorliegende Erfindung betrifft einen Fliehkraftregler, welcher sich besonders dazu eignet,
die Geschwindigkeit von Motoren zu regeln, welche mit einem besonderen Regelgetriebe
5 oder einem Steuermotor versehen sind, dessen Anlassen bezw. Einrücken durch den Regler
zu geschehen hat, während das Wiederabstellen selbsttätig ohne Beeinflussung der Reglerstellung
geschehen soll. Das Wesen vorliegender Erfindung besteht darin, daß die Hülse des
Reglers beim Steigen und Fallen je ein besonderes, von dem anderen unabhängiges Spannwerk vermittels eines zentral zur Reglerachse
angeordneten Getriebes in Tätigkeit setzt.
Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform eines derartigen Reglers in Anwendung bei
einer Turbine dargestellt, deren Beaufsichtigung durch ein von der Turbine selbst vermittels
ausrückbaren Riemengetriebes bewegten Regelvorrichtung verändert wird. Fig. 1 und 2
zeigen in Seitenansicht und im Grundriß die Gesamtanordnung, während Fig. 3 einen senkrechten
Mittelschnitt durch den Regler selbst zeigt.
Die längs der Reglerachse α auf und ab verschiebbare und sich mit ihr drehende Hülse b
ist mit zwei einander zugekehrten Reibungshohlkegeln c d versehen. Die Reglerachse a
mit der Hülse b ragt durch ein Querhaupt f hindurch, welches auf zwei senkrechten Bolzen
g h ruht. In dem Querhaupt sind zentral zur Reglerachse unabhängig voneinander zwei
Vollkegel i k drehbar, die Reglerhülse lose umgebend, gelagert. Jeder der Vollkegel ist
mit einer Seilrille versehen, um welche ein zu einem lose drehbaren Umschaltehebel / bezw. m
führendes Seil η bezw. 0 geschlungen ist. Wird aus der in Fig. 3 dargestellten Mittelstellung
die Reglerhülse infolge Vergrößerung der Geschwindigkeit um ein bestimmtes Stück
gehoben, so kommt der untere Hohlkegel d mit seinem Vollkegel k in Berührung und teilt
demselben seine Drehung mit. Infolgedessen wird das Seil 0 aufgewunden, entgegen der
Wirkung eines an dem Umschaltehebel m angebrachten Gewichtes ρ und legt diesen Hebel
m um. Sinkt dagegen die Reglerhülse aus der dargestellten Mittelstellung um ein bestimmtes
Stück, so kommt das obere Kegelpaar ei in Eingriff miteinander, das Seil η
wird, ebenfalls entgegen der Spannung, welche durch ein am Hebel I angebrachtes Gewicht
hervorgerufen wird, aufgewunden und legt diesen Hebel Z um. Der Hebel / verschiebt
bei seiner Umlegung mittels eines auf seiner Achse sitzenden Armes die Riemengabel r,
während der Hebel m, dessen Nabe die Achse des Hebels / hülsenförmig umgibt, durch einen
mit dieser Nabe verbundenen Arm die Riemengabel s verschiebt. Die Riemengabel r bringt
den offenen Riemen t (Fig. 2) von der losen Scheibe u auf die feste Scheibe v, die Riemengabel
s den gekreuzten Riemen w von der losen Scheibe χ auf die feste Scheibe v. Die
Riemen t und w werden von einer durch die "65 Turbinenwelle angetriebenen Zwischenwelle \
dauernd bewegt. Wird also der obere Vollkegel i von der Reglerhülse mitgenommen, so
wird die Welle I mit der festen Scheibe ν in Richtung des Pfeiles (Fig. i) gedreht; wird
der untere Kegel k mitgenommen, so wird sie umgekehrt gedreht. Die Drehung der Welle /
wird in beliebiger, nicht dargestellter Weise auf die Verstellung eines Regelungsschiebers
oder eines anderen, die Beaufsichtigung der
ίο Turbine regelnden Organs übertragen. Nachdem
das Regelorgan um ein bestimmtes Stück in der einen oder anderen Richtung verstellt
ist, muß dasselbe in dieser neuen Stellung verbleiben, solange nicht ein weiterer Ausschlag
des Fliehkraftreglers eine weitere Verstellung nötig macht. Infolgedessen muß der mit dem
Hohlkegel jeweilig gekuppelte Vollkegel wieder nach einem gewissen Zeiträume selbsttätig entkuppelt
werden, worauf dann durch Wirkung der die Seile spannenden Gewichte oder sonstiger Spannkräfte der jeweilig umgelegte
Umschaltehebel wieder zurückgelegt und damit der zugehörige Riemen wieder ausgerückt wird.
Diese selbsttätige Entkupplung wird dadurch bewirkt, daß das Querhaupt f, in welches die
Vollkegel i k gelagert sind, bei Drehung der Welle / in der einen oder anderen Richtung
gehoben oder gesenkt wird, und zwar so, daß auf ein Fallen der Reglerhülse mit darauffolgendem
Verkuppeln des Kegelpaares i c und Einrücken der Welle / ein Senken des Querhauptes
f und damit ein Entkuppeln des Kegelpaares folgt, während auf ein Steigen der
Reglerhülse auch ein Steigen des Querhauptes folgt. Dies wird bei der dargestellten Ausführungsart
dadurch bewirkt, daß die das Querhaupt tragenden Bolzen g h sich mit Schraubengewinde
in demselben führen und von der Welle / aus, sobald sich diese dreht, ebenfalls gleichmäßig und in gleichem Sinne in Umdrehung
versetzt werden.
Dies geschieht durch das Kegelgetriebe 2, 3. Das Kegelrad 3 sitzt fest auf der Schraubenspindel
h. Die Übertragung auf die zweite Schraubenspindel g geschieht durch das Zahnradgetriebe
4, 5, 6. Folgt also z. B., wie oben angenommen, auf ein Sinken der Reglerhülse
ein Einrücken der Welle / im Sinne des Pfeiles, so werden darauf beide Schrauben-So
spindeln nach rechts (im Sinne der Pfeile) gedreht und bewirken, wenn Rechtsgewinde in
dem Querhaupt angenommen wird, eine Abwärtsbewegung des Querhauptes und damit des
Vollkegels z; sobald dieser außer Berührung mit dem Hohlkegel c kommt, wirkt das am
Hebel / angebrachte Gewicht und zieht den Hebel, das Seil η und den Riemen t in die
dargestellte Ruhelage zurück. Die Welle / und damit auch das Regelorgan der Turbine
wird dann in Ruhe verbleiben, bis ein weiteres Fallen oder ein Steigen der Reglerhülse die
Welle wieder vor- oder rückwärts antreibt. Um den Seilen in den Seilrillen genügende
Reibung zur Mitnahme bei Drehung der Kegel zu geben, sind sie mit Gewichten belastet.
Es ist ersichtlich, daß das Wesen der Erfindung unabhängig von der Art der Einzelgetriebe
ist. Die dargestellten Einzelgetriebe können vielseitig andere Gestaltung erfahren.
So können statt der dargestellten, von dem Regler angetriebenen Spannwerke, welche aus
unter Gewichtswirkung stehenden Seilrollen bestehen, die nach Auslösung durch die Gewichte
wieder in die Anfangslage zurückgeführt werden, andere verwendet werden, vorausgesetzt,
daß sie voneinander unabhängig und zentral zur Achse angeordnet sind. Z. B. kann die
Übertragung der Reglerhülsendrehung auf die Umschaltorgane durch Zahnräder erfolgen,
welche mit den Umschaltehebeln verbundene Zahnstangen verstellen. Die Rückverstellung der
Spannwerke bei Auslösung kann durch Federn, Druckluft oder andere aufspeicherbare Kräfte
erfolgen. Die Umschaltung des die Regelorgane verstellenden HUlfsgetriebes oder Hülfsmotors
kann sich selbstverständlich ganz nach der Art dieses Getriebes oder Motors richten. Ist z. B.
ein besonderer Elektromotor als Steuermotor benutzt, so werden die Spannwerke statt der
Einrückhebel irgendwelche elektrische Um-Schaltevorrichtungen in Bewegung setzen.
Bei der selbsttätigen Auslösevorrichtung kann statt des zum Heben und Senken der Vollkegel
benutzten Schraubengetriebes ein anderes verwendet werden, z. B. ein Zahngetriebe. Auch
kann statt der dargestellten Reibungskegelkupplung eine andere selbsttätige Kupplung angewendet
werden, um die beiden, voneinander unabhängigen Spannwerke mit der Reglerhülse bei Längsverschiebung derselben zu kuppeln.
Claims (5)
- Patent-An sprüche:ι. Fliehkraftregler, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse beim Steigen und Fallen je ein besonderes, von dem anderen unabhängiges Spannwerk in Tätigkeit setzt.
- 2. Ausführungsform des Fliehkraftreglers nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch zwei in einer Traverse ff) übereinander um senkrechte Achsen drehbar gelagerte Trieborgane fik), durch deren Mitte die Reglerhülse (b) hindurchragt und welche beim Antrieb durch den Regler eine die Geschwindigkeit einer Maschine regelnde Umschaltung entgegen einer Kraftwirkung bewirken.
- 3. Ausführungsform eines Fliehkraftreglers nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß von den Trieborganen das eine eine Vorrichtung zum Vorwärtseinschalten, das andere eine davon unabhängige Vorrichtung zum Rückwärtseinschalten eines die Ge-schwindigkeit der Maschine regelnden Hülfsmotors oder Hülfsgetriebes bei Spannung durch den Regler in Tätigkeit setzt.
- 4. Ausführungsform des Fliehkraftreglers nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die beiden Trieborgane (i k) tragende Traverse ff) durch ein Getriebe auf- und niederbewegbar ist, welches durch den von den Trieborganen eingeschalteten Hülfsmotor bezw. das Hülfsgetriebe derart angetrieben wird, daß auf eine Kupplung des oberen Trieborganes mit der Hülse ein Fallen und auf eine Kupplung des unteren Trieborganes ein Steigen der Traverse folgt.
- 5. Ausführungsform des Fliehkraftreglers nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, daß von der Reglerhülse beim Steigen bezw. Fallen Seiltrommeln gedreht werden, welche an Umschalthebeln befestigte und durch Gewichte oder Federn belastete Seile aufwinden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE144166C true DE144166C (de) |
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ID=411616
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DENDAT144166D Active DE144166C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE144166C (de) |
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0
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