DE66716C - Selbstthätiger Widerstandsregler zum Schutze elektrischer Treibmaschinen vor zu starkem Strom - Google Patents
Selbstthätiger Widerstandsregler zum Schutze elektrischer Treibmaschinen vor zu starkem StromInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02H—EMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
- H02H7/00—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions
- H02H7/08—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions for dynamo-electric motors
- H02H7/085—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions for dynamo-electric motors against excessive load
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Strom.
Die Erfindung betrifft Anordnungen, welche bewirken, dafs die Regelungsvorrichtung der
Treibmaschine nach Einstellung für die höchste Kraftabgabe, die zum Anlassen der Maschine
erfordert wird, selbstthätig nach der Mittellage zu umgestellt wird, um eine Kraftabnahme zu
bewirken, sobald die Maschine durch zu starke Ströme gefährdet ist.
Auf beiliegender Zeichnung stellt dar:
Fig. ι die Ansicht der Vorrichtung in Verbindung
mit einem elektrischen Aufzug,
Fig. 2 in gröfserem Mafsstabe und in Seitenansicht die elektrische Maschine und einen
Theil des Fahrkorbes im Schnitt,
Fig. 3 und 4 einzelne Ausführungsformen der Vorrichtungen, durch welche die Regelungsvorrichtungen der elektrischen Treibmaschine
selbstthätig wieder zurückgestellt werden.
Die Aufzugsmaschine kann irgend eine bekannte Einrichtung haben. Nach der Darstellung
besteht sie aus einer Treibmaschine A, deren Ankerwelle 5 in geeigneten, auf einem
Rahmen 6 angebrachten Lagern umläuft und durch eine Kupplung 7 mit einer Schneckenwelle
8 gekuppelt wird, deren Schnecke 9 mit einem Schneckenrad ι ο auf einer Welle 12 in
Eingriff steht, welche die Windetrommeln 13 trägt.
Die Abstell- und Anlafsvorrichtung der dargestellten Maschine besteht aus einer Schaltvorrichtung
14, welche in ihrer Mittelstellung den Stromkreis der Maschine unterbricht und welche bei Bewegung nach der einen oder
anderen Seite, über eine Reihe Stromschlufs-/
stücke (1Λ1 schleifend, nach und nach den
Widerstand ausschaltet.
Wenn die Maschine in Betrieb ist, so beansprucht im allgemeinen die Unterhaltung der
Betriebsbewegung nur einen Theil des Gesammtstromes; die Einstellung der Schaltvorrichtung
geschieht in diesem Falle in solcher Weise, dafs ein Theil der Widerstände noch eingeschaltet bleibt. Zum Anlassen der Maschine
ist indessen ein Ueberschufs an Kraft nothwendig, weil die aus dem Stillstand und
der Trägheit der Massen herrührenden und die Reibungswiderstände zu überwinden sind; für
diesen Fall wäre es also zweckmäfsig, alle oder den gröfsten Theil der Widerstände auszuschalten,
und zwar so lange, bis die regelmäfsige Fortdrehung mit einem schwächeren
Strom aufgenommen werden kann.
Verschiedene Hülfseinrichtungen können zui Erzielung einer dahin gehenden Schaltarmbewegung
angewendet werden.
Mit Bezug auf Fig. 1 und 2 wird die Schaltarmbewegung
durch ein Zahnrad 16 in fester Verbindung mit der Schaltarmwelle aufgenommen,
indem dasselbe mit dem am Gestell drehbaren Hebel 17 mit Zahnung in Eingriff steht.
Die an diesen angreifende Schubstange 18 ist an dem Gestell in Führungen verschiebbar gelagert.
Dieselbe erhält ihre Bewegung durch einen mit Zahnung versehenen Hebel 19, der
in das Zahnrad 20 kämmt, durch Vermittelung der Seilscheibe 21, über welche die nach der
Fahrkammer zum Handhebel 40 geführten Seile· 23 geleitet sind.
Unterhalb der Schubstange 18 sind zwei
Winkelhebel b b1 drehbar angeordnet, die je einen kurzen, nach oben vorstehenden Arm 25
und einen längeren Arm 26 haben. Letztere sind an ihren gegenüberstehenden Enden gegabelt
oder ausgespart, um eine Stange 27 hindurchtreten zu lassen und zu halten, welche
ein für gewöhnlich auf der Grundplatte aufliegendes Gewicht 28 trägt. An der Schubstange
18 sind zwei Anschläge 30, 30 in derartiger Lage angebracht, dafs dieselben, wenn
Schubstange und Schaltarm eine Mittelstellung einnehmen, beide zwischen den emporstehenden
Armen 25 und aufser Berührung mit denselben sind. Unter diesen Umständen läfst
sich die Schubstange 18 nach jeder Seite hin nahe bis zur Herbeiführung der Grenzstellung
des Schaltarmes verschieben, und der gesammte Strom wird dabei mit Ausnutzung des
Ueberschusses beim Anlassen zum Betriebe beansprucht. Sobald aber die Schubstange 18
eine der Grenzstellungen einzunehmen im Begriff ist, .stöfst der eine Anschlag 30 an den
Arm 25 des zugehörigen Winkelhebels b oder bl und hebt dadurch das Gewicht 28;
dieses wirkt nun wiederum beim Loslassen des Stellseiles dahin, dafs eine kleine Rückwärtsbewegung
der Schubstange 18 aus der Grenzstellung bewirkt wird, wobei ein Theil des
Widerstandes wieder eingeschaltet wird und eine Schwächung des Stromes in dem für den
gewöhnlichen Betrieb erforderlichen Mafse eintritt.
Bei der Einrichtung nach Fig. 3 ist die theilweise Rückgangbewegung der Schubstange
mittelst einer Feder 31 ermöglicht, welche
zwei an einem Hülfsgestell 33 gelagerte Schiebstücke 32, 32 verbindet, die in den bezüglichen
Grenzstellungen unter Anspannung der Feder durch Knaggen 30, 30 getroffen werden.
Nach der in Fig. 4 dargestellten Anordnung erzielt man denselben Zweck unter Vermittelung
zweier Gelenkarme 35, 35, die durch die Feder 31 verbunden sind. Letztere zieht die
Gelenkarme einerseits gegen die Anschläge 36, andererseits, bei Berührung der Gelenkarme mit
den Anschlägen 30 sich spannend, zieht sie die Schubstange 18 aus der Grenzstellung selbstthätig
wieder zurück.
Die verschiedenartigsten Mittel, wie Federn, Gewichte u. dergl., können nach dem gegebenen
Beispiel das nachträgliche Zurückstellen des Schaltarmes bewirken, indem dieselben auf
irgend einen Theil der Steuervorrichtung wirken. Beispielsweise können solche Mittel
auf den Stellhebel 40 in der Fahrkammer wirken.
Bei einer in Fig. 2 veranschaulichten Anordnung sind in der Fahrkammer zwei durch
eine Feder 42 verbundene Lenker 41, 41 angebracht. Letztere werden durch die Feder
nach innen gegen je einen Anschlag 43 gezogen und tragen an ihren freien Enden selbst
Anschlagstifte 44, gegen welche der Steuerhebel 40 in den Grenzlagen stöfst, so dafs er,
über diese hinausgehend, die Feder spannt und, freigegeben, um ein gewisses Stück zurückgestellt
wird. Die dargestellte Seilverbindung in Parallelogrammanordnung überträgt dann diese nachträgliche Einstellbewegung auf den
Schaltarm an der Maschine.
Obwohl die angegebene Vorrichtung in Verbindung mit der elektrischen Winde eines Aufzuges
dargestellt und beschrieben ist, so kann dieselbe eine vielfältige Anwendung auch bei anderen
elektrischen Betrieben erfahren, sofern von den elektrischen Treibmaschinen beim Anlassen oder
zeitweilig eine aufsergewöhnliche Leistung beansprucht wird und beim regelmäfsigen Betriebe
ein entsprechend geringerer Kraftverbrauch genügt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Bei elektrischen Treibmaschinen mit durch einen Schieber beeinflufstem Widerstandsregler die Anordnung von Anschlägen auf dem .Schieber, die in den Grenzlagen des Schiebers durch Hebelübersetzung ein Gewicht heben bezw. eine Feder spannen, um beim Loslassen der Steuervorrichtung den Regler in eine solche Stellung zu bringen, dafs die Maschine nicht durch zu starken Strom gefährdet wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE66716C true DE66716C (de) |
Family
ID=340410
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT66716D Expired - Lifetime DE66716C (de) | Selbstthätiger Widerstandsregler zum Schutze elektrischer Treibmaschinen vor zu starkem Strom |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE66716C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102007011985A1 (de) | 2007-03-09 | 2008-09-11 | Greim, Markus | Mörtelmesszelle für Rotationsviskosimeter |
-
0
- DE DENDAT66716D patent/DE66716C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102007011985A1 (de) | 2007-03-09 | 2008-09-11 | Greim, Markus | Mörtelmesszelle für Rotationsviskosimeter |
| DE102007011985B4 (de) | 2007-03-09 | 2022-10-20 | Markus Greim | Mörtelmesszelle für Rotationsviskosimeter |
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