DE144141C - - Google Patents

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DE144141C
DE144141C DENDAT144141D DE144141DA DE144141C DE 144141 C DE144141 C DE 144141C DE NDAT144141 D DENDAT144141 D DE NDAT144141D DE 144141D A DE144141D A DE 144141DA DE 144141 C DE144141 C DE 144141C
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plaster
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B28/00Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements
    • C04B28/14Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements containing calcium sulfate cements

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Curing Cements, Concrete, And Artificial Stone (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gipsplatten sind seit einer Reihe von Jahren ein sehr beliebtes Baumaterial geworden, so daß man sogar dazu übergegangen ist, ganze bewegliche, zusammenlegbare Gebäude aus solchen Platten in verschiedenster Weise herzustellen.
Neben den längst anerkannten Vorzügen der großen Feuersicherheit und der sehr geringen Wärmeleitung haben diese Platten jedoch den Nachteil, für Feuchtigkeit und Dünste (Gase) wenig oder gar nicht aufnahmefähig zu sein, den Schall gut zu leiten und nicht nagelbar zu sein.
Durch mannigfache Mittel hat man versucht,
diesen recht empfindlichen Nachteilen abzuhelfen. Besonders bekannt sind die auflockernden Zuschläge, wie z. B. Koks, Aschen, Sägemehl, Späne usw., weniger bekannt sind diejenigen Verfahren, die diese Wirkung ohne oder mit Beibehaltung der Zuschläge dadurch erreichen, daß sie die Platten durch chemische Prozesse gleich bei der Darstellung porös machen. Dieser Weg ist in der Patentschrift 55919 der Klasse 80 beschrieben. Doch wird hier vom Erfinder ein umständlicher Prozeß angegeben, welcher darin besteht, daß durch Einwirkung einer Säure oder eines sauren Salzes aus einem zweiten Salze Kohlensäure oder Chlor ausgetrieben wird und durch das frei werdende Gas die Poren in dem Baumaterial (Platte, Stein) erzeugt werden.
Auf noch andere Weise werden poröse Körper nach der Patentschrift 131871 der Klasse 12 dargestellt, indem man Kohlensäure oder flüchtige Stoffe, besonders Ammoniak, in seinen verschiedenen Verbindungen im Schmelzfluß nur durch die Wärmewirkung oder durch chemische Umsetzung austreibt und dadurch poröse Platten usw. erhält.
Viel einfacher geschieht die Bereitung poröser Gipsplatten nach vorliegender Erfindung dadurch, daß dem Gips außer den bekannten Füllstoffen saure kohlensaure Salze in geringer Menge zugegeben werden. Aus solchen Salzen wird durch chemische Umsetzung mit dem Gips Kohlensäure frei, was weiter unten durch die Formeln belegt wird.
Das Gas (die Kohlensäure) entweicht langsam und stetig beim Erhärtungsprozeß der Gipsplatte und macht dieselbe in ihrem Gefüge vollkommen porös, ohne daß durch diese Porosität die Haltbarkeit sonderlich beeinträchtigt wird.
Durch diesen Vorgang, der in seiner physikalischen Wirkungsweise am besten mit dem Aufgehen des Brotes beim Backprozeß zu vergleichen ist, wird wie dort bei dem bekannten Verfahren erreicht, daß die Platten bei geringerem Material- (Gips und Zuschlag) verbrauch gleich stark, aber leichter werden.
Solche Salze sind besonders die sauren sogen. Bikarbonate der verschiedenen Alkalien, z. B. doppeltkohlensaures Natron, Ammoniumkarbonat (Handelsammoniumkarbonat ist das saure Salz) und atidere saure kohlensaure Salze.

Claims (1)

  1. Der chemische Vorgang ist schematisch durch folgende beiden Gleichungen zu erklären:
    NaHCO3 + CaSO4 = NaHSO4 + CaCO3 und
    NaHSO1 + NaHCO3 =
    Na2 SO4+ CO2 + H2O.
    ίο Beispiel: io kg Gips, 5 kg des bekannten ,Zuschlages (Koks, Sägemehl, Sand, Kalk, Flugasche usw.) werden mit 10 kg Wasser, in welchem etwa 250 g. doppeltkohlensaures Natron oder kohlensaures Ammon oder ähnliches gelöst ist, angerührt und in bekannter Weise ausgegossen und weiter verarbeitet.
    Pate nt-A ν Spruch:
    Verfahren zur Herstellung poröser Gipsplatten, dadurch gekennzeichnet, daß man Gips mit oder ohne Füllstoffe mit Lösungen von Salzen anrührt, aus weichen durch Umsetzung mit dem Gips Kohlensäure frei wird.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5977721A (en) * 1983-02-22 1999-11-02 Nilssen; Ole K. Controlled power-factor-corrected ballast

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5977721A (en) * 1983-02-22 1999-11-02 Nilssen; Ole K. Controlled power-factor-corrected ballast

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