AT60172B - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Kaminrohren. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Kaminrohren.

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  Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Kaminrohren. 



   Die Herstellung von Kaminrohren und Kaminsteinen ist mit besonderen Schwierigkeiten verbunden, da die verwendete Masse nicht nur hitzebeständig sein soll und bei dauernder Benutzung sowie schroffem Temperaturwechsel nicht leiden darf, sondern auch gegen Feuchtigkeit völlig unempfindlich sein muss. Diesen Bedingungen genügen mit Ton eingebundene und gebrannte Massen von der in der   Keramik üblichen Zusammensetzung   keineswegs, da sie selbst bei, Verwendung grober   Schamotte   als Zuschlag durch den gebrannten Bindeton viel zu spannungsreich werden und zur Rissebildung und Verkrümmung neigen.

   Betonmassen mit   quarzhaitigen   Zuschlägen, also mit Kies, Sand oder natürlichen Gesteinsbruch, zeigen bei Erwärmung eine beträchtliche Ausdehnung, werden dadurch im Gebrauche schnell rissig und zerfallen schliesslich unter der Einwirkung der Feuchtigkeit der Rauchgase nach nicht allzu langer Zeit. 



   Nach den Beobachtungen des Erfinders ist Beton, der aus Zement und Ziegelbruch bereitet ist, eine für andere Zwecke an sich bekannte Masse, am ehesten geeignet, den gestellten Anforderungen zu entsprechen, da   r   im ganzen eine geringe Ausdehnung zeigt, jedenfalls eine bedeutend geringere   als quarzige Zementmassc   und    dieser gegenüber dur < h   seine poröse Struktur und den Mangel jeglicher Sprödigkeit ausgezeichnet ist. 



   Die Zusammenstellung und Behandlung dieser Masse bedarf der Rücksichtnahme für den besonderen Verwendungszweck, damit es tatsächlich gelingt,   spannungetose,   elastische Kaminrohre, die jedem noch so schroffen Temperaturwechsel widerstehen, zu erhalten.   Ks   ist bekannt, zur Erzielung der Temperaturbeständigkeit bei tongebundenen Massen einen Teil der Magerungsstoffe in Form gröberer Körner zuzufügen, weil diese lockerer mit dem gebrannten bindeton in Berührung stehen und so einen   grösseren   Spielraum in   df'r   Beweglichkeit haben. Es ist ferner bekannt. Betonmischungen durch   Rütteln zu verformen   Diese beiden Tatsachen macht sich der Erfinder zur Erzielung fester, spannungsfreier   Kaminsteine   zunutze, indem er sie in besonderer Weise vereinigt. 



   Gegenstand der Erfindung ist die Benutzung einer Mischung aus Zement und Brocken hartgebrannter Ziegel oder Schamotte, deren Verarbeitung durch Rütteln unter Lufteinschluss und die besondere Ausbildung der zur   Luftein) eitung benn Verformen   notwendigen Formen. Der Ziegelgrus soll grobkornig sein und möglichst nur aus   Körnern   
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 Zement wird derart durch   Rütteln     verformt, dass nicht völlig dichte, sondern   mit   l. uft-     bläschen durchsetzte Körper entstehen. Das Rütteln der   feuchten Masse ist ausschliosslich in auf-und absteigender Richtung   vorzunehmen. Die vorteilhafteste Korngrösse für den   Ziegelbruch ist 2 bis 4 mm.

   Sind feinere Körner und namentlich Staub vorhanden. so ist die Widerstandsfähigkeit gegen Temperaturwechsel geringer,   bei/u groben Stücken   die Lagerung und die   Porengestalt   ungünstig Am besten ist festgebrannter, aber   poröser   Ziegelbruch, der infolge seiner Porosität Zementschlamm aufsaugt und dann eine so innig Verbindung gibt. dass die erhärteten Stücke bei gewaltsamer Zerstörung immer nur durch das Korn brechen. 



   Der Wert der Verformung durch Rütteln aber liegt einerseits darin, dass der Ent- 
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 anderen Gestaltungsverfahron eintreten würde, vorgebeugt wird, andererseits in der durch die besondere Ausführung des   Rl1ttolns     hervorgebrachten Wirkung, nämlich   in dem   Hineinrütten von Luftblasen. D@se Aufgabe   wird durch den Charakter der benutzten Masse, die Natur und Grösse der Körner erleichtert   Immerhin     tst die Dauer, Stärke und   Schnelligkeit   der Rüttelhewegung   so einzurichten, dass sich die Masse, entgegen dem allgemein beim Rütteln obwaltenden Streben, nicht dicht lagert. Hiefür ist auch wichtig, dass man die Rüttelbewegung langsam ausklingen ässt.

   Die mit Luftbläschen erfüllte Masse ist durch die höhere Porosität besser befähigt, schädliche Kondensationen zu beseitigen und ist ein schlechterer Wärmeleiter und vor allem elastischer. 



   Eine Schwierigkeit, die angegebene Struktur zu erreichen, stellt sich bei langen Rohren heraus. Hier ist es nicht zu verhindern, dass sich die Masse in den hochkantstehenden Formen unten etwas dichter lagert. Dazu kommt, dass das Rütteln geübte Leute erfordert, die in der Lage sind, die Beschaffenheit des Scherbens zu beurteilen. 
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 Boden der Form oder an den unteren Stellen der Seitenwände anzuordnen. Sie werden durch Blechschuppen vordeckt oder zurückliegend angebracht, damit sie   sich   nicht mit Zement zusetzen. Die Zeichnung zeigt den unteren Teil einer Form   mit einer Öffnung im Hoden.   
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   Soitenwand. ilier gabelt sich   der Luftkanal und seine eigentliche Austrittsöffnung ist durch eine Platte verdeckt. 



   Durch das Einarbeiten von Luft in die gerüttelte Masse wird sowohl die Porositat erhöht, als auch die Bildung der erwünschten Luftblasen beim   Elnrutteln erlt'icht < 'rt und   gleichmässig gemacht. Schliesslich kann ein Teil   der Ziegellkürner   nun auch dicht   gebrannt   sein, weil der dadurch bedingte Mangel an Poren durch Einlagern von mehr Luftblasen ausgeglichen wird. 
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 vorausbestimmte Form, so dass sie in abgepassten Grössen gefertigt werden können und keiner zurichtung bedürfen ;

   sie sind fest, porös und   elllstiscli,     Treten grosse Vasser-   mengen im Kamin auf, so werden diese zunächst von der Steinmasse aufgenommen und bei der späteren Erwärmung nach und nach abgegeben, so dass ein Schwitzen ausbleibt. 
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   Rohransehiüssen notwendig wird.   



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
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