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Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Kaminrohren.
Die Herstellung von Kaminrohren und Kaminsteinen ist mit besonderen Schwierigkeiten verbunden, da die verwendete Masse nicht nur hitzebeständig sein soll und bei dauernder Benutzung sowie schroffem Temperaturwechsel nicht leiden darf, sondern auch gegen Feuchtigkeit völlig unempfindlich sein muss. Diesen Bedingungen genügen mit Ton eingebundene und gebrannte Massen von der in der Keramik üblichen Zusammensetzung keineswegs, da sie selbst bei, Verwendung grober Schamotte als Zuschlag durch den gebrannten Bindeton viel zu spannungsreich werden und zur Rissebildung und Verkrümmung neigen.
Betonmassen mit quarzhaitigen Zuschlägen, also mit Kies, Sand oder natürlichen Gesteinsbruch, zeigen bei Erwärmung eine beträchtliche Ausdehnung, werden dadurch im Gebrauche schnell rissig und zerfallen schliesslich unter der Einwirkung der Feuchtigkeit der Rauchgase nach nicht allzu langer Zeit.
Nach den Beobachtungen des Erfinders ist Beton, der aus Zement und Ziegelbruch bereitet ist, eine für andere Zwecke an sich bekannte Masse, am ehesten geeignet, den gestellten Anforderungen zu entsprechen, da r im ganzen eine geringe Ausdehnung zeigt, jedenfalls eine bedeutend geringere als quarzige Zementmassc und dieser gegenüber dur < h seine poröse Struktur und den Mangel jeglicher Sprödigkeit ausgezeichnet ist.
Die Zusammenstellung und Behandlung dieser Masse bedarf der Rücksichtnahme für den besonderen Verwendungszweck, damit es tatsächlich gelingt, spannungetose, elastische Kaminrohre, die jedem noch so schroffen Temperaturwechsel widerstehen, zu erhalten. Ks ist bekannt, zur Erzielung der Temperaturbeständigkeit bei tongebundenen Massen einen Teil der Magerungsstoffe in Form gröberer Körner zuzufügen, weil diese lockerer mit dem gebrannten bindeton in Berührung stehen und so einen grösseren Spielraum in df'r Beweglichkeit haben. Es ist ferner bekannt. Betonmischungen durch Rütteln zu verformen Diese beiden Tatsachen macht sich der Erfinder zur Erzielung fester, spannungsfreier Kaminsteine zunutze, indem er sie in besonderer Weise vereinigt.
Gegenstand der Erfindung ist die Benutzung einer Mischung aus Zement und Brocken hartgebrannter Ziegel oder Schamotte, deren Verarbeitung durch Rütteln unter Lufteinschluss und die besondere Ausbildung der zur Luftein) eitung benn Verformen notwendigen Formen. Der Ziegelgrus soll grobkornig sein und möglichst nur aus Körnern
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Zement wird derart durch Rütteln verformt, dass nicht völlig dichte, sondern mit l. uft- bläschen durchsetzte Körper entstehen. Das Rütteln der feuchten Masse ist ausschliosslich in auf-und absteigender Richtung vorzunehmen. Die vorteilhafteste Korngrösse für den Ziegelbruch ist 2 bis 4 mm.
Sind feinere Körner und namentlich Staub vorhanden. so ist die Widerstandsfähigkeit gegen Temperaturwechsel geringer, bei/u groben Stücken die Lagerung und die Porengestalt ungünstig Am besten ist festgebrannter, aber poröser Ziegelbruch, der infolge seiner Porosität Zementschlamm aufsaugt und dann eine so innig Verbindung gibt. dass die erhärteten Stücke bei gewaltsamer Zerstörung immer nur durch das Korn brechen.
Der Wert der Verformung durch Rütteln aber liegt einerseits darin, dass der Ent-
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anderen Gestaltungsverfahron eintreten würde, vorgebeugt wird, andererseits in der durch die besondere Ausführung des Rl1ttolns hervorgebrachten Wirkung, nämlich in dem Hineinrütten von Luftblasen. D@se Aufgabe wird durch den Charakter der benutzten Masse, die Natur und Grösse der Körner erleichtert Immerhin tst die Dauer, Stärke und Schnelligkeit der Rüttelhewegung so einzurichten, dass sich die Masse, entgegen dem allgemein beim Rütteln obwaltenden Streben, nicht dicht lagert. Hiefür ist auch wichtig, dass man die Rüttelbewegung langsam ausklingen ässt.
Die mit Luftbläschen erfüllte Masse ist durch die höhere Porosität besser befähigt, schädliche Kondensationen zu beseitigen und ist ein schlechterer Wärmeleiter und vor allem elastischer.
Eine Schwierigkeit, die angegebene Struktur zu erreichen, stellt sich bei langen Rohren heraus. Hier ist es nicht zu verhindern, dass sich die Masse in den hochkantstehenden Formen unten etwas dichter lagert. Dazu kommt, dass das Rütteln geübte Leute erfordert, die in der Lage sind, die Beschaffenheit des Scherbens zu beurteilen.
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Boden der Form oder an den unteren Stellen der Seitenwände anzuordnen. Sie werden durch Blechschuppen vordeckt oder zurückliegend angebracht, damit sie sich nicht mit Zement zusetzen. Die Zeichnung zeigt den unteren Teil einer Form mit einer Öffnung im Hoden.
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Soitenwand. ilier gabelt sich der Luftkanal und seine eigentliche Austrittsöffnung ist durch eine Platte verdeckt.
Durch das Einarbeiten von Luft in die gerüttelte Masse wird sowohl die Porositat erhöht, als auch die Bildung der erwünschten Luftblasen beim Elnrutteln erlt'icht < 'rt und gleichmässig gemacht. Schliesslich kann ein Teil der Ziegellkürner nun auch dicht gebrannt sein, weil der dadurch bedingte Mangel an Poren durch Einlagern von mehr Luftblasen ausgeglichen wird.
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vorausbestimmte Form, so dass sie in abgepassten Grössen gefertigt werden können und keiner zurichtung bedürfen ;
sie sind fest, porös und elllstiscli, Treten grosse Vasser- mengen im Kamin auf, so werden diese zunächst von der Steinmasse aufgenommen und bei der späteren Erwärmung nach und nach abgegeben, so dass ein Schwitzen ausbleibt.
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Rohransehiüssen notwendig wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
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