DE144052C - - Google Patents
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- DE144052C DE144052C DENDAT144052D DE144052DA DE144052C DE 144052 C DE144052 C DE 144052C DE NDAT144052 D DENDAT144052 D DE NDAT144052D DE 144052D A DE144052D A DE 144052DA DE 144052 C DE144052 C DE 144052C
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H85/00—Protective devices in which the current flows through a part of fusible material and this current is interrupted by displacement of the fusible material when this current becomes excessive
- H01H85/02—Details
- H01H85/26—Magazine arrangements
- H01H85/28—Magazine arrangements effecting automatic replacement
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung betrifft einen - Schmelzsicherungseinsetzer für elektrische Stromleitungen,
bei welchem nach Durchschmelzen einer Schmelzsicherung selbsttätig auf elektromagnetischem
Wege eine neue Schmelzsicherung eingeschaltet wird, so daß das Einschalten von Hand beseitigt ist. Eine Vorrichtung für diesen
Zweck und mit dieser Wirkung ist bereits durch die amerikanische Patentschrift 527501
bekannt geworden. Bei derselben sind eine Anzahl Schmelzstreifen in einer Art drehbarer
Laterne, die ihre Umdrehung durch ein Federtriebwerk erhält, angeordnet, welches beim
Schmelzen des jeweils in der Betriebslage befindlichen Schmelzstreifens ausgelöst wird und
durch Weiterdrehung den nächsten Schmelzstreifen in die Betriebslage bringt. Bei dieser
Vorrichtung müssen die Sicherungsstreifen genau an ihre Stelle an der Laterne eingesetzt werden,
was schwierig und umständlich ist. Auch muß die Feder des Triebwerks nach Ablauf stets
wieder aufgezogen werden, um die Vorrichtung weiter betriebsfähig zu machen.
Diese Nachteile sind bei der vorliegenden Einrichtung vermieden. Dieselbe kennzeichnet
sich dadurch, daß die plattenförmigen Schmelzsicherungen in einen Kasten einfach über einander
eingelegt sind und in demselben bei eintretendem Verbrauch selbsttätig vorgeschoben
werden, wobei die vorderste Sicherungsplatte durch einen Schlitz des Kastens aus demselben
heraus in nach der Gebrauchsstelle führenden Führungen herabgleitet. In letztere ist eine
Vorrichtung eingeschaltet, welche stets nur eine Schmelzsicherungsplatte nach der Gebrauchsstelle
gelangen läßt, die nächste in dem Kasten in Bereitschaft befindliche Sicherungsplatte dagegen
noch zurückhält. Bei dieser Vorrichtung ist kein genaues Einsetzen der Schmelzsicherungen
erforderlich, desgleichen auch kein zeitweiliges Aufziehen einer Feder oder sonstige
besondere Mühewaltung an der Vorrichtung, sondern sie arbeitet fortdauernd vollkommen
selbsttätig und bedarf nur nach Aufbrauch des ganzen Vorrats an Sicherungsplatten in dem
Kasten des Einschiebens eines wieder mit Sicherungsplatten gefüllten Ersatzkastens, was
keinerlei Geschicklichkeit oder besondere Mühewaltung erheischt.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist die Einrichtung in einer Ausführung, welche besonders
für Motorfahrzeuge bestimmt und geeignet ist, dargestellt, und zwar in Fig. 1 im Vertikal- ~
schnitt und in Fig. 2 und 3 in zwei Horizontalschnitten nach den Linien A-B und C-D derFig. 1.
In den oberen Teilen eines Gehäuses α ist
durch eine mittels Tür b verschließbare Einschuböffnung ein die plattenförmigen Schmelzsicherungen
c c enthaltender Vorratskasten d eingeschoben. In diesem Kasten befinden sich
die Sicherungen c in den beiden seitlichen Hohlräumen desselben und werden in diesen
durch Federn f beständig nach der Mitte hin gegen Querwände g g des Kastens d ange-
drückt. Hierbei befindet sich die jeweils an der Wand g anliegende vorderste Sicherung
über einem in den Boden des Kastens d vorgesehenen Schlitz /7, durch welchen sie aus
dem Vorratskasten nach unten herausfallen kann. Die herausfallende Sicherung wird unter
den Schlitzen h von Führungen i aufgenommen, welche dieselbe nach unten in die Gebrauchslage zwischen die Federn k und / leiten, von
welchen die ersteren in die Stromleitung eingeschaltet sind, während die letzteren zum Anklemmen
der Schmelzsicherungen der ersteren dienen. In die Führungen i sind aber neben
denselben liegende doppelarmige Hakenhebel m eingeschaltet, deren obere Arme unter dem
Einfluß von Elektromagneten η und deren untere Arme unter dem Einfluß von Federn 0
stehen. Sind die Elektromagnete η erregt, so ziehen sie die oberen Arme der Hakenhebel m
auseinander, während die unteren Arme derselben zusammengehen. Es können dann die
jeweils in dem Vorratskasten d befindlichen vordersten Sicherungen c, welche vorher zunächst
bis auf die oberen Enden der Hakenhebel m herabgeglitten sind, weiter zwischen
diesen Hebeln herabgleiten, bis sie auf den unteren geschlossenen Enden derselben aufliegen,
wobei alsdann in dem Vorratskasten d durch die Wirkung der Federn f die Sicherungen
c weiter gegen die Querwände g vorgeschoben werden und die nunmehr vordersten
Sicherungen durch die Schlitze Λ so weit herabgleiten, bis sie auf den zwischen den Hebeln m
befindlichen Sicherungen aufliegen. Werden darauf die Elektromagnete η stromlos, so ziehen
die Federn 0 die unteren Arme der Hebel m auseinander, während die oberen Arme sich
schließen und dadurch die übrigen in dem Kasten d befindlichen Sicherungen c am weiteren
Herabgleiten hindern, wogegen nunmehr die zwischen den Hebeln m befindlich gewesenen
Sicherungen weiter bis in ihre Gebrauchslage zwischen den Federn k I herabgleiten können.
Der beschriebene Zustand der Erregung der Elektromagnete n, bei welchem die Hebel m
oben auseinander gezogen und unten geschlossen sind, besteht dann, wenn die zwischen den
Federn k und / befindlichen Bleisicherungen unversehrt sind, da der Strom, nachdem er
durch diese Bleisicherungen gegangen ist, den Elektromagneten η zugeführt wird. Schmilzt
eine der zwischen k und / befindlichen Sicherungen durch, so ist der durch dieselben gegangene
Strom unterbrochen, und dadurch sind auch die Elektromagnete η stromlos, so daß,
wie beschrieben, die Hebel m die zwischen ihnen bereit gehaltene neue Schmelzsicherung
nach unten zwischen die Kontaktfedern k und / fallen lassen, wodurch der Strom dann wieder
geschlossen ist.
Damit die in den Führungen i herabgleitenden neuen Schmelzsicherungen bequem zwischen
die Kontaktfedern k und I einfallen können und alsdann zwischen denselben festgeklemmt
werden, sind die inneren Kontaktfedern / verschiebbar angeordnet, so daß sie
sich den äußeren Kontaktfedern k nähern und von denselben entfernen können. Zu diesem
Zwecke sind die Federn / an je einem aus Isoliermaterial bestehenden Schiebestück ρ angebracht,
welches außerhalb der Federn k eine Eisenplatte q trägt, welche von Elektromagneten
r beeinflußt werden, während Federn s bestrebt sind, die Federn. / nebst Schiebern ρ
und Eisenplatten q nach innen zu ziehen. Zu den Elektromagneten r wird der Strom gleich
wie zu den Elektromagneten η geleitet, nachdem er durch die zwischen den Kontaktfedern k
und / befindlichen Bleisicherungen gegangen ist, und die Elektromagnete r sind deshalb ebenfalls
erregt, so lange diese Bleisicherungen unversehrt sind. Schmilzt eine solche Bleisicherung
durch, so werden die Elektromagnete r gleich wie diejenigen η stromlos und die
Federn s ziehen alsdann die Federn / nach innen von den Federn k ab, so daß die
Messingbacken der durchgeschmolzenen Bleisicherung zwischen den Federn nach unten
herabfallen können. Ist hierauf die nächste Bleisicherung zwischen die Kontaktfedern k
und / gelangt und dadurch der Strom wieder geschlossen, so sind auch die Elektromagnete r
wieder erregt, ziehen die Eisenplatten q an und dadurch die inneren Federn / gegen die
äußeren k, wodurch die neuen Bleisicherungen zwischen den Kontaktfedern festgeklemmt werden.
Natürlich darf der Weg der Verschiebung der Federn I nur ein ganz geringer sein, damit
die herabgefallenen neuen Schmelzsicherungen immerhin alsbald beide Kontaktfedern berühren
und dadurch den Strom behufs Erregung der Elektromagnete r und η zu schließen vermögen.
Die Bewegung der Federn / soll nur so groß sein, daß die Messingbacken der
durchgeschmolzenen Sicherungen nicht mehr zwischen den beiderseitigen Federn festgeklemmt
sind und die neuen Sicherungen ungehindert zwischen die Federn einfallen können.
Als Auflage für die zwischen die Federn k und / gelangten neuen Schmelzsicherungen, bis
sie zwischen den Federn festgeklemmt sind, dienen neben den Federn angeordnete, aus
Isoliermaterial bestehende Auflagestücke if. Diese sind an dem Anker u je eines Elektromagneten
ν befestigt, welch letzterem der Strom ebenfalls zugeführt wird, nachdem er durch
die zwischen den Federn k I befindlichen Schmelzsicherungen gegangen ist, so daß die
Elektromagnete ν ebenfalls erregt sind, wenn
diese Schmelzsicherungen unversehrt sind, und hierbei den Anker u anziehen, wodurch die
Auflagestücke t gesenkt sind. Wenn eine Sicherung durchschmilzt und dadurch den betreffenden
Elektromagneten ν stromlos macht, so bewirken Federn n> eine entgegengesetzte Bewegung
der Anker u, wodurch die Auflagestücke t etwas nach oben bewegt werden und
hierbei den Messingbacken der durchgeschmolzenen Sicherung einen Anstoß geben, damit diese
nicht etwa an den Federn k I festhaften, sondern
von denselben freigemacht werden und sicher zwischen den auseinander- gegangenen
Federn herausfallen.
In Fig. ι und 3 sind die stromführenden Verbindungen, soweit dieselben für die vorliegende
Vorrichtung in Betracht kommen, mit strichpunktierten Linien gezeichnet. Die Stromleitungsenden
werden an die Klemmen χ (Fig. 3) angeschlossen.
Der beispielsweise bei der unteren positiven Klemme χ eintretende Strom geht durch die
Eisenplatte 1 zu den benachbarten Federn k, gegen welche die (in Fig. 3 nicht gezeichnete)
Schmelzsicherung durch die Federn I angeklemmt wird, von hier durch die Schmelzsicherung
hindurch nach den am anderen Ende derselben gelegenen Federn /Ir, von diesen durch
die Eisenplatte 2 nach der oberen positiven Klemme χ in Fig. 3 und von dieser nach der
Verbrauchsstelle des Stromes, von welcher die Rückleitung zu der oberen negativen Klemme x,
von dieser durch die Eisenplatte 3 zu den benachbarten Federn k, durch die hier befindliehe
Schmelzsicherung zu den Federn k links unten und von diesen durch die Eisenplatte 4
zur unteren negativen Klemme χ und von dieser weiter geht. Auf den Eisenplatten 2
und 3 sind Anschlußklemmen y angebracht, von welchen je eine Zweigstromleitung ■{ zu
den auf der betreffenden Seite befindlichen Elektromagneten ryn und von dem letzten
derselben weiter nach der Rückleitung führt.
Daß im Falle einer aus anderen Gründen als infolge Durchschmelzens der Schmelzsicherungen
eintretenden Stromunterbrechung, wobei jeweils die Elektromagnete η stromlos werden,
die Hakenhebel m eine weitere Schmelzsicherung herunterfallen lassen, während sich eine
solche noch in betriebsfähigem Zustande zwischen den Federn k und / befindet, kann leicht
etwa durch Anordnung eines federnden Hebels verhütet werden, welcher unter die zwischen
den Hakenhebeln in in Bereitschaft gehaltene Sicherung greift und unten sich gegen die in
der Betriebslage zwischen den Federn k und / befindliche Sicherung anlehnt, indem er so die
obere Schmelzsicherung erst dann freigibt, wenn er seine Widerlage an der unteren
Sicherung verloren hat.
In Fig. ι stellt 5 einen Sammelkasten mit niederklappbarem Boden 6 zur Aufnahme
der Messingbacken der verbrauchten Schmelzsicherungen dar, aus welchem diese Backen von
Zeit zu Zeit entleert werden können, damit sie sich nicht bis zu den stromleitenden Teilen
über dem Kasten 5 anhäufen.
Claims (4)
1. Vorrichtung zum selbsttätigen Einsetzen neuer Schmelzsicherungen auf elektromagnetischem
Wege, gekennzeichnet durch oben in ein Gehäuse (a) eingeschobene Vorratskästen
(d), in welchen durch Federn ff) vorgeschobene plattenförmige Schmelzsicherungen
(c) untergebracht sind, von denen je die vorderste durch einen Schlitz (h) des
Kastens und daran sich anschließende Führangen (i) in die Gebrauchslage zwischen
die in die Stromleitung eingeschalteten Kontaktfedern (k I) herabgleitet.
2. Eine Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet
durch doppelarmige Hakenhebel (m), welche durch in die Stromleitung eingeschaltete
Elektromagnete (n) oben auseinander- und unten zusammenbewegt werden und bei
normalem Betrieb die erste der aus dem Vorratskasten (d) in den Führungen (i)
herabgeglittene Schmelzsicherung (c) aufnehmen und festhalten, während die Hakenhebel
(m) beim Durchschmelzen der in Betrieb befindlichen Schmelzsicherung infolge
Stromloswerdens der Elektromagnete (n) durch Federn (O) unten auseinander- und
oben zusammenbewegt werden, wobei die festgehaltene Sicherung behufs Ersatzes der
durchgeschmolzenen in die Gebrauchslage fällt, die nächstfolgende jedoch an dem Nachgleiten verhindert wird.
3. Eine Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß eine verschiebbar angeordnete Feder (I) durch einen in die Stromleitung
eingeschalteten Elektromagneten (r) bei normalem Betrieb gegen eine andere
Feder (k) behufs Festklemmens der zwischen beiden befindlichen Schmelzsicherung gehalten
wird, beim Durchschmelzen der Sicherung jedoch infolge Stromloswerdens des Elektromagneten (r) sich unter der
Wirkung einer Feder fs) etwas von derselben entfernt, so daß das Anschlußstück
der durchgeschmolzenen Sicherung freigegeben und das Einfallen der nächsten Sicherung
erleichtert wird.
4. Eine Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch an
dem Anker (u) eines in die Stromleitung
eingeschalteten Elektromagneten (ν) angebrachte Auflagestücke ft), welche bei normalem
Betriebe unter der Wirkung des Elektromagneten (v) niedergehalten werden,
beim Durchschmelzen der Sicherung infolge Stromloswerdens des Elektromagneten unter
der Wirkung einer Feder (n>) eine Aufwärtsbewegung machen, zum Zwecke, dem
Anschlußstück der durchgeschmolzenen Sicherung behufs sicherer Ablösung derselben
von den Kontaktfedern (k I) einen Anstoß zu geben.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE144052T |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DENDAT144052D Active DE144052C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE144052C (de) |
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