DE689915C - schalten elektrischer Stromkreise hoher Stromstaerken - Google Patents

schalten elektrischer Stromkreise hoher Stromstaerken

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Publication number
DE689915C
DE689915C DE1937S0127042 DES0127042D DE689915C DE 689915 C DE689915 C DE 689915C DE 1937S0127042 DE1937S0127042 DE 1937S0127042 DE S0127042 D DES0127042 D DE S0127042D DE 689915 C DE689915 C DE 689915C
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DE
Germany
Prior art keywords
switching
contacts
circuit
main contacts
auxiliary
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Expired
Application number
DE1937S0127042
Other languages
English (en)
Inventor
Alfred Gutsche
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
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Publication date
Application filed by Siemens Schuckertwerke AG, Siemens Corp filed Critical Siemens Schuckertwerke AG
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Application granted granted Critical
Publication of DE689915C publication Critical patent/DE689915C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H9/00Details of switching devices, not covered by groups H01H1/00 - H01H7/00
    • H01H9/54Circuit arrangements not adapted to a particular application of the switching device and for which no provision exists elsewhere

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  • Fuses (AREA)

Description

  • Einrichtung zum Einschalten und selbsttätigen Ausschalten elektrischer Stromkreise hoher Stromstärken Einrichtungen zum Ein- und Ausschalten elektrischer Stromkreise müssen mitunter beim Schließen des Stromkreises kurzzeitig hohe Stromstärken bewältigen, die ein Vielfaches des betriebsmäßigen Stromes betragen. Es läßt sich dabei oftmals nicht vermeiden, daß durch das hammerschlagartige Auftreffen der Kontakte ein Prellen der Schaltstücke hervorgerufen wird, welches unter Einwirkung des Stromes .ein Zusammenschweißen der Schaltstücke verursacht. Das in vielen Fällen erforderliche automatische Ausschalten solcher Schaltgeräte ist dann meist mit einfachen Mitteln nicht möglich, weil zum Trennen zusammengeschweißter Kontakte verhältnismäßig .große Kräfte nötig sind, die nur selten zur Verfügung stehen. Gegenstand der Erfindung ist eine Einrichtung zum Einschalten und selbsttätigen Ausschalten elektrischer Stromkreise hoher Stromstärken, bei welcher diese Schwierigkeiten überwunden werden. Hierbei ist den zur Führung des Betriebsstromes bestimmten Hauptkontakten des Schalters, wie an sich bereits bekannt, eine lediglich zum Unterbrechendes Stromkreises dienende Schaltvorrichtung parallel geschaltet, und das Wesen der Erfindung besteht darin, daß in Reihe mit dieser Schaltvorrichtung Hilfskontakte liegen, die den Hauptkontakten beim Einschalten voreilen und beim Ausschalten nacheilen, so daß das Schließendes .Stromkreises ,zunächst an den Hilfskontakten und nach Öffnen der Hauptkontakte die endgültige Unterbrechung des Stromkreises .durch .das Öffnen der lediglich zum Unterbrechen des Stromkreises dienenden Schaltvorrichtung erfolgt.
  • Für die lediglich das Unterbrechen des Stromkreises bewirkende Schaltvorrichtung wird vorzugsweise ein Schmelzleiter, z. B. eine Sicherungspatrone, verwendet. Da man nun die lediglich zum Unterbrechen des Stromkreises dienende Schaltvorrichtung schon vor dem Schließen des Stromkreises geschlossen hat, indem man beispielsweise die Sicherungspatrone vorher einsetzt; kann das beim Einschalten des Stromkreises eventuell erfolgende Festschweißen der Hilfskontakte für das nachträgliche Öffnen des Stromkreises nicht nachteilig sein, weil ja nun die besondere zusätzliche, lediglich zum Unterbrechen des Stromkreises dienende Schaltvorrichtung, beispielsweise ein Schmelzleiter, vorhanden ist.
  • In solchen Fällen, wo für den Schalter nur ein geringes Gewicht, relativ kleiner Kontakthub, großer Überschoß an Einschaltkraft und demgegenüber nur eine verhältnismäßig kleine Ausschaltkraft zur Verfügung stehen, wird man die Erfindung vorzugsweise so durchbilden, daß die Hilfskontakte von dem Schalterantrieb der Hauptkontakte gesteuert werden. Dabei wird diese Steuerung so ausgebildet, daß die Hilfskontakte beim Einschalten vor- bzw. beim Ausschälten nacheilen, so :daß .das Schließen des Stromkreises zunächst an den Hilfskontakten erfolgt, und daß nach öffnen der Hauptkontakte die endgültige Unterbrechung des Stromkreises durch das Schmelzen des in Reihe zu den Hilfskontakten liegenden Schmelzleiters erfolgt. Man wird dabei den Schmelzleiter so bemessen, daß er während der durch die Voreilurig der Hilfskontakte bedingten Zeit den ein Vielfaches des Nennstromes betragenden Einschaltstrom führen kann, ohne durchzuschmelzen. Die Hilfskontakte kann man in diesem Fall nach ihrem Einschalten verriegeln, so daß sie beim späteren öffnen der Hauptkontakte geschlossen bleiben und dadurch das Ansprechen des Schmelzleiters ermöglichen.
  • Die Erfindung kann überall da angewendet werden; wo es sich beim Ein- und Ausschalten elektrischer Stromkreise um die Beherrschung von großen Stromstärken bandelt und wo die Gefahr eines Verschweißens der Kontakte beim Einschaltvorgang besteht. Die oben beschriebene Erfindung ermöglicht es, einen Schalter mit# ,geringem Gewicht und relativ kleinem Kontakthub zu bauen, der ein sicheres Ein- und Ausschalten ermöglicht.
  • In der Figur ist als Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch ein Schaltbild dargestellt.
  • Mit i ist ein Motor bezeichnet, der aus einer Batterie 2 gespeist wird. 3 ist: eine Hauptstromwicklung des Motors. Mit 4 ist .der zum Ein- und Ausschalten des Stromkreises dienende Schalter bezeichnet. Dieser besitzt zur Führung des Betriebsstromes bestimmte Hauptkontakte 5 und 6, die beispielsweise als kräftige Klötzkontakte ausgebildet sind. Im Nebenschluß zum Schalter 6 liebt ein Hilfsschalter 7, der mit einem feststehenden Gegenkontakt 8 zusammenarbeitet. In Reihe mit diesem Hilfsschalter ist ein Schmelzleiter g, beispielsweise eine Sieherungsputrone; geschaltet. Die Schalter 6 und 7 werden in der Einschaltrichtung gemeinsam von einer Führungsstange io bewegt. Der Hilfsschalter 7 ist so angeordnet, daß er bei der Schaltbewegung dem Hauptschalter 6 vor-.eilt, so daß also zunächst der Motorstrom über den Hilfsschalter 7 und die Sicherung 9 verläuft. Die Erfindung kann so ausgebildet werden, daß die Kontakte 7 ,und 8 nach ihrem Schließen sich beispielsweise durch Reibung (Messerkontakt) oder mit Hilfe einer mechanischen Verklinkung o. dgl. mit dem Gegenschaltstück 8 fest verriegeln. Zur Ausführung der Ausschaltbewegung dient eine Ausschaltfeder ii, welche die Führungsstange und den Hauptkontakt 6 zusammen zurückbewegt, während der Hilfskontakt 7 in der Einschaltstellung verbleibt.
  • -Der Zweck des Hilfsschalters 7 besteht darin, .den Anlaufstromstoß des Motors i, der bis auf beträchtliche Werte ansteigen kann, zunächst aufzunehmen und dadurch den Hauptschalter 6 so weit zu entlasten, daß dieser bei den infolge des hammerschlagartigen Auftreffens auf das Gegenschaltstück 5 unvermeidlichen Prellungen nur geringe Energiemengen zu unterbrechen bzw. zu schließen hat. Die Größe dieser Energiemengen ergibt sich aus dem Widerstandverhältnis der Nebenstrombahn zur Hauptstrombahn 6: Da der Spannungsabfall im Nebenstromkreis gering gehalten werden kann, wird offenbar die Energie während des: Prellens :der Hauptschaltstücke 6, 5 nicht ausreichen, um ein Zusammenbacken der Hauptschaltstücke herbeizuführen. Die Hauptkontakte 5, 6 können daher durch das in der Zeichnung nicht dargestellte, beispielsweise in Abhängigkeit von der Anzahl der Motorumdrehungen, der Zeit oder des Druckes der. Preßluft wirkende Auslöseorgan ihre Ausschaltbewegung mit Hilfe der Feder z z ausführen und auch dabei ohne Lichtbogenbildung öffnen. Die Unterbrechung des Betriebsstromes übernimmt der Schmelzleiter 9. Dieser wird so bemessen, daß er einerseits während der Zeit, welche zwischen der Berührung der Kon- t takte 7, 8 und der endgültigen Kontaktgabe der Hauptschaltstücke 6, 5 vergeht, mit Sicherheit den exponentiell ansteigenden Einschaltstrom führen kann, ohne durchzuschmelzen. Andererseits wird die Bemessung z des Schmelzleiters so vorgenommen, daß er durchbrennt, wenn der .gesamte Motorstrom längere Zeit, beispielsweise i Sekunde, über ihn fließt.
  • Wenn man -die Schaltvorrichtung nach einer Betriebsperiode wieder betriebsbereit machen will, wird der evtl. verschweißte Einschaltkontakt 7, 8 von Hand geöffnet und die abgeschmolzene Sicherung durch eine neue ersetzt werden. Batterien können bei Anwendung der Erfindung nicht mehr beschädigt werden, da ein Verschweißen der Hauptkontakte 5, 6, deren beweglicher Teil aus Gründen erhöhter Schweißsicherheit in an sich bekannter Weise gegebenenfalls mit einem Vorkontakt 1a versehen wird, verhindert ist und das Unterbrechen des Motorstromkreises durch die Sicherung 9 sichergestellt ist. Ein besonderer Vorteil der Erfindung besteht darin, daß .man für die Hauptkontakte 5, 6 keinen Leistungsschalter benötigt und da.ß mit einer geringen Ausschaltkraft auszukommen ist. Man kann unter Umständen natürlich aus Sicherheitsgründen den ScAälter 5, 6 auch als Leistungsschalter ausbilden, um die Anordnung noch zusätzlich für den Fall zu sichern, daß etwa das Einsetzen des Schmelzleiters 9 vergessen wird. Ein weiterer. Vorzug der Anordnung gemäß .der Erfindung besteht auch noch darin., daß für den Schaltapparat keine Funkenkammer und besondere Hilfsmittel zur Lichtbogenlöschung (z. B. magnetische Blasung) benötigt werden.

Claims (1)

  1. PATEN TAN SPRÜCHE: i. Einrichtung zum Einschalten und selbsttätigen Ausschalten elektrischer Stromkreise hoher Stromstärken, bei der den zur Führung des Betriebsstromes bestimmten Hauptkontakten. eine lediglich dicUnterbrechung-des Stromkreises bewirkende Schaltvorrichtung parallel geschaltet ist, dadurch gekennzeichnet, daß in Reihe mit der die Unterbrechung bewirkenden Schaltvorrichtung (9) Hilfskontakte (7, 8) liegen, die den Hauptkontakten (5, 6) beim Einschalten voreilen und beim Ausschalten derart- nacheilen, daß nach Öffnen der Hauptkontakte die endgültige Stromunterbrechung durch das Öffnen der lediglich zum Unterbrechen des Stromkreises dienenden Schaltvorrichtung (9) erfolgt. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die lediglich zum Unterbrechen des Stromkreises dienende Schaltvorrichtung ein Schmelzleiter, beispielsweise eine Sicherungspatrone, und so bemessen ist, daß sie während der durch die Voreilung der Hilfskontakte bedingten Zeit den ein Vielfaches des Nennstromes betragenden Einschaltstrom führen kann, ohne durchzuschmelzen. 3. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß .die Hilfskontakte von dem Schalterantrieb der Hauptkontakte gesteuert werden. g.. Einrichtung nach Anspruch i oder einen der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfskontakte nach ihrem Einschalten verriegelt werden, so daß sie beim späteren Öffnen .der Hauptkontakte geschlossen bleiben und dadurch das An-' sprechen des Schmelzleiters ermöglichen.
DE1937S0127042 1937-04-29 1937-04-29 schalten elektrischer Stromkreise hoher Stromstaerken Expired DE689915C (de)

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DE (1) DE689915C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1126976B (de) * 1958-11-14 1962-04-05 Siemens Ag Schutzeinrichtung gegen vorzeitiges Ansprechen eines UEberstrom fuehrenden mehrphasigen Lasttrennschalters
DE1202863B (de) * 1958-09-20 1965-10-14 Licentia Gmbh Elektrischer Kurzschlussunterbrecher

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1202863B (de) * 1958-09-20 1965-10-14 Licentia Gmbh Elektrischer Kurzschlussunterbrecher
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