DE140846C - - Google Patents

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DE140846C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11DDETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
    • C11D13/00Making of soap or soap solutions in general; Apparatus therefor
    • C11D13/02Boiling soap; Refining

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Detergent Compositions (AREA)
  • Fats And Perfumes (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Kennzeichen einer prima Kernseife sind insbesondere der durch den Leimniederschlag bedingte Fettgehalt sowie der eigenartige Perlmutter- oder Silberglanz.
Derartige Seifen werden bekanntlich in der
: Weise hergestellt, daß man die Fette mit Natronlauge von 20 bis 30° B. verseift und zu dem entstandenen Seifenleim eine entsprechende Menge Kochsalz hinzusetzt; der Seifenleim trennt sich dadurch, die Kernseife scheidet nach oben und die überschüssigen Laugen, Salze und das Glyzerin ziehen nach unten in den Leim.
Dieser Seifenleim wird alsdann noch weiter mit Kochsalz getrennt, so daß sich Leimkern und Salzlauge bildet, welch letztere auch das Glyzerin in sich aufnimmt.
Aus diesen so hergestellten Kernseifen ist der größte Teil des Glyzerins zufolge der Herstellungsweise entfernt. Für alle Zwecke jedoch ist der Gehalt der Seifen an Glyzerin von großem Vorteil.
Dasselbe verleiht der Seife nämlich eine besonders große Milde und Annehmlichkeit beim Waschen, es macht ferner die Seife haltbarer und ansehnlicher.
Gewisse Seifen, namentlich die aus dem Kokosfett oder Palmkernfett (auf dem sogen, kalten Wege) hergestellten Seifen enthalten sämtliches Glyzerin der betreffenden Fette; sie finden meist als sogen. Toiletteseifen Verwendung, nicht aber zum Gebrauch in den Haushaltungen und Wäschereien.
Man verwendet bei der Herstellung dieser Seifen sehr starke Laugen, gewöhnlich solche
von 36 bis 400 B. Auch durch ein Hinzufügen anderer Fette, wie Talg, Schweinefett und dergl., konnte man diesen Effekt, daß das Glyzerin in der Seife verbleibt, erzielen, allein diese Seifen sind matt von Aussehen und es fehlt ihnen namentlich der den prima Kernseifen eigentümliche Silberglanz.
Dasselbe ist der Fall bei den noch viel konsumierten sogen. Leimseifen; dieselben enthalten ebenfalls sämtliches Glyzerin und werden in der Weise hergestellt, daß man Fett mit 20 bis 2 50 Natronlauge verseift und die Masse entweder eindickt, um Marmor wie bei Eschwegerseife zu erzielen, oder aber so viel Salze oder Soda hinzusetzt, bis die nötige Konsistenz erreicht ist. . .
Ein ähnliches Produkt erhält man auch nach dem in Watt, The art of soap-making, London 1890, S. 124, Abs. 2 beschriebenen Verfahren, und besteht der Unterschied desselben gegenüber dem vorliegenden nur darin, daß dort die zur Konsistenz der Seife notwendigen Salze schon bei der Laugenbereitung hinzugefügt werden.
Die im Handel verlangte, wegen ihrer vortrefflichen Eigenschaften beliebte sogen, prima Kernseife entbehrt jedoch wieder des Gehaltes an Glyzerin, weil eben das Verfahren zur Herstellung dieser Seife die Entfernung des Glyzerins nicht umgehen ließ.
Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung besteht nun in der Herstellung einer der prima Kernseifen in ihren Eigenschaften, ihrem Aussehen und Fettgehalt gleichkommenden, jedoch durch ihren Gehalt an Glyzerin besondere Eigenschaften aufweisenden Kernseife.
Sie soll einerseits den Silber- bezw. Perlniutterglanz, das charakteristische Merkmal der prima Kernseifen des Handels, besitzen, anderseits sich wegen des Glyzeringehaltes durch große Milde und Annehmlichkeit beim Waschen, ferner durch Sparsamkeit beim Gebrauch und besseres Schäumen auszeichnen.
Dieser Effekt wird dadurch erreicht, daß man zu dem Fettansatz eine bestimmte Menge
ίο geeigneter Salze hinzufügt, beispielsweise Kochsalz, calcinierte Soda oder Pottasche, Ammoniumkarbonat und dergl. lösliche Salze der Alkalien und alsdann die Masse mit starkprozentigen Ätznatronlaugen von etwa 38 bis 400 B. verseift. Die Verseifung ist in 1J2 bis 2 Stunden vollendet, worauf man die Masse siedend heiß in entsprechende Formen gießt. Je nach der Größe der Formen ist eine kürzere oder längere Beobachtung der fertigen Seife notwendig, und zwar dahingehend, daß die nach einiger Ruhe sich vollziehende Kristallisation eine nicht zu große Bewegung in der Seife hervorruft, weil dadurch vielleicht eine teilweise Ausscheidung stattfinden könnte.
Nach dem Erkalten hat man ein an Aussehen und Fettgehalt der prima Kernseife gleichstehendes Produkt, ohne daß das den Wert der Seife in vielen Beziehungen erhöhende Glyzerin wie bei den bisherigen Kernseifen ausgeschieden ist.
Die Seife ist, wie schon oben erwähnt, bedeutend waschfähiger als die bisherige prima Kernseife und stellt sich infolge ihrer viel einfacheren Herstellungsweise wesentlich billiger, indem durch das einfache Versieden ohne jede weitere Nachbehandlung die Seife gewonnen wird, also das Abziehen der Unterlaugen, das Aussalzen usw. vollkommen wegfällt. Es werden demnach neben einer vorzüglichen Ausbeute und prima Qualität des Produkts Ersparnisse an Salz, Soda, Kohlen und Arbeitslohn erzielt, so daß auch in dieser Hinsicht ein ganz wesentlicher Fortschritt zu verzeichnen ist.
In folgendem seien einige Ausführungsbeispiele des vorliegenden Verfahrens erwähnt:
1. 300 Teile Palmkernöl. 100 Teile Kottonöl werden mit 4 Teilen calcinierter 98 bis 100-prozentiger Soda, die in 20 Teilen heißem Wasser aufgelöst wird, und 190 Teilen Ätznatronlauge von 400 B. verseift; man erzielt eine Ausbeute von 153 Teilen auf 100 Teile Fettansatz.
2. 100 Teile Talg, 100 Teile Schweinefett, 200 Teile Palmkernöl werden mit 210 Teilen Ätznatronlauge von 3 8° B. verseift und der verbundenen Masse alsdann 4 Teile pulverisiertes Ammoniumkarbonat (nicht in Wasser gelöst) hinzugefügt. Ausbeute 153 Teile von 100 Teilen Fettansatz.
3. 100 Teile Talg, 300 Teile Palmkernöl, 40 Teile Harz werden mit 4 Teilen calcinierter 98 bis iooprozentiger Soda, die in 20 Teilen heißem Wasser aufgelöst wird, und 214 Teilen Ätznatronlauge von 400 B. verseift; man erhält eine Ausbeute von 1 53 Teilen auf 100 Teile Ansatz.
Es sei hier noch bemerkt, daß die durch das Kochen verdampfte Wassermenge bis zur Verseifung zu ersetzen ist, anderenfalls eine Verseifung nur schwer zu erreichen ist und die Ausbeute differieren würde.
Ein gleichmäßiges Durchrühren der Masse befördert außerdem die Verseifung in erhöhtem Maße.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Herstellung einer Leimseife mit den Eigenschaften, dem Aussehen und dem Fettgehalt einer abgesetzten Kernseife, dadurch gekennzeichnet, daß man die Fette mit hochprozentiger Lauge von 38 bis 40° B. unter gleichzeitigem Zusatz einer verhältnismäßig geringen Menge geeigneter Salze wie Kochsalz, Soda, Pottasche, Ammoniumkarbonat und dergl. löslichen Salze der Alkalien verseift.
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