DE138052C - - Google Patents

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DE138052C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23KFODDER
    • A23K10/00Animal feeding-stuffs
    • A23K10/20Animal feeding-stuffs from material of animal origin
    • A23K10/26Animal feeding-stuffs from material of animal origin from waste material, e.g. feathers, bones or skin

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Description

1444Φ
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Vi 138052 -KLASSE
Patentirt im Deutschen Reiche vom 3. Februar 1901 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Melassefutterstoffes, für welchen Materialien von geringem Werthe, wie rohe Knochen oder Eingeweide, Verwendung finden.
Man hat allerdings (vergl. z. B. die englische Patentschrift 26628/1897 un<^ »Die technische Verwerthung von thierischen Cadavern, Cadavertheilen, Schlachtabfällenu. s. w.« vonDr. H a e f ke) Melassefutterstoffe aus thierischen Substanzen bereits dadurch hergestellt, dafs Melasse entweder mit dem durch Pressen von Fleisch, Knochen und dergl. erhaltenen Saft, sowie mit geeigneten Bindemitteln oder mit Fleischmehl vermischt wurde, welches auf gewöhn liehe Weise durch Kochen mit Dampf, Eindampfen, Trocknen u. s. w. hergestellt ist. Bei diesen Verfahren haben indessen die Rohmaterialien einerseits eine kostspielige und umfassende Vorbehandlung erfahren, welche ihnen einen Theil der Stoffe, die in den nicht präparirten thierischen Substanzen zugegen sind und hohen Nahrungswerth haben, entzieht oder sie verändert; andererseits besitzt das Erzeugnifs infolge der einfachen Vermischung der Melasse mit den übrigen Ingredienzen geringe Haltbarkeit.
Bei dem vorliegenden Verfahren wird ein Melassefutterstoff unmittelbar aus rohen Knochen oder Eingeweiden hergestellt, wodurch die Herstellung billig wird und gleichzeitig alle die Stoffe, welche im Rohmaterial zugegen sind, in dem Product verbleiben, welches infolge dessen Kohlenhydrate, Fett, Eiweifsstoffe und einige Salze, sowie phosphorsauren Kalk in reichlicher Menge als charakteristischen Bestandtheil enthält. Aufserdem zeichnet sich das nach dem neuen Verfahren hergestellte Product durch eine sehr grofse Haltbarkeit aus, welche dadurch erlangt wird, dafs die Rohmaterialien nicht nur mit der Melasse vermischt, sondern auch mit ihr zusammen gekocht werden. Die Melasse, welche bekanntlich conservirend wirkende Zuckerstoffe und Salze enthält, durchdringt und sterilisirt beim Kochen die Rohmaterialien vollständig, ein Resultat, welches durch einfaches Vermischen von thierischen Substanzen mit Melasse nicht erreicht wird.
Das vorliegende Verfahren wird in der Weise ausgeführt, dafs Knochen roh oder eventuell nach vorhergehendem Kochen zermalmt oder in geeigneten Maschinen so fein zerschnitten werden, wie man es wünscht. Die zermalmte Masse wird kurze Zeit in Syrup (Melasse) gekocht, wonach man entweder mittelst Centrifugen, Sieben oder dergl. einen Theil der Flüssigkeit ausscheiden und den Rest trocknen oder auch die erhitzte Mischung direct mit angemessenen trockenen Futter- oder Füllstoffen, z. B. Mais, Torf, Sägemehl oder dergl. versetzen kann, bis die gewünschte Festigkeit erzielt ist. Die im ersteren Falle ausgeschiedene Flüssigkeit, welche etwas ausgekochtes Fett und Leim enthält, kann bei dem nächsten Kochen wieder benutzt werden.
Aus Eingeweiden kann der Futterstoff auf ähnliche Weise hergestellt werden, indem sie gereinigt und eventuell nach vorhergehendem Kochen in Syrup (Melasse), Wasser oder Dampf
Verein öo ünp.enieur
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fein zerkleinert und nochmals in Syrup (Melasse) gekocht werden, wozu der eventuell beim ersten Kochen benutzte Syrup angewendet werden kann. Alsdann wird die Mischung, wie mit Bezug auf Knochen oben erwähnt wurde, behandelt.
Das eventuelle vorherige Kochen der Knochen und Eingeweide ist nur als eine Kraft er-, sparende Mafsregel genannt, weil diese Substanzen leichter in mürbem, gekochtem Zustande zertheilt werden können, ist aber sonst für das Verfahren nicht von Bedeutung. Man kann sich, wenn man es vorzieht, die rohen Eingeweide sofort fein zu zertheilen, mit einmaligem Kochen in Syrup (Melasse) begnügen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Herstellung eines Viehfuttermittels aus thierischen Abfällen und Melasse, dadurch gekennzeichnet, dafszermalmteKnochen oder zertheilte Eingeweide eventuell nach vorhergehendem Kochen mit Syrup (Melasse) zusammen gekocht werden.
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