DE136255C - - Google Patents
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01P—COOLING OF MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; COOLING OF INTERNAL-COMBUSTION ENGINES
- F01P11/00—Component parts, details, or accessories not provided for in, or of interest apart from, groups F01P1/00 - F01P9/00
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- F01P11/20—Indicating devices; Other safety devices concerning atmospheric freezing conditions, e.g. automatically draining or heating during frosty weather
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die den Erfindungsgegenstand bildende Vorrichtung soll dem Zwecke dienen, dem zur
Kühlung der stark erhitzten Theile von Verbrennungskraftmaschinen benutzten Kühlwasser
bei Unterbrechung des Betriebes bezw. Abstellung des Motors ein selbsttätiges Ablaufen
aus dem Kühlwassermantel zu ermöglichen, sobald die Temperatur im Motorenraum unter
ein gewisses Maafs gesunken ist. Es soll auf diese Weise ein Einfrieren des Kühlwassers im
Mantel und ein etwa damit verbundenes Zerspringen des letzteren oder des Cylinders vermieden
werden.
Auf der Zeichnung ist eine derartige Vorrichtung durch die Fig. 1 und 2 in zwei verschiedenen
■ Ausführungsformen veranschaulicht.
Die Vorrichtung soll in der Weise wirken, dafs, sobald nach Aufserbetriebsetzung des
Motors gewisse mit dem Motor in Verbindung stehende und beim Betriebe des Motors durch
diesen erwärmte Körper sich unter ein gewisses Maafs abkühlen, die hierdurch bewirkte
Zusammenziehung der betreffenden Theile die Oeffnung eines Abflufsweges für das Kühlwasser
herbeiführt, so dafs dasselbe selbstthätig aus dem Kühlwassermantel abfliefst.
Von den auf der Zeichnung angeführten beiden Ausführungsbeispielen wird bei dem einen
(Fig. 1) ein starrer Zinkstab, bei dem anderen (Fig. 2) eine Flüssigkeit, z. B. Ouecksilber, benutzt.
In Fig. ι ist α der Kühlwassermantel des
Motors, an welchem ein Stab b aus Metall von einem höheren Ausdehnungscoefficienten als
Eisen, z. B. Zink, angeordnet ist. An dem Stabe b ist ein doppelarmiger Hebel c drehbar
befestigt, welch' letzterer an seinem oberen Ende hakenförmig umgebogen ist und in ein
entsprechend an dem äufseren Mantel befestigtes Stück d eingreift. Das untere Ende des Hebels
c ist mit einer Nase versehen und dient einem Gewichte e, welches an dem einen Ende
des um den Zapfen f drehbaren doppelarmigen Hebels g sitzt, als Auflage. Das andere freie
Ende des Hebels g befindet sich unmittelbar unter der Spindel des Wasserablaufventiles h.
Da der Zinkstab einen gröfseren Ausdehnungscoefficienten als Eisen hat, so wird sich mit
der Aenderung der Temperatur auch die Lage des Angriffpunktes des Zinkstabes b am Hebel c
gegen die Auflagepfanne d ändern, und zwar geht die Bewegung so vor sich, dafs mit
steigender Temperatur der Hebel herausgedrückt wird (wobei sich der Stützzapfen mehr und
mehr aus der Pfanne entfernt), während bei sinkender Temperatur der Stutzzapfen sich erst
seitlich an die Pfanne anlegt und dann der Hebel c von der Schneide des Gewichtes e
weggezogen wird. Die Verhältnisse sind so bemessen, dafs dieses Auslösen des Gewichtes
erst stattfinden kann, wenn die Temperatur nahezu o° erreicht hat, der Motor also aufser
Betrieb gesetzt ist und durch die allmähliche Abkühlung desselben die Gefahr des Einfrierens
des Kühlwassers eintritt. Das ausgelöste Gewicht fällt herab, bewirkt dadurch ein Hoch-
gehen des Hebelarmes g und dieser öffnet alsdann das Ventil h, so dafs das Kühlwasser abfliefsen
kann.
Die in Fig. 2 veranschaulichte Ausführungsform wirkt in ähnlicher Weise, nur ist hier an
Stelle des Metallstabes b ein mit einer sich stark ausdehnenden Flüssigkeit, z. B. Quecksilber, gefülltes
Gefäfs i verwendet worden. In dem oben als Cylinder ausgebildeten Gefä'fse wird
ein Kolben k dicht geführt, welcher bei Ausdehnung der Flüssigkeit herausgetrieben, beim
Zusammenziehen derselben jedoch durch ein Belastungsgewicht e hineingedrückt wird. An
seinem oberen Ende ist der Kolben k mit einem Haken oder Vorsprung versehen, der
bei einer bestimmten tiefsten Stellung des Kolbens einen entsprechenden Vorsprung der
Ventilspindel fafst und diese bei weiterem Niedergang mitnimmt, wodurch das Ventil geöffnet
wird.
Das Gefäfs mit Quecksilber in Verbindung mit dem Kolben k verhält sich wie ein Thermometer.
Der Kolben steigt und sinkt mit der Temperatur und nimmt bei jeder Temperatur eine ganz bestimmte Lage ein. Die Verhältnisse
sind so zu treffen, dafs das Mitnehmen der Ventilspindel durch den Kolben bei einer
solchen Stellung des letzteren eintritt, welche einer Temperatur von etwas über o° entspricht,
so dafs bei allmählicher Abkühlung des Raumes nach dem Stillsetzen des Motors das Kühlwasser
abfliefst, bevor es gefrieren kann. Anstatt den Kolben erst bei einer bestimmten
Stellung auf das Ventil einwirken zu lassen, kann derselbe auch dauernd auf einen Kühlwasserentleerungshahn
oder ein anderes Organ so wirken, dafs die Oeffnung dieses Organes
erst bei der beabsichtigten tiefsten Stellung eintritt.
Claims (3)
1. Verfahren zur Verhütung des Einfrierens der wassergekühlten Theile bei Explosionskraftmaschinen, dadurch gekennzeichnet, dafs
bei Abkühlung eines mit dem Motor verbundenen festen oder flüssigen Körpers unter eine gewisse Temperatur durch die
von der Abkühlung bewirkte Zusammenziehung dieses Körpers ein Ablauforgan für das im Wassermantel enthaltene Kühlwasser
geöffnet wird, so dafs das im Mantel befindliche Kühlwasser selbstthätig ablaufen kann.
2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dafs der
mit dem Motor verbundene Zinkstab (b) bei seinem Zusammenziehen den Hebel (c)
aus einer Oese des Gewichtes (e) auslöst, so dafs dieses nun nach abwärts fallen
und mittels des Hebels (g) das Kühlwasserabflufsorgan öffnen kann.
3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, dafs durch
die Volumenvergröfserung einer Flüssigkeit bezw. ein Gewicht (e) ein Kolben (k) bewegt
wird, so dafs bei einer Volumenverminderung der Flüssigkeit unter ein gewisses Maafs der Kolben (k) das Kühlwasserentleerungsorgan
öffnet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
λ Li ζ
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE136255C true DE136255C (de) |
Family
ID=404225
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT136255D Active DE136255C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE136255C (de) |
-
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