DE133538C - - Google Patents

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Gas- bezw. Druckluftturbine.
Das Wesen der Erfindung besteht darin, dafs das durch den von der Turbine angetriebenen Kolben angesaugte Gemisch in einem besonderen Raum entzündet wird und auf die Turbinenschaufeln wirkt. Die in der zweiten Periode von demselben Kolben angesaugte und verdichtete frische Luft gelangt auf demselben Wege nach dem heifsen Explosionsraum und wird durch die Wärmeaufnahme noch mehr gespannt, so dafs sie auf die Turbinenschaufeln treibend einwirken kann.
In den Zeichnungen ist eine solche Turbine dargestellt, und zwar zeigt:
Fig. ι einen Verticalschnitt der Vorrichtung nach E-F der Fig. 2 gerade in dein Augenblicke, in dem in der Explosionskammer eine Explosion stattfindet.
Fig. 2 ist ein Theilschnitt nach A-B der Fig.i.
Fig. 3 ist ein Gruiidrifs mit theilweisem Horizontalschnitt nach C-D der Fig. 1.
Fig. 4 ist ein Theilschnitt, welcher die Stellung der verschiedenen Organe im Augenblick der Verdichtung des Gemisches in dem Explosionsraum zeigt.
Fig. 5 zeigt im Längs- und Querschnitt die Stellung der Ventile während Druckluft zur Turbine strömt bezw. das Ansaugen neuen Gasgemisches stattfindet, und
Fig. 6 stellt die Ventile in ihrer Stellung während der Explosion und Ansaugung von Frischluft dar.
Die Maschine besteht aus folgenden Theilen:
1. dem Carburator,
2. der Vorrichtung zur Herstellung und Entzündung der Ladung, ·--
3. dem Schaufelrad, auf welches die Explosionsgase bei der Expansion wirken. Es kann ein oder aufch es können mehrere Schaufelräder vorhanden sein.
Der Carburator saugt die heifse Luft aus einer Glocke 1 (Fig. 1) an, welche die mit Rippen 2 versehene Explosionskammer ι1 umgiebt. Diese heifse Luft dringt in den Carburator und heizt das Petroleumrohr 3. Der Stifthahn 4 liefert eine gewisse Menge Petroleum, welche sich auf der rauhen Fläche des Kegels 5 vertheilt und dortselbst sofort von der warmen Luft vergast wird. Das Gemisch geht alsdann in die Kammer 6, woselbst es mit einer durch einen Schraubenpfropfen 7 regulirbare Oefmung eintretenden Luftmenge vermischt wird und in den Kanal 8 übergeht. In letzterem sind Drahtgewebe 9, 9, 9 ,gegen einander geneigt angeordnet, um die zündfähige Ladung noch inniger zu mischen.
Das Gemisch wird alsdann von der Pumpe ι ο angesaugt, die es nach der Explosipnskammer 11 drückt.
Der Pumpenkolben erhält seine Bewegung durch Vermittelung einer Rolle 12, welche parallel zu einer Seite des auf der Welle 14 befestigten Kegels auf seiner Welle 13 verschoben werden kann. Je nach der Stellung, welche die Rolle 12 zum Kegelmantel einnimmt, wird die Zahl der Kolbenhübe mit
dem Verhältnifs der Berührungskreise sich ver- j ändern und folglich auch eine Aenderung in der Explosionszahl hervorrufen.
Die Pumpe io ist mit einer besonderen Steuerung versehen. Dieselbe besteht aus einem Rundschieber ι 5 mit drei Wegen 28, 29 und 30 und einem Rundschieber 16, der' mit Kreuzkanälen 31 und mit in die freie Luft mündenden Längskanälen 32 versehen ist. Wenn die Pumpe ansaugt, nimmt der Schieber 15 die in den Fig. 1 und 5 dargestellte Stellung ein, der zweite Rundschieber 16 stellt durch einen der Kreuzkanäle 31 die Verbindung mit dem Carburator her, und das Explosionsgemisch wird durch die Kanäle 31 und 30 in den Pumpencylinder gesaugt.
Wenn der Kolben am Ende des Saughubes angelangt ist, wird der Schieber 15 gedreht. Beim nächsten Hub drückt der Kolben das Gemisch durch den Kanal 29 unter einem Druck von 3 bis 4 kg in die Explosionskammer 11 und bringt am Ende des Hubes den Schieber 1 5 wieder in die Stellung der Fig. 5.
In diesem'Augenblick springt an dem Zünder 17 der durch Batterie oder Maschine 18 erzeugte Funken über und bewirkt die Explosion des Gemisches. Die Verbrennüngsgase strömen in den sich erweiternden Kanal 1 g und wirken auf die Schaufeln des Rades 20, welche mit einer grofsen Geschwindigkeit läuft. Diese Geschwindigkeit wird durch die auf der Turbinenwelle sitzende Schnecke 21 übersetzt, welche auf das Schraubenrad 22 wirkt und so die Welle 14 des letzteren und den Konus mit etwa 40 mal geringerer Geschwindigkeit dreht. Unterdessen hat der Pumpenkolben einen zweiten Saughub begonnen, der Schieber 16 schliefst hierbei die Verbindung mit dem Carburator ab und läfst nur reine Luft durch einen der Längskanäle 32 und Kanal 30 in die Pumpe eintreten, welche dann durch den Kanal 29 in die Explosionskammer 11 unter einem Druck von 3 bis 4 kg geprefst wird, diese Kammer abkühlt und die Verbrennungsgase austreibt. Diese Luftmenge nimmt einen beträchtlichen Theil der Wärme der Explosionskammerwände auf. Diese Wärme wird dazu benutzt, die Temperatur der eingeprefsten Luft und somit ihre Spannkraft zu erhöhen. Diese Luft kann also eine verstärkte Wirkung auf das Schaufelrad ausüben. Es folgt also jeder Explosion eine gewisse Luftmenge, welche kühlend und treibend wirkt.
Um eine zu grofse Erhitzung der Steuerhähne zu verhindern, ist neben einer reichlichen Schmierung eine Abkühlungseinrichtung vorgesehen. Aus /einem Behälter 23 gelangt eine kleine Menge Wasser zum Hahn 15, von Welchem es in den Explosionsraum gespritzt wird, daselbst verdampft und durch das Rohr ig nach der Turbine abgeführt wird.
Nachdem die Gase auf das Triebrad eingewirkt haben, gehen dieselben durch Kanäle 24 nach einem Schalltopf, aus welchem dieselben ins Freie treten.
Um die Maschine anzuhalten, verschiebt man die Rolle 12 auf einer Feder bis an das Ende der Welle .13, welche am Ende das konische Zahnrad 25 trägt, welches mit dem entsprechenden Rade 26 der Kurbelwelle 27 in Eingriff steht. In der Endstellung wird die Rolle 12 nicht mehr von dem Konus mitgenommen, die Turbine bleibt stehen. Um die Turbine wieder in Gang zu setzen, dreht man von Hand die Kurbelwelle 27, welche durch Vermittelung der Zahnräder 25 und 26, die Welle 13 und dadurch die Pumpe 10 in Bewegung setzt. Es wird Gemisch in die Explosionskammer 11 gedrückt, in welcher es entzündet wird und die Maschine in Gang setzt. Ist die Maschine im Gang, so verschiebt man die Rolle 12 auf dem Konus an den der gewünschten Kraftabgabe entsprechenden Platz, und die Maschine wirkt weiter. Die Maschine kann mit elektrischer oder Glührohrzündung betrieben werden und bei Motorwagen, Motorbooten oder zu häuslichen Zwecken und in der Kleinindustrie Verwendung finden.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Eine Gas- bezw. Druckluftturbine, dadurch gekennzeichnet, dafs das durch die von der Turbine angetriebene Pumpe (10) angesaugte und verdichtete Gemisch in einem besonderen Explosionsraum (11) entzündet wird und auf die Turbinenschaufeln wirkt, worauf von der Pumpe frische Luft angesaugt und auf demselben Wege in den Explosionsraum (11) geprefst wird, um denselben zu kühlen und auf die Turbinenschaufeln zu wirken.
2. Eine Gas- bezw. Druckluftturbine nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch zwei Mehrwegdrehschieber (15 und 16), welche die Verbindung zwischen der Pumpe (10), dem Explosionsraum (11) und dem Carburator (8) einerseits und der freien Luft andererseits herstellen, wobei noch durch Vermittelung des Hahnes (15) Wasser in den Explosionsraum eingespritzt werden kann.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US6969818B2 (en) 2001-05-11 2005-11-29 Linde Aktiengesellschaft Tandem welding shielding gases
US7208695B2 (en) * 2003-03-31 2007-04-24 Taiyo Nippon Sanso Corporation Welding shield gas and welding method
US7211765B2 (en) 2000-12-15 2007-05-01 Linde Aktiengesellschaft Shielding gas and arc-welding method

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US7211765B2 (en) 2000-12-15 2007-05-01 Linde Aktiengesellschaft Shielding gas and arc-welding method
US6969818B2 (en) 2001-05-11 2005-11-29 Linde Aktiengesellschaft Tandem welding shielding gases
US7208695B2 (en) * 2003-03-31 2007-04-24 Taiyo Nippon Sanso Corporation Welding shield gas and welding method

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