DE52457C - Im Sechstakt arbeitende Petroleummaschine - Google Patents
Im Sechstakt arbeitende PetroleummaschineInfo
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE
und Gaskraftmaschinen.
(Lincolnshire, England).
Die gasförmige Mischung wird in den Arbeitscylinder der Maschine mit einer den Atmosphärendruck
etwas übersteigenden Spannung eingeführt, so dafs beim Entzünden des Gemisches eine ruhige, aber schnelle Verbrennung
der Ladung entsteht. Beim Laden des Cylinders wird zunächst eine zweckmäfsig erhitzte
Luft eingeführt und alsdann erst 'die explosive Gasmischung. Die Luft kann durch
eine Ummantelung desjenigen Theiles des Arbeitscylinders, in welchem der Kolben arbeitet,
geleitet und von der durch die Verbrennung des Gases entstandenen Wärme erhitzt werden.
Die Gasmischung wird in der Verbrennungskammer zusammen mit der' Luft verdichtet;
da indessen die Maschine mit über 300 Umdrehungen in der Minute läuft, .'so verbleibt
das Gas oder der Dampf in der Nähe der ZUndungsstelle in dem dort befindlichen Luftkörper,
so dafs sich an den inneren Wandungen des Cylinders keine Feuchtigkeit niederschlägt,
vielmehr die ganze Luftmasse mit entsprechender Expansion während des Hubes erhitzt wird. Die bei der Verbrennung entstandene
Wärme wird, so weit sie nicht in Arbeit umgewandelt ist, in der Maschine selbst ausgenutzt, und zwar dient ein' Theil zur An-·
wärmung 'frischer Luft für- die Reinigung des Cylinders und Zündapparates von den· Rest-..
producten der vorhergehenden Explosion ohne Condensation oder zu starke Kühlung der
inneren Cylinderflächen, der andere Theil wirdzur Anwärmung der nächsten Ladung benutzt.
Arbeitet die Maschine im Viertakt, so können die gasförmigen Verbrennungsproducte mittelst
besonderer Luftpumpen entfernt, die Gasladungen von besonderen Pumpen eingeführt
werden.
Indessen ist es zweckmäfsig, ohne diese besonderen Pumpen zu arbeiten, die Vorgänge
vollziehen sich dann bei einfach wirkenden Maschinen von dem Punkte an, wo eine zur
Entzündung bereite Ladung sich hinter dem Kolben befindet, in folgender Reihenfolge:.
ι. Entzündung der Ladung, verbunden mit Expansion der Luft und Aushub des Kolbens;
2. Einhub des Kolbens, wobei theilweise die Verbrennungsproducte aus der Kammer
getrieben werden;
3. Aushub des Kolbens, der eine zum Reinigen des Cylinders dienende Luftladung einzieht
und aus dem Zündapparat die Verbrennungsproducte saugt;
4. Einhub des Kolbens, welcher die Restproducte von der vorhergehenden Ladung austreibt
und den Zündapparat reinigt;
5:. Aushub des Kolbens, der eine neue Luftladung und das explosible Gasgemisch einsaugt;
6. Einhub des Kolbens, der die verbrennbare Ladung verdichtet.
Demnach kommt auf jede dritte Umdrehung der Maschine nur eine Explosion,· die Maschine
arbeitet also im Sechstakt.
1 Man kann die Maschine auch doppeltwirkend anordnen und die Explosion auf beiden Seiten
1 Man kann die Maschine auch doppeltwirkend anordnen und die Explosion auf beiden Seiten
des Kolbens abwechselnd auftreten lassen. Es erfolgen dann bei drei Umdrehungen zwei Explosionen.
Bei diesem Motor wird im Vergleich zu Viertaktmotoren die doppelte Luftmenge durch
den Cylinder befördert, wodurch die Wandungen ohne Kühlwasser genügend kühl gehalten
werden. Indessen kann man auch besonders bei nicht stationären Maschinen oder solchen, die mit schwer oder nicht flüchtigen
Oelen arbeiten, beständig Luft durch die zu kühlenden Theile strömen lassen.
Zur Vermeidung von Niederschlägen aus der Ladung kann man auch Widerstände, als gelochte
Platten, Ringe u. s. w., in der Verbrennungskammer anordnen, durch welche die gasförmige
Mischung sofort zertheilt wird und welche einen Theil der Wärme aus den heifsen
Producten zurückhalten und an die nächste Ladung wieder abgeben. Die zur Bildung der
brennbaren Ladung dienende Luft strömt auf ihrem Wege durch enge Schlitze oder Oeffnungen
und an dieser Stelle wird · gleichzeitig das Gas oder der Dampf eingeleitet, so dafs
eine innige Vermischung von Gas oder Dampf und Luft entsteht. Das Gas oder der Dampf
tritt hierbei mit Ueberdruck in die Verbrennungskammer. Um Niederschläge mit noch
gröfserer Sicherheit zu verhindern, werden auf der Spindel des Einlafsventils Ringe oder
Seheiben angeordnet, welche nur wenig kleiner im Durchmesser sind als die Ventilöffnung, so
dafs die Ringe in letztere eintreten, dieselbe verengen und die Oelkügelchen beim Durchströmen
durch das geöffnete Ventil zerstäubt werden.
Auf der Zeichnung stellt Fig. ι einen Horizontalschnitt,
Fig. 2 eine Längsansicht, Fig. 3 einen Querschnitt durch die hintere Ventilkammer
des Cylinders dar. An den Arbeitscylinder A: Fig. 1, schliefst sich die Verbrennungskammer
α1 und die Ventilkammer B an mit dem Ventil b1 für die zum Reinigen des
Cylinders von den Verbrennungsproducten bestimmte Luft, dem Auslafsventil b2, dem Einlafsventil
bs, Fig. 3, für Gas- bezw. Petroleumdampf
und dem Ventil bA, mittelst dessen die Mischung von Gas oder Dampf und Luft in
die Verbrennungskammer α1 eingelassen wird.
Die Steuerung dieser vier Ventile erfolgt von der Daumenwelle C aus, wobei die Daumen
theils direct, Fig. 1, theils durch Vermittelung von Hebeln, Fig. 3, auf die Ventile
einwirken und der Mechanismus zur Bethätigung des Einlafsventils bB, z. B. durch den Regulator,
ausgerückt werden kann.
Die Oelpumpe ist in einem besonderen kleinen Behälter d1, Fig. 2 bis 4, angeordnet,
der durch ein Rohr mit dem Hauptbehälter D in Verbindung steht. Der Tauchkolben d2
der Oelpumpe wird durch ein Hebelwerk von dem Mechanismus zur Bewegung des Ventils b"1
bethätigt und spritzt bei jedem Hub etwas OeI durch Rohr /2 in die Rohrschlange e1 des
Verdampfers Έ, Fig. 2, durch den die abgehenden Verbrennungsproducte behufs Verdampfung
des Oeles geleitet werden, um nach Umspülung der Schlange e1 in die Atmosphäre
zu entweichen. Das so in Dampfform übergeführte OeI gelangt von hier aus in eine
zweite Schlange e2, in welcher es mittelst einer Flamme, welche gleichzeitig zum Erhitzen des
Zündrohres F dient, getrocknet wird, um alsdann dem Ventil b3 zugeführt zu werden. Der
Verdampfer E erhält unten einen kleinen kesselartigen Ansatz f1, in den das Rohr /2
mündet und der mittelst eines Brenners beim Anlassen der Maschine erwärmt wird. Die
Oelpumpe kann zu diesem Zwecke mittelst eines Handhebels in Thätigkeit gesetzt werden,
so dafs einige Tropfen OeI in den Behälter/1 gelangen und hier verdampft werden.
Ist die Maschine dann einige Mal von Hand herumgedreht, so läuft sie von selbst und man
kann nach kurzer Zeit den Brenner zum Erhitzen des Behälters/1 auslöschen, so dafs die
Verdampfung des Oeles lediglich durch die Wärme der abgehenden Verbrennungsproducte
erfolgt. Auch könnte die Schlange e2 entbehrt werden oder man könnte diese Schlange in
der Verbrennungskammer anordnen, so dafs der Dampf oder das Gas genügend getrocknet
wird, bevor es zur Verbrennung kommt.
Das vordere Ende des Cylinders A steht mit einem Gehäuse L, Fig. 1 und 2, in Verbindung,
in welchem die Pleuelstange und Kurbel des Motors sich bewegen, und bildet demgemäfs
eine Luftverdichtungspumpe mit dem Einlafsventil /. Durch die Oeffnung Z1, Fig. 1,
gelangt die verdichtete Luft in den Mantelraum des Cylinders A und von hier durch
Rohr G, Fig. 2, nach Ventil &4 und durch Abzweigung
g nach Ventil bl.
Damit das OeI den Behälter/1, Fig. 2, nicht
vor seiner vollkommenen Verdampfung verlä'fst, ist das Ende des Rohres e1 eingeschnürt
und mit feinen Drahtstückchen, Schrot oder anderem Material ausgefüllt, so dafs die OeI-tropfen
eventuell beim Eintritt in das. Rohr e1 zerstäubt werden. An Stelle der Schlangenrohre
e1 e2 könnten auch andere Rohre benutzt
werden. Auch das Rohr /2 kann in gleicher Weise eingeschnürt oder mit kurzen Enden
feinen Drahtes, Schrot oder dergleichen angefüllt werden, wodurch eine Abkühlung in
dem Rohr auftritt und dasselbe kühl gehalten wird.
Die Erweiterungen h2 dienen zum Ansammeln von Ablagerungen. Der Oeldurchflufs
wird zwischen Pumpe und Verdampfer durch
.den Hahn h1, Fig. 2, regulirt, während der
Hahn H den Zutritt des in Dampf umgewandelten Oeles nach dem Einlafsventil' b3
regelt.
Der durch das geöffnete Ventil b3 eintretende Oeldampf vermischt sich mit der Luft,
was noch durch das mit Schlitzen versehene Einsatzrohr q befördert wird. Ferner sind auf
der Spindel des Einlafsventils b* für das Gasgemisch
Scheiben q1 angeordnet, welche beim Senken des Ventils in die Ventilöffnung treten
und eine weitere innige Vermischung von Oeldampf und Luft herbeiführen.
Die Zündung des brennbaren Gasgemisches kann durch Elektricitä't oder dergleichen erfolgen,
indessen ist es am zweckmäfsigsten, diese Zündung mittelst einer erhitzten Platte
oder eines erhitzten Rohres F zu bewirken, welche nach jeder Zündung durch einen starken
Luftstrom gereinigt werden. Auf diese Weise fallen Zündschieber oder Zündventile vollkommen
fort und man vermeidet vorzeitige Zündung.
Man hat zwar schon vorgeschlagen, bei Petroleummotoren die Ladung durch Vermittelung
der bei der Verbrennung der Gasmischung auftretenden Wärme zu entzünden, indem man
hierzu die stark erhitzten Wandungen des Verbrennungsraumes benutzte, indessen genügt diese
Erwärmung nicht, um mit Sicherheit die Thätigkeit der Maschine auf lange Zeit regelmäfsig
zu gestalten. Wird aber äufsere Erwärmung benutzt, so treten infolge der an den
Zündeinrichtungen sich stets ablagernden festen Körper leicht Fehlzündungen oder unregelmäfsige
Zündungen auf, welche mit erheblichen Stöfsen verbunden sind. Derartige Uebelstände
werden verhütet, wenn man die Zündvorrichtung beständig bei jedem Hub durch einen
Luftstrom reinigt und ventilirt.
Die Oelpumpe kann, wie dargestellt, eine Hubpumpe oder eine rotirende sein. Zweckmäfsig
wird dieselbe, wie Fig. 3 zeigt, so eingerichtet, dafs der Regulator sie ausrückt,
wenn die Maschine zu schnell läuft, derart, dafs nicht nur der Einlafs von Oeldampf, sondern
auch der Betrieb der Oelpumpe in diesem Falle unterbrochen wird.
Nach Fig. 3 wird das Einlafsventil b3 und die Pumpe d1 durch eine Stange j und Hebel
j1 von der mit abgestuften Daumen versehenen
Hülse I bewegt, welche auf der Steuerwelle, Fig. 1, sitzt und von der Schwungradwelle
mit dem Uebersetzungsverhältnifs 1 13 bewegt wird. Bei zu schnellem Gang löst der
Regulator die Verbindung zwischen j und j1,
wie Fig. 3 erkennen läfst.
Fig. 4 zeigt noch eine Vorrichtung zur Regelung des Oelzuflusses. Mit der Druckventilkammer
ist ein Cylinder verbunden, in dem ein Kolben z1 spielt, der durch ein Gewicht k
oder eine Feder belastet und durch einen Hebel P und eine mittelst Schraubenmutter mit
Rechts- und Linksgewinde ihrer Länge nach veränderliche Stange mit dem Schlüssel des
Hahnes h1 verbunden ist. Ueberschreitet die Maschine ihre normale Geschwindigkeit, so
wird die Pumpe mehr OeI, als nöthig, liefern, so dafs eine Druckerhöhung in dem Abflufsrohr
entsteht. Infolge dessen wird der Kolben i1 sich heben und den Hahn hl mehr
oder weniger schliefsen, so dafs durch ein zwischen Pumpe und Hahn h * eingeschaltetes,
nicht gezeichnetes Sicherheitsventil oder mittelst anderer Vorrichtungen das überflüssige OeI
nach d1 zurückfliefst.
Mit dem Hebel f2 ist noch ein zweiter Hebel
i3 verbunden, der die Verbindung der Stange j mit dem Hebel J1, Fig. 3, löst, so
dafs auch die Thätigkeit des Ventils ba unterbrochen
wird, bis die normale Geschwindigkeit wieder erreicht ist.
Dieser Apparat kann ohne oder mit dem in Fig. 3 dargestellten Centrifugalregulator Verwendung
finden.
Wird eine rotirende Oelpumpe benutzt, so wird dieselbe durch Reibräder oder dergleichen
von der Steuerwelle getrieben.
Die Hebel z2 oder z3 können dann dazu
dienen, die Geschwindigkeit der Pumpe und damit den Oelzuflufs zu verzögern, wenn die
Maschine zu schnell läuft.
Da jedesmal nur wenige Tropfen OeI in den Verdampfer befördert werden, also gerade
so viel, als nöthig ist, um während der betreffenden Zeit die Maschine zu speisen, so ist
jede Gefahr vermieden, welche dadurch entstehen kann, dafs grofse Mengen von verdampftem
OeI, eventuell mit Luft gemischt, also höchst leicht entzündbar, in einem Behälter
aufbewahrt werden, aus dem die Maschine ihre Speisung erhält.
Die Fig. 5 bis 8 zeigen eine doppeltwirkende Maschine dieses Systems, und zwar stellen
Fig. 5 eine Seitenansicht, Fig. 6 eine obere Ansicht der Maschine dar, während Fig. 7 und 8
zwei Querschnitte durch den Cylinder und die Ventile sind.
Einzelne Theile dieser Maschine können auch bei der einfach wirkenden Verwendung
finden. Für jede Cylinderseite sind je drei Ventile bl b 2 b 4 vorgesehen, welche, wie vorhin
beschrieben, zum Einlassen von Luft behufs Reinigung des Cylinders von den Verbrennungspro
ducten zum Ablassen der letzteren und zum Einlassen der Mischung von Gas und Luft dienen.
Das Ventil b3 für das in Dampf übergeführte OeI ist beiden Cylinderseiten gemeinschaftlich
und daher, wie die Fig. 5 und 6 erkennen
lassen, zwischen den beiden Ventilen bA oberhalb
des Cylinders angeordnet. Die beiden Kammern α !, Fig. 5, in welchen die Entzündung
der Mischung mittelst der durch eine gemeinschaftliche Flamme glühend erhaltenen
Rohre F, Fig. 6 und 8, erfolgt, liegen an der Längsseite des Cylinders, können aber auch
eine andere Lage erhalten und sind durch eine Scheidewand P von einander getrennt. Oberhalb
der Ventile b1 b2 sind verschliefsbare Oeffnlangen
ρ' angeordnet. Die Ventilhebel m'2,
Fig. 8, werden von den Daumen der Hülse M durch Vermittelung von Zwischenhebeln ml
bethätigt. Durch den in Fig. 8 dargestellten Mechanismus ist man in der Lage, die Ventile
zum Einlassen von Luft und zum Auslassen der Verbrennungsproducte gleichzeitig zu öffnen,
wenn man die Drehungsrichtung der Maschine umkehren will.
Die Daumenhülse -der Steuerwelle erhält in diesem Falle zwei Gruppen von Daumen, so
dafs durch Verschiebung der Hülse die entsprechenden Daumen zur Wirkung gelangen.
In diesem Falle kann man an der Maschine einen Behälter anordnen zur Aufnahme von
comprimirter Luft oder Gasen, welche mittelst besonderer Leitungen und Ventile beim Anhalten
der Maschine durch die Bewegung des Kolbens gefüllt werden.
Der Cylinder und die Deckel sind doppelwandig, desgleichen das Stopfbüchsenrohr N,
Fig. 6; das innere Rohr ist mit Dichtungsnuthen versehen. Aufserdem sind die konischen
Dichtungsringe n1 vorgesehen, welche
durch eine Feder am Platz gehalten werden.
Die zum Reinigen des Cylinders und zur Herstellung der Ladung dienende Luft kann
aus dem Behälter O, Fig. 5, ganz oder theilweise
durch Rohr ο1 in den Hohlraum des Stopfbüchsenrohres N des Cylindermantels und
dann durch Rohr ο2, Fig. 7 und 8, in die
Ventilgehäuse geleitet werden, oder die Luft wird direct dem Behälter O entnommen,
in welchem Falle das Rohr ο2 direct mit diesem Behälter verbunden wird. Ein Rückschlagventil
Q, Fig. 8, verhindert, dafs bei der Verbrennung Gas und Luft zurückströmen. Die für diese Maschine erforderliche Pumpe
hat die gleiche Einrichtung, wie vorhin beschrieben, ebenso ist natürlich nur ein Regulator erforderlich.
Bei Anwendung nicht flüchtiger OeIe, besonders für nicht stationäre Maschinen, kann
ein Theil der Grundplatte als Wasserbehälter ausgebildet werden, welcher oberhalb des OeI-behälters
sich befindet. Das äufsere Ende des Ausblaserohres wird mit einem sich erweiternden
Mundstück versehen, in dem ein Klappventil oder dergleichen angeordnet ist, das durch die ausströmenden Gase der Einwirkung
einer Feder oder dem Ventilgewicht entgegen sich öffnet, wodurch verhindert wird, dafs kalte
Luft in das Ausblaserohr und.den Verdampfer eintritt und Wärme ungenutzt verloren geht.
Das Oelzuflufsrohr wird durch jenes Ausblaserohr nach dem Verdampfer geleitet, so dafs
eine erhebliche Wärmemenge den entweichenden Verbrennungsproducten entzogen wird.
Das eben erwähnte, sich glockenförmig erweiternde Mundstück reicht bis nahe zur Oberfläche
des Wassers in dem gedachten Behälter, schwächt das von den austretenden Gasen erzeugte
Geräusch zum Theil ab und bewirkt eine gewisse Verdampfung des Wassers. Der so gebildete Dampf kann dazu benutzt werden,
das OeI in dem Oelbehälter zu erwärmen, bevor dasselbe in den Verdampfer gelangt. In
der Dampfleitung ist eine Absperrvorrichtung anzuordnen, so dafs bei Anwendung leichter
oder fluchtiger OeIe die Erwärmung des Oeles fortfällt und man direct in die Atmosphäre
ausblasen läfst. Auf diese Weise kann die Maschine sowohl mit leichten, als auch mit
schweren Oelen arbeiten. Für sehr schwere OeIe kann das Reservoir aus Röhren bestehen,
welche eine gröfsere Oberfläche darstellen.
Diese Röhren werden zweckmäfsig in dem Wasser des Ausblasebehälters angeordnet. Die
Verbrennungskammer, sowie die einer Erwärmung ausgesetzten Theile werden bei solcher
Maschine zweckmäfsig mit einem zugänglichen Gehäuse umgeben, das gegen den Einflufs der
Witterung schützt.
Der beschriebene Motor kann auch mit einem Gaserzeuger für Kohlen- oder Wassergas
in folgender Weise verbunden werden: Anstatt die zur Reinigung des Cylinders benutzte
Luft mit den Verbrennungsproducten wie bei der Anwendung von Petroleum ins Freie ausströmen zu lassen, werden die Ventile
so eingerichtet, dafs diese Luft dem Gaserzeuger zugeführt wird an Stelle des sonst durch das
Gebläse erzeugten Windes. Das im Gaserzeuger so entwickelte Gas kann durch dieselben
Röhren und Ventile dem Arbeitscylinder zugeführt werden, so dafs man unter Beibehaltung
des Oelverdampfapparates die Maschine nach Belieben mit Petroleum oder Gas abwechselnd
arbeiten lassen kann. Auf diese Weise ist man in der Lage, auch bei Petroleummangel
mittelst festen Brennstoffes die Maschine zu betreiben, was in manchen Fällen von grofsem Vortheil sein kann. Auch läfst
sich gewöhnliches Leuchtgas zum Betriebe der Maschine benutzen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine im Sechstakt mit Petroleum oder anderen Kohlenwasserstoffen betriebene Maschine, gekennzeichnet durch:die Anordnung von Ringen oder Scheiben auf der Spindel des Einlafsventils (b*) für die Mischung von Gas und Luft derart, dafs dieselben beim Oeffnen des Ventils in die Ventilöffnung treten;
die Einschnürung der Oelzuflufsröhren und die Ausfüllung derselben mit kleinen Drahtstücken, Schrot oder dergleichen, zu dem Zweck, die vorher noch nicht verdampften Oeltheilchen durch Einschaltung eines künstlichen Widerstandes zur Verstäubung zu bringen und Verlust an Petroleum oder sonst verwendetenKohlenwasserstoffdämpfen möglichst zu vermeiden.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE52457C true DE52457C (de) |
Family
ID=327174
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT52457D Active DE52457C (de) | Im Sechstakt arbeitende Petroleummaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE52457C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19631799A1 (de) * | 1996-08-07 | 1997-01-02 | Stefan Bauch | Hubkolbenmotor mit 6 Arbeitstakten mit hohem Wirkungsgrad durch Restwärmenutzung |
-
0
- DE DENDAT52457D patent/DE52457C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19631799A1 (de) * | 1996-08-07 | 1997-01-02 | Stefan Bauch | Hubkolbenmotor mit 6 Arbeitstakten mit hohem Wirkungsgrad durch Restwärmenutzung |
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