DE29138C - Gasmotor welcher sein explosionsgemisch selbst bereitet - Google Patents

Gasmotor welcher sein explosionsgemisch selbst bereitet

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DE29138C
DE29138C DE188429138D DE29138DA DE29138C DE 29138 C DE29138 C DE 29138C DE 188429138 D DE188429138 D DE 188429138D DE 29138D A DE29138D A DE 29138DA DE 29138 C DE29138 C DE 29138C
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Germany
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gas
air
atmospheres
cylinder
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Expired
Application number
DE188429138D
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English (en)
Inventor
Friedrich Wilhem Rachholz
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02MSUPPLYING COMBUSTION ENGINES IN GENERAL WITH COMBUSTIBLE MIXTURES OR CONSTITUENTS THEREOF
    • F02M17/00Carburettors having pertinent characteristics not provided for in, or of interest apart from, the apparatus of preceding main groups F02M1/00 - F02M15/00
    • F02M17/18Other surface carburettors
    • F02M17/20Other surface carburettors with fuel bath
    • F02M17/22Other surface carburettors with fuel bath with air bubbling through bath

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Feeding And Controlling Fuel (AREA)

Description

cry
kaiserliches
PATENTAMT.
Bei dem auf beiliegender Zeichnung in Fig. 1 bis 5 dargestellten Motor findet statt:
a) die Compression des Explosionsgemisches vor dessen Eintritt in den Cylinder und
b) als mittelbare Folge hiervon in Verbindung mit einem eigenthümlichen Einlafsschieber die jedesmalige Füllung und Entzündung bei einmaliger Umdrehung der Hauptwelle, mithin eine Kraftäufserung bei jedem Kolbenhub.
Die bekannten Gasmaschinen lassen entweder ihr Explosionsgemisch ohne Compression zur Verbrennung gelangen, wodurch einestheils eine gröfsere Gasmenge verbraucht wird, anderentheils die (eine gröfsere Gas-) Kraftäufserung eine wesentlich geringere ist als bei Verwendung comprimirter Gase, oder die Compression findet erst im Cylinder durch Niedergang des Kolbens statt, wie bei den Deutzer Gasmotoren, wodurch bei einfach wirkenden- Maschinen nur eine Kraftäufserung auf zwei Umdrehungen erfolgt, also nur halb wirkend sind.
Um den der vorliegenden Construction eigenthümlichen Unterschied von dem bisher Bekannten kurz zu bezeichnen, ist der Ausdruck »Hochdruck - Gasmotor« gewählt worden, worunter also, ähnlich wie bei den Dampfmaschinen, die volle Wirkungsweise bei einfacher Cylinderanordnung verstanden werden soll.
Bunsen hat in seiner »gasometrischen Methode« darauf hingewiesen, dafs sich die Compression der indifferenten Gase auf 3 Atmosphären Spannung am wirksamsten zeigt, und findet sich diese Angabe in der Praxis bestätigt. Bei der vorliegenden Maschine wird infolge der getroffenen Einrichtungen die angegebene Spannung möglichst eingehalten und können als maximale Grenze 3, als minimale 2 Atmosphären gelten.
Die Bereitung des Explosionsgemisches geschieht auf die bekannte Art durch Pressung atmosphärischer Luft durch flüssige Kohlenwasserstoffe, als Petroleum, Naphtha, Benzin, Ligroin etc., deren flüchtige Producte mit mehr atmosphärischer Luft explosible, mit weniger brennbare Gase bilden. Sämmtliche benutzbaren Kohlenwasserstoffe und deren Gemische sollen unter dem allgemeinen Namen »Gasöle« verstanden werden und das Explosionsgemisch zum Unterschied von den durch Verdampfung gewonnenen Oelgasen mit dem Namen »Luftgas« bezeichnet werden.
Die Gasbereitungsanlage besteht aus einem Bassin mit vier Kesseln, von denen drei auf einen Druck von 5 Atmosphären geprüft sind. Diese drei gehören zur Luftgasbereitung, während der vierte zur Bereitung von Brenngas für die Heiz- und Zündflammen dient.
Der Cylinder des Motors ist an seinem oberen Ende geschlossen und mit einem Ein- und Auslafsventil υ υ1 versehen. Atmosphärische Luft wird von hier aus nach dem Luftkessel G gedrückt und hier auf 2 bis 3 Atmosphären comprimirt, zu welchem Zweck auf dem Zuleitungsrohr 0 ein Sicherheitsventil angebracht ist, welches für diese Spannung belastet ist.
Der Druck von 2 bis 3 Atmosphären wird nun für das Gas bis zu seiner Entzündung bei behalten und ist sowohl im Oelkessel G1 als im Gasbehälter JR. anzutreffen und befindet sich somit sowohl über als unter dem OeI der obenerwähnte Druck.
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Die im Luftkessel G comprimirte Luft, durch das Rohr oJ nach dem Boden des Oelbehälters G1 geleitet, steigt durch das Gasöl in Blasen nach oben und wird durch das Rohr i>2 nach dem Gasbehälter R überführt, um von hier mittelst der Rohrleitung α nach dem Schieber H und dem Cylinder fortgeleitet zu werden.
Der vierte in der Gasbereitungsanlage ange-Qrdnete Kessel B ist ebenfalls mit Gasölen theilweise gefüllt und wird demselben durch das Rohr u, und zwar auch nach dem Boden des Behälters Luft durch den Ventilator V, der seinen Antrieb von der Hauptwelle erhält, zugeführt, welche aber keine oder nur geringere Spannung hat. Die durch das OeI aufsteigende und sich mit Oelproducten schwängernde Luft dient zur Speisung der Zündflammen im Schieber H und der unter den Kesseln B G1 R angebrachten Heizflammen Z, welch letztere aber nur bei besonderen Fällen, z. B. Aufstellung im Freien oder bei grofser Kälte, zur Anwendung kommen.
Betrieb des Motors.
Die Maschine habe den in der Zeichnung dargestellten Stand; man dreht das Schwungrad s vorwärts, wodurch der Kolben im Cylinder sich hebt. Gleichzeitig hat die Radübersetzung r rl den unter dem Cylinder angeordneten Hahn H gedreht und den Einlafs von Luftgas aus dem Reservoir R durch das Rohr a geöffnet, ebenso einen Luftzutritt aus dem Luftkessel G durch das Rohr c. Beide vermischen sich im Hahn und gelangen durch die Einströmungsöffnung E nach dem Cylinder. Bei weiterer Drehung des Schwungrades öffnen sich die Einströmungen für das Vermittelungs- und das Zündgas durch die Rohre b und ζ1, welchen in Verbindung mit der durch Rohr c geleiteten , im Kegelinnern befindlichen Zündflamme £2 die Aufgabe zufällt, die Entzündung des Explosionsgemisches im Cylinder zu bewirken, und zwar nach Oeffhung des Zündloches ebenfalls durch den vorerwähnten Hahn H.
Die durch die Entzündung des in den Cylinder unter 2 bis 3 Atmosphären eingeströmten Gasgemisches erfolgende Explosion macht dasselbe expandiren, und es jagen die expandirenden Gase den Kolben weiter vorwärts bis zu seinem höchsten Punkt, zu welcher Zeit durch den Hahn H wieder die Auslassöffnung geöffnet wird, und entweichen die abgehenden Explosionsproducte durch Rohr g nach aufsen.
Bei Aufgang des Kolbens wiederholt sich die Füllung des Cylinders mit comprimirtem Gasgemisch und erfolgt bei !/4 des Hubes die Explosion, so dafs mithin auf jeden Kolbenhub und jede Umdrehung der Hauptwelle eine Füllung, eine Entzündung und eine Explosion erfolgt. Da bei 2 bis 3 Atmosphären Spannung und '/4 Cylinderfüllung eine geringere Menge Luft consumirt als producirt wird, entweicht der Ueberscliufs, soweit er nicht durch Versagen der Ventile oder Undichten absorbirt wird, durch das Sicherheitsventil auf dem Luftrohr 0, welches, wie bereits oben bemerkt, für 3 Atmosphären Spannung belastet ist, um eine höhere als diese Spannung in den Kesseln zu vermeiden.
Die Anordnung des Hahnes H, welcher aus drei Abtheilungen besteht und zehn verschiedene Wege öffnet und äbschliefst, sowie die Anordnung einer äufseren und inneren Zündflamme in Verbindung mit dem Vermittelungsgas, welches die Entzündung nach dem Cylinder überträgt, sind bedingt durch die Compression, unter welcher sowohl Luft als Gas einströmen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Vollwirkender Hochdruckmotor, welcher seiri Explosionsgemisch selbst bereitet, charakterisirt durch die gleichbleibende Spannung von 2 bis 3 Atmosphären der Luft und des Explosionsgemisches in den Kesseln G G1 R der Gasbereitungsanlage, im Hahn H und im Arbeitscylinder vor Entzündung der Charge, sowie durch die volle Wirkungsweise bei einfacher Anordnung des Cylinders und Kolbens durch einmalige unter 2 bis 3 Atmosphären Spannung erfolgende Füllung und Entzündung auf jeden Kolbenhub und jede Umdrehung der Hauptwelle.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE188429138D 1884-03-11 1884-03-11 Gasmotor welcher sein explosionsgemisch selbst bereitet Expired DE29138C (de)

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DE29138T 1884-03-11

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DE29138C true DE29138C (de) 1884-10-20

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2009040128A1 (fr) * 2007-09-25 2009-04-02 International Key Products S.A.R.L. Dispositif d'alimentation pour un moteur a combustion interne

Cited By (2)

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WO2009040128A1 (fr) * 2007-09-25 2009-04-02 International Key Products S.A.R.L. Dispositif d'alimentation pour un moteur a combustion interne
JP2010540821A (ja) * 2007-09-25 2010-12-24 ジェエルエフ・テクノロジー 内燃機関の為の供給装置

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