DE131002C - - Google Patents

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DE131002C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B28/00Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements
    • C04B28/02Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements containing hydraulic cements other than calcium sulfates
    • C04B28/10Lime cements or magnesium oxide cements
    • C04B28/105Magnesium oxide or magnesium carbonate cements

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Oxide Ceramics (AREA)
  • Dry Formation Of Fiberboard And The Like (AREA)

Description

PATENTAMT.
KLASSE 806.
Der Gegenstand vorliegender Erfindung bezieht sich auf die Herstellung einer Isolirmasse aus basischem Magnesiumcarbonat. Die Isolirmasse soll im Häuserbau zur Bekleidung von Wänden, ferner zum Auskleiden von Dampfkesseln und zu ähnlichen Zwecken dienen, und ihre Grundsubstanz ist ein basisch kohlensaures Magnesia, wie solches durch Gm el in und Kraut, 1886, S. 435 bekannt geworden ist, und das sich namentlich durch einen grofsen Gehalt an chemisch gebundenem Wasser auszeichnet.
Die im Handel vorkommenden Magnesiumcarbonate sind das sogen, leichte Carbonat (magnesia alba levis), das schwere Carbonat (magnesia alba ponderosa), welchen die gleiche durch eine der beiden Formeln ausgedrückte Zusammensetzung zugeschrieben wird,
3 Mg O
2 C O2 bezw.
3H2O
und das Mineral Magnesit Mg C O3.
Die neuen basisch kohlensauren Magnesiumcarbonate enthalten weniger Kohlensäure und mehr chemisch gebundenes Wasser wie die bisher bekannten, und ihre Zusammensetzung wird aus folgender Tabelle ersichtlich:
3 Mg O η Mg O
3 Mg O
5 Mg O 6Mg O 6Mg O
4 Mg O
2 C O.y
2 C Ol
5 H2 O
ι of/, 0
ι C O2 \H20
2 C O2 8H2O
ι C O2 8H2O
4 C O2 9H2O
2 C O2 5 H2 0.
Zu ihrer Herstellung verfährt man zweck-' rnäfsig wie folgt:
Ein Theil gut gepulverter calcinirter Magnesit wird mit ca. 20 Theilen Wasser zu einem Brei angerührt und in diese Masse im Druckgefäfs unter stetem Rühren bei ungefähr 5 Atmosphären Druck Kohlensäure eingeleitet.
Das Einleiten von Kohlensäure wird unterbrochen, um die Bildung von normalem Carbonat zu vermeiden, sobald die Masse weniger wie einen Gewichtstheil C O0 aufgenommen hat. Darauf wird das Ganze einige Zeit auf ungefähr 700 erwärmt, filtrirt, getrocknet und dann durch Druckpressen bei einem Druck von 80 bis 200 kg auf den Quadratcentimeter in die gewünschte Form gebracht.
Die so gewonnene Masse kann direct als Isolirmasse Verwendung finden; zwe.ckmäfsig ist es jedoch, derselben ein faseriges Material, wie Asbest, Papier, Sägemehl, Pflanzenfaser etc. unterzumischen.
Am besten geeignet hierfür hat sich Asbest gezeigt. .
Die faserige Masse kann den fertig gebildeten basischen Magnesiumcarbonaten untergemischt werden, die Zugabe derselben kann aber auch zum Ausgangsmaterial, dem calcinirten Magnesit, oder während des Carbonisirungsvorganges selbst erfolgen.
Wird Asbest benutzt und derselbe direct zu dem calcinirten Magnesit gegeben, so verfährt man z. B. wie folgt:
40 kg gepulverter calcinirter Magnesit, 6 kg Asbest und 500 1 Wasser werden innig gemischt. In die Masse wird unter den oben beschriebenen Bedingungen bei
ungefähr 5 Atmosphären Druck Kohlensäure oder kohlensäurehaltige Gase eingeleitet, bis der gewünschte Sättigungspunkt erreicht ist. Die Weiterverarbeitung geschieht genau in der im ersten Beispiel angegebenen Weise;
Die basisch kohlensaure Magnesia scheint nach dem Pressen eine chemische Einwirkung auf den Asbest auszuüben, die zum Erhärten der Masse beträchtlich beiträgt. Als Beweis für diese Hypothese mag Folgendes angeführt werden.
Wird direct nach dem Pressen die geformte, aus Asbest und basischen Magnesiumcarbonaten bestehende Masse mit verdünnter Salzsäure behandelt, so löst diese nur die Carbonate auf; tritt dieselbe Behandlung aber erst nach längerer Zeit, wenn also die beiden Substanzen schon länger in inniger Berührung gewesen sind, ein, so entzieht die verdünnte Salzsäure auch dem beigemengten Asbest Magnesia. Es ist aber bekannt, dafs Asbest unter gewöhnlichen Umständen von verdünnter Salzsäure nicht angegriffen wird.
Die nach beiden Verfahren gewonnene Masse eignet sich vorzüglich für die vorgesehenen Zwecke, dieselbe ist sehr leicht, elastisch, widerstandsfähig und verträgt die roheste Behandlung und hält die strengsten Proben, den ein Material zum Auskleiden ·. von Wänden, Decken etc. unterworfen werden kann, aus.
Die Masse ist ferner feuerbeständig, nicht leitend für Wärme und Schall und kann wie Holz gesägt und genagelt werden.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Verfahren zur Herstellung einer Isolirmasse aus basischem Magnesiumcarbonat, das weniger Kohlensäure als das normale Carbonat (Mg C O3) und mehr chemisch gebundenes Wasser als das Carbonat des Handels enthält, dadurch gekennzeichnet, dafs man auf calcinirten Magnesit in Gegenwart von Wasser Kohlensäure in geringerem Mafse einwirken läfst, als zur Bildung des normalen Carbonate erforderlich ist und die Masse auf eine 70 ° C. nicht übersteigende Temperatur erhitzt, filtrirt und in Formen preist.
  2. 2. Eine Ausführungsform des unter 1. gekennzeichneten Verfahrens, wonach der Masse Asbest untergemischt wird, welcher entweder zum Ausgangsmaterial, oder während des Carbonisirverfahrens oder zum fertigen Product zugegeben wird.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1283729B (de) * 1964-09-18 1968-11-21 Oesterr Amerikan Magnesit Verfahren zur Herstellung von Briketts mit hoher Festigkeit aus Magnesiumverbindungen

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