DE130511C - - Google Patents

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DE130511C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01LCYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
    • F01L29/00Reversing-gear
    • F01L29/04Reversing-gear by links or guide rods

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Control Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft eine Kulissensteuerung für umsteuerbare Expansionsdampfmaschinen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Steuerung für derartige Schieber zu schaffen, durch welche das Einlassen und Absperren des Dampfes sehr schnell vor sich geht, wobei die Voreilung für alle Füllungsgrade dieselbe bleibt und die Bewegung des Schiebers eine sehr genaue und zuverlässige ist.
Bei der neuen Steuerung wird von dem Steuergestänge zwecks Vergrößerung des Hubes die Bewegung mittels eines zwischengeschalteten drehbaren Hebels auf den Schieber übertragen. Der Zwischenhebel steht drehbar mit dem Gleitbacken der Kulisse in Verbindung und besitzt einen kürzeren und einen längeren Arm. Der kürzere Arm ist mit der Schieberstange und der längere Arm mit dem Umsteuerhebel verbunden. Die Erfindung umfafst neue Hilfsmittel zum Anschlieisen des Steuergestänges derart, dafs die Zapfen zum Anschliefsen der Hängestangen und die der Excenterstangen so angeordnet sind, dafs ihre Mittellinien die Bahn schneiden, in welcher sich die Mittellinie des Kulissengleitbackens bewegt. Diese Zapfen werden nicht von der Kulisse selbst getragen, sondern von einem Paar Wangen, die zu beiden Seiten der Kulisse mit dieser befestigt sind und mit ihr zusammen sich bewegen.
Fig. ι zeigt die Vorderansicht des gesammten Steuerungsgetriebes in der Mittelstellung. Fig. 2 zeigt die Endansicht der Kulisse theilweise im Schnitt, Fig. 3 zeigt die Seitenansicht und Fig. 4 den wagerechten Schnitt der Steuerung, wie sie sich insbesondere- für Schiffsmaschinen eignet.
In Fig. ι sind die Mittellinien der Excenter für die Rückwärts- und Vorwärtsbewegung und die des Kurbelzapfens durch Punkte α b c angedeutet. Die Kulisse d ist zu beiden Seiten durch Bolzen oder Niete f mit einer Wange e verbunden. Diese Theile bilden einen festen zusammenhängenden Rahmen, wobei die Wangen durch Zwischenstücke in einer bestimmten Entfernung von der Kulisse d gehalten werden, um beim Betriebe den verschiedenen Theilen Durchgang zu gewähren.
Die Platten oder Wangen e gewähren die Möglichkeit, dafs die Zapfen, an welchen die Kulisse hängt, und diejenigen, an welchen die Excenterstangen mit der Kulisse in Verbindung stehen, stets mit ihren Mittellinien die Mittellinie der Kulisse schneidet. Durch diese Zapfenanordnung wird stets eine genauere und gleichmäfsigere Wirkung der Schieber erzeugt, als wenn die Excenterstangen mit der Kulisse hinter dem Schlitz, befestigt wären. Die Anordnung der seitlichen Platten oder Wangen an der Kulisse ermöglicht auch die Anwendung von einem Paar schwingender Hebel öder Träger, welche zusammen als ein zusammenhängender Körper arbeiten, um die Kulisse zu tragen. Auf diese Weise wird das Gewicht des Gestänges besser getragen, insbesondere da, wo ein beschränkter Raum vorhanden ist, wie beispielsweise dies bei Lokomotiven mit inneren (Zylindern und Ventilkästen der Fall ist.
Die genannten Wangen e sind aufsen mit dem Zapfen g zum Anschlufs an die Hänge-
Stangen h versehen. Die Hängestangen h sind an einem festgelagerten Bolzen i drehbar angebracht. Die Wangen sind an der Innenseite mit Zapfen j für den Angriff der Excenterstange k für die Vorwärtsbewegung und ferner mit Zapfen / für die Excenterstange m für die Rückwärtsbewegung ausgestattet. Der aus der Kulisse d, den Wangen e und Bolzen f bestehende Rahmen vermag somit frei auszuschwingen.
In der Kulisse d ist die Gleitbacke η verschiebbar angebracht, .welche mit einem Bolzen ο zum Verbinden des Gleitbackens mit dem Zwischenhebel ρ ausgerüstet ist. Der Hebel ρ besteht aus zwei gleichen symmetrischen und parallel zu beiden Seiten der Kulisse laufenden Theilen, welche zwischen der Kulisse und je einer Wange e liegen. Der Hebel ρ sitzt drehbar an dem Zapfen q eines von der schwingenden Welle s der Umsteuervorrichtung getragenen Armes r, wodurch die Lage des Gleitbackens η in der Kulisse b, je nachdem der Füllungsgrad geändert werden oder die Maschine umgesteuert werden soll, eingestellt werden kann.
Der Hebel ρ besitzt über den Zapfen ο des Gleitbackens hinaus eine Verlängerung oder einen kurzen Arm, an welchem der Zapfen t für die Schieberstange u befestigt ist. Da der Zapfen t von dem Zapfen q weiter entfernt ist als der Bolzen o, durch welchen dem Hebel ρ durch die Excenterstangen k m, die Wangen e, die Kulisse d und den Gleitbacken η die Bewegung ertheilt wird, ist der Hub des Schiebers gröfser, als wenn die Schieberstange u unmittelbar mit dem Bolzen ο verbunden wäre. Die in den Fig. 3 und 4 gezeigte Anordnung unterscheidet sich von der in den Fig. 1 und 2 gezeigten nur dadurch, dafs die der Abnutzung unterworfenen Theile der Abnutzung entsprechend eingestellt werden können, wie dies bei Schiffsmaschinen üblich ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Kulissensteuerung mit an einem festen Punkt aufgehängter Kulisse, dadurch gekennzeichnet, dafs die Kulisse (d). zu beiden Seiten mit Platten oder Wangen (e) ausgerüstet ist, welche einerseits drehbar mit der Hängestange (h), andererseits mit den Excenterstangen fm k) durch Zapfen in Verbindung stehen, deren Mittellinien die Mittellinie der Kulisse (d) schneiden, so dafs Unregelmäfsigkeiten in der Wirkungsweise vermieden werden und gleichzeitig die Kulisse in ihrer vollen Länge benutzt werden kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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