DE130508C - - Google Patents

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DE130508C
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    • GPHYSICS
    • G02OPTICS
    • G02BOPTICAL ELEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS
    • G02B5/00Optical elements other than lenses
    • G02B5/04Prisms

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Optics & Photonics (AREA)
  • Optical Elements Other Than Lenses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Von den Prismensystemen, die bildumkehrend wirken, ohne die Sehrichtung zu ändern, ergeben diejenigen, die den Achsenstrahl in einer Ebene führen, eine flache Form des Glaskörpers, die für manche Zwecke vortheilhaft ist. Sie sind ohne Ausnahme von dem bildumkehrenden, aber die Sehrichtung ablenkenden Amici'schen Tetraeder dadurch abgeleitet, dafs man seinen in der Achsenebene dachförmig zusammenstofsenden beiden total. reflectirenden Flächen, um ohne Verzicht auf die achsensenkrechten Ein- und Austrittsflächen die Sehrichtung wieder herzustellen, eine Anzahl Paare reflectirend.er ebener Flächen hinzufügte.
Innerhalb dieser Klasse von bildumkehrenden Prismenanordnungen ist eine aus zwei Arten bestehende Gruppe bekannt geworden, die auch den zwei weitergehenden Forderungen genügt, dafs den beiden am »Dach« erfolgenden Totalreflexionen nur noch ein Paar von Reflexionen hinzugefügt ist und dafs diese beiden Reflexionen ebenfalls totale sind. Die eine Art dieser Gruppe, zugleich die frühest entstandene der ganzen Klasse, mit je einer Totalreflexion vor und hinter dem Dach, wurde von der Erfinderin angegeben und ist im »Vereinsblatt der Deutschen Gesellschaft für Mechanik und Optik« 1895, Nr. 10, in zwei Ausführungsformen veröffentlicht. Die andere Art, mit beiden Zusatzreflexionen vor oder mit beiden hinter dem Dach, ist in der Patentschrift 94450 (Sprenger) beschrieben worden.
Die Erfindung erhöht den praktischen Werth der Prismenanordnungen dieser Gruppe (mit vier nur totalen Reflexionen, wovon zwei auf einander folgende an einem Dach), indem sie ihr Glasvolumen, und dadurch neben ihrem Raumbedarf und ihrem Gewicht den Aufwand an Material und Arbeit erheblich vermindert. Zu diesem Zweck wird die eine dem Dach unmittelbar vorausgehende oder ' folgende reflectirende Fläche in der Richtung verlängert, dafs die Verlängerung von den vom Dach kommenden bezw. zu ihm gehenden Strahlen passirt wird, zugleich aber wird das Dach in solcher Nähe dieser reflectirenden Fläche und mit solcher Neigung zu ihr angeordnet, dafs aufser der Verlängerung der zur Reflexion benutzten Fläche auch diese selbst theilweise dem' Durchtritt der Strahlen dient. Dabei ist die Durchtrittsrichtung des Achsenstrahles keine senkrechte, sondern derart schräg, dafs seine Neigung zur Dachfirst recht grofs ist. Die Ablenkung der Strahlen infolge Brechung wird bei diesem schrägen Durchtritt dadurch wieder aufgehoben, dafs die Durchtrittsfläche nur durch eine dünne Luftschicht von dem gegenüberliegenden Theil des Prismensystems getrennt ist.
Die Zeichnung zeigt vier Ausführungsformen der Erfindung, die erste in Seitenansicht (Fig. 1) und Grundrifs (Fig. 2), die drei übrigen je in einer Seitenansicht (Fig. 3, 4 und 5). Der eingetragene Strahl ist nicht der Achsenstrahl, sondern ein diesem paralleler seitlicher Strahl.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 und 2 ist die eine zusätzliche reflectirende Fläche I vor, die andere IV hinter dem Dach II, III angeordnet. Die Fläche I gehört demselben Prisma a an wie das Dach II, III und dient in der beschriebenen Weise zugleich als Durchtrittsfläche, weshalb., ihr das zweite Prisma b, dem die
Fläche IV angehört, bis auf eine dünne Luftschicht nahegerückt ist.
Die Ausführungsform nach Fig. 3, bei welcher beide Zusatzreflexionen vor dem deshalb hier als III, IV bezeichneten Dach stattfinden, entsteht aus derjenigen nach Fig. 1 und 2, wenn man das Prisma b durch einen zum Achsenstrahl senkrechten Schnitt in zwei Prismen b1 und b2 zerlegt und das äufsere Prisma b'2 an die bisherige Eintrittsfiäche des Prismas α ankittet.
Von den beiden Ausführungsformen nach Fig. 4 und 5 zeigt die erste je eine total reflectirende Fläche vor und hinter dem Dach, die andere beide Flächen vor dem Dach. Bei beiden Anordnungen ist die Richtung des Achsenstrahles, in welcher er vom Dach kommend nach der dünnen Luftschicht geht, senkrecht zu derjenigen, in welcher er auf die reflectirende Fläche unmittelbar vor dem Dach traf, und das durch die dünne Luftschicht von dem Dachprisma getrennte Prisma wieder in zwei Theile getheilt, b3 und £4, von denen sich 2»4 als ein gewöhnliches rechtwinkliges Reflexionsprisma ergiebt und das eine Mal hinter bs, das andere Mal vor angeordnet ist. Sein Abstand von b3 bezw. läfst sich beliebig ändern. Beim Abstand Null wird das Prisma £4 in Fig. 4 in einem Stück mit b3 ausführbar, in Fig. 5 zweckmäfsig mit verkittet.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Prismensystem zum Umkehren des Bildes ohne Aenderung der Sehrichtung, mit vier nur totalen Reflexionen, von denen zwei an einem sogen. Dach stattfinden, dadurch gekennzeichnet, dafs — um das Glasvolumen des Systems zu vermindern — die eine unmittelbar vor oder hinter dem Dach angeordnete refiectirende Fläche nicht nur in ihrer der Reflexion nicht mehr dienenden Verlängerung, sondern theilweise auch in dem reflectirenden Theile von den vom Dach kommenden bezw. zum Dach gehenden Strahlen durchsetzt wird, wobei der Achsenstrahl vom senkrechten Durchtritt im Sinne stärkerer Neigung gegen die Dachfirste abweicht, und dafs zur Wiederaufhebung der Strahlenablenkung, die an der Durchtrittsfläche statthat, diese Fläche nur durch eine dünne Luftschicht von dem gegenüberliegenden Theil des Prismensystems geschieden ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US12313857B2 (en) 2019-01-11 2025-05-27 Carl Zeiss Ag Optical system for imaging an object, and method for operating the optical system

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US12313857B2 (en) 2019-01-11 2025-05-27 Carl Zeiss Ag Optical system for imaging an object, and method for operating the optical system

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