DE130187C - - Google Patents
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- DE130187C DE130187C DENDAT130187D DE130187DA DE130187C DE 130187 C DE130187 C DE 130187C DE NDAT130187 D DENDAT130187 D DE NDAT130187D DE 130187D A DE130187D A DE 130187DA DE 130187 C DE130187 C DE 130187C
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- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01C—MEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
- G01C3/00—Measuring distances in line of sight; Optical rangefinders
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 42 c.
Zwei prismatische Gläser, die sich um ihre Achse im entgegengesetzten Sinne drehen
können, geben bekanntlich eine vollständige Refraction, deren Werth zwischen der Summe
und der Differenz des Refractionswerthes der einzelnen Prismen schwankt (Fig. 1 bis 4).
Falls genannte Prismen in der Rotationsachse durchbohrt sind (Fig. 6) und man gleichzeitig
einen Gegenstand durch das Loch und durch das Prisma beobachtet, so wird man mit
einem einzigen Auge zwei Bilder sehen (Fig. 5). Diese Bilder werden sich von einander durch
die entgegengesetzte Drehung der Prismen entfernen und werden dadurch ein Mittel geben,
um die Entfernung des Gegenstandes vom Beobachter zu messen, falls die Gröfse des
Objectes bekannt ist.
Fig. 7 ist eine schematische Darstellung zweier in entgegengesetzter Richtung um dieselbe
Achse rotirender Prismen, wobei von einer Stellung ausgegangen wird, in welcher
die von jedem Prisma hervorgerufene Strahlenablenkung horizontal und entgegengesetzt gerichtet
ist.
In einer solchen Stellung vermindert sich die Verschiebung des Bildes, da sie für die
beiden Prismen gleich und entgegengesetzt ist, auf o°. Dreht man jedes der Prismen in entgegengesetzter
Richtung um die. "Winkel α β γ, so gleichen sich die Horizontalverschiebungen
des Bildes immer gegenseitig aus, während die Verticalverschiebungen sich addiren und Werthe
annehmen, welche sin α, sin β, sin γ proportional sind.
" Da die Bilderverriickunge'n proportional dem Sinus des Drehungswinkels sind,. so werden
sie, wenn der Drehungswinkel in der Nähe von o° sich befindet, sehr grofs, dagegen sehr
klein, wenn der Drehungswinkel nahezu 900 beträgt. Infolge dessen wird die Ablesung für
grofse Entfernungen, welche kleinen Bilderverrückungen entsprechen, infolge der Kleinheit
der Gradtheilung sehr unvollkommen sein.
Um diesen Umstand zu Gunsten des Apparates zu verwenden, wird nach vorliegender
Erfindung zwischen die drehbaren Prismen einfestes Prisma oder Prismensystem gesetzt
(Fig. 8 bis 13), dessen Refractionswerth gleich der Summe der Refractionswerthe der zwei
beweglichen Prismen ist. Dann wird das Ganze einen Refractionswerth= ο haben,
wenn die beweglichen Prismen —■ wie in Fig. 8 und 9 angedeutet ist ■— um das feste
Prisma gedreht sind.
Von dieser Anfangsstelle ausgehend, wird der Refractionswerth des Ganzen für eine
Rotation der beweglichen Prismen von 1, 2, 3 bis 900 proportional sein mit 1 — sin 89° etc.,
d. h. proportional mit dem Sinusversus der Drehungswinkel, daher sehr langsam zunehmen
im Anfang und immer rascher wachsen bis zu 900.
Aufserdem ist die Möglichkeit vorhanden, die weitere Drehung der beweglichen Prismen
bis auf i8o° zu benutzen (Fig. 12 und 13).
Ueberdies erreicht man in dem beschriebenen
Instrument durch eine sichtbare Drehung eines der beweglichen Prismen gegen das andere
auch eine Verdoppelung der Drehungswinkel und die Beseitigung der durch mechanische
; Ungenauigkeit des Instrumentes entstehenden
'!Fehler -,
Die drei Prismen cfe (Fig. 14) sind in drei
Metallringen befestigt, die ihrerseits in einem Metallrohr d gelagert sind, mit dem Unterschied,
dafs das mittlere fest ist und die beiden äufseren drehbar sind.
Die Drehbewegung dieser zwei äufseren Ringe c und e in ihrem Rohrgehäuse, ge^
schieht vermittelst eines gezahnten Kegelstumpfes V (Fig. 14 bis 16), welcher von Hand
bewegt wird, d. h. man kann mit Drehung dieses Kegelrades eine entgegengesetzte Rotation
der beiden Prismen erreichen.
Das Gehäuse k hat eine äufsere Form, die aus Fig. 14 bis 16 ersichtlich ist.
Auf einem der beiden Metallringe ist eine Gradtheilung angebracht, am anderen Metallringe
ein Zeiger i befestigt, welcher rings um das Gehäuse geht und erlaubt, in jedem Augenblick
die gegenseitige Verschiebung der zwei Prismen abzulesen. Die Verschiebung dieses
Zeigers, bezogen auf die Gradtheilung, hängt von der entgegengesetzten Rotation der beiden
beweglichen Prismen ab, d.h. während der Zeiger nach rechts geht, weicht die Gradtheilung
nach links aus, und umgekehrt. Hat also: der Zeiger absolut nur i8o° zurückgelegt,
so wird er an der Gradtheilung, weil diese sich auch absolut um i8o° (in entgegengesetztem
Sinne) gedreht hat, eiae Relativbewegung von 3600 ablesen lassen. Sobald die
beiden Bilder zusammenstofsen, zeigt der Zeiger auf der Gradtheilung die Entfernung des Objects
vom Beobachter an.
Um gröfsere Entfernungen, als mit freiem
Auge erkennbar, ermitteln zu können, wird
eine Vereinigung dieses Instrumentes mit einem Fernrohr oder besser mit einem Opernglas angezeigt
sein.
Die Befestigung des Apparates auf irgend
einem Fernrohr geschieht von Hand mittelst
Spannringes und Stellschraube in der in Fig. 17 angedeuteten Weise.
Obwohl das Instrument hauptsächlich zum Messen von Entfernungen bestimmt ist, auf
welche man ein Object von bekannter Gröfse hinstellen kann, so ist es doch auch möglich,
mit diesem Instrument Entfernungen von unzugänglichen Punkten oder dort zu messen,
wo Objecte von bekannter Gröfse nicht zur Verfügung stehen, und zwar mit Hülfe von
Spiegeln. .(Fig. 18 und 19).
In Fig. 18 ist in punktirten Linien der durch
Spiegel abgelenkte Weg der Lichtstrahlen bezeichnet.
Aus, Fig. 19 ist ersichtlich, wie man die
Entfernungen zwischen zwei entfernt liegenden unzugänglichen Punkten bestimmen kann, und
zwar mit Hülfe der beiden Spiegelpaare q r und st, wobei die Spiegel r und t die Strahlen
parallel zu den auf den Spiegeln q und s aufgefallenen
weitergeben.
In beiden Fällen kann der Entfernungsmesser zum Messen von Entfernungen ■— die sich
direct nicht messen lassen — dienen, indem wir eine neue Ablenkung durch Refraction der
durch den. einen Spiegel reflectirten. Strahlen erzeugen und gleichzeitig das Object direct
anzielen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Optischer Entfernungsmesser mit in-entgegengesetztem Sinne drehbaren Prismen, dadurch gekennzeichnet, dafs zwischen diesen drehbaren Prismen ein festes. Prisma angeordnet ist, dessen Refractionswerth gleich der Summe der Brechungswerthe der zwei beweglichen! Prismen ist, zum Zweck, ein günstiges Verhältnifs zwischen Bilderverrückungen und; Prismendrehungen zu erzielen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE130187C true DE130187C (de) |
Family
ID=398600
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT130187D Active DE130187C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE130187C (de) |
-
0
- DE DENDAT130187D patent/DE130187C/de active Active
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