-
Die Erfindung bezieht sich auf ein hydrodynamisch-mechanisches Wechsel-
und Wendegetriebe für den Fahrantrieb von Kraftfahrzeugen mit Nebenantrieb, wie
Hubvorrichtungen, welches =aus einem hydrodynamischen Kreislauf, der wenigstens
ein fest mit der Antriebswelle verbundenes Pumpenrad und ein hydraulisch durch dieses
angetriebenes Turbinenrad aufweist, und zwei Kupplungen besteht, deren eine Kupplungshälfte
bildendes Kupplungsgehäuse drehfest mit dem Turbinenrad verbunden ist und deren
Reibscheiben -drehfest auf--zwei. korrzentrischen Zwischenwellen angeordnet sind,
, wobei die Zwischenwellen Zahnräder eines Wechsel- und Wendegetriebes tragen, die
mit'Zahnrädern: auf parallelen Wellen so im Eingriff stehen, :daß die Zwischenwellen
in einander entgegengesetztem Drehsinne`mit vorgegebenem Geschwijüdigkeitsvefhältnis
umlaufen, wodurch mittels wahlweisem Schalten der Kupplungen eine Abtriebswelle
in dem einen oder anderen Drehsinne angetrieben werden kann.
-
Bei einem bekannten hydrodynamisch-mechanischen Wechsel- und Wendegetriebe
für den Fahrantrieb von Kraftfahrzeugen mit Nebenantrieb ist eine Koppelkupplung
außerhalb des eine Kupplungshälfte bildenden Kupplungsgehäuses angeordnet; diese
Ausführungsform benötigt relativ viel Raum (USA.-Patentschrift 2 861480). Bei einem
weiteren bekannten Strömungsgetriebe für Fahrzeuge ist zwar eine Kupplung in dem
eine Kupplungshälfte bildenden Kupplungsgehäuse drehfest mit dem Gehäuse verbunden,
jedoch weist dieses bekannte Getriebe keinen- -auf den hydrodynamischen Kreislauf
einwirkenden Steuerschieber auf, so daß-die "weiter unten angegebene, der. Erfindung
zugrunde liegende Aufgabe mit diesem-ekannten Strömungsgetriebe nicht gelöst werden
kann (deutsche Auslegeschrift 1062 125).
-
Es ist zwar auch ein hydrodynamisches Strömungsgetriebe bekannt, dessen
Arbeitskreislauf durch Mittel beeinflußt werden kann. Diesem Getriebe sind jedoch
keine Kupplungen angeschlossen (franszösische Patentschrift 1267 ?1-1). -` -- -
- . -Weiterhin .ist ein Verbundgetriebe mit einem Strömungswandler bekannt, das
zur Unterbrechung des Kraftflusses -derart ausgebildet -ist, daß:-;die .entsprechende
Vorrichtung über die den Kraftfluß unterbrechende Stellung hinaus -in eine Bremsstellung
bewegt werden kann, in der das Turbinenrad (die Sekundärseite) des Strömungskreislaufs
ein -bremsendes Moment empfängt. Bei diesem Verbundgetrebe fehlt mindestens das-
Merkmal; daß-Kuppluigeri vörgesehen sind, deren mindestens eine Kupplungshälfte
bildendes -Kupplungsgehäuse --drehfest mit dem Turbinenrad verbunden ist (bekanntgemachte
deutsche Patentanmeldung-V 11'88-XII/47 h)-'- -Kein bekanntes Strömungsgetriebe:
ermöglicht eine Aufteilung der Antriebsmaschinenleistung für zweierlei Zwecke auf
einfachste Weise,. wobei noch Kupplungen in den Arbeitskreislauf eingeschaltet sind.
-
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Getriebe des eingangs
erwähnten Typs'sl.'älüngehend zu verbessern, daß unter Berücksichtigung eines möglichst
geringen Raumbedarfs die Möglichkeit geschaffen wird, die Antriebsmaschinenleistung
nicht nur für die Kraftfahrzeugfortbewegung, sondern auch für einen Nebenantrieb,
z. B. eine am Kraftfahrzeug angebrachte Hebevorrichtung, heranzuziehen und eine
möglichst einfache Aufteilung dieser--beiden Antriebe ini Bedarfsfall zu`gewährleisten:-
-Die Aufgabe wirst dadurch gelöst, das erfindungsgemäß die beiden 'Kupplungen und
der hydrodynamische Kreislauf (hydrodynamischer Drehmomentwandler) in an sich bekannter
Weise in einem mit Drucköl angefüllten, drehfest mit der Antriebswelle verbundenen
Wandlergehäuse angeordnet sind und, wie für sich bekannt, ein ringförmiger, in oder
vor das Pumpenrad einschiebbarer, den hydrodynamischen -Kreislauf (Arbeitskreislauf)
drosselnder Steuerschieber .vorgesehen ist. Alle Steuerungen können auf diese Weise
im hydrodynamischen Kreislauf vorgenommen werden, so daß die Kupplungen nie zu schleifen
brauchen und deshalb entsprechend leicht ausgeführt und z. B. Reibbeläge aus Papier
verwendet werden können; insbesondere kaün im hydrodynamischen Kreislauf ein abnutzungsfreier
Schlupf eingestellt werden; es ist auch dann möglich, die Antriebsmaschine mit hoher
Drehzahl laufen zu lassen, um ein rasches Heben zu erzielen, während zugleich eine..
geringe und regelbare Vortriebsgesehwindigkeit des Fahrzeuges erhalten wird.
-
Der Steuerschieber kann mittels einer Gabel und eines Druckringes
verschiebbar sein, und die Betätigung kann über -das -Bremspedal des Kraftfahrzeuges
erfolgen; der Steüersehieber kann aber auch -mit einem axial verschiebbaren, von
zwei Seiten gegenläufig beaufschlagbaren --Ringschieber -verbunden sein, dessen
eine Beaufschlagungsseite (Außenfläche) dem Arbeitskreislauf ausgesetzt und' dessen
andere Beaufschlagungsseite (Innenfläche) durch ein hydraulisches Druckmittel beaufschlagbar
ist.-Bei-dieser Ausführungsform ist zweckmäßigerweise für die Druckmittelzufuhr
zum Arbeitskreislauf eine Leitung vorgesehen, in der mehrere hintereinandergeschaltete
Ventile angeordnet sind und daß in einer Leitung zur Zuführung des Druckmittels
mit veränderbarem Druck zur Innenfläche des Ringschiebers ein Steuerkolben °eirigeschältet
ist, in dessdn ` einer Steuerstellung eine Verbindung zur Druckmittel 8ohen Druckes
führenden Leitung über einz'Leitung und in dessen anderer Steuerstellung eine Verbindung
zu einer Druckmittel niederen Druckes führenden Leitung herstellbar ist; hierbeikann
die letztgenannte Leitung über ein mit einer Feder belastetem Druckhalteventil mit
einem drucklosen Behälter in Verbindung stehen.
-
In --den Zeichnungen sind- in= der nachfolgenden Beschreibung näher
erläuterte Ausführungsbeispiele des - hydrodynamisch-mechanischen Wechsel- und Wendegetriebes
der Erfindung dargestellt. Es zeigt - -F i g.--1- -eine schematische Ansieht-
eines hydrodynamisch-mechanischen - Wechsel- und Wendegetriebes nach der' Erfindung-im
Längsschnitt, =-F i g. 2 eine gegenüber. der .Ausführungsform nach der F i g. 1
abgewandelte Ausführungsform, F i g. 3 und 4 einen der Steuerschieber für die Ausführungsform
nach F i g. 2 in zwei Stellungen und F i g. 5 eine Detail einer weiteren Ausführungsform
der Steuereinrichtung.
-
Das in F:i g..1 beispielsweise dargestellte hydrodynamisch-mechanische
Wechsel- und Wendegetriebe für ein Lastfahrzeug besitzt eine Antriebswelle 10 und
eine Abtriebswelle 11.
-
Die Antriebswelle 10 ist mit dem Wandlergehäuse 12 eines hydrodynamischen
Strömungswandlers C verbunden, dessen Pumpenrad P an dem Wandlergehäuse.
12
-angeordnet :ist, dessen. Turbinenrad T mittels einer. Nabe 13 drehbar um eine feste
Hülse=14 gelagert ist und dessen Leitrad.R mit -der Hülse,H durch einen Freilauf
15 verbunden ist..
-
Eine im Inneren des. Wandlergehäuses 12 angeordnete Trommel 16 ist
an ihrem inneren Umfang 17 mit dem Turbinenrad T verschraubt. Die ebenen gegenüberliegenden
Wände 18 und 18' der Trommel bilden Platten zur axialen Abstützung für zwei Kupplungen
19 und 19',-von denen jede: außerdem eine axial bewegliche Druckplatte
20 und . 20' und eine Reibscheibe 21 und 21' -aufweist, welche jeweils
zwischen der Wand 18 bzw.18' und der Druckplatte 20 bzw. 20' eingespannt
werden kann.. Die Reibscheibe 21 der Kupplung 19 ist mit einer hohlen
Zwischenwelle 22 gekuppelt, die sich innerhalb der Hülse 14 erstreckt, während.
die Reibscheibe 21' der Kupplung 19' mit einer weiteren Zwischenwelle 22' gekuppelt
ist, die sich innerhalb der hohlen. Zwischenwelle 22 erstreckt.
-
Die hohle Zwischenwelle 22 trägt ein Zahnrad 23, welches mit einem
mit der Abtriebswelle 11 drehfest verbundenen Zahnrad 24_ im Eingriff: steht, während
,die Zwischenwelle 22' ein-Zahnrad 25. trägt, das mit einem Umkehrkreis 26 kämmt;
- das -seinerseits mit einem mit der Abtriebswelle 11 drehfest verbundenen Zahnrad
27 im Eingriff steht; so daß bei einer Drehung der Abtriebswelle 11 sich die Zwischenwellen
22 und 22' entgegengesetzt zueinander drehen. .
-
Das Betätigen der Kupplungen 19 und 19' erfolgt hydraulisch, und ferner
sind Tellerfedern 28 und 28' vorgesehen, die das Bestreben haben, die Kupplungen
19 und 19' ausgerückt zu. halten. Bei dem Ausführungsbeispiel verbindet jede Tellerfeder
28 - oder 28' außerdem die. Druckplatte 20 oder 20' mit der
Wand 18 oder 18' der: Trommel 16 drehfest.
-
Zum hydraulischen Betätigen weist jede Kupplung 19 und 19' eine gesonderte
Kammer 29 und 29' auf, die durch die Wand 18 bzw.18' und die Druckplatte
20 bzw.20' und durch die Außenseite der Reibscheibe 21 bzw. 21' begrenzt
wird. Die- Kammer 29 bzw. 29' steht über eine enge öffnung 30 bzw. 30' mit
einer gemeinsamen Kammer 31--in Verbindung,-die durch die Druckplatten
20 und #20' begrenzt wird und ihrerseits durch große öffnungen 32 mit der
Druckmittelkammer 33 des Wandlergehäuses 12 in Verbindung steht, Die _ Druckmittelkammer
33- ist mit dem Arbeitskreislauf 34 des hydrodynamischen Drehmomentwandlers C durch
einen Zwischenraum 35 zwischen dem Pumpenrad P und dem Turbinenrad T verbun=-den.
Der Arbeitskreislauf 34 . ist durch einen Zwischenraum 36 zwischen dem Leitrad R
und dem Pumpenrad P an eine erste Leitung-37 angeschlossen, die von einer Druckflüssigkeit
gespeist wird, welche beispielsweise durch eine Pumpe 38 gefördert wird: Ein Behälter
40 steht mit der Saugseite der Pumpe in Verbindung, der ein Austrittsventil
39 zugeordnet ist, welches in die Leitung 37 einen Druckbegrenzer bildet.
-
Jede Kupplung 19 bzw.19' weist ferner eine Mittelkammer
41 bzw. 41' der gesonderten Kammer 29
bzw. 29' auf,. die durch
die Wand 18 bzw.18' und die Druckplatte 20 bzw. 20' auf der- Innenseite der Beläge
der Reibscheibe 21 bzw. 21' begrenzt wird. Die Mittelkammer 41 bzw. 41' stehen über
Zwischenräume 42 bzw. 42', von denen der eine, nämlich 42, durch die Hülse 14 und
die hohle Zwischenwelle 22 während der andere, 42', durch die Zwischenwellen 22
und 22' gebildet wird; mit einer- zweiten und einer dritten Leitung 43- - bzw. 43'
`-in °:. Verbindung.- Die beiden Leitungen 43 und 43' sind -mit einem Verteilet
44 verbunden, -der über eine vierte Leitung -45 mit dem Behälter 40 verbunden
ist: Ein Steuerschieber 46 des Verteilers 44 ist über einen Hebel
47 betätigbar und zwischen,drei Stellungen beweglich, nämlich- zwischen einer Stellung
für die Vorwärtsfahrt (in F i g. -1 mit strichpunktierten Linien dargestellt); in
welcher die Leitung 43' durch den Steuerschieber 46 gedrosselt wird; während die
Leitung 43 mit der zum Behälter 40 verbundenen Leitung 45 in. Verbindung steht,
einer Stellung für die Rückwärtsfahrt (die -in- F i g.-1 mit vollausgezogenen Linien
dargestellt ist); in welcher die Leitung 43' mit der Leitung 45 in Verbindung
steht, während die Leitung 43 durch- den Steuerschieber 46 gedrosselt wird, und
einer- Leergangstellung, in welcher die beiden Leitungen43 und 43' durch den Steuerschieber
. -46 gedrosselt werden.
-
Wenn -der hydrodynamische Drehmomentwandler C' -in Tätigkeit- ist,
wird er--ständig vom Drucköl- durchströmt, das .zum Behälter 40 über die
eine oder die andere der Kammern 29 oder 29' der Kupplungen 19 oder 19'-zurückkehrt.
-.: Die Kupplung 19 oder 19' ist eingerückt, wenn die Leitung 43 oder 43' mit der
Leitung 45 in Verbindung steht, während die Kupplung 19 oder 19' ausgerückt ist,`
wenn die Leitung 43 bzw. 43' durch den Steuerschieber 46 gedrosselt oder abgesperrt--
wird:: Das Einrücken der Kupplung 19 hat den Antrieb der Abtriebswelle 11 über die
hohle Zwischenwelle 22 und die Zahnräder 23 und 24 zur Folge, was der Vorwärtsfahrt
entspricht. Das Einrücken der Kupplung 19' -bewirkt' den Antrieb der Abtriebswelle
11
über die Zwischenwelle 22`, die Zahnräder 25 und 27 und das Umkehrrad 26;
was der Rückwärtsfahrt entspricht.
-
Dies geht im einzelnen derart vor sich, daßs wenn. der Hebel 47 in
die: Stellung für Rückwärtsfahrt- gebracht wird (in F i g..1 - mit vollausgezogenen
Linien dargestellte Stellung); die Leitung 43' geöffnet, -wähsend die Leitung 43
gesperrt wird: In -der- Kammer der' eingerückten Kupplung 19' ist der Druck in der.
Nähe der Achse Null . und folgt mit zunehmendem Abstand von der Achse mit Ausnahme
eitler Konstanten einer Progression, - die mit der Progression der Drücke in der
Kammer 31 identisch ist. Die An= pressung ist daher längs der Druckplatte
20' gleichmäßig und wird durch einen Druck bewirkt, der etwa dem Förderdruck
der :Pumpe 38 entspricht: In der Kammer der Kupplung 19 findet kein Umlauf
statt. Die -Drücke zu beiden- Seiten der Druckplatte 20 sind beidseitig der öffnung30
gleich. Es befindet sich nämlich die Flüssigkeit- der Kammer der Kupplung 19 praktisch
im Stillstand zwischen der -Mitte und dem größten Halbmesser -der Reibscheibe 21-
infolge der umgekehrten Drehgeschwindigkeifen ..der Wand 18, der Druckplatte
20 und der- Reibscheibe 21, die bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
gleich sind, da auch die Übersetzungsverhältnisse für Vorwärtsfahrt und Rückwärtsfahrt
gleich sind. Der Druck ist daher im Inneren der Kammer der Kupplung 19 konstant,
so daß eine Ausrückkraft entsteht. Die Arbeitsweise ist symmetrisch -zu dem vorangehend
für die Vorwärtsfahrt beschriebenen Fall. - .
. Das, @ hydrodynamisch-mechanische
Wechsel- und Wendegetriebe ermöglicht mit einer Zweistellungssteuerurig das Erzielen
.einer ausgezeichneten: Progressivität bei der Umkehr der Drehrichtung. Die Regelung
der.--Progressivität der Belastung der Kupplung während ihrer Einrückperiode sowie
die Steuerung der Unterdrucksetzung der Kammer 29 und 29', deren -Leitung 43 -und
43' gedrosselt wird, ermöglichen den übergang über eine Phase, in welcher die beiden
Kupplungen 19--und 19' gleichzeitig teilweise eingerückt sind' was dem -Stillstand
des Fahrzeuges entspricht. Die Steuerung dieser überlappung der Einrüekphasen kann-
über die Kammern- und die Leitungen,- die, Konizität der Reibflächen der Wand und
der Druckplatten, die Elastizität der Reibscheiben, den Durchmesser der öffnungen
30 und 30' usw. erfolgen.
-
Bei dem - in F i.g. 1 dargestellten -Ausführungsbeispiel kann der
Arbeitskreislauf. 34. des- hydrodynamischen Drehmomentwandlers G durch einen Steuerschieber
50 willkürlich gedrosselt. werden, der von außen betätigbar ist, um die- Drehmomentaufnahme
des PumpenradesP des hydrodynamischen Drehmomentwandlers C, d. h. das Turbinenrad
T bei einer bestimmten Drehzahl des Pumpenrades P abgegebene Drehmoment; zu verändern.
Der Steuerschieber 50 verläuft pz(rallel zur Achse des. hydrodynamischen Drehmomentwandlcrs
C auf einem etwas größeren Radius. als der Rand der Reibscheiben 21 und 21'. Die
Lage des Steuerschiebers 50 parallel zu Achse kann zwischen zwei gedachten Zylindern-
vorgesehen werden, welche den- Innenkern des Pumpenrades oder des Turbinenrades,
des-hydrodynamischen- Drehmomentwandlers innen und außen tangieren und wird vorzugsweise
in der Nähe des I?uxchmessers des größeren der beiden Zylinder ge-. wählt. Mit Hilfe
des Steuerschiebers 50kann die Antriebsmaschinenleistung zwischen dem Antrieb der
Hubvorrichtungen und dem Fahrantrieb des Kraftfahrzeuges aufgeteilt werden= -Auf
diese Weise- ist es möglich, die Antriebsmaschine mit- hoher Drehzahl laufen- zu
lassen, um ein rasches Heben zu erzielen, während zugleich eine geringe und einstellbare
Fahrgeschwindigkeit- des Kraftfahrzeuges erhalten wird. laus Arbeiten des Steuerschiebers
5_0, erzeugt hydraulischen, Schlupf und ist ohne- mechanischen Reibungsverschleiß.
-
Die in F i g. 1 dargestellte Verstellung des Steuer-Schiebers 50 erfolgt
mechanisch mittels einer Gabel 51 und einem Druckring 51 Die- Verstellung- des Steuerschiebers
50 kann mit dem. Bremspedal kombiniert werden,. z. l3, in. der Weise, daß das. Brems-Pedal
während eines- ersten Teils des Hubes den Steuerschieber- unter- Herabsetzung- des
durch das Turbinenrad T übertragenen Dreimoments betätigt und während eines zweiten
Teils des Hubes auf die Bremserz des Fahrzeuges wirkt, Bei- der in Fi g. 2 dargestellten-
Ausführungsform ist die Anordnung ähnlich wie- bei- der in Verbindung mit Fi g;
1 beschriebenen Ausführungsform, jedoch ist die Steuereinrichtung für den Steuerschieber
50 und für die Kupplungen 19- und 19' abgeändert. Es ist hier ferner ein Wechsel-
und Wendegetriebe mit zwei übersetzungsstufen zwischen den Zahnrädern 24 und 27
und der Aubtriebswelle 11- vorgesehen.
-
Der Steuerschieber 50, der bei dieser Ausführungsform am Durchmesser
des größeren gedachten Zylinders am Arbeitskreislauf 34 angeordnet ist, ist mit
einem Ringschieber 60: fest verbunden, .der auf einem Doppelzylinder gleitbar ist,
dessen Mantelflächen 61 und 62 durch die Außenflächen von Hülsen gebildet werden,
die mit - einem Gehäuseteil 63 verbunden sind, der selbst mit dem Wandlergehäuse
12 fest verbunden ist. Der Ringschieber 60 ist an einer Außenfläche 64 dem
Druckmittel ausgesetzt, das im Arbeitskreislauf 34 umläuft und über eine Leitung
66 zugeführt: wird. Auf den Ringschieber 60- wirkt an seiner Innenfläche 65 ein
über eine Leitung 67 zugeführtes Druckmittel, dessen Druck einstellbar ist.
-
Die Ölpumpe 38; die aus dem Behälter 40- ansaugt, fördert in die mit,
dem Arbeitskreislauf 34 verbundene Leitung 66 Drucköl über drei hintereinandergeschal=
tete Ventile 68, 69 und 70ä Das Ventil 68 ist durch eine Feder 71 auf einen festen,
nachfolgend als Hochdruckwert bezeichneten Wert eingestellt: Das Ventil 69 ist.
durch eine Feder 72 beaufschlagt, deren Zusammendrückung durch einen Steuerkolben
73 veränderlich ist. Das Ventil 70 ist durch eine Feder 74 auf einen festen
Wert eingestellt, der nachfolgend als-Mitteldruckwert bezeichnet wird und niedriger
als der Wert ist, auf: den das Ventil 68 eingestellt ist. Die Veränderungen der
Zusammendrückung der Feder 72 durch den Steuerkolben 73 sind derart, daß die Einstellung
des mittleren Ventils 69 sich: zwischen der Hochdruckeinstellung des Ventils 68-
(F i g. 4) und der Mitteldruckeiustellung des Ventils 70 (F i g: 2) verändert. Der
Druck in der Leitung 66 wird durch das Ventil 70 bestimmt, dessen Druckwert, konstant
und gleich dem Mitteldruck gehalten wird. -Die Leitung 67 wird durch den Steuerkolben
73 gesteuert und kann je nach dessen Stellung entweder mit einer Leitung
75, die unmittelbar hinter dem Ventil 68 angeschlossen ist, d: h. unter hohem
Druck steht (F i g. 4), oder mit einer Leitung 76- verbunden werden, in der sich
ein Druckhalteventil 77 befindet' dessen Feder 78 auf einen niedrigen Wert
eingestellt ist, der höher ist. als der- Wert Null: der nachfolgend als Niederdruckwert-(F
i g. 2) bezeichnet wird.
-
In der in F i g. 2 gezeigten Stellung ist der Steuerschieber 50 zurückgezogen
und. befindet: sich somit in der Stellung für >volle Arbeit«. des. hydrodynamischen
Drehmomentwandlers C, da die Außenflache 64 des: Ringschiebers. 60 über die
Leitung 66 dem mittleren Druck ausgesetzt ist. und die Innenfläche=65 des Ringschiebers
60 über die Leitungen 67 und 76 unter dem-niedrigen Druck steht.
-
Bei der in F i g. 4 gezeigten Stellung ist der Steuerschieber 50:
vorgeschoben, so daß der Arbeitskreislauf 34 des hydrodynamischen Drehmomentwandlers
C gedrosselt ist, da die Außenfläche 64 des Ringschiebers 60 über die Leitung 66
ständig unter der Wirkung des mittleren Druckes steht, während die- Innenfläche
65 des Kolbens über die Leitungen 67 und 75 dem hohen Druck ausgesetzt ist: Der-
übergang aus. der in F i g. 2 gezeigten Stellung in die in F'i g. 4 gezeigte und
umgekehrt geschieht in progressiver Weise, wie in F i g. 3 (Zwischenstellung) dargestellt
ist. Hierdurch wird eine weiche und stoßfreie Betätigung des Steuerschiebers 50
und außerdem die Möglichkeit erzielt, diese Wirkungsweise durch Einwirkung auf den
Steuerkolben 73 zu verändern.
-
Wie sich aus F i g. 2 ergibt, ist die Abtriebswelle 11 mit den Zahnrädern
24 und 27 über eine Wechsel getriebegruppe 80 mit zwei übersetzungsverhältnissen
verbunden, so daß bei der dargestellten Ausführungsform
ein erster
Gang und ein zweiter Gang vorgesehen sind, die voneinander durch eine Leerlaufstellung
getrennt sind. Der übergang von einem übersetzungsverhältnis zum anderen kann sowohl
bei Vorwärtsfahrt als auch bei Rückwärtsfahrt mit Hilfe eines Getriebeschalthebels
81 erfolgen.
-
Die gesonderten Mittelkammern 41 und 41' der Kupplungen 19 und 19'
sind über die Leitungen 43 und 43' mit dem Verteiler 44 zur Steuerung der Drehrichtungsumkehrung
verbunden, welch letzterer über die Leitung 45 mit dem Behälter 40 und über eine
Leitung 82 mit der Förderseite der Pumpe 38 verbunden ist, die durch das hohen Druck
bestimmende Ventil 68 gesteuert wird, so daß die Leitung 82 unter hohem Druck steht.
-
In der in F i g. 2 dargestellten Stellung verbindet der Verteiler
44 die Leitung 43 der Kupplung 19 mit der mit dem Behälter 40 verbundenen Leitung
45 und die Leitung 43' der Kupplung 19' mit der Druckmittel hohen Druckes führenden
Leitung 82. In der gesonderten Mittelkammer 41 der Kupplung 19 besteht kein Druck,
während die gesonderte Mittelkammer 41' der Kupplung 19 unter Druck steht. Die gemeinsame
Kammer 31 steht unter dem mittleren Druck, da sie über den Kreislauf 34 mit der
Druckmittel mittleren Druckes führenden Leitung 66 in Verbindung steht. Die Kupplung
19 ist daher eingerückt, während die Kupplung 19' ausgerückt ist, wie in F i g.
2 dargestellt.
-
In der Stellung, die der in F i g. 2 gezeigten entgegengesetzt ist,
sind durch den Verteiler 44 die Verbindungen der Mittelkammern 41 und 41' mit den
Leitungen 45 und 82 umgekehrt. Die Kupplung 19' ist eingerückt, während die Kupplung
19 ausgerückt ist, wodurch eine Drehrichtungsumkehrung erreicht wird. Zwischen diesen
beiden Stellungen befindet sich die Leergangstellung, in welcher der Verteiler 44
die beiden Leitungen 43 und 43' mit der Druckmittel hohen Druckes führenden Leitung
82 verbindet, wodurch die beiden Kupplungen 19 und 19' ausgerückt gehalten werden.
-
Durch die Betätigung des Verteilers 44 und des Getriebeschalthebels
81 und durch die Einstellung der Leergangstellungen kann der Fahrer das Fahrzeug
nach Belieben in den ersten Vorwärtsgang, in den zweiten Vorwärtsgang, in den ersten
Rückwärtsgang, in den zweiten Rückwärtsgang oder in die Leergangstellung schalten.
-
Die in F i g. 5 dargestellte Anordnung ist ähnlich der vorangehend
in Verbindung mit F i g. 2 bis 4 beschriebenen, jedoch ist eine zusätzliche, selbsttätig
arbeitende Vorrichtung vorgesehen, durch die es sich erübrigt, daß der Fahrer den
Verteiler 44 für den Gangwechsel in die Totpunktstellung bringt.
-
Bei der in F i g. 5 dargestellten Anordnung wirkt der Getriebeschalthebel
81 bei seiner Betätigung auf einen Schalter 83 eines Erregerstromkreises 84 für
ein dem Verteiler 44 zugeordnetes elektromagnetisch betätigbares Hilfsventil 85.
-
Wie sich aus F i g. 5 ergibt, hält, solange der Getriebeschalthebel
81 nicht betätigt wird und das elektromagnetisch betätigbare Ventil 85 nicht
erregt ist, das letztere den Verteiler 44 in der Betriebsstellung, in der er in
F i g. 2 dargestellt ist. Wenn dagegen der Getriebeschalthebel 81 für einen
Gangwechsel betätigt und das elektromagnetisch betätigbare Ventil 85 erregt wird,
werden die beiden Leitungen 43 und 43' mit der Druckmittel hohen Druckes führenden
Leitung 82 in Verbindung gebracht; wodurch die beiden Kupplungen 19 und 19' ausgerückt
werden.