DE1289C - Vorrichtung zum Schneiden und Abschleifen von Lampencylindern - Google Patents
Vorrichtung zum Schneiden und Abschleifen von LampencylindernInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- C03B33/00—Severing cooled glass
- C03B33/06—Cutting or splitting glass tubes, rods, or hollow products
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- Re-Forming, After-Treatment, Cutting And Transporting Of Glass Products (AREA)
Description
1877.
Klasse 32.
JULIUS FAHDT in DRESDEN. Vorrichtung zum Schneiden und Abschleifen von Lampencylindern.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 14. December 1877 ab.
Die bisherige Herstellungsweise der Lampencylinder besteht, nachdem dieselben vom Glasmacher
geblasen sind, im Absprengen und Abschleifen des oberen und unteren Randes durch
Handbetrieb, und zwar wird der Cylinder zuerst auf einem rotirenden, scharfkantigen Sandstein
abgesprengt, sodann auf einer vertical rotirenden Scheibe abgeschliffen.
Da dies nun aus freier Hand geschieht, so kann von einer Genauigkeit sowohl der Länge,
als auch des rechten Winkels zur Cylinderaxe kaum die Rede sein.
Es hat dies Verfahren aufser starkem Abfall durch Bruch und Ausspringen der Kanten noch
den besonderen Nachtheil, dafs die Cylinder nur durch Zufall so genau geschliffen werden, um
rechtwinklig, d. h. gerade auf der Lampe zu stehen, oft aber zu lang oder zu kurz sind, und
dadurch, besonders bei dem Petroleum-Rundbrenner, die Leuchtkraft der Flamme beeinträchtigen.
Mein Verfahren beseitigt diese Mängel.
In der beiliegenden Zeichnung ist in den Fig. i, 2 und 3 ein Gestell oder Schlitten in
der Seiten-, Kopf- und Vorderansicht dargestellt, welches zur Aufnahme des Cylinders bestimmt
ist und denselben fest in der ihm gegebenen Lage halten soll. Die beiden vorderenBacken a a
laufen spitz zu und fassen in den Einkniff des Cylinders, während die beiden anderen Backen b b
den hinteren Theil des Cylinders festhalten. Alle vier Backen sind halbrund und verlängern sich
tangential nach den Seiten, um Cylinder verschiedener Gröfse aufnehmen zu können. Es
werden im letzteren Falle die Backen nach aufsen in ihren Lagern gezogen und vermittelst der
Schrauben d festgestellt. Der Schlitten mit dem Cylinder kann vermittelst der Schraube mit
Knopf e in der Richtung der Triebaxe bewegt, d. h. dem Schleifrade näher oder entfernter gebracht
werden. Die Fortbewegung des Cylinders senkrecht gegen die Axe der Triebwelle erfolgt
mit der Hand auf zwei auf dem Tische angebrachten Schienen //.
Das Ganze ruht auf einem Tische (Fig. 4 und 5), an dem, in Lagern befestigt, eine Welle g
hindurchgeht, die durch eine Riemscheibe h in Rotation versetzt wird. Auf dieser Welle ist
ein Schwungrad (von mindestens 1,2 m Durchmesser) befestigt, an dessen Peripherie ein feiner
Stahl- oder Eisenkranz k fest angebracht ist. Das Gestell mit dem Cylinder ist auf dem Tische
so angebracht, dafs der vorschriftsmäfsig eingelegte Cylinder gänzlich aufserhalb des Berührungskreises der Stahl- oder Eisenscheibe liegt und
mit einer Handbewegung gegen dieselbe gedrückt werden kann. Oberhalb der Scheibe ist ein
Trichter angebracht, aus dem continuirlich feiner, mit Wasser gemischter Sand auf die erstere fällt.
Fig. 6 und 7 zeigen die eine vordere Backe in Seiten- und Vorderansicht, Fig. 8 beide vorderen
Backen von oben gesehen in der Stellung, dafs sie zusammengeschoben werden müssen.
Soll ein Cylinder abgeschnitten werden, so wird er, wie oben angegeben, in die Backen
des Schlittens eingelegt, nachdem durch die Stellschraube die Länge des zu beschneidenden
Theiles je nach Angabe genau festgestellt ist und mittelst einer Handbewegung des Schlittens
gegen die Stahlplatte gedrückt.
Es wird hier die Fortbewegung mit der Hand derjenigen mit einer Spindel vorgezogen, erstens,
weil die Bewegung eine raschere ist, und zweitens, weil der Arbeiter den Druck gegen die
Stahlscheibe mehr im Gefühl hat und nach beendigtem Abschneiden den fertigen Cylinder sofort
herausnehmen kann. Es bedarf deswegen auch nur zweier spitz zugehender, aufrecht
stehender Schienen, die in zwei entsprechend geschnittenen Kerben gehen, da der senkrechte
Druck durch den Arbeiter ausgeübt wird. Bei dieser Einrichtung ist das nothwendige öftere
Schmieren aufserordentlich leicht, da der Schlitten von den Schienen ohne weiteres abgehoben werden
kann.
Infolge der ungemein schnellen Rotation der Peripherie der Scheibe, in Verbindung mit
dem fortgerissenen feuchten Sande wird das überflüssige Glasstück vom Cylinder glatt weggeschnitten.
Ist dasselbe abgefallen, so wird der Schlitten in seine frühere Lage zurückgezogen,
der Cylinder herausgenommen, ein neuer eingelegt u. s. w.
Bei Beobachtung des vorstehen d beschriebenen Verfahrens werden die drei bei der früheren
Herstellungsweise erforderlichen Handgriffe: Ab-
Claims (1)
- sprengen am Sprengstein, Abschlagen : tiberflüssigen Theiles (Grüfseln) und Gera hleifen mit einem male ausgeführt,, die M ulation wird, also bedeutend beschleunigt unt .iur gute marktfähige Waare erzielt.Patent-Anspruch: Ein Apparat und ein Verfahren, Lampencylinder zu schneiden und abzuschleifen vermittelst einer rasch rotirenden, als Sandsehleife eingerichteten Stahl- oder Eisenscheibe, in ,Verbindung mit einem vor- und seitwärts beweglichen Schlitten und einer Stellschraube mit Maafsstab, im wesentlichen wie durch Zeichnung und Beschreibung nachgewiesen. .Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1289T | 1877-12-13 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1289C true DE1289C (de) |
Family
ID=70918033
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1289DA Expired - Lifetime DE1289C (de) | 1877-12-13 | 1877-12-13 | Vorrichtung zum Schneiden und Abschleifen von Lampencylindern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1289C (de) |
-
1877
- 1877-12-13 DE DE1289DA patent/DE1289C/de not_active Expired - Lifetime
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