DE127341C - - Google Patents

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DE127341C
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blue
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tetramidoanthraquinone
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B1/00Dyes with anthracene nucleus not condensed with any other ring
    • C09B1/16Amino-anthraquinones
    • C09B1/20Preparation from starting materials already containing the anthracene nucleus
    • C09B1/22Dyes with unsubstituted amino groups
    • C09B1/24Dyes with unsubstituted amino groups sulfonated

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die aus nitrirten Acyldiamidoanthrachinonen erhältlichen acylirten Tetramidoanthrachinone werden durch Behandeln mit sulfirenden Mitteln in Sulfosäuren übergeführt, indem zugleich die Acylgruppen abgespalten werden. Dieselben Sulfosäuren werden durch Sulfiren der freien Tetramidoanthrachinone erhalten, die dadurch entstehen, dafs man die Acylgruppen aus den entsprechenden Anthrachinonderivaten vor, bei oder nach der Reduction in saurer oder alkalischer Lösung abspaltet.
Das aus rohem Diamidoanthrachinon erhaltene Tetramidoanthrachinon löst sich in Aceton oder Essigsäure leicht mit blauer Farbe und krystallisirt beim Verdünnen des Lösungsmittels in bronzeglänzenden Nadeln. In concentrirter Schwefelsäure löst es sich farblos; beim Zufügen von Wasser wird die Lösung roth, und es scheidet sich rasch das schwer lösliche Sulfat in braunrothen Krystallen aus. Leichter löslich ist das Chlorhydrat. Die mit den Salzen im sauren Bad auf Wolle erzielten Färbungen sind blau.
Als besonders geeignetes Ausgangsmaterial zur Gewinnung der Farbstoffe hat sich das Einwirkungsproduct von Oxalsäure auf Diamidoanthrachinon erwiesen. Zur Darstellung dieses Productes verfährt man in der Weise, dafs man rohes Diamidoanthrachinon mit der dreibis vierfachen Menge__krystallisirter Oxalsäure bei 150 bis i6o° verschmilzt. Das Reactionsproduct wird mit Wasser ausgekocht, der gelbbraune Rückstand getrocknet und in Lösung von englischer Schwefelsäure nitrirt. Durch Eingiefsen der Masse in Wasser scheidet sich das Dinitroderivat ab. Die durch Abfiltriren erhaltene Paste wird nach dem Auswaschen wieder in Wasser suspendirt und mit der nöthigen Menge Schwefelnatrium reducirt. Bei 30 bis 400 geht das Product mit grüner Farbe in Lösung und nach kurzer Zeit scheidet sich das Natronsalz der Tetramidoanthrachinonoxaminsäure als blauer, schwer löslicher Niederschlag ab. Zusatz von Kochsalz bewirkt vollständige Fällung. Durch Behandeln des Niederschlags mit Salzsäure wird die fast unlösliche freie Oxaminsäure erhalten, die durch Lösen in schwach ammoniakalischem Wasser und Wiederausfällen der blauvioletten Lösung mit Salzsäure gereinigt werden kann. Die Lösung in concentrirter Schwefelsäure ist fast farblos. Die in saurem Bade auf Wolle erzielten Färbungen sind blau.
Zur Darstellung der Sulfosäuren verfährt man wie folgt:
ι Theil Tetramidoanthrachinonoxaminsäure wird in 10 Theile rauchender Schwefelsäure von 20 pCt. Anhydridgehalt unter Umrühren eingetragen; beim Erhitzen auf 30 bis 400 färbt sich die Lösung tiefblau, bei 80 ° beginnt Gasentwicklung, indem der Oxalsäurerest zersetzt wird; die Farbe der Lösung schlägt in roth um. Die Masse wird nun so lange auf 120 bis 1300 erhitzt, bis eine Probe in essigsaurem Natron vollständig löslich ist. Der durch Eingiefsen der abgekühlten Lösung in Wasser erhaltene blaue Niederschlag wird beim Kochen krystallinisch und nimmt Bronzeglanz an. Er wird abfiltrirt, ausgewaschen und durch Kochen mit etwas überschüssigem essigsaurem Natron in Lösung gebracht. Aus der filtrirten blauen Lösung wird der Farbstoff durch Kochsalz ab-
geschieden. Er ist in verdünnten Alkalien aufserordentlich leicht löslich mit grünstichig blauer Farbe. Beim vorsichtigen Versetzen mit verdünnten Mineralsäuren schlägt die Farbe in blauviolett um, indem offenbar saure Salze gebildet" werden, die durch Kochsalz leicht fällbar sind. Ein Ueberschufs von Säure bewirkt die Ausscheidung der in saurein Wasser fast vollständig unlöslichen freien Säuren. Diese lösen sich leicht in Pyridin mit grünstichig blauer, in Anilin mit grüner Farbe. Der wie oben beschrieben erhaltene Farbstoff besteht aus einem Gemisch der Natronsalze verschiedener Sulfosäuren, von denen eines wegen seiner Schwerlöslichkeit leicht isolirt werden kann. Eine Trennung der verschiedenen Producte ist indessen nicht nothwendig, da ihre Färbeeigenschaften sehr ähnlich sind. Im sauren Bad werden auf Wolle rein blaue Töne erhalten, die sich von den mit dem Tetramidoanthrachinon oder der Tetramidoanthrachinonoxaminsä'ure erhaltenen durch ihre grünstichigere Nuance auszeichnen. Der Farbstoff egalisirt sehr gut und die Färbungen sind absolut alkaliecht. Sie verlieren durch Nachchromiren nicht an Intensität, es werden hierdurch graue bis schwarze Töne erzielt.
In derselben Weise wird zur directen SuI-firung des Tetramidoanthrachinons verfahren.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Darstellung von Tetramidoantbrachinonsulfosäuren, darin bestehend, dafs man die aus nitrirten Acyldiamidoanthrachinonen zu erhaltenden Tetramidoanthrachinone bezw. deren Acylderivate mit sulfirenden Mitteln behandelt.
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