DE125636C - - Google Patents

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    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05DSYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
    • G05D13/00Control of linear speed; Control of angular speed; Control of acceleration or deceleration, e.g. of a prime mover

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
M 125636 KLASSE
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Sicherung für den Betrieb von Dampfmaschinen und anderen Kraftmotoren mit Oelbremse am Regler gegen die Gefahr einer starken Tourenveränderung bei plötzlich auftretenden Belastungsstöfsen.
Die Oelbremse gewöhnlicher Bauart mit an das Steuergestänge unmittelbar gehängtem einfachen Kolben und denselben umschliefsendem, an dem feststehenden Reglerbock aufgehängten ölgefüllten Bremscylinder mit Anordnung eines Verbindungskanals von regelbarem engsten Querschnitt zwischen beiden Cylinderseiten ergab für manche Zwecke und namentlich für den Betrieb mehrerer Wechselstromdampfdynamos in seiner Centrale bei genügend scharfer Einstellung des Drosselorgans bei nahezu gleichbleibender Belastung eine hervorragende Gleichmäfsigkeit des Laufes; bei starken plötzlichen Belastungsschwankungen und damit erforderlich gewordener gröfserer und schneller Bewegung des Steuergestänges nach der gleichen Richtung bildete die Oelbremse aber eine wesentliche Gefahr, da sie das schnelle Eingreifen des Reglers hinderte.
Die vorliegende Oelbremse besitzt eine Selbstentlastung der bremsenden Wirkung für alle eine bestimmte regelbare' Gröfse überschreitenden Widerstände, welche der arbeitende Regler in der Oelbremse . infolge der Flüssigkeitsdrosselung, findet. Mit anderen Worten, die Verstellungskraft des Reglers nach eingetretener Geschwindigkeitsänderung an der Maschine wird nicht mehr in einer gewissen Geschwindigkeit des bewegten Reglergestänges aufgehoben, sondern der Höchstbetrag dieser das Regeln hindernden Gegenkraft im Oelcylinder bleibt bei jeder Geschwindigkeit klein und regelbar.
Der Bremscylinder ist bei α mittelst Gelenkbolzen an dem Reglerbock befestigt und enthält zwei conaxiale Bremskolben c und d (Fig. ι und 2).
Beide Kolben haben in mehreren axialen Ebenen derartige Bohrungen, dafs nach Verschieben des inneren Kolbens gegen den äufseren um einen bestimmten Betrag nach oben oder unten eine unmittelbare Verbindung der ölgefüllten Räume e und f zu beiden Seiten der Kolben geschaffen wird; diese Räume sind in der bekannten Weise durch einen Umgang g mit Drosselschraube oder auf ähnliche bereits bekannte Art verbunden. Der äufsere Kolben ist mittelst zweier Kolbenstangen unmittelbar an einem zwischen den Reglermuffenhebeln h h eingebauten Querhaupt b b aufgehängt; der innere Kolben ist mit diesem Querhaupt nur mittelbar durch eine Federanordnung verbunden. Eine cylindrische Verstärkung i der inneren Kolbenstange ist nebst einer den oberen Theil der Stange umschliefsenden längeren, laternenartig ausgearbeiteten Rohrhülse k k durch den mittleren, ringförmig ausgebildeten Theil des Querhauptes b b gesteckt. Die Rohrhülse k k hat unten einen Flantsch, oben ein Gasrohrgewinde mit aufgeschraubter Mutter /. Auf die ringförmigen Stirnseiten der Verstärkung i ist beiderseits ein durch die seitlichen Oeffnunge.n der Rohrhülse k k herausragendes Querstück m in gelegt und dieses trägt beiderseits eine kurze, mit Flantsch versehene Hülse κ, welche über der ersten Hülse k k gleiten kann. Zwischen den Flantschen dieser
kurzen, durch Vermittlung von m und wz auf i gestützten Hülsen einerseits und Flantsch und Mutter der gröfseren Hülse k k andererseits sind zwei Spiralfedern ο ο von grofser Windungszahl und geringen Querschnittsabmessungen eingespannt; die Spannung kann durch die Mutter / eingestellt werden.
Die Wirkungsweise ist folgende:
Die Drosselschraube des äufsereri Umganges sei nahezu ganz niedergeschraubt, so dafs bei nahezu gleichmäfsiger Belastung secundäre Stöfse auf das Reglergestänge gut abgefangen werden.
Infolge Belastungsänderung und daraus sich ergebender Geschwindigkeitsänderung wird im Regler plötzlich eine Verstellungskraft, beispielsweise = io kg, frei, bezogen auf den Punkt b des Muffenhebels h h.
Der Regler strebt eine energische Bewegung der Kolben der Oelbremse an, die feine Einstellung des äufseren Umganges würde diese Bewegung hindern, aber die bei Einleitung der Bewegung entstehende hemmende Flüssigkeitspressung zwischen äufserem Kolben c und Cylinder überwindet die relativ schwache Spannung der Federn ο ο, verschiebt den inneren Kolben gegen den äufseren, und die Verstellungskraft bleibt nahezu unverkürzt für die Beschleunigung der Steuerorgane der Dampfmaschine und für Ueberwindung des Widerstandes derselben.
Graphisch liefse sich die Wirkungsweise etwa folgendermafsen darlegen:
In der Zeichnung (Fig. 3) sei ο Anfangspunkt eines Coordinatensystems mit den Reglerkräften und Gegenkräften der Oelbremse als Ordinaten und der Geschwindigkeit des OeI-bremsenkolbens bei eingestellter feiner Verbindungsöffnung im Umgang g durch die Drosselschraube als Abscissen.
Bei der alten Anordnung würde op q die Bremskräfte bei wachsender Geschwindigkeit des Bremskolbens darstellen, die Geschwindigkeit vs wäre bereits völlig unmöglich, weil die Bremskraft schon die ganze Verstellungskraft verzehren würde, so dafs für Bewegung der Schieber u. s. w. nichts mehr bleibt; die Curve der neuen Oelbremse löst sich bei ρ mit erreichter Anfangsspannung der Feder ο ο von ο ρ q ab, steigt noch, bis mit v.-, r eine Spannung erreicht ist, welche durch Verschiebung des inneren Kolbens gegen den äufseren Entlastung geschaffen hat, durch die nunmehr freien Durchgänge und bleibt von da ab nahezu waagerecht, so dafs der Theil s q der Verstellungskraft nutzbar übrig bleibt. Nach Vollendung des Regelspiels führt die Feder 0 0 den inneren Kolben sanft in seine Anfangsstellung zurück.
Die Ausführung des dargelegten grundsätzlichen Wesens kann auch auf andere Weise erfolgen, etwa durch federbelastete Sicherheitsventile auf einem einfachen Kolben (vgl. Fig. 4) oder durch Anordnung des auslösenden Kolbens in einem zweiten, mit dem ersten verbundenen Cylinder (vgl. Fig. 5 und 6).
Die oben beschriebene Ausführung hat den Vortheil der Sichtbarmachung auch der Auslösung und der Möglichkeit einer Neueinstellung im Betriebe und deshalb den Vortheil der Möglichkeit einer dauernden Beaufsichtigung.

Claims (3)

Patent-Ansprüche :
1. Oelbremse mit Selbstentlastung, dadurch gekennzeichnet, dafs mittelst zweier in einander gesteckter Kolben durch Verschiebung ihrer Stellung zu einander nach Ueberwindung einer Federkraft (o) durch den Bremsdruck selbst der obere und untere Cylinderraum mit einander direct in Verbindung treten können, nachdem der Bremswiderstand die regelbare Anfangsspannung der Feder erreicht hat, womit jedes stärkere Bremsen über diesen Federdruck hinaus aufhört.
2. Ausführungsform der Oelbremse nach Anspruch ι, dadurch gekennzeichnet, dafs an Stelle der beiden conaxialen Kolben (c) und (d)i welche auf die Spannung der Feder (o) wirken, ein einziger Kolben tritt, der an beiden Enden mit federbelasteten Sicherheitsventilen versehen ist.
3. Ausführungsform der Oelbremse nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dafs die conaxiale Anordnung der Kolben (c und d) durch die Verwendung von Einzelkolben in je einem besonderen Cylinder ersetzt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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