DE124752C - - Google Patents

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DE124752C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29DPRODUCING PARTICULAR ARTICLES FROM PLASTICS OR FROM SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE
    • B29D17/00Producing carriers of records containing fine grooves or impressions, e.g. disc records for needle playback, cylinder records; Producing record discs from master stencils

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)

Description

PATENTAMT
- M 124752 KLASSE 42g.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Vervielfältigen von Phonogrammen, bei welcher in bekannter Art ein aus Celluloid oder dergl. bestehender Cylinder in eine auf ihrer Innenfläche einen Negativabdruck des zu copirenden Phonogramms enthaltende Form gebracht und gegen dieselbe mit Hülfe eines eingeleiteten Druckmediums geprefst wird.
Die gegenwärtige Erfindung besteht nun darin, dafs der Celluloidcylinder, während er dem Druck ausgesetzt wird, durch auf seine beiden Stirnseiten aufgesetzte Platten verschlossen wird, um eine allseitig geschlossene Druckkammer herzustellen.
In der beiliegenden Zeichnung ist:
Fig. ι ein Verticalschnitt einer Ausführungsform des Apparates und
Fig. 2 ein Verticalschnitt durch ein Stück eines nach der Erfindung hergestellten Aufnahmecylinders.
Die vorzugsweise cylindrische Matrize α von entsprechender Gröfse und Stärke hat, wie bekannt, auf ihrer Innenfläche ein spiralförmiges Phonogramm, das auf elektrolytischem Wege durch einen Kupferniederschlag auf einem Wachscylinder und in einem gewöhnlichen Phonographen aufgezeichnet ist. In dieser Matrize befindet sich ein glatter Aufnahmecylinder b, der aus einer Mischung von Cellulose oder Celluloid mit einem anderen Material aus rauhen und billigen Bestandtheilen, z. B. einer gröberen Sorte von Cellulose oder Celluloid besteht, wie in Fig. 2 durch punktirte Linien angedeutet ist.
Um diesem Cylinder eine glatte und gleichartige, zur Aufnahme des Phonogramms geeignete Oberfläche c zu geben, erhält derselbe einen Ueberzug oder eine Schicht von entsprechend feinem Material, das ebenfalls aus Cellulose oder Celluloid bestehen oder einen integralen Theil des Cylinders bilden kann. Jedenfalls mufs die Oberfläche des Cylinders in Beziehung auf Ausdehnung und Zusammenziehung mit dem Körper des Cylinders gleichartig sein, so dafs seine Form dauernd gleichmäfsig bleibt.
Der glatte Cylinder wird zunächst auf eine Platte χ gesetzt, welche den Boden der Cylinderkammer d abschliefst, dann wird der Deckel e aufgelegt und auf diesem die Zahnstange f aufgesetzt, in welche das auf der Welle h sitzende Zahnrad i eingreift. Auf der Welle ist ferner der beschwerte Hebel g befestigt, durch welchen das Zahnrad gedreht und die Zahnstange auf- und niedergeführt werden kann. Beim Niedergehen drückt die Zahnstange auf den Deckel e und schliefst die Kammer ab. Der Druck des Hebels auf die Zahnstange bezw. den Deckel wird regulirt durch die Stellschraube j, welche sich in einem Arm I dreht, der mit dem Hauptrahmen k des Apparates fest verbunden ist.
Um den glatten Cellulosecylinder ■ zu erweichen, so dafs er sich gegen die beschriebene Oberfläche der Matrize ausdehnt, wird durch eine Rohrleitung η Dampf unter Druck in die Cylinderkammer d eingelassen.
Der Dampf erweicht den Cylinder vermöge seines Druckes und seiner Hitze und bewirkt,
dafs er sich vollständig in die Matrize eindrückt, so dafs man ein vollkommenes Positiv, ein genaues Duplicat desjenigen erhält, von dem die Matrize genommen wurde. Dies geschieht in einer durch Erfahrung festzustellenden Zeit. Der Dampf wird danach durch den Hahn s abgedreht und durch Oeffnung des Hahnes u einer Druckluftleitung t Druckluft zugeführt. Die Druckluft geht in die Kammer etwa unter demselben, jedoch nach Umständen zu regulirenden Druck wie der Dampf und bläst den Dampf durch die Auslafsröhre q ab. Die Druckluft kühlt auch den Cylinder etwas ab und nachdem dies geschehen, wird auch die Luft abgeschlossen, die Zahnstange gehoben und die Matrizen mit dem fertigen Cylinder aus der Maschine genommen. Der Cylinder kühlt rasch ab und zieht sich zugleich zusammen, so dafs er leicht aus der Maschine genommen werden kann.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Vorrichtung zum Vervielfältigen von Phonogrammen, bei welcher ein aus Celluloid oder dergl. bestehender Cylinder in eine auf ihrer Innenfläche einen Negativabdruck des zu copirenden Phonogramms enthaltende Form gebracht und gegen dieselbe mit Hülfe eines eingeleiteten Druckmediums geprefst wird, dadurch gekennzeichnet, dafs der Celluloidcylinder durch auf seine beiden Stirnseiten aufgesetzte Platten (x e) verschlossen wird, zum Zwecke, eine allseitig geschlossene Druckkammer herzustellen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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