-
Einrichtung zur wärmebeweglichen Abstützung von Maschinenteilen, insbesondere
Lagerböcken, auf einem Fundamentrahmen Bei Maschinenanlagen, wie Verdichtern, Wärmekraftmaschinen
u. dgl. mit mehreren Gehäusen ergibt sich die Notwendigkeit, die Gehäuse bzw. deren
Lagerböcke axial verschiebbar mit dem Fundament zu verbinden, damit eine axiale
Beweglichkeit gegeben ist. In der Regel werden die einzelnen Maschinenteile, wie
Lagerböcke, auf Fundamentrahmen aufgestellt, die durch Vergießen mit dem vorzugsweise
aus Beton bestehenden Fundament vereinigt sind. Zur Ermöglichung einer genauen Axialführung
ist es üblich, starre Führungen, bestehend aus Nut und Führungsschiene, zwischen
Fundament und den daran abgestützten Maschinenteilen vorzusehen.
-
Die Erfindung geht davon aus, daß das Ausrichten der Maschinenteile
bzw. Lagerböcke bei der Erstmontage und eventuell das Nachrichten bei späteren Cberholungsarbeiten
unter Umständen große Schwierigkeiten bereiten, die zu kostspieligen und zeitraubenden
Nacharbeiten, z. B. durch Erneuerung des Betonausgusses nach erfolgter Ausrichtkorrektur
od. dgl., Veranlassung geben.
-
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, zur Behebung dieser Schwierigkeiten
eine Einrichtung zu schaffen, die es ermöglicht, in einfacher Weise eine genau ausgerichtete
Abstützung von Maschinenteilen, wie Lagerböcken u. dgl., auf einem Fundamentrahmen
mit einer die axiale Führung sicherstellenden Führungsschiene zwischen Fundamentrahmen
und aufgesetztem Maschinenteil zu schaffen. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch
gelöst, daß die Führungsschiene an dem Fundamentrahmen einstellbar befestigt ist
und daß zu beiden Seiten der Führungsschiene zwischen Fundamentrahmen und Maschinenteilen
zur Aufnahme der Vertikalkräfte eine Höheneinstellung ermöglichende Traggleitschienen
mit Einstellkörpern angeordnet sind.
-
Die erfindungsgemäße Anordnung bietet die Möglichkeit, unabhängig
von Ungenauigkeiten der zu verbindenden Teile, insbesondere des Fundamentes und
des Fundamentrahmens, die Tragschienen in der Höhenlage und die Gleitführung in
seitlicher Richturig, bezogen auf die Welle für den Maschinenteil, vollkommen auszurichten,
so daß nach Verbindung mit dem Fundamentrahmen bei eintretenden Verschiebungen des
Maschinenteiles diese Teile entsprechend den Wärmebewegungen ohne das Auftreten
von zusätzlichen Beanspruchungen und Störungen der Ausrichtung verschoben werden
können. Bei der Erstmontage ermöglicht die Erfindung eine wesentliche Erleichterung
dadurch, daß beim Untergießen des Fundamentrahmens die endgültige Lage noch nicht
exakt eingestellt zu sein braucht, die sich erst bei aufgesetzten Gewichten ergibt.
Für die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Anordnung ist im besonderen die Anordnung
lösbarer bzw. auswechselbarer Einstellkörper an den Traggleitschienen von Bedeutung.
Die Einstellkörper können hierbei vorzugsweise als Scheiben ausgebildet sein, die
in einer entsprechenden Ausnehmung oder Bohrung der Traggleitschienen angeordnet
und befestigt sind. Durch Bearbeitung der Einstellkörper, z. B. durch Abschleifen
oder durch Beilegbleche, wird es ermöglicht, jede beliebige Einstellung der Traggleitschienen
entsprechend der Ausrichtung des Maschinenteils gegenüber der Welle bzw. den umlaufenden
Maschinenteilen vorzunehmen. Gemäß der weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird
die Ausrichtung und Abstützung der Maschinenteile mit Hilfe von Abdrückschrauben
sowie zusätzlichen Halteschrauben ermöglicht, die an dem Maschinenteil zwischen
den Traggleitschienen angeordnet sind, wodurch der seitliche Ausbau der Traggleitschienen
zum Zweck der Anpassung der Einstellkörper möglich gemacht wird.
-
Im folgenden soll die Erfindung näher an Hand eines Ausführungsbeispiels
erläutert werden, das- in den F i g. 1 bis 6 der Zeichnung dargestellt ist.
-
F i g. 1 zeigt im Grundriß eine Fundamentplatte F bzw. in der oberen
Hälfte der F i g. 1 die erfindungsgemäße Verbindung eines Lagerbockes mit der Grundplatte;
F i g. 2 der Zeichnung läßt in einem Schnitt entsprechend der Linie C-D der F i
g. 1 die Verbindung des Lagerfußes sowie der Traggleitplatte nebst Einstellkörper
mit der Fundamentplatte erkennen; F i g. 3 gibt einen Schnitt entsprechend dem Linien-zug
E-F der F i g. 1 wieder und zeigt die Abstützung des Lagerfußes mittels einer Abdrückschraube;
F
i g. 4 zeigt noch einen Schnitt entsprechend der Linie G-H der F i g. 1 und stellt
die vorübergehende Sicherung des Lagerbockes mittels hilfsweise angebrachter Halteschrauben
dar; Die F i g. 5 und 6 veranschaulichen in einem Querschnitt sowie einer Seitenansicht
die Festlegung der axialen Führungsschiene für den Lagerbock.
-
In F i g. 1 bedeutet F einen Fundamentrahmen, der gegebenenfalls unter
Verwendung von Ankerbolzen A (F i g. 3) mit dem Fundament vergossen ist. L bedeutet
einen Maschinenteil in Gestalt eines Lagerbocks, der axialbeweglich auf die Grundplatte
aufgesetzt werden kann. XX bedeutet die Mittelachse des Lagerbocks, in deren Richtung
eine Verschiebung möglich sein soll. Wie F i g. 1 und 2 erkennen lassen, sind zwischen
dem Fußteil L1 des Lagerbocks L und dem Fundamentrahmen F Trab gleitschienen 4 angeordnet,
auf denen die Fußteile L1 des Lagerbocks L abgestützt sind. In F i g. 1 der Zeichnung
ist nur im oberen Teil der Zeichnung der Lagerbock L und die Anordnung der Tragschiene
4 wiedergegeben, während im unteren Teil der Lagerbock und die Tragschiene weggelassen
sind. In der Tragschiene 4 sind in den Bereichen, in denen die größten Kräfte vom
Lagerbock hervorgerufen werden, Einstellkörper 5 vorhanden, die insbesondere kreisscheibenförmig
ausgebildet und in entsprechende Ausnehmungen 4 a der Traggleitschiene
4 eingelassen und mittels Befestigungsschrauben 4 b befestigt sind. Wesentlich
ist für die erfindungsgemäße Anordnung, daß die lösbar mit den Traggleitschienen
verbundenen Einstellkörper zur Erzielung einer exakten Ausrichtung des Maschinensatzes
genau auf örtlich begrenzten Flächen kleiner Ausdehnung bearbeitet werden können,
um eine Gleitbewegung des Lagerkörpers L gegenüber den Traggleitschienen 4 in axialer
Richtung ohne störende Beeinträchtigung der Lagerausrichtung zu ermöglichen. Wie
ersichtlich, ist jede der beiden Traggleitschienen 4 durch je zwei Einstellkörper
an den Enden der Traggleitschienen abgestützt. Die ausgerichteten Traggleitschienen
werden sodann, wie dies die F i g. 1 und 2 erkennen lassen, durch die Distanzschrauben
7 gehalten. Letztere sind gemäß F i g. 2 in den Fundamentrahmenteil F1 eingeschraubt.
Der Schaftteil 7a der Schrauben 7 ist durch Bohrungen der Traggleitschiene 4 und
durch die Langlochführungen L., der Fußplatte Ll des Lagerbocks L geführt, wobei
die Fußplatte L, durch den Schraubenkopf gehalten ist. Auf diesem Wege ermöglichen
die Schrauben 7 die Festlegung der Traggleitschienen sowie die Sicherung des verschiebbaren
Lagerbocks gegen ein Abheben in vertikaler Richtung. Neben der Höhenausrichtung
durch Einstellung der Traggleitschienen 4 mittels der bei der Montage zu bearbeitenden
Einstellkörper 5 ist ferner die Sicherstellung der seitlichen Axialführung sowie
die Einstellbarkeit dieser Führung von wesentlicher Bedeutung. Die axiale Führung
erfolgt bei der erfindungsgemäßen Lösung durch eine axiale Führungsschiene 2. Diese
Führungsschiene wird an ihren beiden Enden durch an der Stirnseite des Fundamentrahmens
angeschraubte Halter 3 festgelegt, die auch bei aufgesetztem Lagerbock zugänglich
sind. Die Enden der Führungsschienen sind in entsprechende Nuten dieser Halter 3
eingelassen. Letztere werden durch Schrauben 12 an dem Fundamentrahmen F befestigt;
die Bohrungen der Halter weisen genügend Spiel auf oder sind als Langloch gestaltet,
um die erforderliche Verschiebung der Halter senkrecht zur Achse XX entsprechend
der Ausrichtung vornehmen zu können. Nach Herstellung der erforderlichen Ausrichtung
können die Halter durch Paßbolzen 14 oder andere Mittel, z. B. Schweißnähte, eindeutig
festgelegt werden. Die beschriebene Anordnung der Führungsleisten gibt die Möglichkeit,
bei der Erstmontage die axiale Führung des auf die Grundplatte aufgelegten Maschinenteils
genauestens auszurichten und erforderlichenfalls auch später bei Überholung des
Maschinensatzes oder in sonstigen Fällen ein Nachrichten vorzunehmen.
-
Zur Ermöglichung der Richt- und Montagearbeiten können - wie besonders
die F i g. 3 und 4 veranschaulichen - vorübergehend in den Bohrungen L4 der Lagerbockfüße
L1 innerhalb der Traggleitschienen 4 Abdruckschrauben 10 und in den Gewindebohrungen
F" des Fundamentrahmens F Halteschrauben 11 zur Sicherung der Lagerbockfüße eingeschraubt
werden.
-
Im folgenden soll kurz die Montage eines Lagerbocks unter Anwendung
der erfindungsgemäßen Einrichtung näher erläutert worden. Nach dem Vergießen der
Grundplatte oder Grundplatten werden auf dieselben Traggleitschienen 4 mit den angeschraubten
Einstellkörpern 5 ebenso wie die Führungsleisten 2 aufgelegt. In gleicher Weise
werden im Bereich der Abdruckschrauben 10 Unterlagen 6 aufgelegt,
Anschließend werden auf die Grundplatten des Maschinensatzes die Lagerböcke aufgesetzt,
die Gehäuse aufgelegt und die Wellen eingebracht, wobei zu beachten ist, daß die
Bohrungen für die Befestigungs- und Verbindungsschrauben 7 in der Grundplatte F1
und den Traggleitschienen 4 nicht versetzt sein dürfen. Das Ausrichten der Höhenlage
der Traggleitschienen wird unter Nacharbeiten der Einstellkörper 5 vorgenommen.
Vor ihrem Ausbau werden zunächst innerhalb der Traggleitschienen die Halteschrauben
11 mit den Unterlegscheiben 9 eingeschraubt, wobei etwa 0,2 mm Spiel
vorgesehen ist. Durch die Halteschrauben 11 wird ein Kippen des Lagerbocks bei einseitiger
Belastung während des Anhebens vermieden. Der Lagerbock selbst wird mit der Abdruckschraube
10 (vgl. F i g. 3) bis zum Anschlag an den Halteschrauben 11 (vgl. F i g. 4) angehoben.
Hierdurch wird es möglich gemacht, die Traggleitschienen seitlich zu entfernen und
die für die Erstmontage mit Zugabe versehenen Distanzscheiben durch Nacharbeiten
oder Hinzufügen von Beilagen auf die erforderliche Stärke zu bringen. Durch unterschiedliche
Bearbeitung der vier Distanzscheiben können Schräglagen des Lagerbocks in Längs-
oder Querrichtung beseitigt werden. Nach Durchführung der Nacharbeiten werden die
Einstellkörper wieder an die Gleitplatten mittels der Schrauben 4 b angeschraubt.
Hiernach werden die Distanzschrauben 7 durch die Langlöcher der Lagerbockfüße und
die entsprechenden Bohrungen in die Gewindelöcher der Grundplatte eingeschraubt.
Die die Distanzierung ermöglichenden Schrauben werden nach Ausrichtung der Höhenlage
nachträglich so bearbeitet, daß zwischen dem Kopf des in die Sacklochbohrung in
dem Fundamentrahmen fest eingeschraubten Schraubenbolzens und der Unterlegscheibe
9 etwa 2/in mm Spiel vorhanden sind. Schließlich werden die Halteschrauben 11 und
Abdruckschrauben 10 entfernt.
-
Das seitliche Ausrichten der Lagerböcke wird in der Weise vorgenommen,
daß die Führungsschiene 2
entsprechend dem Verlauf der Wellenachse
verschoben wird, wobei zunächst die Halter 3 noch nicht mit den Stirnwänden des
Fundamentrahmens vereinigt sind. Nach erfolgter Ausrichtung der Führungsschienen
2 werden sodann die Halter 3, in deren Nuten die Enden der Führungsschienen eingelassen
sind, angeschraubt und in ihrer Lage, z. B. durch Paßbolzen 3, gesichert.
-
Die erfindungsgemäße Einrichtung ermöglicht es, in analoger Weise
nachträglich ein Nachrichten der Lagerböcke vorzunehmen, wobei gegebenenfalls ein
Nacharbeiten lediglich an den Einstellkörpern erforderlich ist, oder bei Änderungen
der Einstellung der axialen Führungsschiene 2 nach dem Entfernen der Halter 3 eine
Erneuerung der Festlegung der Halter 3 durch Paßbolzen od. dgl. erforderlich ist.