DE1237117B - Loesungsmittelgemisch fuer Fette, Wachse, Harze und Kautschukarten auf Basis von Chlorkohlenwasserstoffen - Google Patents

Loesungsmittelgemisch fuer Fette, Wachse, Harze und Kautschukarten auf Basis von Chlorkohlenwasserstoffen

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DE1237117B
DE1237117B DE1964C0034438 DEC0034438A DE1237117B DE 1237117 B DE1237117 B DE 1237117B DE 1964C0034438 DE1964C0034438 DE 1964C0034438 DE C0034438 A DEC0034438 A DE C0034438A DE 1237117 B DE1237117 B DE 1237117B
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DE
Germany
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dichloropropane
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solvent mixture
waxes
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DE1964C0034438
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English (en)
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Peter Connstein
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PETER CONNSTEIN
Original Assignee
PETER CONNSTEIN
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K5/00Use of organic ingredients
    • C08K5/02Halogenated hydrocarbons
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C17/00Preparation of halogenated hydrocarbons
    • C07C17/38Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives
    • C07C17/42Use of additives, e.g. for stabilisation

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Lösungsmittelgemisch für Fette, Wachse, Harze und Kautschukarten auf Basis von Chlorkohlenwasserstoffen Die Erfindung bezieht sich auf ein Lösungsmittelgemisch für Fette, Wachse, Harze und Kautschukarten auf der Basis von Chlorkohlenwasserstoffen und besteht dabei darin, daß ein Gemisch von Dichlorpropan und Trichloräthylen gebildet ist, dessen Dichlorpropangehalt 50 Gewichtsprozent nicht übersteigt und das gegebenenfalls geringe Mengen von Alkylaminen, vorzugsweise Triäthylamin, als Stabilisator enthält.
  • Erfindungsgemäß kann man auch so vorgehen, daß der Gehalt an Dichlorpropan 30 bis 50 Gewichtsprozent beträgt.
  • In manchen Fällen erscheint es vorteilhaft, daß der Stabilisator mindestens teilweise aus Triäthylamin besteht.
  • Schließlich kann man gemäß der Erfindung so verfahren, daß der Anteil an Stabilisator 0, 04 bis 0ß25 Gewichtsprozent, vorzugsweise etwa 0, 1 Gewichtsprozent beträgt.
  • Als Lösungsmittel für natürliche und künstliche Fette, Wachse, Harze, Bitumina und Gummiarten sind verschiedene Chlorkohlenwasserstoffe sowohl für sich allein wie auch in verschiedenen Gemischen miteinander bekannt. Am weitesten finden Tetrachlorkohlenstoff, Methylenchlorid und Tri-und Tetrachloräthylen Verwendung. Die wesentlichsten Anforderungen, die an ein gutes Lösungsmittel gestellt werden, sind neben guter Zugänglichkeit und wirtschaftlichem Einstandspreis vor allem gutes Lösevermögen, geringe Toxizität, Untrennbarkeit und thermische Stabilität.
  • So ist vor allem die Forderung nach geringer Toxizität der Grund dafür, dal3 in letzter Zeit von der Verwendung des sonst als Lösemittel gut geeigneten Tetrachlorkohlenstoffs abgegangen wird. Als unbrennbar gelten nach dem für alle Kulturländer in dieser Hinsicht praktisch gleichen gesetzlichen Bestimmungen solche Lösungsmittel bzw. Lösungsmittelgemische, für die bis zu einer Temperatur von mindestens +100°C kein Flammpunkt nachgewiesen werden kann. Die Forderung nach thermischer Stabilität bedeutet, daß das Lösungsmittel bei der Arbeitstemperatur, die üblicherweise meist knapp unter dem Siedepunkt liegt, aber z. B. bei der Regenerierung oder der Metallentfettung auch darüber liegen kann, keinen Chlorwasserstoff abspaltet.
  • Ein Chlorkohlenwasserstoff, der unter anderem in der petrochemischen Industrie anfällt und dessen Einsatzmöglichkeit wegen der nachstehend beschriebenen Nachteile sehr beschränkt ist, ist das Dichlorpropan. Als Lösungsmittel ist es schon wegen seines niedrigen Zündpunktes von +4°C ungeeignet, aber auch wegen seiner thermischen Instabilität, da es schon bei Temperaturen, die erheblich unterhalb seines Siedepunktes liegen, Chlorwasserstoffe in nennenswertem Ausmaß abspaltet. Aus diesem Grunde ist es bisher notwendig, den weitaus größten Teil des anfallenden Dichlorpropans wieder aufzuspalten und auf seinen Chlorgehalt und/oder C/H-Gehalt aufzuarbeiten, was sehr aufwendig und kostspielig ist.
  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Lösungsmittelgemisch aus gechlorten Kohlenwasserstoffen, das den bisher bekannten Lösungsmitteln in bezug auf alle genannten technischen Eigenschaften ebenbürtig ist und trotzdem zu einem erheblichen Teil aus Dichlorpropan besteht, womit für diesen bisher als Lästige Abfallprodukt angesehenen Stoff eine technisch und wirtschaftlich sinnvolle Einsatzmöglichkeit gegeben ist.
  • Das erfindungsgemäße Gemisch ist völlig untrennbar und seine thermische Stabilität kann für jeden Verwendungszweck ausreichend eingestellt werden.
  • Es wurde überraschenderweise gefunden, daß Gemische von Trichloräthylen und Dichlorpropan bis zu einem sehr hohen Gehalt an Dichlorpropan genauso unbrennbar bleiben wie reines Trichloräthylen. Die Unbrennbarkeit des Gemisches bleibt bis zu Gehalten an Dichlorpropan von über 50 Gewichtsprozent erhalten. Vorzugsweise wird jedoch aus Sicherheitsgründen der Gehalt des Gemisches an Dichlorpropan nicht über 50 °/0 gesteigert. Gegebenenfalls kann es auch günstig sein, den Gehalt an Dichlorpropan noch etwas weiter, insbesondere auf etwa 30 Gewichtsprozent zu senken, vor allem wenn es bei mittleren Temperaturen, d. h. wesentlich unterhalb des Siedebeginnes, aber oberhalb Raumtemperatur eingesetzt werden soll. Ein Gemisch von etwa 30 Gewichtsprozent Dichlorpropan und 70 Gewichtsprozent Trichloräthylen ist nämlich schon ohne jeden weiteren Zusatz thermisch weitgehend stabil.
  • Für Verwendungszwecke, bei denen das Lösungsmittel bis zur Verdampfung erhitzt werden muß, wie es z. B. bei der Regenerierung der Fall ist, wird das Gemisch gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung durch Zusatz eines besonderen Stabilisators verwendbar gemacht.
  • Es sind zwar eine ganze Reihe von Stabilisatoren bekannt, die alle Chlorwasserstoffabspaltung aus verschiedenen gechlorten Kohlenwasserstoffen bei höheren Temperaturen inhibieren, wie z. B. Dioxan, verschiedene Äthanolamine, verschiedene Phenole, Thymol usw.
  • Alle diese Stoffe können aber, selbst wenn sie in wesentlich höheren Konzentrationen als üblich und wirtschaftlich vertretbar zugesetzt werden, die HCI-Abspaltung aus Dichlorpropan schon bei Temperaturen um 70°C, also erheblich unterhalb des Siedepunktes, nicht aufhalten.
  • Es wurde nun überraschenderweise gefunden, daß eine andere Gruppe von Stabilisatoren, die für die Stabilisierung anderer Chlorkohlenwasserstoffe ebenso bekannt ist wie die oben genannten, diesen Nachteil nicht aufweist. Im Gegensatz zu den anderen Stabilisatoren verhindern nämlich die Alkylamine, vorzüglich das Triäthylamin, die Chlorwasserstoffabspaltung auch aus reinem Dichlorpropan und ganz besonders aus Gemischen von Dichlorpropan mit Trichloräthylen auch bei Temperaturen oberhalb des Siedepunktes schon in den üblichen kleinen Konzentrationen mit Sicherheit.
  • Konzentrationen von etwa 0, 04 Gewichtsprozent bis 0, 25 Gewichtsprozent, vorzugsweise etwa 0, 1 Gewichtsprozent, sind in jedem Falle ausreichend.
  • Als weitere Stabilisatoren können noch Monoäthylamin mit einer Konzentration von etwa 2, 5 Gewichtsprozent sowie Diäthylamin in einer Konzentration von 1, 3 Gewichtsprozent genannt werden.
  • Die Herstellung des erfindungsgemäßen Lösungsmittelgemisches ist nachstehend an Hand von Ausführungsbeispielen erläutert.
  • Beispiel 1 In einem verschlossenen, glasemaillierten, heizbaren Rührwerksbehälter mit Druckausgleich und Sicherheitsventil von 10 m3 Fassungsraum werden 5000 kg Dichlorpropan eingetragen und dann 10 kg Triäthylamin, technisch rein, zugesetzt und dabei bei 25°C 5 Minuten lang gerührt. Hierauf werden 5000kg Trichloräthylen unter ständigem Rühren in langsamem Zufluß zugegeben und nach Beendigung der Zugabe noch einige Minuten weitergerührt. Anschließend wird das Gemisch unter weiterem Rühren im Laufe von mindestens 30 Minuten auf 60°C erhitzt. Dann wird das Rührwerk abgestellt, die Dampfzuführung unterbrochen und langsam abkühlen lassen. Nach Erreichen der Umgebungstemperatur wird das Rührwerk noch einmal 10 Minuten eingeschaltet.
  • Beispiel 2 Eine Mischung von 50 °/0 Dichlorpropan und 50°/0 Trichloräthylen, unter Beifügung von 0, 2°lo Triäthylamin als Stabilisator, wird in einen Glaskolben gegeben und bis 80°C erhitzt. Auf den Kolben wird ein Rückflußkühler gesetzt. Neben dem Lösungsmittelgemisch befinden sich in dem Kolben Stücke aus Eisen und V2A-Stahl. Dieser Kochvorgang wird 72 Stunden aufrechterhalten. Anschließend werden die Metallteile entnommen und nach Lufttrocknung auf Rostansatz untersucht, wobei sich keine Rostspuren zeigen. Das Lösungsmittelgemisch wird vor/ nach dem Erhitzen mit Wasser ausgeschüttelt. Danach wird Bromthymolblau hinzugegeben, um den pH-Wert festzustellen. Der Auszug zeigt einen blauen Farbton, der pH-Wert liegt also über 7, 5. Eine Bestimmung des Flammpunktes nach Abel-Pensky verläuft negativ, d. h., der Flammpunkt liegt über dem Siedepunkt. Die Flamme verlischt im Lösungsmittel.
  • Eine Verwendung von 2, 5 Gewichtsprozent Monoäthylamin oder 1, 3 Gewichtsprozent Diäthylamin als Stabilisatoren zeigt das gleiche Verhalten des Lösungsmittels wie bei Verwendung von 0, 2 Gewichtsprozent Triäthylamin als Stabilisator.
  • Das erhaltene Lösungsmittelgemisch ist also thermisch stabil und besitzt keinen Flammpunkt unterhalb des Siedepunktes.

Claims (4)

  1. Patentansprüche : 1. Lösungsmittelgemisch für Fette, Wachse, Harze und Kautschukarten auf Basis von Chlorkohlenwasserstoffen, bestehend aus einem Gemisch von Dichlorpropan und Trichloräthylen, dessen Dichlorpropangehalt 50 Gewichtsprozent nicht übersteigt, und gegebenenfalls geringen Mengen von Alkylaminen, vorzugsweise Triäthylamin, als Stabilisator.
  2. 2. Lösungsmittelgemisch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Gehalt an Dichlorpropan 30 bis 50 Gewichtsprozent beträgt.
  3. 3. Lösungsmittelgemisch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Stabilisator mindestens teilweise aus Triäthylamin besteht.
  4. 4. Lösungsmittelgemisch nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Anteil an Stabilisator 0, 04 bis O,SGewichtsprozent, vorzugsweise etwa 0, 1 Gewichtsprozent beträgt.
DE1964C0034438 1964-11-21 1964-11-21 Loesungsmittelgemisch fuer Fette, Wachse, Harze und Kautschukarten auf Basis von Chlorkohlenwasserstoffen Pending DE1237117B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3118072A1 (de) * 1981-05-07 1982-11-25 Claus-Christian Dr.Rer.Nat. Dr.Med. 6901 Wilhelmsfeld Heuck Verfahren zur trennung von lipophilen bestandteilen aus waessrigen kolloid-loesungen zu praeparativen zwecken und/oder zum nachweis eines analyts in waessriger phase

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE3118072A1 (de) * 1981-05-07 1982-11-25 Claus-Christian Dr.Rer.Nat. Dr.Med. 6901 Wilhelmsfeld Heuck Verfahren zur trennung von lipophilen bestandteilen aus waessrigen kolloid-loesungen zu praeparativen zwecken und/oder zum nachweis eines analyts in waessriger phase

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