AT156284B - Verfahren zur Verminderung des Quellens von Nutzholz. - Google Patents
Verfahren zur Verminderung des Quellens von Nutzholz.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Verminderung des Quellens von Nutzholz. Durch chemische oder physikalische Behandlung von Nutzholz konnte bisher nur eine Verlangsamung, aber nicht eine Verminderung seiner Quellung erreicht werden, d. h., es gelang bisher EMI1.1 fahren bezweckt eine Verminderung der Quellung und erzielt eine solche bis zu 70%, ohne dass die physikalischen Eigenschaften des Holzes, wie Porosität, Zellenaufbau usw., verlorengehen. Das neue Verfahren besteht darin, dass man das Holz mit solchen für jede Holzart durch Versuche zu ermittelnden Mengen von gasförmigen oder gelösten Halogenen behandelt, dass hiedurch noch keine die physikalischen Eigenschaften des Holzes beeinträchtigende Zersetzung der Holzsubstanz eintritt, worauf nötigenfalls zur Entfernung des überschüssigen Halogens getrocknet wird. Wie sich herausgestellt hat, beruht die Quellverminderung des Holzes darauf, dass der Ligninbestandteil des Holzes wesentliche Mengen von Halogenen bindet, während dies beim Zellulosebestandteil nicht oder nur in geringem Grade der Fall ist. Auch oxydative Veränderungen wurden nach bzw. infolge dieser Bindungen beobachtet. A. Unmittelbare Behandlung des Holzes mit gasförmigen Halogenen. Die Holzbehandlung mit gasförmigen Halogenen kann in der Weise erfolgen, dass man die EMI1.2 <Desc/Clms Page number 2> Wagen geschichtet, in eine ehlorbeständig ausgekleidete, luftdicht schliessbare Kammer einbringt und zunächst den Wassergehalt der Bretter bei 60-80 C bis auf etwa 6-7% herabsetzt. Dann lässt man die Temperatur auf 50-550 C absinken und beginnt die Chlorbehandlung, indem man bei geschlossener Kammer einer in einem Steingutgefäss in die Kammer eingebrachten bestimmten Chlor- EMI2.1 B. Mittelbare Behandlung des Holzes mit halogenreirhen Gasen. Die Holzbehandlung mit gasförmigen Halogenen kann anstatt unmittelbar auch mittelbar erfolgen, z. B. so, dass man anderes Holz in mit Halogenen leicht zu behandelnder Form oder ligninreiche Stoffe, welche Halogene im Überschuss aufzunehmen in der Lage sind, unbeschadet ihrer etwaigen Zersetzung mit gasförmigen Halogenen, besonders Chlor, behandelt und die aus diesen Stoffen. entweichenden Gese auf das Holz, dessen Quellung man vermindern will, zur Einwirkung bringt. Gegenüber der unmittelbaren Holzbehandlung mit reinen Halogengasen hat die mittelbare Holzbehandlung mit halogenreiehen Gasen Vorteile, z. B. den, dass diese das Holz nicht angreifen und noch tiefer als reine Halogengase in dieses eindringen. Die zur Erzeugung der halogenreichen Gase dienenden Stoffe können zusammen mit dem Holze, dessen Quellung man vermindern will, in Trockenkammern oder-räume eingebraeht werden, wobei sich die Menge der zur Bildung der halogenreiehen Gase dienenden Stoffe nach der Art des Holzes, dessen Quellung vermindert werden soll und dem gewiinsehten Grade der Quellungsverminderung richtet. Die Erwärmung der Kammern kann mit oder ohne Anwendung von Umlaufluft, Über-oder Unterdrück erfolgen. EMI2.2 Gefässe eingebrachten Holz, dessen Quellung man vermindern will, mit oder ohne Anwendung von Umlaufluft, Über-oder Unterdruck, zuführen. Auch hier kann man die Holzbehandlung unter Luftverdünnung oder bei Überdruck vornehmen, wie man auch in das Holz als Halogenüberträger katalytisch wirkende Stoffe einführen kann. Wie bei der unmittelbaren Holzbehandlung mit reinen Halogengasen ist es zweckmässig, die halogenreiehen Gase bei aO-oo C nicht wesentlich übersteigenden Temperaturen auf das zu behandelnde Holz einwirken zu lassen, wobei dasselbe allenfalls vorher bei Temperaturen von etwa 60 bis 120 C bis zur praktischen Wasserfreiheit getrocknet worden sein kann. C. Holzbehandlung mit gelösten Halogenen. Auch mit gelösten Halogenen kann man das Holz behandeln, wobei die Halogenlösung vor oder während der Holzbehandlung erwärmt werden kann. Als Lösungsmittel haben sieh Flüssigkeiten, wie Tetrachlorkohlenstoff oder Schwefelkohlenstoff, die keinen durch Halogene angreifbaren Wasserstoff aufweisen und nur bestimmte Halogenmengen gelöst aufnehmen, als besonders geeignet erwiesen. Wird beispielsweise Zedernholz mit einer derartigen Chlorlösung getränkt, so wird eine Verminderung der Erstquellung um 50% sowie eine solche der Dauerquellung um 25% erreicht. Man kann der Halogenlösung auch Kontaktstoffe, z. B. Schwefel, zusetzen. Werden z. B. Zedernholzstücke mit einer Lösung von Chlor in Tetrachlorkohlenstoff unter Mitanwendung eines Kontaktstoffes gekocht, so wird die Quellung um 70% herabgesetzt. In allen Fällen, d. h. bei der unmittelbaren Holzbehandlung mit reinen Halogengasen oder bei seiner mittelbaren Behandlung mit halogenreiehen Gasen oder bei seiner Behandlung mit gelösten Halogenen kann man das Holz, gegebenenfalls in einem Arbeitsgange mit der Halogenbehandlung oder vor oder nach derselben, in bekannter Weise mit Sehutzstoffen gegen Pilze, Insekten oder Feuer oder mit Farbstoffen imprägnieren. Wie eingangs erwähnt wurde, lässt sich mit dem neuen Verfahren eine Quellverminderung des Holzes bis zu etwa 70% erzielen. Unter diesen Umständen wird man auf die bisher üblichen Massnahmen zum Schutze gegen das Quellen von Holz, z. B. auf die jahrelange Holzlagerung oder die Herstellung von Sperrholz, ebenso aber auch auf die Anwendung kiinstlicher Holzersatzstoffe verzichten können und lieber halogenbehandeltes Holz verwenden. **WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Verminderung des Quellens von Nutzholz, dadurch gekennzeichnet, dass man das Holz, allenfalls nach vorheriger Einführung von als Halogeniiberträger katalytisch wirkenden Stoffen, wie Sehwermetallsalzen, mit solchen für jede Holzart durch Versuche zu ermittelnden Mengen von gasförmigen oder gelösten Halogen behandelt, dass hiedurch noch keine die physikalischen Eigensehaften des Holzes beeinträchtigende Zersetzung der Holzsubstanz eintritt, worauf nötigenfalls zur Entfernung des überschüssigen Halogens getrocknet wird. <Desc/Clms Page number 3>2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Holzbehandlung bei oder ohne Anwendung von Umlaufluft, Über- oder Unterdruck bewirkt, wobei das Halogen in der Wärme und allenfalls in der Weise zur Anwendung gelangt, dass das zu behandelnde Holz zusammen mit anderem, mit Halogen behandelten Holz oder ligninreichen Stoffen erwärmt wird.3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man das gasförmige Halogen oder die halogenreichen Gase auf das Holz periodisch, d. h. unter Einschaltung von Trocknungs-, Kühl-oder Ruheperioden, gegebenenfalls auch bei Unter-oder Überdruck einwirken lässt.4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man das gasförmige Halogen oder die halogenreichen Gase bei 50-550 C nicht wesentlich übersteigenden Temperaturen auf das zu behandelnde Holz einwirken lässt, wobei dasselbe allenfalls vorher bei Temperaturen von etwa 60 bis 120 C bis zur praktischen Wasserfreiheit getrocknet worden sein kann.5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man das gasförmige Halogen oder die halogenreichen Gase mit gas-bzw. dampfbildenden, besonders wasserabweisenden und halogenbeständigen organischen Stoffen, z. B. Tetrachlorkohlenstoff, belädt oder mit indifferenten Gasen, wie Kohlensäure oder Luft, verdünnt.6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man das Holz mit einer gegebenenfalls vorher erwärmten oder während der Behandlung zu erwärmenden Lösung von Chlor in einer keinen durch das Halogen angreifbaren Wasserstoff enthaltenden Flüssigkeit, wie Tetrachlorkohlenstoff oder Schwefelkohlenstoff, behandelt.7. Verfahren nach Anspruch 1 oder 1 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass man der Halogenlösung Kontaktstoffe, wie Schwefel, welche die Quellverminderung steigern oder beschleunigen, zusetzt.8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man das Holz vor, während oder nach der Halogenbehandlung in bekannter Weise mit Schutz-oder Farbstoffen imprägniert.
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