DE967740C - Verfahren zur Herstellung von Scheidern fuer Akkumulatoren - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Scheidern fuer AkkumulatorenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines zur Weiterverarbeitung auf Scheider für Akkumulatoren
geeigneten Werkstoffes sowie von Scheidern daraus und ist eine Verbesserung und weitere Ausbildung
des Gegenstandes des Patentes 839 952.
Das Verfahren nach dem Hauptpatent besteht darin, daß aus einem Grundstoff, der aus Glaswolle,
Papierpulpe und einem wasserfesten Mittel besteht, eine Platte gebildet wird, die getrocknet, dann mit
einem säurefesten Bindemittel imprägniert und anschließend bis zum Schmelzen des Bindemittels einer
Wärmebehandlung unterzogen wird, worauf dieses Zwischenplattenmaterial vor der Benutzung mit einem
Benetzungsmittel getränkt wird. Hierbei wurde der Glaswolle, um dem Werkstoff die gewünschte Zugfestigkeit
zu verleihen, ein verhältnismäßig geringer Anteil an Papierpulpe zusammen mit dem wasserfesten
Mittel, wie z. B. Gummiphenolkunstharz, zugesetzt, wonach der Werkstoff mit einer polymerisierbaren
Phenolkunstharzlösung imprägniert wurde, die, nachdem die Platte mit Rippen versehen war, polymerisiert
wurde. Separatoren für Akkumulatoren aus einem solchen Material haben sich in der Praxis
bestens bewährt. Wenn man sie jedoch mit Naturholz-
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Separatoren, die allgemein gebräuchlich sind, vergleicht, haben sie den Nachteil, daß sie durch den
hohen Anteil an Glaswolle verhältnismäßig kostspielig sind. Diese hohen Anteile an Glaswolle erhöhen
die Herstellungskosten sehr beträchtlich. Außerdem ist es, wenn der Anteil an Glaswolle in dem Gemenge
groß ist, schwierig, einen gleichmäßigen Anteil an Glaswolle über die gesamte Produktion aufrechtzuerhalten,
so daß es vorkommt, daß das Endprodukt ίο in gewissen Teilen einen höheren Anteil an Glaswolle
aufweist als in anderen, da es schwer ist, die Glaswolle in der Mischung gleichmäßig verteilt zu halten.
Man hat es bisher für unmöglich gehalten, Separatoren für Akkumulatoren herzustellen, die ganz oder
größtenteils aus Holzpulpe bestehen, da diesen Erzeugnissen die notwendige Porosität fehlt, so daß man, wie
in dem Hauptpatent vorgeschlagen wurde, Zusätze von 50 % und mehr von Glaswolle, welche die erforderliche
Porosität verleiht, vorgesehen hat. Gemäß der Erfindung wurde festgestellt, daß ein
Werkstoff für Batterieseparatoren, welcher ausgezeichnete Ergebnisse hervorbringt, vollkommen aus
Papierpulpe, welche beträchtlich billiger als Glaswolle ist, oder aus einer Mischung von Papierpulpe und einem
geringen Anteil an Glaswolle hergestellt werden kann, wenn die Imprägnierung des Plattenmaterials mittels
eines geeigneten Mittels durchgeführt wird, wobei dieses Mittel dem Separatormaterial nicht nur die
Widerstandsfähigkeit gegen chemische und elektrische Oxydationseinflüsse, sondern auch den erforderlichen
Grad an Porosität verleiht.
Das erfindungsgemäße Verfahren, das in der Hauptsache mit dem Herstellungsverfahren nach dem Hauptpatent
übereinstimmt, besteht darin, daß der Grundstoff ganz oder hauptsächlich aus Zellstoff- oder
Lumpenpulpe besteht und keinen größeren Anteil als etwa 10 % an Glaswolle enthält und daß das säurefeste
Bindemittel, mit welchem die Platten imprägniert werden, aus einer kolloidalen Dispersion von PoIymerisaten
auf Vinylchloridbasis, welcher eine geringe Menge eines Stabilisierungsmittels zugesetzt ist,
besteht. Zweckmäßig enthält das zur Imprägnierung verwendete Bindemittel eine nicht plastisch gemachte
Dispersion eines Polyvinylchloridlatex. Der nach diesem Verfahren hergestellte Werkstoff
hat sogar bei einer Dicke in der Größenordnung von 0,25 mm eine Zugfestigkeit, die genügt, um ihn allein
zu verwenden, d. h., ohne Abstützung durch eine hölzerne oder andere Trennwand. Als wasserfestes
Zusatzmaterial wird, wie nach dem Hauptpatent, vorzugsweise ein Gummiphenolkunstharz verwendet.
Seine Menge beträgt vorzugsweise 6 Volumprozent. Als Bindemittel werden kolloidale Dispersionen von
Polymerisaten auf Vinylchloridbasis in Wasser bevorzugt benutzt, wobei den Emulsionen eine geringe Menge
eines Stabüisierungsmittels, z. B. Ammoniak, zugesetzt wird, um die Emulsion beständig und bei einem pa-Wert
über 8,5 zu halten. Solche Emulsionen können in voller Konzentration, nämlich mit 55 % an festen Bestandteilen,
oder als wäßrige Emulsionen bis hinunter zu 27,5 % fester Bestandteile angewandt werden.
Wünscht man einen gerippten Werkstoff zu erhalten, um Scheider mit den gebräuchlichen Rippen herzustellen,
so wird man die aus der Masse gefertigte Tafel nur unvollständig trocknen, dann mit Rippen versehen
und endlich durch Wärmebehandlung das Bindemittel zum Schmelzen bringen. Vorzugsweise folgt die Wärmebehandlung
als besonderer Arbeitsgang nach der Herstellung der Rippen.
Der erfindungsgemäß hergestellte Werkstoff kann gelagert werden, aber vor Gebrauch wird er in eine
Benetzungslösung getaucht und dann getrocknet.
Gegenstand der Erfindung ist auch die bloße Herstellung des Werkstoffes, einerlei ob er mit Benetzungslösung
behandelt ist oder nicht.
Der Werkstoff kann in einer gewöhnlichen Papiermaschine hergestellt werden.
Versuche haben ergeben, daß bei der Herstellung von Zwischenplatten gemäß der Erfindung die Verwendung
einer nicht plastisch gemachten Dispersion eines Polyvinylchloridlatex als Bindemittel, das die
Tafeln säurebeständig macht, ausgezeichnete Ergebnisse liefert. Das so erzeugte Tafelmaterial kann in
Form von Tafeln gelagert oder auf Plattengröße zurechtgeschnitten und dann gelagert werden. Der so
gestapelte Vorrat muß jedoch in eine Benetzungslösung getaucht und getrocknet werden, bevor er für
Akkumulatoren-Scheider Verwendung findet. Die Benetzungslösung kann eine i°/oige Lösung von
Türkischrotöl sein, in die der Werkstoff ungefähr 10 Minuten getaucht wird, um dann endgültig getrocknet
zu werden.
Diese Versuche haben auch ein unerwartetesErgebnis gezeigt. Nämlich der getränkte Tafelwerkstoff hat tatsächlich
die notwendige Durchlässigkeit für ein brauchbares Filter, das als Scheider eines elektrischen Akkumulators
dienen kann. Außerdem gibt das erfindungsgemäße Verfahren den Zellstoffasern einen solchen
Schutz, daß keine besonderen Maßnahmen notwendig sind, um einen Säureangriff auf den Zellstoff zu verhindern.
Infolgedessen kann die Masse ganz oder hauptsächlich aus Zellstoff- oder Lumpenpulpe bestehen.
Bei der Herstellung des Plattenwerkstoffes aus der Masse kann diese, die das Gummiphenolkunstharz
enthält, in einem Holländer verarbeitet werden, damit die erforderliche innige Mischung der Fasern mit dem
wasserfesten Zusatzmittel erreicht wird, die so weit geht, daß dieses in der ganzen Mischung vollständig
fein verteilt ist. Der erzeugte Stoff wird in einen Vorratsbottich gepumpt und von dort nach den bekannten
Papierherstellungsverfahren zu den trocknen Tafeln verarbeitet.
Die Tränkung der trocknen Tafel geschieht vorzugsweise,
indem man die Tafel in die Polyvinylchloridlatexlösung eintaucht, den überschüssigen Latex mit
einem Schaber und/oder mit Walzen entfernt und dann die Tafel entweder unvollständig trocknet und darauf
mit Rippen versieht oder die Rippen beim Durchgang durch geheizte Walzen erzeugt, so daß die unvollständige
Trocknung gleichzeitig geschieht.
Vorzugsweise wird jedoch die gerippte Tafel in die ewünschten Längen geschnitten, die Stücke getrocknet
und dann erst das Polyvinylchlorid geschmolzen. Die Tafeln können so getrocknet werden, daß man sie
durch einen Heiztunnel laufen läßt, in dem die
Temperatur allmählich bis zu dem Wert ansteigt, der dem verwendeten Polyvinylchlorid angemessen ist, sie
darauf in die Benetzungslösung taucht und trocknet.
Da die Glaswolle, wenn sie verwendet wird, der Behandlung in einem Holländer standhalten soll,
müssen ihre Fasern fein genug sein, um unzulässigen Bruch zu vermeiden. Fasern von 0,006 mm Durchmesser
sind als brauchbar gefunden.
Mit dem Verfahren nach der Erfindung können ίο Scheider hergestellt werden, die sogar bei Dicken in
der Größenordnung von 0,25 mm eine ausreichende Zugfestigkeit und Porosität haben, um sie allein zu
verwenden, und die auch ein wirksames Filter für Bleiteilchen bilden.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Verfahren zur Herstellung von Scheidern für Akkumulatoren aus einem mit einem säurefesten Bindemittel imprägnierten Werkstoff, dessen Grundstoff aus Papierpulpe, Glaswolle und einem wasserfesten Mittel besteht, nach Patent 839 952, dadurch gekennzeichnet, daß man als Grundstoff ganz oder hauptsächlich Zellstoff- oder Lumpenpulpe mit keinem größerem Anteil als etwa 10% Glaswolle und als säurefestes Bindemittel eine kolloidale Dispersion von Polymerisaten auf Vinylchloridbasis, welcher eine geringe Menge eines Stabilisierungsmittels zugesetzt ist, verwendet.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Bindemittel eine nicht plastisch gemachte Dispersion eines Polyvinylchloridlatex verwendet wird.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 600 875.© 709 802/36 12. K
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