DE613460C - Verfahren zur Herstellung muendungsfeuerfreier Pulver - Google Patents

Verfahren zur Herstellung muendungsfeuerfreier Pulver

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DE613460C
DE613460C DEP62872D DEP0062872D DE613460C DE 613460 C DE613460 C DE 613460C DE P62872 D DEP62872 D DE P62872D DE P0062872 D DEP0062872 D DE P0062872D DE 613460 C DE613460 C DE 613460C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C06EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06BEXPLOSIVES OR THERMIC COMPOSITIONS; MANUFACTURE THEREOF; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS EXPLOSIVES
    • C06B23/00Compositions characterised by non-explosive or non-thermic constituents
    • C06B23/04Compositions characterised by non-explosive or non-thermic constituents for cooling the explosion gases including antifouling and flash suppressing agents

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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Air Bags (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung mündungsfeuerfreier Pulver Die Beseitigung des Mündungsfeuers bei Nitrocellulosepulvern durch Zusatz oder Rufladung von Alkalisalzen, insbesondere Kalisalpeter oder Kaliumchlorid, ist bereits bekannt. Die mit diesen Verfahren erreichten Ergebnisse waren jedoch nicht voll befriedigend. Verwendet man nämlich diese Salze als Rufladung, so ist deren zur Beseitigung des Mündungsfeuers erforderliche Menge so groß, daß dadurch die ballistischen Eigenschaften des Pulvers wesentlich verschlechtert werden. Außerdem gibt sie Anlaß zu starker Rauchentwicklung. Setzt man anderseits Kaliumchlorid dem Pulver zu, so leidet dadurch dessen ch.--mische Stabilität. Infolge der hohen Wasserlöslichkeit der Kaliumsalze erschien es unmöglich, solche Salze enthaltende rauchlose Pulver zwecks Entfernung der Reste von Lösungsmitteln mit heißem Wasser zu behandeln, ohne das Pulver durch Auslaugen des größeren Teils der zugesetzten Salze in unerwünschtem Maße porös zu machen.
  • Diese Nachteile werden erfindungsgemäß dadurch weitgehend vermieden, daß man als entflammungsverhinderndesMittel Kaliumsulfat verwendet. Mit diesem Salz versetzte Pulver sind mündungsfeuerfrei, stabil und widerstehen überraschenderweise den Einflüssen des Wassers weit besser als Pulver, welche Kaliumnitrat oder Kaliumchlorid enthalten. Außerdem ist die zur Beseitigung des Mündungsfeuers erforderliche Salzmenge bei Verwendung von Kaliumsulfat verhältnismäßig klein, und beim Behandeln eines damit versetzten Pulvers mit heißem Wasser zur Beseitigung flüchtiger Lösungsmittelreste werden nur unbedeutende Mengen des Salzes ausgewaschen. Infolgedessen werden die ballistischen Eigenschaften des Pulvers durch einen Zusatz von Kaliumsulfat in wesentlich geringerem Maße durch eine Änderung seines Potentials und seiner Porosität schädlich b.eeinflußt als durch einen solchen anderer Kaliumsalze. Die zuzusetzende Menge an Kaliumsulfat kann zwischen 0,3 und 2,5 0/0 schwanken und beträgt vorzugsweise 0,5 bis 2 %.
  • Beispiel 8 5 Teile Nitrocellulose mit etwa 13, 15 Stickstoffgehalt, 1o Teile Dinitrotoluol, 5 Teile Dibutylphthalat, z Teil Diphenylamin, z Teil Kaliumsulfat.
  • Ein Pulver dieser Zusammensetzung ohne den Sulfatzusatz erzeugt beim Verfeuern in verschiedenen Geschützen kleinen Kalibers, wie dem französischen 75-mm-Feldgeschütz von 1897, keine Mündungsflamme, mit kleinem Kaliumsulfatzusatz aber auch bei Geschützen wie dem 3-Zoll-Abwehrgeschütz und dem I5,5-cm-Tilloux-Geschütz einen flammenfreien Schuß. Für andere Geschütze wurde ein etwas größerer oder kleinerer Zusatz an Kaliumsulfat zur Unterdrückung der Mündungsflamme erforderlich.
  • Das Verfahren ist naturgemäß nicht auf Nitrocellulosepulver beschränkt, viehmehr kann es auch bei anderen Triebmitteln angewendet werden. Nitroglycerinpulver von hoher Verbrennungstemperatur wird man stets einen höheren Prozentsatz Kaliumsulfat zuzusetzen haben, um die Mündungsflamme zu unterdrücken, es sei denn, daß die hohe Verbrennungstemperatur durch einen Zusatz von kühlend oder abschreckend wirkenden Mitteln, wie Vaselin, Methyläthyldiphenylharnstoff oder Diäthyldiphenylharnstoff, herabgesetzt würde. Ein solcher Zusatz würde auch eine entsprechende Verminderung des Zusatzes an Kaliumsulfat ermöglichen, da mit Erniedrigung der Temperatur auch die Neigung zur Flammenbildung sinkt. Nitroce:lulose-, Nitroglycerinpulver mit Zusätzen von Kaliumsulfat werden zweckmäßig an der Luft getrocknet, d. h. von darin verbliebenen Resten des Lösemittels befreit, da beim Auswaschen mit Wasser zuviel Nitroglycerin verlorenginge.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung mündungsfeuerfreier Pulver, bei dem dem Pulver ein Alkalisalz zugesetzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß als Zusatzmittel Kaliumsulfat verwendet wird.
DEP62872D 1930-05-16 1931-04-19 Verfahren zur Herstellung muendungsfeuerfreier Pulver Expired DE613460C (de)

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