DE212899C - - Google Patents

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DE212899C
DE212899C DENDAT212899D DE212899DA DE212899C DE 212899 C DE212899 C DE 212899C DE NDAT212899 D DENDAT212899 D DE NDAT212899D DE 212899D A DE212899D A DE 212899DA DE 212899 C DE212899 C DE 212899C
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acid
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F21LIGHTING
    • F21KNON-ELECTRIC LIGHT SOURCES USING LUMINESCENCE; LIGHT SOURCES USING ELECTROCHEMILUMINESCENCE; LIGHT SOURCES USING CHARGES OF COMBUSTIBLE MATERIAL; LIGHT SOURCES USING SEMICONDUCTOR DEVICES AS LIGHT-GENERATING ELEMENTS; LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F21K5/00Light sources using charges of combustible material, e.g. illuminating flash devices

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Cosmetics (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand des vorliegenden Patentes bildet ein Verfahren zur Herstellung von hoch aktinischen Blitzlicht- und Zeitlichtmischungen.
Die Neuerung besteht darin, daß die für solche Zwecke bekannten Metalle, wie Magnesium, Aluminium, Metalle der alkalischen Erden, mit den Salzen des Thors mit den Schwermetallsäuren gemischt werden. An
ίο Stelle dieser Salze sind mit ähnlichem Erfolge die Verbindungen des Thorsuperoxyds mit Säuren verwendbar.
Zur Herstellung von Blitzlichtmischungen werden als Sauerstoffträger bereits Verbindungen der seltenen Erden, die sich bekanntlich durch hohe Lichtstärke auszeichnen, verwendet, und zwar Nitrate nach der Patentschrift 158215, sowie Sulfate nach der britischen Patentschrift 27267/1904.
Die Nitrate reagieren aber nicht nur stark sauer, sondern sind auch sehr hygroskopisch und geben deshalb keine' haltbaren Mischungen mit Magnesiumpulver. Sogar bei der Aufbewahrung für sich allein in getrennten Pulvern, wie es für den Transport üblich ist, ballen sich die pulverisierten Nitrate infolge ihres hygroskopischen Charakters nach kurzer Zeit wieder zusammen, wodurch die erforderliche
' gleichmäßige Vermischung mit Magnesium-
■ 30 pulver wesentlich erschwert wird.
Die Sulfate sind zwar nicht hygroskopisch,
entwickeln aber naturgemäß mehr Rauch und Geruch und sind als lösliche Salze in Mischung
'mit den Metallen mindestens nicht unempfmdlieh gegen Luftfeuchtigkeit. Außerdem sind diese Mischungen schwerer entzündbar.
Alle diese Ubelstände werden vermieden durch Verwendung von unlöslichen oder schwerlöslichen Verbindungen mit den Schwermetallsäuren. Diese Körper bilden vollkommen indifferente luftbeständige zarte Pulver, die gegenüber den Nitraten sowohl für sich allein als auch in Mischung mit Magnesiumpulver dauernd haltbar sind und im Gegensatz zu den Sulfaten fast rauchfrei und geruchlos verpuffen, da sie nur schwere Metalloxyde hinterlassen.
Von den bekannten Verbindungen des Thors mit Schwermetallsäuren kommen für den vorliegenden Zweck in erster Linie Chromat und Wolframat in Betracht.
Das Thorchromat, sowohl in der wasserhaltigen wie in der wässerfreien Form, eignet sich in hervorragender Weise besonders für Blitzlicht infolge der ihm eigentümlichen Eigenschaft einer außerordentlich energischen Verpuffung, durch die es sich auch gegenüber dem in der französischen Patentschrift 360588 schon erwähnten Cerchromat vorteilhaft auszeichnet.
In Mischung mit Magnesiumpulver bildet das Thorchromat infolge der angeführten Eigenschaften dauernd unveränderlich haltbare Blitzlichtmischungen, die mit außerordentlicher Schnelligkeit, intensiver Lichtstärke und fast rauchfrei verpuffen.
Die Mischungen sind ferner trotz sehr leichter Entzündbarkeit explosionssicher gegen Schlag, Stoß und Reibung und erfüllen somit ' alle Anforderungen, die an ein vorzügliches Blitzpulver zu stellen sind.. Zur Herstellung einer derartigen Blitzlichtmischung mischt man

Claims (2)

ζ. B. ungeiähr 30 bis 35 Teile Magnesiumpulver mit 70 Teilen Thorchromat. Das Wolframat bewirkt eine etwas langsamere Verbrennung und ist deshalb vorteil- _ haft für Zeitlichtmischungen brauchbar. Man erhält z. B. eine haltbare ' vorzüglich rauchschwach und lichtstark abbrennende Zeitlichtmischung, wenn man einen Teil Magnesiumpulver mit zwei Teilen Thorwolframat mischt. Das Mischungsverhältnis mit dem Magnesium kann je nach der gewünschten Verbrennungsdauer geändert werden. Die vorteilhaften Eigenschaften der Luftbeständigkeit und Unlöslichkeit gegenüber den Nitraten und Sulfaten besitzen auch die Verbindungen des Thorsuperoxyds mit Säuren. Außerdem bewirkt ihr hoher Gehalt an aktivem Sauerstoff auch eine sehr energische Verpuffung, andererseits ihr verhältnismäßig geringer Säuregehalt eine fast rauchfreie und geruchlose Verbrennung. Bei der Ausfällung des unlöslichen Thorsuperoxyds aus Thorlösungen durch Wasserstoffsuperoxyd geht bekanntlich, wenn nicht gleichzeitig Ammoniak zugesetzt wird, ein Teil der Säure, und zwar der vierte Teil der Säure des ursprünglichen normalen Salzes, mit in den unlöslichen Niederschlag. Von derartigen unlöslichen. Verbindungen des Thorsuperoxyds mit Säuren, sind bereits bekannt und hinsichtlich Darstellung und Eigenschaften ausführlich beschrieben das Sulfat und Nitrat (CIeve, Bull. soc. chim. [2] 43, 57; Wyrouboff und Verneuil, Compt. rend. 126, 341). Infolge dieser allgemeinen Eigenschaft des Thorsuperoxyd-Niederschlags, einen Teil der Säure festzuhalten, lassen sich selbstverständlich auch andere derartige, in der Literatur noch nicht erwähnte Niederschläge aus beliebigen anderen Thorsalzlösungen in gleicher Weise darstellen, z. B. das Chlorat sowie das für den vorliegenden Zweck wegen seiner weniger explosiven Eigenschaft vorteilhaftere Perchlorat. Tatsächlich erhält man in analoger Weise aus einer Lösung von Thorhydroxyd in Perchlorsäure nach dem in der betreffenden Beschreibung für die Darstellung des Nitratniederschlags angegebenen Verfahren, also durch Zusatz von überschüssigem Wasserstoffsuperoxyd und Erwärmen auf ungefähr 6o° C. mit nachfolgendem schnellem Abkühlen einen gallertigen Perchloratniederschlag . mit denselben Eigenschaften. Derselbe trocknet nach genügendem Auswaschen, wie der Nitratniederschlag, bei gewöhnlicher Temperatur zu glasigen spröden weißen Stücken ein, die sich leicht pulverisieren lassen und ein luftbeständiges haltbares sandiges' Pulver geben, das sich auch bei längerer Aufbewahrung nicht wieder zusammenballt und deshalb schnell und leicht gleichmäßig mit Magnesiumpulver gemischt werden kann. Es ist damit überhaupt die einzige Möglichkeit gegeben, die gerade für den vorliegenden Zweck bekanntlich sehr wirksame Perchlorsäure in Verbindung mit einem Metall der seltenen Erden zu verwenden, da normale Perchlorate der seltenen Erden nur als seifenartige hygroskopische Massen bekannt sind. Eine vorzügliche Blitzlichtmischung erhält man z. B. durch Mischung von einem Teil Magnesiumpulver mit ungefähr einem Teil Thorsuperoxyd-Nitrat, -Sulfat oder -Perchlorat. Zur Färbung des Lichtes sowie zur .Verlangsamung der Verbrennung oder zur Beeinflussung der sonstigen Eigenschaften können den Mischungen auch andere Körper in bekannter Weise hinzugefügt werden, und das Magnesium kann zum Teil durch Aluminium ersetzt werden. , P ate ν τ-Ansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Blitzlicht- und . Zeitlichtmischungen, dadurch gekennzeichnet, daß als Sauerstoffträger im Gemisch mit Magnesium, Aluminium, alkalischen Erdmetallen usw. die unlöslichen oder schwerlöslichen Salze des Thors mit den Schwermetallsäuren verwendet werden. .
2. Eine Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungen des Thors mit den Säuren der Schwermetalle ersetzt werden durch die Verbindungen des Thorsuperoxyds mit Säuren.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE831515C (de) * 1948-10-19 1952-02-14 Alfred Faber Blitz- und Zeitlichtpulver

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE831515C (de) * 1948-10-19 1952-02-14 Alfred Faber Blitz- und Zeitlichtpulver

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