DE1234974B - Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Kunststoffilmen und Vorrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Kunststoffilmen und Vorrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens

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DE1234974B
DE1234974B DE1957M0032892 DEM0032892A DE1234974B DE 1234974 B DE1234974 B DE 1234974B DE 1957M0032892 DE1957M0032892 DE 1957M0032892 DE M0032892 A DEM0032892 A DE M0032892A DE 1234974 B DE1234974 B DE 1234974B
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29DPRODUCING PARTICULAR ARTICLES FROM PLASTICS OR FROM SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE
    • B29D7/00Producing flat articles, e.g. films or sheets
    • B29D7/01Films or sheets

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Moulding By Coating Moulds (AREA)

Description

  • Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Kunststoffilmen und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Kunststoffilmen, bei dem auf eine sich in einer senkrechten Ebene bewegende Gießfläche eine sich verfestigende filmbildende Kunststoff-Gußmasse gegossen wird, die mindestens teilweise verfestigt von der Gießfläche als Film abgezogen wird.
  • Bei den bisher bekannten Verfahren wird die Gußmasse in fließfähigem Zustand auf sich drehende Trommeln aufgebracht, deren Drehsinn die gleiche Richtung hat wie die Fließrichtung der Gußmasse.
  • Die Fließrichtung der Gußmasse auf der Trommel ändert sich nicht. Dadurch wird die Schichtdicke der auf die sich drehende Trommel aufgetragenen Gußmasse ungleichmäßig. Insbesondere erhält man leicht Riefen, die den gesamten auf die Trommel aufgebrachten Film unbrauchbar machen. Bei Auftreten solcher Riefen ist es daher erforderlich, das Verfahren zu unterbrechen und erforderliche Reinigungsmaßnahmen auszuführen.
  • Zur Behebung dieser Mängel sieht die Erfindung bei einem Verfahren der eingangs genannten Art vor, daß die Bewegungsrichtung der Gießfiäche gegenüber der Fließrichtung der Gußmasse auf der Gießfläche bis zu ihrer Verfestigung ständig geändert wird.
  • Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann zweckmäßig eine Vorrichtung dienen, die mit einer Düse zum Ausgießen der Kunststoff-Gußmasse auf eine die Gießfläche tragende, um eine waagerechte Achse drehbare Gießunterlage versehen ist, wobei erfindungsgemäß die Gießunterlage als Scheibe ausgebildet ist und die Austrittsöffnung der Düse auf einen Bereich zwischen dem unteren Rand und der Mitte der Scheibe gerichtet ist.
  • Wird mittels einer solchen Vorrichtung eine an sich bekannte Gußmasse verarbeitet, die sich durch Abdampfen eines Lösungsmittels verfestigt, so wird in Ausbildung der Erfindung bevorzugt eine Abdekkung zwischen der Aufbringstelle und dem Verfestigungsbereich der Gußmasse vorgesehen, die der Scheibe nahe gegenübersteht.
  • Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen unter Hinweis auf die Figuren. Es stellt dar Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch eine schematisch dargestellte vollständige erfindungsgemäße Maschine zur Erzeugung von Filmen, F i g. 2 einen Schnitt nach Linie 2-2 der F i g. 1.
  • In den F i g. 1 und 2 ist durch die Bezugsziffer 10 eine Scheibe mit einem Durchmesser von zwischen 1800 bis- 3600 mm bezeichnet; diese Scheibe umfaßt vorzugsweise eine Glasplatte von geeigneter Stärke mit einer sorgfältig polierten Gußfläche.
  • Für die Ausführung der vorliegenden Erfindung ist es unbedingt notwendig, eine große und chemisch nicht reagierende Fläche zur Verfügung zu haben. Die Scheibe 10 ist drehbar montiert, z. B. mittels einer zentralen Aussparung 11, in der eine Radnabe2 untergebracht ist. Die Radnabe 12 ist mit einem hinteren Bundring A und einem vorderen BundringB versehen. Die ScheibelO ist zusammen mit Beilagscheiben zwischen den Gummiblättern C mittels Bolzen D befestigt, welche von Bohrungen der Scheibe 10 aufgenommen werden.
  • Die Radnabe 12 ist auf eine Welle 13 aufgekeilt; diese Welle ist in Lagerl4 und 15 eingesetzt. Die Lager 14 und 15 ruhen auf einem Träger 16, der an einem mit 17 bezeichneten Chassis befestigt ist. Die Welle 13 wird von einem nicht eingezeichneten Motor angetrieben, der durch ein tlbertragungssystem, etwa eine Kette, einen Zahnkranz 18 und eine Schneckel9, die mit einem Ritzel 20 kämmt, angeschlossen ist. Das Ritzel 20 ist seinerseits auf die Welle 13 aufgekeilt.
  • Der Motor (der nicht eingezeichnet ist) ist mit dem Antrieb vorzugsweise über ein Geschwindigkeitsuntersetzungsgetriebe gekuppelt, welches die Erzeugung einer langsamen gleichförmigen Umdrehungsgeschwindigkeit der Gußscheibe 10 gestattet. Unter gewissen Bedingungen und bei bestimmten Zusammensetzungen der Gußmasse ist es z. B. vorteilhaft, die Scheibe mit einer Drehzahl von einer Umdrehung in 30 Minuten laufen zu lassen. Die Drehzahl sollte jedoch einstellbar sein, damit-das Gerät für Gußmassen, die aus den verschiedensten Stoffen bestehen und unter verschiedenen Temperatur-, Feuchtigkeits-, Trockenheits- und anderen Bedingungen aufgetragen werden, geeignet ist.
  • Das Gußgemisch wird von einem Vorratsgefäß 21 aus an die Scheibe 10 herangeführt, die in Fig.2 deutlich zu erkennen ist.
  • Das Vorratsgefäß 21 ist vorzugsweise über dem Ausflußort angebracht, so daß der Ausfluß der Gußmasse unter Einwirkung der Schwerkraft durch ein Versorgungsrohr 22 und eine Düse 23 erfolgt, die auf die Gußscheibe 10 gerichtet ist und die Gußmasse an diese abgibt. Nach einer anderen Ausführungsform kann man auch ein (hier nicht eingezeichnetes) Pumpensystem verwenden, um das Gußgemisch in die Leitung 22 und durch die Düse 23 zu fördern. Die Düse 23 ist mit einem verstellbaren Mundstück ausgerüstet, welches die Verteilung von Gußmasse verschiedener Viskosität und die Einstellung der Ausflußmenge der Lösung durch die Düse gestattet.
  • Nach dem Durchfluß durch das Mundstück der Düse 23, das in einem gewissen Abstand von dem untersten Punkt der Scheibe 10 angeordnet ist, wie in F i g. 1 und 2 dargestellt, trifft die Gußmasse auf die Scheibe 10 auf und fließt entlang einer in F i g. 2 mit 24 bezeichneten Linie nach unten. Wegen der Winkelgeschwindigkeit der Scheibe 10 bildet die sturz mende Gußmasse einen Winkel mit der Vertikalen, wenn sie auf der Scheibe 10 nach unten fließt.
  • Der Winkel ist in Fig.2 mit 0 bezeichnet und hängt in seiner Größe von der Winkelgeschwindigkeit der Scheibe 10, der Viskosität der Gußmasse und der Ausflußmenge ab.
  • Man hat es als vorteilhaft erkannt, die Ausguß menge so zu bemessen, daß die Fließlinie 24 unter einem maximalen Winkel geneigt ist und die gesamte Oberfläche der Scheibe 10 zwischen der Zuführungsstelle der Gußmasse und dem Scheibenrand unterhalb der Düse 23 überstreicht. Wenn der Zufluß zu gering ist oder wenn die Geschwindigkeit der Scheibe 10 zu groß ist, wird die Fließlinie 24 unregelmäßig mit der Folge, daß veränderliche Fließbedingungen auftreten und der erzeugte Gußmassenüberzug der Scheibe unregelmäßig wird.
  • Beim Drehen der Scheibe 10 bildet sich ein Gußstreifen 25 aus, dessen Mittellinie in Fig. 2 mit 32 bezeichnet ist. Die auf der Scheibe 10 aufgetragene Gußmasse wird während des Durchgangs durch den ersten Quadranten in flüssigem Zustand erhalten; dies gelingt durch die Anbringung einer Abdeckung 26, die vor der Scheibe 10 angeordnet ist und diesen ersten Quadranten bedeckt. Die Abdeckung 26 vermindert die Oberflächenverdampfung des Lösungsmittels und ermöglicht der Lösung ein Fließen ohne Verfestigung.
  • Die Gußmasse breitet sich infolge ihres flüssigen Zustandes während ihres Durchgangs durch den ersten Quadranten gleichmäßig und einheitlich aus.
  • Die überschüssige Flüssigkeit tropft von dem Rand der Gußscheibe 10 herab in eine Rinne 27, die unter der Scheibe 10 angebracht ist und die Aufgabe hat, die überschüssige Gußmasse aufzufangen. Die herabgetropfte Flüssigkeit gelangt von der Rinne 27 in einen Trog 28, von dem aus sie nach Durchgang durch Filter erneut verwendet werden kann.
  • Wenn man die Ausbreitung der Gußmasse nach dem im vorstehenden beschriebenen Verfahren vor sich gehen läßt, erhält man eine sehr gleichmäßig dicke Schicht auf der Oberfläche der Gußscheibe 10.
  • Dieser Schicht kann man eine Dicke von 0,0025 bis 0,015 mm geben, je nach der Viskosität, der Temperatur, der Ablagerungsgeschwindigkeiten und anderen Faktoren.
  • Wenn der Streifen 25 auf der Scheibe 10 den durch die Abdeckung 26 überdeckten Abschnitt verläßt und in den zweiten Quadranten 29 ihres Bahnumlaufs eintritt, fängt das Lösungsmittel in der Überzugsmasse zu verdampfen an. Die Verdampfung des Lösungsmittels setzt sich während des Durchgangs des Streifens 25 durch den dritten Quadranten 30 der Scheibe fort. Wenn der nunmehr teilweise getrocknete Streifen 25 einen am Ende des dritten Quadranten 30 gelegenen Punkt erreicht, wird er als Film 25 von der Gußfläche der Scheibe 10 abgehoben. Der Punkt, an dem der Film 25 die Scheibe 10 verläßt, heißt im folgenden Trennungspunkt; dieser Punkt ist in den Fig. 1 und 2 mit der Bezugsziffer 31 bezeichnet.
  • Infolge der Tatsache, daß die Gußmasse auf einer senkrechten, sich drehenden Gußfläche fließt, ändert sich die Bewegungsrichtung der Gußfläche gegenüber der Fließrichtung ständig. Infolgedessen sind die streifenförmigen Unregelmäßigkeiten in der Dicke, die beim Gießen von Filmen sonst immer auftreten, stark vermindert. Die Unregelmäßigkeiten, die bei dem beschriebenen Gußverfahren dennoch bestehen bleiben, werden am Trennungspunkt nahezu vollständig beseitigt, wie im folgenden näher ausge führt ist.
  • Die Gußmasse wird an die Gußfläche in der Nähe des tiefsten Punktes der Gußscheibe herangeführt und wird von dieser Scheibe an einem Punkt abgehoben, der um annähernd 2700 gegenüber der Gußvorrichtung versetzt ist. Der Abzug erfolgt in einer Richtung, die einen rechten Winkel mit der Richtung etwa vorhandener streifenförmiger Dickenunterschiede bildet. Dies hat zur Folge, daß die Abzugskraft den Film unter einem rechten Winkel gegenüber der anfänglichen Fließrichtung der Gußmasse auf Zug beansprucht, wobei solche Dickenunterschiede beseitigt werden. Man erhält also einen Film von einer Gleichförmigkeit, wie sie mit den herkömmlichen Geräten nur unter Schwierigkeiten zu erreichen ist.
  • Das Gehäuse 34 ist mit einem Lufteinlaßkanal 35 und einem Luftausflußkanal 36 versehen. Ein von Fremdteilchen befreiter Luftstrom von geeigneter Geschwindigkeit, Temperatur und Feuchtigkeit tritt in das Gehäuse 34 durch den Kanal 35 ein. Diese Luft ist im zweiten und im dritten Quadranten auf die Oberfläche der Scheibe 10 hin gerichtet und begünstigt die Verdampfung der Lösungsmittel aus dem Streifen 25 der Gußmasse. Die mit Lösungsmittel beladene Luft wird hierauf durch den Kanal 36 aus dem Gehäuse 34 abgeführt.
  • In einem bestimmten Abstand vom Ende des dritten Quadranten 30 gerade über dem Trennungspunkt 31 erkennt man Messer 37 und 38, die in geeignetem Abstand voneinander nächst dem Innen- bzw. dem Außenrand des Gußstreifens 25 angeordnet sind. Die Messer 37 und 38 stehen unter Einwirkung von Federn und schneiden den Streifen 25 so zu, daß dieser beim Abzug von der Scheibe 10 die gewünschte Filmbreite annimmt. Das überschüssige Material zwischen den Messern 37, 38 und den Rändern des Streifens 25 wird von einer zylindrischen Abzugsrolle 39 aufgenommen (Fig.1). Auf diese Weise wird das gesamte auf die Scheibe gegossene Material entfernt, bevor die Scheibe in den vierten Quadranten 40 ihres Umlaufs eintritt. Hierauf wird auf die Scheibe mittels der Düse 23 neue Gußlösung gegeben. Man erkennt, daß auf diese Weise ein endloser Film aus einer Lösung direkt gegossen werden kann. Der Film 25 wird auf eine Aufnahmerolle 41 aufgerollt.

Claims (3)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Kunststoffilmen, bei dem auf eine sich in einer senkrechten Ebene bewegende Gießfläche eine sich verfestigende filmbildende Kunststoff-Gußmasse gegossen wird, die mindestens teilweise verfestigt von der Gießfläche als Film abgezogen wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegungsrichtung der Gießfläche gegenüber der Fließrichtung der Gußmasse auf der Gießiläche bis zu ihrer Verfestigung ständig geändert wird.
  2. 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 mit einer Düse zum Ausgießen der Kunststoff-Gußmasse auf eine die Gießfläche tragende, um eine waagerechte Achse drehbare Gießunterlage, dadurch gekennzeichnet, daß die Gießunterlage als Scheibe (10) ausgebildet und die Austrittsöffnung der Düse (23) auf einen Bereich zwischen dem unteren Rand und der Mitte der Scheibe (10) gerichtet ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2 bei Verwendung einer Gußmasse, die sich durch Abdampfen eines Lösungsmittels verfestigt, dadurch gekennzeichnet, daß eine Abdeckung (26) zwischen der Aufbringstelle und dem Verfestigungsbereich der Gußmasse der Scheibe (10) nahe gegenübersteht.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 156 239, 200 509, 537 488, 743 508, 804 554, 882 9in; französische Patentschrift Nr. 1 055 770; britische Patentschriften Nr. 602 434, 754 831; USA.-Patentschriften Nr. 2 253 060, 2 344 482, 2 750 315.
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