DE12228C - Konstruktion der Subsellien für Volksschulen und Privatsubsellien - Google Patents
Konstruktion der Subsellien für Volksschulen und PrivatsubsellienInfo
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A47—FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
- A47B—TABLES; DESKS; OFFICE FURNITURE; CABINETS; DRAWERS; GENERAL DETAILS OF FURNITURE
- A47B39/00—School forms; Benches or forms combined with desks
- A47B39/04—Collapsible or tip-up forms
-
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Landscapes
- Tables And Desks Characterized By Structural Shape (AREA)
Description
1880.
Klasse 84.
JOSEPH KAISER in MÜNCHEN. Construction der Subsellien für Volksschulen und Privatsubsellien.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 2. Mai 1880 ab.
Längste Dauer: 2. Mai 1888.
Bei diesem System ruht das Einzelnsitzbrett a
innerhalb der Sitzzarge b auf einem Tragrahmen
c und dieser möglichst nahe am Boden auf einer Unterstützungsleiste d, an welcher er
durch eine Bewegungsvorrichtung (Drehpunkt) e befestigt ist, so dafs zur kreisförmigen Vor- und
Rückwärtsbewegung des Einzelnsitzbrettes der Drehpunkt an der unteren Seite jenes Sitztragrahmens
in der Verbindung desselben mit dieser Unterstützungsleiste, d. h. in der Bewegungsvorrichtung liegt. Der Sitztragrahmen stellt den
Radius jenes Kreisbogens dar, der vom Sitzbrett bei der Bewegung beschrieben wird. Die
Bewegungsvorrichtung (Drehpunkt) bildet das Centrum (die Axe) des Kreises. Die Sitzzarge
dient als Hindernifs für die Bewegung, so dafs das Sitzbrett nur jenen Kreisbogen beschreiben
kann, der für den Zweck erforderlich ist. Die vordere Sitzzargenleiste hält das Sitzbrett in der
Sitzstellung, die hintere hält es in der Stehstellung.
Bei dieser Construction kann sich das Kind nicht setzen, ohne dafs der Sitz sich von selbst
in die richtige Sitzlage vorwärts bewegt. Beim Aufstehen bewegt er sich ebenso in die richtige
Stehlage zurück.
Die wesentlichen Bestandtheile derselben sind:
i. Das Podium in Leistenform. Es ermöglicht vorab, die Tische sämmtlicher, unten erläuterter
Typen gleich hoch zu bauen. Die Kinder werden durch dasselbe je nach ihrer Gröfse vom Zimmerboden empor gehoben und
sitzen sämmtlich in gleicher Höhe mit den gröfsten Kindern. Die einzelnen Typen sind
somit auch ganz nach Belieben neben und hinter einander zu stellen, ohne hierdurch die
Symmetrie zu stören oder ein kleines Kind in die Lage zu bringen, dafs ihm durch das Vorsitzende,
gröfsere, die Aussicht nach vorn genommen werde. Die Leistenform des Podiums bewirkt, dafs der Schmutz sich an den Leisten
abstreift und unter das Podium fällt, von wo er beim Reinigen entfernt wird. Der ungesunde
Schulstaub soll hierdurch bei täglichem feuchten Wischen der Schulzimmergänge vollständig beseitigt
werden. Das Podium in Leistenform soll auch ermöglichen, dafs die erwärmte Zimmerluft
unter den Füfsen der Kinder durchzieht, wodurch diese eher erwärmt werden.
2. Die durchlaufende Kreuzlehne, welche dem Kinde auf seinem Platze, der durch den Einzelnsitz
am sichersten abgegrenzt ist, die freieste Bewegung gestattet und doch den eigentlichen
Zweck der Lehne, Schutz gegen Ermüdung der den Oberkörper tragenden Wirbelsäule und
hierdurch Erhaltung der aufrechtsitzenden Stellung, am besten erfüllt.
3. Die unter einem entsprechenden Winkel geneigte und je nach den Bedürfnissen verschiedenartig
eingerichtete Tischplatte mit einer je nach der Sitzzahl abgesonderten flachen Vertiefung
auf der horizontalen Abtheilung des Tisches zur Aufnahme der Schreibmaterialien.
4. Das wohlverwahrte Tintengefäfs mit befestigter Verschlufsklappe.
5. Ein in Form einer Versenkung an der Vorderseite des Tisches angebrachter eigener
Behälter für die Schiefertafel.
6. Das hinlänglich geräumige Bücherfach unter der Tischplatte, dessen Boden etwas schief einwärts
läuft, um das Herausfallen der Gegenstände zu verhindern.
7. Die an der Vorderseite des Bücherfaches befindliche Oeffnung zur Ermöglichung der
Beobachtung seitens des Lehrers.
Durch die Kreuzlehne in ihrer wohlberechneten Harmonie mit der erwähnten Distanz, mit
der Sitzbreite und mit der sogenannten Differenz, dann durch das bewegliche Einzelnsitzbrett in
genau bemessener Beziehung zu dem Podium in Leistenform, und endlich durch die dem
Sehwinkel nach Möglichkeit angepafste Neigung der Tischplatte sollen alle Bedingungen für den
Körperspielraum gegeben sein, welche dem Kinde normale Lagen und Bewegungen gestatten,
unnatürliche Situationen aber verhindern und so bei nur einiger Achtsamkeit der Lehrer
die Subsellie aufser jegliche Verantwortlichkeit für schädliche Einflüsse stellen.
Die Subsellien werden ausgeführt:
L in je fünf Typen;
a) für die Volksschule: A-, B-, C-, D- und is-Typen, deren bewegliche Theilmafse berechnet
sind nach der Gröfse der Kinder, für je 15 cm Unterschied eine andere Type und aufsteigend
von 0,93 m bis 1,68 m Körpergröfse,
b) für höhere Lehranstalten: B-, C-, D-, E- und .F-Typen, nach demselben Grundsatze berechnet
und aufsteigend von i.,o8 m bis 1,82 m Körpergröfse;
II. bei jeder Type in sieben Gröfsen, berechnet
nach dem in den verschiedenen Lehranstalten und Schulhäusern jeweilig zur Verfugung
stehenden Bodenflächenraum, nämlich in i. beschränkter, 2. halbbeschränkter, 3. beschränktnormaler,
4. normaler, 5. erweitertnormaler, 6. halberweiterter und 7. erweiterter Gröfse;
III. bei jeder Type und Gröfse in vier Specialitäten: 1. Subsellien mit fester Tischplatte (einfache
Volksschulbank), 2. mit theilweise aufklappbarer Tischplatte, als Lesepult eingerichtet,
für besser situirte Knabenschulen und dergl. Institute, 4. mit theilweise aufklappbarer Tischplatte,
zum Arbeitsunterricht und als Lesepult eingerichtet, für besser situirte Mädchenschulen
und dergl. Institute, 4. mit Einzelnpulten, auch für den Privatgebrauch berechnet, endlich
IV. bei jeder Type, Gröfse und Specialität ein-, zwei- und dreisitzig, nur auf besonderen
Wunsch auch viersitzig.
Fig. ι ist ein Querschnitt der fünf Typen für die Volksschule in den drei Hauptgröfsen
(beschränkt, normal und erweitert) und in zwei Specialitäten (feste Tischplatte: erste Specialität,
Pultform : vierte Specialität);
Fig. 2 ein Querschnitt einer i?-Type in beschränkter
Gröfse und dritter Specialität;
Fig. 3 eine Vorderansicht einer B- Type in beschränkter Gröfse;
Fig. 4 eine Hinteransicht einer B- Type in halberweiterter Gröfse;
Fig. 5 eine Oberansicht einer 2?-Type in beschränktnormaler Gröfse und erster Specialität;
Fig. 6 eine schematische Darstellung der Bewegung des Einzelnsitzes.
Claims (1)
- PATENT-Anspruch:Die durch obige Beschreibung und beiliegende Zeichnungen erläuterte Subsellien-Construction, insbesondere die eigentümliche. Art. der Zusammenstellung des Einzelnsitzes mit; seiner schematisch dargestellten Bewegung.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE12228C true DE12228C (de) | 1900-01-01 |
Family
ID=289454
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT12228D Expired DE12228C (de) | Konstruktion der Subsellien für Volksschulen und Privatsubsellien |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE12228C (de) |
-
0
- DE DENDAT12228D patent/DE12228C/de not_active Expired
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