DE12205C - Verfahren zur Herstellung künstlicher Blumen durch Zusammenfügen von Blättern, welche aus Glasröhren aus freier Hand geformt und mit Farben versehen werden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung künstlicher Blumen durch Zusammenfügen von Blättern, welche aus Glasröhren aus freier Hand geformt und mit Farben versehen werden

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DE12205C
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F. GEORGI in Charlottenburg
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    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03CCHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
    • C03C17/00Surface treatment of glass, not in the form of fibres or filaments, by coating

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Description

1880.
Klasse 32.
F. GEORGI in CHARLOTTENBURG.
Verfahren zur Herstellung künstlicher Blumen durch Zusammenfügen von Blättern, welche aus Glasröhren aus freier Hand geformt und mit Farben versehen werden.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 28. Februar 1880 ab.
Das neue Verfahren besteht in der Erzeugung naturgetreuer Blumen bezw. Blumenbouquets, nach Analogie der künstlichen Zeug- oder Stoffblumen, aus einer gewöhnlichen Glasröhre von freier Hand, nur unter Benutzung einer einfachen Stichflamme und entsprechender Färbungsmittel.
Das Verfahren läfst sich auf die Herstellung der verschiedensten Blumen anwenden und soll durch Beschreibung der Herstellung einer Rose erläutert werden:
a) Bildung der Blätter.
Aus einer Röhre a, Fig. 1, von gewöhnlichem, durchsichtigem Glase wird bei und nach Erhitzung mittelst einer Gasstichflamme durch Ausziehen der Enden der in Fig. 2 dargestellte Körper erzeugt. Nach Wiedererwärmung und Aufblasen von dem offen bleibenden Ende b aus wird die Kugel erweitert (s. Fig. 3) und sodann breit gedrückt (s. Fig. 4 a). Infolge Wegsplitterung eines Theiles nach der in Fig. 4 a durch Strichelchen angedeuteten Linie entsteht die Gestalt Fig. 4b; und fernerhin infolge Wegbrechens der einen ausgezogenen Röhre c und Verschmelzens der Ränder, sowie nach geeigneter, von der Beschaffenheit der zu erzeugenden Blätter bedingten Umlegung dieser Ränder, resultirt das (hier noch mit einem Stiele versehene) Blatt d, Fig. 5.
Ein solches Blatt, welchem nun nur noch die ihm zukommende Färbung zu geben ist, findet, nach geschehener Entfernung seines Stieles weitere Verwendung in einer der weiter unten angegebenen Weisen zur Blumenfabrikation.
b) Bildung der Knospe und des sogenannten Herzens.
Die in Fig. 6 dargestellte Knospe läfst sich aus dem Körper, der in Fig. 2 verzeichnet ist, einfach durch Wegbrechen der einen seiner Röhren und Ausziehen des übrig bleibenden Kugelendes in eine Spitze e herstellen.
Je nachdem diese Knospe als eine noch geschlossene oder eine mehr oder weniger geöffnete erscheinen soll, beläfst man sie in dem in Fig. 6 veranschaulichten Zustande oder wandelt sie in ein Herz um, Fig. 7 und 8. Letzteres geschieht durch Anschmelzen eines oder mehrerer geeignet gebildeter Blätter, wie ein solches in Fig. 5 dargestellt ist, an die Knospe.
c) Bildung des Blumenkelches.
Durch Ausziehen des in Fig. 2 veranschaulichten Hohlkörpers, nach vorheriger, richtig geleiteter Hitzeeinwirkung, entsteht ein Hohlglas-Körper, dessen Form der in Fig. 9 gezeigten entspricht, nach Wegbrechung weiterhin der einen noch anhängenden Röhre die Gestalt Fig. 10. Es bedarf nun nur noch des Aufschneidens dieses tulpenähnlichenKörpers mittelst eines scheerenartigen Werkzeuges, wobei die richtige Erwärmung, deren Grad der Künstler erfahrungsmäfsig bestimmt, stattzufinden hat, und des Auseinanderbiegens der einzelnen Theile, um den gewünschten Kelch, Fig. 11, herzustellen.
d) Färbung.
Die hiermit in Betreff ihrer Herstellung beschriebenen, einzelnen gläsernen Bestandteile der anzufertigenden Blume müssen nunmehr mit der ihrer jeweiligen Bedeutung entsprechenden Farbe versehen werden. Dieses geschieht durch Eintauchen dieser Theile, also der Blätter, Knospe, des Herzens und des Kelches, in eine für solche Zwecke geeignete, d. h. gut auf Glas haftende, der Bleichung oder Zerstörung infolge Witterungseinflüssen dauernd widerstehende Farbeflüssigkeit. Dieser betreffende, an sich nichts Neues bietende, im kalten Zustande gallertartige, im warmen leicht flüssige Farbstoff (Erdfarbe bezw. Wasserfarbe) verleiht dem Glase, indem er dieses bekleidet, die wünschenswerthe und nothwendige Haltbarkeit bezw. Festigkeit und erhöht dessen Elasticität. Für die Blätter wird, im vorliegenden Beispiele einer Rose, eine genaue, der herzustellenden Rosenart entsprechende rosa- oder blutrothe, weifse u. s. w. Farbe in Anwendung zu bringen sein, für das Herz ebenfalls, für den Kelch dagegen eine grüne.
Die Schattirung der Farben, der Uebergang ζ. B. aus dem helleren in ein dunkleres Roth auf ein und demselben Blatte, geschieht mittelst Deckung; die Hervorrufung einer gewissen Mattigkeit bezw. auch der mäfsigen Rauhheit der Oberfläche mittelst Änpuderns von feinem Glasstaube.
e) Zusammensetzung der Blumen.
Sind die einzelnen gefärbten Bestandtheile, von denen man, soweit es Blätter oder Kelche sind, die Glasstiele vorher noch ganz entfernt, und soweit es Herzen sind, diese weggebrochenen Stiele durch Drähte ersetzt, vollkommen getrocknet, was durch geeignete Erwärmung nach Befinden gefördert werden kann, so erfolgt deren Zusammensetzung zu einer Blume, im vorliegenden Beispiele also zu einer Rose.
Zu dem Ende wird das Herz, Fig. 8, als innerer Theil der Blume in den Kelch, Fig. ii, eingesetzt und darin, unter entsprechender Einwirkung der Stichflamme, angeschmolzen. Sodann werden zwischen Herz und Kelch noch eine gröfsere oder geringere Anzahl von Blättern, Fig. 5, eingefügt bezw. ebenfalls mittelst der Stichflamme angeschmolzen. Die Zahl dieser zwischengesetzten Blätter, sowie die gewählte Gröfse derselben richtet sich danach, ob die herzustellende Rose mehr eine noch im Erblühen befindliche oder eine vollkommen erblühte darstellen soll.
An das bisher beschriebene Verfahren schliefst sich endlich noch das Umgeben der Rosenblüthe mit grünen, künstlichen Blättern bezw. das Fassen des unteren Kelchtheiles, sowie der Stiele der einzelnen Blumen (im Falle eines Bouquets) in schwache Röhren aus Kautschuk, letzteres behufs bequemerer Handhabung des betreffenden kleineren oder gröfseren Blumenstraufses.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung künstlicher Blumen durch Zusammenfügen von Blättern, welche aus Glasröhren aus freier Hand geformt und mit Farben versehen werden.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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