DE11929C - Neuerung an Zielen für Feuerwaffen - Google Patents

Neuerung an Zielen für Feuerwaffen

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DE11929C
DE11929C DENDAT11929D DE11929DA DE11929C DE 11929 C DE11929 C DE 11929C DE NDAT11929 D DENDAT11929 D DE NDAT11929D DE 11929D A DE11929D A DE 11929DA DE 11929 C DE11929 C DE 11929C
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DE
Germany
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target
targets
wire
attached
ball
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Application number
DENDAT11929D
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English (en)
Original Assignee
R M. Jones, th. Legge & J. bartlett in Brixton, County of Surrey (England)
Publication of DE11929C publication Critical patent/DE11929C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41JTARGETS; TARGET RANGES; BULLET CATCHERS
    • F41J9/00Moving targets, i.e. moving when fired at
    • F41J9/02Land-based targets, e.g. inflatable targets supported by fluid pressure

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

1880.
Klasse 77.
RICHARD MANSELL JONES, THOMAS LEGGE und JOHN BARTLETT in BRIXTON (County of Surrey, England).
Neuerung an Zielen für Feuerwaffen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 8. Mai 1880 ab.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Neuerungen an Zielen für Feuerwaffen und können diese Ziele sowohl beweglich als auch fest beschossen werden.
Das Ziel besteht, wie Fig. 1 der beiliegenden Zeichnung darstellt, aus einem Apparat mit zwei langen Armen oder zwei horizontalen Stangen A, welche durch ein horizontales Speichenrad B oder irgend eine andere passend geformte Schnurscheibe getragen werden oder in radialer Richtung von demselben ausgehen. Dieses Rad oder diese Scheibe steckt auf der Spitze einer verticalen Stange C von passender Länge aus Holz oder Metall. Diese Stange C ist zu diesem Zweck an ihrem oberen Ende mit einem passenden Zapfen versehen, so dafs das Rad B sich drehen kann; ferner geht von der Stange C ein Arm D aus, der zwei kleine Leitrollen D1 trägt, die in einer Horizontalen mit der Seilrinne des Rades B liegen. An dem unteren Ende der Stange C sind ebenfalls zwei kleine Leitrollen D2 angebracht.
An jedem Arm A ist mittelst eines Taues, einer Kette oder eines Drahtes E von passender Länge das Ziel befestigt, nach welchem geschossen werden soll, beispielsweise ein künstlicher Vogel E2, um lebende Vögel zu imitiren; Flügel, Kopf und Schwanz desselben sind aus Eisenblech gefertigt, der Körper besteht aus einem starken Drahtgestell und gleicht dem einer Taube; in diesem Gestell steckt ein aufgeblasener Gummiball, welcher die um Scharniere drehbaren Flügel ausgespannt erhält.
Wird nun der Körper des Zieles durch einen Schufs getroffen, so platzt der Gummiball auf und die Flügel klappen sofort zusammen, der Vogel verliert sein Gleichgewicht und wälzt und dreht sich in der Luft genau so, wie ein lebendiger Vogel es thut, wenn er getroffen wird.
Anstatt des künstlichen Vogels könnte man auch Glas- oder Gummikugeln oder andere Gegenstände als Ziele an den Enden der genannten Taue, Ketten oder Drähte EE befestigen.
Eine Modification dieses Apparates zeigt Fig. 2. Die verticale Stange bildet hier eine Welle, welche drehbar in einem Ständer gelagert ist und an ihrem oberen Ende die beiden Arme A A, an ihrem unteren Ende aber das Speichenrad oder die Schnurscheibe B trägt. Diese Stange wird in passende Umdrehung versetzt und ist zu diesem Zwecke mit einem Stützzapfen versehen. Als Ziel benutzen wir auch einen hohlen Ball, der so gestaltet ist, dafs er an seinem Mundstück mit einem Ventil versehen, mit Luft gefüllt und aufgeblasen wird. Das Ventil schliefst den Ball und verhindert, dafs die Luft aus demselben entweichen kann. Will man den Ball verpacken, so braucht man nur einen Drahtstift in das Mundstück hineinzuführen, um das Ventil zu öffnen, welches alsdann die Luft hinausströmen läfst, worauf der Ball zusammenklappt und so weniger Raum einnimmt.
Mufs der Ball beschwert werden, so benutzt man hierzu ein Gestell aus Draht oder anderem passenden Metall oder Material, bringt den Ball in unaufgeblasenem Zustande in dieses Gestell und bläst denselben nun auf, so dafs er in dem Drahtgestell festsitzt. Diese Bälle können passend die bisher benutzten Glaskugeln ersetzen.
Dieser Apparat, d. h. das horizontale Rad oder die Scheibe mit den horizontalen Stangen kann auch, anstatt auf einer Stange zu sitzen, mittelst eines Drahtes oder Taues zwischen zwei Stangen oder zwei Bäumen oder zwischen irgend zwei festen Punkten aufgehängt werden, wie Fig. 3 veranschaulicht.
Um den Apparat in Bewegung zu setzen, verbinden wir vermittelst eines endlosen Bandes oder Drahtes F oder in anderer Weise das horizontale Rad oder die Scheibe B mit einem Schnurrad G mit Kurbel oder mit irgend einem anderen geeigneten Motor, der in passender Entfernung von dem Apparate aufgestellt wird. Die in Rotation versetzten Arme oder Stangen A zwingen die an den Tauen etc. befestigten Ziele in regelmäfsige oder unregelmäfsige Bewegung, höher oder niedriger, je nachdem das Hand-
rad G oder der Motor sich bewegt, zu fliegen, wie dies in den Figuren dargestellt ist.
Es ist klar, dafs man auch an einem Apparat eine gröfsere Anzahl von Stangen und Zielen, nach denen geschossen werden kann, anbringen kann.
In Fig. ι läuft die Schnur, welche die Räder G und B mit einander verbindet, über die Leitrollen D1 D"2, in Fig. 2 sind keine Leitrollen erforderlich. Die Fig. 4, 5 und 6 betreffen auf dem Boden laufende Ziele, als laufende Hasen, galoppirende Reiter, Hirsche etc. In der Anordnung, Fig. 4, sind in passendem Abstandevon einander drei verticale Ständer aufgestellt. ι trägt ein Speichenrad oder eine Scheibe mit Schnurrinne, dessen Axe in dem Ständer drehbar gelagert ist und durch eine Kurbel gedreht ' werden kann. Der Ständer 2 ist an seinem oberen Ende mit einem Zapfen versehen, auf dem eine horizontal liegende doppelte Scheibe drehbar angebracht ist. Die obere dieser Scheiben ist kleiner als die untere A1.. Der dritte, mit 3 bezeichnete Ständer trägt einfach eine horizontale, lose Scheibe.
Wir verbinden die Scheibe A des Ständers 2 mit der Scheibe des Ständers 1 mittelst eines endlosen Bandes, einer Schnur oder eines Drahtes B. Ferner verbinden wir die Scheibe A1 des Ständers 2 mit der Scheibe des Ständers 3 mittelst eines ähnlichen Bandes C, und an diesem Bande, Schnur oder Draht C befestigen wir das Ziel. Beim Drehen des Handrades am Ständer ι werden die Scheiben AA1, welche fest mit einander verbunden sind, an der Bewegung mit Theil nehmen, so dafs das Ziel sich mit mehr oder weniger Geschwindigkeit regelmäfsig oder unregelmäfsig zwischen den Ständern 2 und 3 hin- und herbewegt.
Diese Erfindung bietet somit ein Mittel, um Schützen auszubilden, und auch im allgemeinen zu Sportzwecken.
Man kann den Apparat noch mannigfach modificiren; so kann man eine gröfsere Anzahl von Ständern mit horizontalen Schnurscheiben anwenden, wie Fig. 5 zeigt, und gleichzeitig die Anzahl der Ziele vermehren. Ferner kann man die Rollen höher oder niedriger aufstellen, so dafs die Ziele sich auf- und abwärts in geneigter Richtung u. s. w. bewegen, wie dies bei den Vögeln der Fall war. Zu diesem Zwecke kann man die Rollen, um welche die die Ziele tragenden Schnüre geschlungen sind, an Baumspitzen, Häusern, Scheunen etc. befestigen, so dafs die Ziele sich in gewünschter Richtung bewegen.
In Fig'. 6 ist eine Anordnung dargestellt, woselbst das Ziel an einem horizontal gespannten Draht hin- und herbewegt wird. .- Zu diesem Zweck ist ein Gestell D aus Metall benutzt, das in seiner Form den Untertheilen von Schaukelpferden gleicht. An jedem Ende dieses Gestelles ist ein Ring befestigt und von dem Mittel punkt des Gestelles geht eine verticale Stange aus, die oben in der Nähe ihres Endes mit einem Bund versehen ist und das Ziel trägt, das auf der Stange rotiren kann.
Durch die an dem Gestell D befindlichen Ringe wird der Draht E gezogen, der mittelst Pflöcken horizontal befestigt wird. Ferner benutzen wir eine doppelte Schnurrolle, von der die obere kleiner ist als die untere. Diese doppelte Rolle kann an einer Spindel befestigt werden, die in einer Büchse drehbar ist; diese Büchse mit den Schnurrollen wird an einem Ende des Drahtes angebracht. Nun wird das Ziel nach dem anderen Ende des Drahtes gebracht und mittelst einer dünnen Schnur H mit der unteren Rolle / verbunden. Um die kleinere obere Rolle wird eine Schnur K von passender Länge und Stärke geschlungen.
Es ist nun klar ersichtlich, dafs durch Ziehen an der Schnur K die Rolle / in Rotation versetzt und das Ziel vorwärts gezogen wird. Indem man nun eine zweite Doppelrolle an dem anderen Ende des Drahtes anbringt und ebenfalls von dem Ziel eine Schnur nach der gröfseren Rolle führt, kann man das Ziel wieder zurückziehen.
Für Ziele, welche einen Hirsch, einen laufenden Hasen oder Reiter etc. darstellen sollen, benutzen wir ein Gestell aus Holz von der Form des Zieles, welches Gestell mit Stoff überzogen wird. Das »Centrum« aus schwarzem Papier kann an irgend einer Stelle aufgeklebt werden; wenn das Ziel durch die Kugel durchlöchert ist; so braucht man das Gestell nur mit Papier zu überkleben.
Die verschiedenen Ständer mit Rollen können fest in den Boden gesteckt oder so aufgestellt sein, dafs man sie leicht fortnehmen und wieder irgend wohin placiren kann. In letzterem Falle versehen wir die Ständer mit einer Bodenplatte und diese mit einer Erdschraube an einem Ende und einem Pflock am anderen Ende, Ständer 2, Fig. 4.
Die Hasen und andere Ziele können aus Eisen, Thon, Holz oder anderem Material gefertigt sein. Im ersteren Falle wird aus Eisenblech ein Stück ausgeschnitten von der Form des Hasen und in der Mitte ein Gestell aus starkem Draht angebracht, das zur Aufnahme eines hohlen Gummiballes dient. Mittelst des Gummiballes wird das Ziel in irgend einer Weise an dem Draht befestigt, der das Ziel hin- und herbewegt.
AVird der Ball getroffen, so geht er entzwei, wodurch die Verbindung mit dem Zugdraht aufgehoben wird und der Hase zu Boden fällt. Ziele aus Holz, Thon oder anderem Material können an dem Draht mittelst eines S-Hakens aufgehängt oder mittelst eines Bandes festgebunden werden. ■-

Claims (1)

  1. P ATENT-Ansprüche:
    Die Anbringung von Zielen, bestehend aus künstlichen Vögeln, Glaskugeln, Bällen oder anderen Gegenständen an den Enden von Schnüren oder Bändern, die ihrerseits von Armen ausgehen, welche an einer verticalen Welle befestigt sind, die in passender Weise gelagert ist und durch irgend welche motorische Kraft oder von Hand in Umdrehung versetzt werden kann.
    Die durch die Fig. 4 und 5 dem Wesen nach veranschaulichte Art und Weise, laufende Ziele durch Drähte oder Schnüre zu bewegen, welche um passend gelagerte Rollen geschlungen sind, die in Umdrehung versetzt werden.
    Das durch Fig. 6 veranschaulichte Ziel, bestehend aus einem hin- und hergezogenen Gestell, welches das Ziel trägt.
    Als Ziel ein Vogel mit Flügeln, Schwanz und Kopf aus Metallblech, dessen Körper einen Gummiball trägt, welcher derart mit den Flügeln verbunden ist, dafs die letzteren zusammenklappen, wenn der Vogel getroffen wird.
    Ein laufendes Ziel, das mittelst eines Gummiballes an einem Draht derart befestigt wird, dafs es von demselben sich löst, wenn der Ball getroffen wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT11929D Neuerung an Zielen für Feuerwaffen Active DE11929C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1003633B (de) * 1955-03-25 1957-02-28 Ernst Karl Spieth Vorrichtung zum Fahren von Zielscheiben vom Ziel zum Schuetzenstand und zurueck

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