DE119020C - - Google Patents

Info

Publication number
DE119020C
DE119020C DENDAT119020D DE119020DA DE119020C DE 119020 C DE119020 C DE 119020C DE NDAT119020 D DENDAT119020 D DE NDAT119020D DE 119020D A DE119020D A DE 119020DA DE 119020 C DE119020 C DE 119020C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
thumb
center
hammer
disk
machine according
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT119020D
Other languages
English (en)
Publication of DE119020C publication Critical patent/DE119020C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21CMANUFACTURE OF METAL SHEETS, WIRE, RODS, TUBES, PROFILES OR LIKE SEMI-MANUFACTURED PRODUCTS OTHERWISE THAN BY ROLLING; AUXILIARY OPERATIONS USED IN CONNECTION WITH METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL
    • B21C37/00Manufacture of metal sheets, rods, wire, tubes, profiles or like semi-manufactured products, not otherwise provided for; Manufacture of tubes of special shape
    • B21C37/02Manufacture of metal sheets, rods, wire, tubes, profiles or like semi-manufactured products, not otherwise provided for; Manufacture of tubes of special shape of sheets

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

Kaiserliches
PATENTAMT.
Gegenstand .vorliegender Erfindung ist eine Maschine zum Schlagen von Blattmetall, bei der die Formen durch Drehung und Verschiebung so geführt werden, dafs die Hammerschläge sie fortlaufend in strahlenförmig vom mittleren Theil der Form ausgehenden Bahnen treffen und in einer Arbeitsstufe entsprechend der quadratischen Gestalt und entsprechend der allmählich zunehmenden Ausdehnung des Schlagguts stets bis zum Rande desselben geführt werden.
Durch diese beiden Merkmale unterscheidet sich vorliegende Erfindung wesentlich von der in Patentschrift 108581 beschriebenen Metallschlagmaschine, bei der die Formen zwar auch durch Drehung und Verschiebung geführt werden, aber das Schlaggut weder in strahlenförmig von der Mitte auslaufenden Bahnen getroffen wird, noch diese Bahnen sich jeweilig bis zum Rande des Schlagguts erstrecken.
Die Erfindung ist in einer Ausführungsform in Fig. ι in Ansicht, und in Fig. 2 im Grundrifs dargestellt. Die Fig. 3 und 4 veranschaulichen eine Einzelheit in zwei Ansichten, während Fig. 5 schematisch die Schlagbahnen darstellt.
Ueber dem Ambos α arbeitet der Hammer b, der von einer Kurbelwelle f aus angetrieben wird. In einem auf dem Ambos verschiebbaren Schlitten, c ist in bekannter Weise eine. Zahnscheibe d drehbar angeordnet, welche in ihrem mittleren Theil die Schlagform aufnimmt. Letztere erhält die sich aus der Verschiebung des Schlittens c und der Drehung der Scheibe d ergebende zusammengesetzte Bewegung.
Von der Kurbelwelle f aus wird vermittelst der Riemscheiben gh und der Zahnräder ik eine Welle / in Umdrehung versetzt, auf welcher die in Fig. 3 und 4 einzeln dargestellte Daumenscheibe m in axialer Richtung verschiebbar sitzt. Die Verschiebung geschieht mittelst des Stellhebels η oder einer beliebigen anderen Stellvorrichtung. ,
Ein Gabelhebel ρ mit Rolle 0 wird von einer Feder r oder durch ein Gewicht ständig gegen die Daumenscheibe m gedrückt und veranlafst so mittelst der Stangen q die Hin- und Herbewegung der Schlittenplatte c nach Mafsgabe der Form der Daumen auf der Daumenscheibe. Eine biegsame Welle s überträgt die Drehung der Welle / auf ein Zahnrad e, das mit dem Zahnkranz der Scheibe in Eingriff steht.
Beim Schlagen von Blattmetall ist es von Wichtigkeit, den zwischen die Goldschlägerhäutchen eingelegten quadratischen Metallplättchen die Möglichkeit zu geben, sich ungehindert auszudehnen. Eingehende Versuche haben gezeigt, dafs dies bei mechanischem Schlagen in hervorragender Weise erzielt wird, wenn die Schläge das Metall fortgesetzt in- strahlenförmig von der Mitte nach aufsen gehenden Bahnen treffen. Dieser Arbeitsweise ist bei vorliegender Erfindung die Werkstückführung angepafstj wie aus der schematischen Ansicht Fig. 5 hervorgeht. . ■ .
In Fig. 5 ist mit a' b' c' d' das Werkstück bezeichnet, und es kommt darauf an, die Schläge so zu setzen, dafs sie wie 1, 2, 3, 4; 5, 6, 7; 8, 9, 10 u. s. w. annähernd auf den dargestellten Strahlen liegen. Sobald auf einem Strahle bis zum
Verein deutscher Jngenieure Bezirksverein a. d. niederen Ruhr.
Rande entlang geschlagen ist, handelt es sich darum, den Schlitten schnell zurück zu bewegen, damit der nächste Schlag wieder die Mitte der Form trifft. Dabei mufs vermieden werden, für jeden Strahl die Mitte der Form zu treffen, weil das Metall andernfalls in der Mitte zu schnell dünn geschlagen bezw. zerschlagen würde. Es werden daher die folgenden Strahlen mit den Punkten 5, 8, 11 u. s. w. begonnen.
Die in Fig. 5 dargestellte Wirkungsweise wird dadurch erreicht, dafs die Daumenscheibe (Fig. 4) den Schlitten c mittelst ihrer Daumen allmählich vorschiebt und dann unter Wirkung der Feder r jeweilig plötzlich zurückschnellen läfst. So wird z. B. der durch die Richtung 1, 2, 3, 4. annähernd dargestellte Strahl durch die Wirkung des Daumens A, der Strahl 5, 6, 7 durch die Wirkung des Daumens B und die folgenden Strahlen durch die Wirkung der Daumen CDE geschlagen, bis wiederum für den Strahl 1 b' der Daumen A zur Wirkung gelangt.
In Fig. 5 sind die Strahlen rein schematisch und daher geradlinig dargestellt. Es ist selbstverständlich, dafs sie wegen der Drehung der Scheibe d curvenförmig verlaufen werden, so dafs in Fig. 5 genau genommen nur der Mittelpunkt ι und die Punkte a'e'f g'h' auf den wirklichen Curveri liegen. Wie die Curven während des Zurückschnellens des Schlittens c verlaufen, ist unwesentlich, da das Zurückschnellen eben plötzlich erfolgt und daher nur wenig Hammerschläge während des Zurückschnellens erfolgen können. Diese kommen für das Schlagen des Metalls nicht in Betracht.
Es mufs nun verhindert werden, dafs der Hammer über den Rand des eingelegten Schlag- -guts hinaustrifft, da andernfalls die als Zwischenlage dienenden Goldschlägerhäutchen schnell zerstört werden würden. Diesem Erfordernifs wird dadurch entsprochen, dafs man den Daumen der Scheibe m eine verschiedene Höhe giebt. So entspricht z. B. der Daumen A dem längsten Strahl 1 a' und der Daumen D der Länge des Strahls 1 e' u. s. w.
Damit endlich die Mitte der Form nicht ständig getroffen wird, besitzen nur einige der Daumenlücken, in der Zeichnung Fig. 4 nur diejenige zwischen den Daumen B C, die zur Einstellung der Formmitte unter den Hammer erforderliche Tiefe, während die übrigen Lücken flacher sind, so dafs hier der Hammer die Mitte des Schlagguts nicht trifft.
Mit Rücksicht auf die quadratische Form des Schlagguts genügt es, der Scheibe m behufs Beschränkung auf kleine Dimensionen nur soviel Daumen zu geben, wie die Zahl der nach einer Seite des Quadrats verlaufenden Strahlen beträgt.
Das in Fig. 5 punktirt dargestellte Quadrat zeigt ein frisch eingelegtes Metallblättchen, welches schliefslich auf die Gröfse a! b' c' d!
auszuschlagen ist. Dabei nimmt natürlich die Länge der Strahlen bis zum Rande des Schlagguts proportional der Streckung des Blättchens zu. Diesem Umstände entsprechend sind die Daumen der Scheibe m in Richtung ihrer Umdrehungsachse konisch gestaltet, derart, dafs durch seitliche Verschiebung der Scheibe m gegen die Rolle 0 dem Schlitten c gröfsere und gröfsere Ausschläge ertheilt werden können. Die Regelung zu diesem Zweck geschieht durch den Stellhebel n.
Neben der Daumenscheibe m liegt eine flache Daumenscheibe m!. Diese hat den Zweck, das Setzen des Metalls zu veranlassen, d. h. die frisch eingelegten Metallblättchen durch gleichmäfsigen Schlag zu ebenen. Die Daumen der Scheibe m! sind daher gleichförmig. Indem man die Rolle 0 durch entsprechende Verschiebung der Daumenscheiben mm! in die Bahn der Scheibe m' bringt, erfolgt die für das Setzen des Metalls nothwendige Verschiebung des Schlittens c.
Es ist selbstverständlich, dafs die Anzahl der Daumen der Daumenscheibe m auch ein beliebiges Vielfaches der Anzahl der nach einer Quadratseite auslaufenden Strahlen sein kann. Es ist dann nur das Uebersetzungsverhältnifs zwischen der Daumenscheibe und der Zahnscheibe d entsprechend zu wählen.

Claims (3)

  1. . Patent-Ansprüche:
    ι . Maschine zum Schlagen von Blattmetall, bei welcher eine das Schlaggut umschliefsende Zahnscheibe auf dem Ambos gleichzeitig in drehende und hin- Und hergehende Bewegung versetzt wird, dadurch gekennzeichnet, dafs die Führung der Form unter dem Hammer in strahlenförmig von der Mitte auslaufenden Bahnen erfolgt, in denen die Hammerschläge fortlaufend von innen nach aufsen auf das Schlaggut treffen und entsprechend der allmählich zunehmenden Ausdehnung des Schlagguts jeweilig bis zum Rande desselben geführt werden.
  2. 2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafs beim Schlagen der Bahnen die Haminerschläge nicht ständig, sondern nur zeitweilig von der Mitte der Form aus beginnen, um ein Zerschlagen des mittleren Theils des Schlagguts zu verhindern.
  3. 3. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafs die Verschiebung der Form durch eine Daumenscheibe erfolgt, welche mit so vielen Daumen versehen ist wie Strahlen von der Mitte aus nach einer Seite des viereckigen Schlagguts geführt werden sollen (bezw. mit einem beliebigen Vielfachen dieser Anzahl), wobei die wirksame Hubhöhe der Daumen der wechselnden Länge der einzelnen in dem Rande auslaufenden Bahnen entspricht.
    Maschine nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dafs nur einige der Daumenlücken die zur Einstellung der Formenmitte unter den Hammer erforderliche Tiefe besitzen, während die übrigen Lücken Bacher sind, so dafs hier der Hammer die Mitte des Schlagguts nicht trifft.
    Maschine nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dafs die Daumenscheibe zu einem Daumenkegel ausgebildet ist, derart, dafs durch Benutzung verschiedener Zonen desselben der Verschiebungsausschlag der Form von ihrer Mittellage aus verändert werden kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT119020D Active DE119020C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE119020C true DE119020C (de)

Family

ID=388178

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT119020D Active DE119020C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE119020C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1265548B (de) Kurbelgetriebene Gesenkschmiedepresse
DE2208899C3 (de) Vorrichtung zum Portionieren, Schleifen und anschließenden Abgeben von Teigstücken
AT392195B (de) Vorrichtung zum wirken von portionierten teigstuecken
DE119020C (de)
DE571186C (de) Reibschienenhammer
DE4206823C2 (de) Vorrichtung zur mechanischen Bearbeitung einer Oberfläche oder einer Vielzahl von schaftförmigen Gegenständen
DE167910C (de)
DE875191C (de) Sodenschneider und Sodenwender
DE284724C (de)
DE485022C (de) Klemmgetriebe zur absatzweisen Bewegung der Vorschubkessel an Naehmaschinen
DE322485C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Formen bzw. Treiben von Platten oder Schichten aus Faserstoffen und hydraulischen oder anderen Bindemitteln
DE43557C (de) Vorrichtung zum Aufdrücken von Geweben, Filzen und dergl. auf Nadelketten
DE483868C (de) Rundlaufender Schuettelrinnenantrieb
DE655084C (de) Saege mit beim Hinundhergang schneidenden Zaehnen
DE133086C (de)
DE157599C (de)
DE487820C (de) Naehmaschine, insbesondere zum Naehen von Tanzschuhen, sowohl fuer eine Blindstich-Doppelsteppstichnaht als auch fuer eine Blindstich-Kreuzstichnaht
DE105776C (de)
AT63788B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Formen bzw. Treiben von Platten oder Schichten aus Faserstoffen und Bindemitteln.
DE44955C (de) Pneumatisch betriebenes Werkzeug zur Bearbeitung von Steinen oder anderen harten Materialien
DE2106454C3 (de) Vorrichtung zum Auswerfen von Werkstücken aus PreBmatrizen
DE275068C (de)
DE2113523C3 (de) Ausstoßvorrichtung an Rundlaufpressen zur Herstellung von Presslingen, wie Tabletten u.dgl
DE258007C (de)
DE162539C (de)