DE11812C - Kontinuirlich wirkender Diffusionsapparat - Google Patents
Kontinuirlich wirkender DiffusionsapparatInfo
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C13—SUGAR INDUSTRY
- C13B—PRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
- C13B10/00—Production of sugar juices
- C13B10/08—Extraction of sugar from sugar beet with water
- C13B10/10—Continuous processes
- C13B10/102—Continuous processes having rotatable means for agitation or transportation
- C13B10/105—Rotating apparatus
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Description
1879.
Klasse 89.
EMILE CHARLES und ALFRED PERRET in ROYE (Dep. Somme, Frankreich).
Continuirlich wirkender Diffusionsapparat.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 31. December 1879 ab.
Der vorliegende, continuirliche Diffusionsapparat ist vorzugsweise für die Extraction des
Zuckers aus den Runkelrüben bestimmt, kann jedoch auch im allgemeinen zum Auslaugen
oder Extrahiren jedes Körpers dienen, der weder staubförmig noch bedeutend schwerer als Wasser
ist. In seiner Anordnung und Wirkungsweise ist er dadurch ausgezeichnet, dafs das Wasser
und die Schnitzel oder auszulaugenden Körper in Bezug auf einander in einem einzigen, horizontal
liegenden Gefafs eine entgegengesetzt gerichtete Bewegung erhalten; in diesem Gefafs
vollziehen sich die doppelten Functionen: Bewegung der auszulaugenden Materialien und
Auslaugen derselben.
Der Apparat ist ferner derart eingerichtet, dafs während des Auslaugens in ihm eine
passende Temperatur erhalten werden kann, und besitzt verschiedene Anordnungen, welche
die Operationen zu überwachen gestatten.
Auf beiliegender Zeichnung stellt Fig. 1 einen Längsschnitt, Fig. 2 einen Querschnitt nach A-B,
Fig. 3 einen Querschnitt nach G-D des Apparates dar.
Er besteht aus einer archimedischen Schraubet aus perforirtem Blech von ca. 8 m Länge und
ca. 1,20 m Durchmesser, welche im Mantel F
aus perforirtem Blech fest angebracht ist. Die Ganghöhe der Schraube beträgt ungefähr 1 m.
Der Mantel F selbst ist in einem Blechcylinder G eingeschlossen. Die Welle C geht durch beide
Cylinder und ist in den Kopfwänden des äufseren Cylinders durch Stopfbüchsen M gedichtet. Sie
ruht in den Lagern O derart, dafs eine Längsverschiebung nicht stattfinden kann.
Der Cylinder F aus perforirtem Blech ist mit Ringen H versehen, mittelst welcher er auf den
Rollen / ruht, die in den Böcken H1 gelagert sind. Die Böden des Cylinders G sind mittelst
Schraubenbolzen befestigt, so dafs sie, nachdem der Cylinder F hineingebracht ist, aufgesetzt
werden.
Bei A befindet sich ein Rumpf zur Einführung der Rübenschnitzel in den Apparat. Auf dieser
Seite des Apparates ist in geringem Abstande von dem Boden des Cylinders G ein falscher
Boden D aus perforirtem Blech angebracht, der durch einen Kautschukstreifen gedichtet ist, so
dafs nur durch die Durchlöcherungen Flüssigkeit, nie aber Schnitzeltheile oder feste Körper
entweichen können. In der Nähe dieses falschen Bodens beginnen die Gänge der Schraube E,
welche das auszulaugende Material von links nach rechts befördern.
Der CylinderF ist an beiden Enden offen, und
werden die Schnitzel, nachdem sie ausgelaugt sind, in die Kammer Z und von hier durch eine
Transportschnecke oder ein Becherwerk weiter nach den Pressen befördert. Der Cylinder F
ist an seinen Enden durch Winkeleisen gegen den Cylinder G gedichtet. Durch bewegliche
Scheidewände oder Winkeleisen, welche an dem Cylinder F befestigt sind und sich gegen entsprechende
Winkeleisen von G legen, wird eine Circulation der Flüssigkeit in dem Raum zwischen
F und G verhindert.
Das reine Wasser wird dem Apparat durch den Hahn R rechts zugeführt, der Saft durch
den Hahn L links abgelassen. Die Hähne L l
und Z2 dienen dazu, den Diffusionsapparat zu
entleeren.
Der horizontal gelagerte Apparat erhält eine langsame Bewegung und wird zunächst mit
Wasser, welches auf mindestens 250 erwärmt ist, gefüllt. Alsdann bringt man die Schnitzel
durch den Rumpf yi ein. Nach ca. 3/4 Stunden
öffnet man den Hahn L und läfst frisches Wasser durch Hahn R ein, entsprechend der Menge des
abgelassenen Saftes. Man kann letzteren Hahn durch ein Schwimmerventil ersetzen, derart, dafs
der Wasserzuflufs automatisch regulirt wird. Die Menge des abgelassenen Saftes richtet sich nach
dem Gehalt an Zucker, den der Saft haben soll, nach dem Zuckergehalt der Rüben und nach der
Schnelligkeit, mit der die Operation vor sich gehen soll.
Um die für die Diffusion günstigste Temperatur in dem Apparat erzeugen zu können, ist
der Cylinder G mit zwei Heizmänteln T umgeben, in welche Dampf mittelst Hahnes R1
eingeleitet werden kann. Die an der tiefsten Stelle der Heizmäntel befindlichen Hähne R2
dienen zum Ablassen des Dampfes. Die Welle C ist hohl und mit vielen Löchern versehen, durch
welche Dampf in den Apparat gelassen werden kann, um in demselben die erforderliche Temperatur
aufrecht zu erhalten.
Der den Apparat beaufsichtigende Arbeiter hat demnach nur die Temperatur sowie den
Ein- und Austritt der Flüssigkeit zu reguliren. Die durch die Schraube von dem Rumpf A
nach der Kammer Z transportirten Schnitzel treffen 'auf ihrem Wege Wasser, das mit mehr
oder weniger grofsen Mengen aufgelöster Stoffe gesättigt ist, bis sie schliefslich in der Nähe der
Kammer Z mit reinem Wasser in Berührung kommen und durch die Bewegung in die
Kammer Z befördert werden. Das Wasser gelangt in den Apparat durch den Hahn JR. und
wird' theilweise auf die Transportschnecke oder das Becherwerk geleitet, es gelangt allmälig von
hier nach dem anderen Ende des Apparates und wird immer mehr mit Saft oder dem auszulaugenden
Stoffe gesättigt. Infolge dieser doppelten Bewegung des Wassers und der Schnitzel werden letztere vollständig ausgelaugt
und es kommt das Wasser nach und nach mit anderen Schnitzeln in Berührung, anstatt, dafs
wie in anderen Apparaten die Schnitzel ruhig liegen und das Wasser immer mit denselben
Schnitzeln in Berührung kommt.
Der Cylinder G ist an seinem Scheitel mit Reinigungshähnen versehen, welche je im von
einander abstehen und den Gang des Apparates zu reguliren gestatten, indem man durch
Proben, welche man an diesen Stellen dem Apparat entnimmt, ersehen kann, wie der Apparat
functionirt. Der Cylinder G ist ferner mit Mannlöchern P versehen, so dafs man leicht denselben
reinigen kann.
Die Schnecke E, sowie ihr Mantel F erhalten
mittelst der Welle C eine rotirende Bewegung durch Zahnräder oder Riemscheiben,
oder der Cylinder F ist mit Zahnkränzen versehen, in welche Getriebe eingreifen etc. Der
Diffusionscylinder F kann 8 bis 60 Touren oder mehr pro Stunde erhalten. Die Schnecke E
und der Cylinder können auch etwas geneigt liegen, so dafs sie sich ganz in der Flüssigkeit
drehen.
Claims (2)
1. In einem Diffusionsapparät die von einem',
mit ihr fest verbundenen, durchlöcherten Cylindermantel umgebene durchlöcherte
Schnecke, welche in der Diffusionsflüssigkeit innerhalb eines cylindrischen Gefäfses sich
derart dreht, dafs die Schnitzel in entgegengesetzter Richtung zur Richtung der Diffusionsflüssigkeit fortbewegt werden.
2. Die Anordnung ringförmiger Scheidewände zwischen dem inneren und dem äufseren
Cylinder, welche Wände von einander getrennte Abtheilungen bilden (wenigstens eine
pro Schraubengang), so dafs die Flüssigkeit gezwungen wird, durch die zu diffundirende
Masse zu dringen, wenn sie in eine folgende Abtheilung treten will.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE11812C true DE11812C (de) |
Family
ID=289063
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT11812D Active DE11812C (de) | Kontinuirlich wirkender Diffusionsapparat |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE11812C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE972520C (de) * | 1950-04-25 | 1959-08-20 | Danske Sukkerfab | Verfahren und Vorrichtung zum Auslaugen eines loeslichen oder geloesten Stoffes aus einem im Auslaugmittel unloeslichen, fuer dieses aber durchdringbaren Stoff |
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Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE972520C (de) * | 1950-04-25 | 1959-08-20 | Danske Sukkerfab | Verfahren und Vorrichtung zum Auslaugen eines loeslichen oder geloesten Stoffes aus einem im Auslaugmittel unloeslichen, fuer dieses aber durchdringbaren Stoff |
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