DE11812C - Kontinuirlich wirkender Diffusionsapparat - Google Patents

Kontinuirlich wirkender Diffusionsapparat

Info

Publication number
DE11812C
DE11812C DENDAT11812D DE11812DA DE11812C DE 11812 C DE11812 C DE 11812C DE NDAT11812 D DENDAT11812 D DE NDAT11812D DE 11812D A DE11812D A DE 11812DA DE 11812 C DE11812 C DE 11812C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cylinder
diffusion
chips
liquid
diffusion apparatus
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT11812D
Other languages
English (en)
Original Assignee
E. charles und A. perret in Roye, Dep. Somme (Frankreich)
Publication of DE11812C publication Critical patent/DE11812C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13BPRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • C13B10/00Production of sugar juices
    • C13B10/08Extraction of sugar from sugar beet with water
    • C13B10/10Continuous processes
    • C13B10/102Continuous processes having rotatable means for agitation or transportation
    • C13B10/105Rotating apparatus

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Extraction Or Liquid Replacement (AREA)

Description

1879.
Klasse 89.
EMILE CHARLES und ALFRED PERRET in ROYE (Dep. Somme, Frankreich).
Continuirlich wirkender Diffusionsapparat.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 31. December 1879 ab.
Der vorliegende, continuirliche Diffusionsapparat ist vorzugsweise für die Extraction des Zuckers aus den Runkelrüben bestimmt, kann jedoch auch im allgemeinen zum Auslaugen oder Extrahiren jedes Körpers dienen, der weder staubförmig noch bedeutend schwerer als Wasser ist. In seiner Anordnung und Wirkungsweise ist er dadurch ausgezeichnet, dafs das Wasser und die Schnitzel oder auszulaugenden Körper in Bezug auf einander in einem einzigen, horizontal liegenden Gefafs eine entgegengesetzt gerichtete Bewegung erhalten; in diesem Gefafs vollziehen sich die doppelten Functionen: Bewegung der auszulaugenden Materialien und Auslaugen derselben.
Der Apparat ist ferner derart eingerichtet, dafs während des Auslaugens in ihm eine passende Temperatur erhalten werden kann, und besitzt verschiedene Anordnungen, welche die Operationen zu überwachen gestatten.
Auf beiliegender Zeichnung stellt Fig. 1 einen Längsschnitt, Fig. 2 einen Querschnitt nach A-B, Fig. 3 einen Querschnitt nach G-D des Apparates dar.
Er besteht aus einer archimedischen Schraubet aus perforirtem Blech von ca. 8 m Länge und ca. 1,20 m Durchmesser, welche im Mantel F aus perforirtem Blech fest angebracht ist. Die Ganghöhe der Schraube beträgt ungefähr 1 m. Der Mantel F selbst ist in einem Blechcylinder G eingeschlossen. Die Welle C geht durch beide Cylinder und ist in den Kopfwänden des äufseren Cylinders durch Stopfbüchsen M gedichtet. Sie ruht in den Lagern O derart, dafs eine Längsverschiebung nicht stattfinden kann.
Der Cylinder F aus perforirtem Blech ist mit Ringen H versehen, mittelst welcher er auf den Rollen / ruht, die in den Böcken H1 gelagert sind. Die Böden des Cylinders G sind mittelst Schraubenbolzen befestigt, so dafs sie, nachdem der Cylinder F hineingebracht ist, aufgesetzt werden.
Bei A befindet sich ein Rumpf zur Einführung der Rübenschnitzel in den Apparat. Auf dieser Seite des Apparates ist in geringem Abstande von dem Boden des Cylinders G ein falscher Boden D aus perforirtem Blech angebracht, der durch einen Kautschukstreifen gedichtet ist, so dafs nur durch die Durchlöcherungen Flüssigkeit, nie aber Schnitzeltheile oder feste Körper entweichen können. In der Nähe dieses falschen Bodens beginnen die Gänge der Schraube E, welche das auszulaugende Material von links nach rechts befördern.
Der CylinderF ist an beiden Enden offen, und werden die Schnitzel, nachdem sie ausgelaugt sind, in die Kammer Z und von hier durch eine Transportschnecke oder ein Becherwerk weiter nach den Pressen befördert. Der Cylinder F ist an seinen Enden durch Winkeleisen gegen den Cylinder G gedichtet. Durch bewegliche Scheidewände oder Winkeleisen, welche an dem Cylinder F befestigt sind und sich gegen entsprechende Winkeleisen von G legen, wird eine Circulation der Flüssigkeit in dem Raum zwischen F und G verhindert.
Das reine Wasser wird dem Apparat durch den Hahn R rechts zugeführt, der Saft durch den Hahn L links abgelassen. Die Hähne L l und Z2 dienen dazu, den Diffusionsapparat zu entleeren.
Der horizontal gelagerte Apparat erhält eine langsame Bewegung und wird zunächst mit Wasser, welches auf mindestens 250 erwärmt ist, gefüllt. Alsdann bringt man die Schnitzel durch den Rumpf yi ein. Nach ca. 3/4 Stunden öffnet man den Hahn L und läfst frisches Wasser durch Hahn R ein, entsprechend der Menge des abgelassenen Saftes. Man kann letzteren Hahn durch ein Schwimmerventil ersetzen, derart, dafs der Wasserzuflufs automatisch regulirt wird. Die Menge des abgelassenen Saftes richtet sich nach dem Gehalt an Zucker, den der Saft haben soll, nach dem Zuckergehalt der Rüben und nach der Schnelligkeit, mit der die Operation vor sich gehen soll.
Um die für die Diffusion günstigste Temperatur in dem Apparat erzeugen zu können, ist der Cylinder G mit zwei Heizmänteln T umgeben, in welche Dampf mittelst Hahnes R1
eingeleitet werden kann. Die an der tiefsten Stelle der Heizmäntel befindlichen Hähne R2 dienen zum Ablassen des Dampfes. Die Welle C ist hohl und mit vielen Löchern versehen, durch welche Dampf in den Apparat gelassen werden kann, um in demselben die erforderliche Temperatur aufrecht zu erhalten.
Der den Apparat beaufsichtigende Arbeiter hat demnach nur die Temperatur sowie den Ein- und Austritt der Flüssigkeit zu reguliren. Die durch die Schraube von dem Rumpf A nach der Kammer Z transportirten Schnitzel treffen 'auf ihrem Wege Wasser, das mit mehr oder weniger grofsen Mengen aufgelöster Stoffe gesättigt ist, bis sie schliefslich in der Nähe der Kammer Z mit reinem Wasser in Berührung kommen und durch die Bewegung in die Kammer Z befördert werden. Das Wasser gelangt in den Apparat durch den Hahn JR. und wird' theilweise auf die Transportschnecke oder das Becherwerk geleitet, es gelangt allmälig von hier nach dem anderen Ende des Apparates und wird immer mehr mit Saft oder dem auszulaugenden Stoffe gesättigt. Infolge dieser doppelten Bewegung des Wassers und der Schnitzel werden letztere vollständig ausgelaugt und es kommt das Wasser nach und nach mit anderen Schnitzeln in Berührung, anstatt, dafs wie in anderen Apparaten die Schnitzel ruhig liegen und das Wasser immer mit denselben Schnitzeln in Berührung kommt.
Der Cylinder G ist an seinem Scheitel mit Reinigungshähnen versehen, welche je im von einander abstehen und den Gang des Apparates zu reguliren gestatten, indem man durch Proben, welche man an diesen Stellen dem Apparat entnimmt, ersehen kann, wie der Apparat functionirt. Der Cylinder G ist ferner mit Mannlöchern P versehen, so dafs man leicht denselben reinigen kann.
Die Schnecke E, sowie ihr Mantel F erhalten mittelst der Welle C eine rotirende Bewegung durch Zahnräder oder Riemscheiben, oder der Cylinder F ist mit Zahnkränzen versehen, in welche Getriebe eingreifen etc. Der Diffusionscylinder F kann 8 bis 60 Touren oder mehr pro Stunde erhalten. Die Schnecke E und der Cylinder können auch etwas geneigt liegen, so dafs sie sich ganz in der Flüssigkeit drehen.

Claims (2)

Patent-Ansprüche: ;
1. In einem Diffusionsapparät die von einem', mit ihr fest verbundenen, durchlöcherten Cylindermantel umgebene durchlöcherte Schnecke, welche in der Diffusionsflüssigkeit innerhalb eines cylindrischen Gefäfses sich derart dreht, dafs die Schnitzel in entgegengesetzter Richtung zur Richtung der Diffusionsflüssigkeit fortbewegt werden.
2. Die Anordnung ringförmiger Scheidewände zwischen dem inneren und dem äufseren Cylinder, welche Wände von einander getrennte Abtheilungen bilden (wenigstens eine pro Schraubengang), so dafs die Flüssigkeit gezwungen wird, durch die zu diffundirende Masse zu dringen, wenn sie in eine folgende Abtheilung treten will.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT11812D Kontinuirlich wirkender Diffusionsapparat Active DE11812C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE11812C true DE11812C (de)

Family

ID=289063

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT11812D Active DE11812C (de) Kontinuirlich wirkender Diffusionsapparat

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE11812C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE972520C (de) * 1950-04-25 1959-08-20 Danske Sukkerfab Verfahren und Vorrichtung zum Auslaugen eines loeslichen oder geloesten Stoffes aus einem im Auslaugmittel unloeslichen, fuer dieses aber durchdringbaren Stoff

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE972520C (de) * 1950-04-25 1959-08-20 Danske Sukkerfab Verfahren und Vorrichtung zum Auslaugen eines loeslichen oder geloesten Stoffes aus einem im Auslaugmittel unloeslichen, fuer dieses aber durchdringbaren Stoff

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3038577C2 (de)
CH650942A5 (de) Schlaufenreaktor.
DE2750028C2 (de)
DE11812C (de) Kontinuirlich wirkender Diffusionsapparat
DE1283666B (de) Kocher zum kontinuierlichen Aufschliessen von zellulosehaltigem Material
DE1284146B (de) Hochdruckdampfschaeler
AT229690B (de) Vorrichtung zum Waschen und chemischen Behandeln von Materialien in einer Flüssigkeit
DE332708C (de) Trommel zum Loesen, Auslaugen, Waschen u. dgl.
DE404507C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Zellstoff aus holzhaltigem Rohstoff
CH664928A5 (de) Verfahren und schneckenpresse zum verdichten und entwaessern von festmaterial.
DE836345C (de) Vorrichtung zum fortlaufenden Mischen zweier Stoffe
DE55052C (de) Apparat zum Extrahiren von Fetten und anderen Stoffen durch flüchtige Lösungsmittel
DE100899C (de)
DE515388C (de) Schwelretorte
DE161550C (de)
AT77968B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Entwässerung von Torferde.
DE945755C (de) Vorrichtung zum kontinuierlichen Verloesen von natuerlich vorkommenden Salzen, insbesondere Kaliumchloridmineralien
DE48359C (de) Saturationsapparat
DE961857C (de) Verfahren und Einrichtung zur Verhinderung des Verstopfens des Waermeaustauschers durch Fasern bei der Umlauferhitzung der Kochfluessigkeit fuer Zellstoffkocher
AT141878B (de) Verfahren und Vorrichtung, um Öl- und Fettstoffe aus vegetabilischen Rohmaterialien bzw. diese Stoffe sowie Leimstoffe aus animalischen Rohmaterialien auszuscheiden.
DE168447C (de)
DE279167C (de)
DE230299C (de)
DE919892C (de) Tauchvorrichtung mit Quette zum Abschrecken von Werkstuecken, insbesondere Blechen
DE141203C (de)