DE1181007B - Aus Schraube und Mutter bestehende Verbindung - Google Patents
Aus Schraube und Mutter bestehende VerbindungInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. Kl.: F 06 b
Deutsche Kl.: 47 a-7
Nummer: 1181007
Aktenzeichen: E 23360 XII / 47 a
Anmeldetag: 9. August 1962
Auslegetag: 5. November 1964
Die Erfindung bezieht sich auf eine aus Schraube und Mutter bestehende Verbindung zum
schnellen Lösen und Verbinden zweier Platten, von denen die eine mit einer Öffnung zum Durchtritt
der Schraube, die andere mit einem Langloch zum Durchtritt der auf die Schraube aufgesetzten Mutter
versehen ist, wobei die Mutter eine der Breite des Langlochs entsprechende Breite sowie parallel zur
Schraubenachse verlaufende Anschlagsflächen, die mit entsprechenden Flächen der zweiten Platte zusammenwirken
und dabei eine Drehung der Mutter beim Festziehen der Schraube verhindern, und eine Spannfläche
aufweist, die nach Anlegen der Anschlagsflächen gegen die entsprechenden Flächen an der
zweiten Platte quer zur Längsachse des Langlochs verläuft.
Es ist bereits bekannt, eine Sechskantlangmutter zum Festschrauben von Rohrschellen und Kabelschellen
in einer sogenannten U-Schlitzprofilschiene
zu verwenden, d. h. in einer solchen Schiene, bei weleher
sich an die beiden freien Schenkel des U-Profils noch je ein horizontaler Schenkel, der parallel zu dem
unteren horizontalen Schenkel des U verläuft, anschließt und bei welcher zwischen diesen beiden in
einer Ebene liegenden horizontalen Schenkeln ein Zwischenraum besteht, der den Schlitz der U-Schlitzprofilschiene
bildet. In diesen Schlitz wird die Sechskantlangmutter derart eingeführt, daß die Längsrichtung
der Langmutter in die Längsrichtung des Schlitzes fällt. Beim Einschrauben des Schraubenbolzens
in die Langmutter legt sich die Langmutter dann an die Unterseite der beiden horizontalen Schenkel an,
die den Schlitz beiderseitig begrenzen, und legt sich ferner nach einer gewissen Drehung um die Mittelachse
des Schraubenbolzens mit zwei Sechskantflächen an die Innenseite der beiden zueinander parallelen
senkrecht stehenden Schenkel des U-Querschnitts an.
Es ist ferner noch eine Befestigung eines bolzenartigen Bauelementes an einer mit einem Langloch
ausgerüsteten Platte bekannt, wobei diese Befestigung nach Art eines Bajonettverschlusses und im einzelnen
folgendermaßen ausgebildet ist. In der Stirnfläche des bolzenartigen Bauelementes sind zwei in dessen
Längsrichtung verlaufende Stifte, die unter Federkraft stehen, derart angeordnet, daß sie aus dieser
Stirnfläche von den Federn nach außen gedrückt werden. Diese Bewegung ist jedoch durch in kleinen
Langlöchern laufende Querstifte begrenzt, so daß die äußeren Enden der Stifte nur um ein gewisses
Stück aus der Stirnfläche des bolzenartigen Bauelementes heraustreten können. An der Stirnfläche des
Aus Schraube und Mutter bestehende
Verbindung
Verbindung
Anmelder:
Elastic Stop Nut Corporation of America,
Union, N. J. (V. St. A.)
Vertreter:
Dr.-Ing. E. Sommerfeld und Dr. D. v. Bezold,
Patentanwälte, München 23, Dunantstr. 6
Als Erfinder benannt:
Joseph R. Preziosi, Newark, N. J. (V. St. Α.;
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 16. August 1961
(131900)
bolzenartigen Bauelementes befindet sich ein Ansatz von demselben Querschnitt, wie ihn die Öffnung des
in der Platte vorhandenen Langloches besitzt, und dieser Ansatz ist anschließend an die Stirnfläche des
bolzenartigen Bauelementes noch mit zwei diametral einander gegenüberliegenden Nuten versehen, so daß
das bolzenartige Bauelement nach Einführung des Ansatzes in das Langloch der Platte, um einen kleinen
Winkel um seine Längsachse gedreht werden kann und die Ränder des Langloches dabei in die
beiden erwähnten Nuten eingreifen, so daß eine bajonettverschlußartige Befestigung des bolzenartigen
Bauelementes erreicht wird. Die Drehung des bolzenartigen Bauelementes zur Herstellung dieser
Verbindung wird dabei um einen solchen Winkel bewerkstelligt, daß die federnden Stifte in Löcher in der
das Langloch tragenden Platte eingreifen, so daß eine Zurückdrehung des bolzenartigen Bauelementes zunächst
verriegelt wird. Zur Lösung dieser bajonettverschlußartigen Verbindung müssen also zunächst
die federnden Stifte durch Betätigung der in ihren kleinen Langlöchern laufenden Querstifte wieder aus
den Öffnungen in der Platte ausgehoben werden.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine aus Schraube und Mutter bestehende Verbindung der eingangs erwähnten
Art so auszubilden, daß die einmal hergestellte Verbindung zwischen den erwähnten aneinander
zu befestigenden Platten durch Drehung des Schraubeöbolzens um nur 90° gelöst und bei Be-
409 710/199·
darf durch eine neue Drehung um 90° im Gegensinne wieder hergestellt werden kann. Dabei soll zur
Lösung und Wiederherstellung der Verbindung außer einem gewöhnlichen Schraubenzieher zum Einsetzen
in den Schraubenschlitz des Schraubenkopfes kein Werkzeug zum Festhalten der Mutter erforderlich
sein, ja es soll noch nicht einmal einer Festhaltung der Mutter von Hand bedürfen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die aus elastischem Kunststoff bestehende
Mutter, deren Bohrung in an sich bekannter Weise mit einem Druchmesser versehen ist, der kleiner als
der Außendurchmesser der Schraube ist, einen über die Spannfläche vorstehenden Ansatz aufweist, an des-
zueinander verlaufen. Der Abstand der Anschlagflächen voneinander ist größer als die Breite w und
kleiner als die Länge 1. Die Seitenwände des Ansatzes 14 weisen ferner Aussparungsflächen 32 auf.
Die Spannfläche 28 der Mutter ist mit Führungsflächen 34 versehen, die schräg nach außen von der
Spannfläche weg verlaufen.
Die erste Platte 10 ist mit einer kreisförmigen öffnung 36 zum Durchtritt des Schraubenbolzens 8
versehen, während die andere Platte 12 ein Langloch 38 aufweist, in das die Mutter eingeführt werden
kann, wenn die Längsachsen der Spannfläche 28 und des Langlochs sich decken.
Um eine Verbindung der Platten 10 und 12 herzu-
sen Seitenwänden die Anschlagflächen vorgesehen 15 stellen, wird zunächst der Schraubenbolzen 8 durch
sind, die mit der Wandung des Langlochs zusammenwirken, wobei sich von der Spannfläche aus diagonal
gegenüberliegend zwei an sich bekannte, schräg nach außen von der Spannfläche weg verlaufende Führungsflächen
erstrecken, die beim Festziehen der Schraube die Spannfläche über den Rand des Langlochs
auf die zweite Platte leiten.
Durch diese Ausbildung wird erreicht, daß die Verbindung der beiden Platten durch eine Drehung von
90° gelöst und wieder hergestellt werden kann, ohne daß Werkzeuge nach Art eines Schraubenschlüssels
für die Mutter erforderlich sind und selbst, ohne daß die Mutter etwa mit der Hand festgehalten/
werden muß.
Die Erfindung ist an Hand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine auseinandergezogene, perspektivische Darstellung der einzelnen Teile einer aus einem
Schraubenbolzen und einer Mutter bestehenden, noch nicht hergestellten Verbindung sowie eine Platte mit
einer öffnung für den Durchtritt des Schraubenbolzens,
F i g. 2 einen teilweisen Schnitt durch die Verbindung, wobei eine zweite Platte mit der ersten
Platte verbunden werden soll,
F i g. 3 einen Schnitt längs einer Ebene 3-3 in der Fig. 2,
F i g. 4 eine der F i g. 2 ähnliche Ansicht der hergestellten Verbindung und
die öffnung 36 in der Platte 10 eingeführt und anschließend
die Mutter 6 aufgeschraubt, bis die Spannfläche 28 vom Bolzenkopf einen Abstand aufweist,
der etwa der Summe der Stärken der einzelnen Plat-
ao ten entspricht. Hierbei drückt der Schraubenbolzen ein Gewinde in die Bohrung 18 der Mutter, wodurch
eine relativ feste Verbindung zwischen dem Schraubenbolzen 8 upd der Mutter 6 entsteht. Wird nun die
Mutter so gedreht, daß die Längsachse der Spannfläche 28 mit der Längsachse des Langloches 38 übereinstimmt,
so kann die Platte 12 an der Platte 10 zur Anlage gebracht werden. Eine weitere Drehung des
Bolzens 8 in Richtung des in der F i g. 5 eingezeichneten Pfeiles bewirkt, daß sich die Mutter 6 um etwa
90° dreht, bis die Anschlagflächen 30 an der Seitenwand des Langloches 38 anliegen. Die Aussparungsflächen
32 können dabei die Drehung nicht stören. Das Anschlagen der Flächen 30 an den Seitenwänden des Langlochs verhindert eine weitere
Drehung der Mutter 6, so daß der Bolzen 8 weiter in die Mutter 6 eingeschraubt und die Platten 10, 12
verspannt werden können (vgl. F i g. 4 und 5).
Vor dem Auftreffen der Anschlagflächen 30 an der Wand des Langlochs 38 drehen sich die Mutter 6 und
der Bolzen 8 infolge der Art des Eingriffes zwischen. Bolzen und Mutter als Einheit, wobei die Führungsflächen 34 das Querstellen der Mutter über den Rand
des Langlochs erleichtern.
Zur Lösung der Verbindung genügt es, den BoI-
F i g. 5 einen Schnitt längs einer Ebene 5-5 in der 45 zen 8 in einer dem in der F i g. 5 eingezeichneten
Fig. 4.
Die Zeichnungen zeigen eine Schraubenmutter 6 und einen Schraubenbolzen 8, die zum Verbinden
einer ersten Platte 10 mit einer zweiten Platte 12 dienen. Die Mutter 6 besteht aus elastischem Kunststoff;
die den Mutternkörper durchsetzende Bohrung 18 ist mindestens am einen Ende offen und weist
einen Durchmesser auf, der kleiner als der Außendurchmesser des Schraubenbolzens ist. Um das Einsetzen
des Schraubenbolzens 8 in die Bohrung 18 zu erleichtern, ist ihr im Ansatz 14 mündendes Ende bei
(F i g. 1 bis 3) angesenkt.
Die Mutter ist ferner mit einer ebenen, nicht kreisförmigen Spannfläche 28 versehen, die senkrecht zur
Mutternachse verläuft. Diese Spannfläche weist in Querrichtung P1-P1 (Fig. 3) eine Breite w auf, die
zugleich der Breite der Mutter 6 entspricht und in Längsrichtung P2-P2 (F i g. 3) eine Länge 1, die der
Länge der Mutter entspricht. Die Länge 1 ist größer als die Breite w. Die Mutter 6 weist außerdem einen
über die Spannfläche vorstehenden Ansatz 14 auf, an dessen Seitenwänden diametral gegenüberliegend
zwei Anschlagflächen 30 vorgesehen sind, die parallel Pfeil entgegengesetzten Richtung zu drehen. Die
Mutter 6 und der Bolzen 8 drehen sich wieder zusammen, bis die Längsachsen der Spannfläche 28
und des Langloches 38 übereinstimmen. An diesem Punkt ist die Verbindung gelöst, und zwar wieder mit
einer Gesamtdrehung des Bolzens um ungefähr 90°. Sollen die Platten 10 und 12 wieder miteinander
verbunden werden, so genügt es, sie in die in den F i g. 2 und 3 dargestellte Lage zu bringen und den
Bolzen8 um 90° in Richtung des Pfeiles gemäß F i g. 5 zu drehen. Zu Beginn des erneuten Verbindungsvorganges
befindet sich die Mutter 6 jedoch näher am Schraubenbolzenkopf 20 als in der F i g. 2
dargestellt ist. Genauer gesagt ist der Abstand der Spannfläche 28 vom Kopf 20 des Schraubenbolzens
annähernd gleich der Summe der jeweiligen Stärke der Platten 10 und 12. In diesem Falle greift dann
die Kurvenfläche 34 am Rand des Langloches 38 an und zieht die Mutter 6 durch diese öffnung.
Claims (1)
- Patentanspruch:Aus Schraube und Mutter bestehende Verbindung zum schnellen Lösen und Verbinden zweierI 181Platten, von denen die eine mit einer öffnung zum Durchtritt der Schraube, die andere mit einem Langloch zum Durchtritt der auf der Schraube aufgesetzten Mutter versehen ist, wobei die Mutter eine der Breite des Langloches entsprechende Breite sowie parallel zur Schraubenachse verlaufende Anschlagflächen, die mit entsprechenden Flächen der zweiten Platte zusammenwirken und eine Drehung der Mutter beim Festziehen der Schraube verhindern, und eine Spannfläche aufweist, die nach Anlegen der Anschlagflächen gegen die entsprechenden Flächen an der zweiten Platte quer zur Längsachse des Langloches verläuft, dadurch gekennzeichnet, daß die aus elastischem Kunststoff bestehende Mutter (6), deren Bohrung (18) in an sich bekannter Weise mit einem Durchmesser versehen ist, der kleiner als der Außendurchmesser der Schraube (8) ist, einen über die Spannfläche (28) vorstehenden Ansatz (14) aufweist, an dessen Seitenwänden die Anschlagflächen (30) vorgesehen sind, die mit der Wandung des Langloches (38) zusammenwirken, wobei sich von der Spannfläche aus diagonal gegenüberliegend zwei an sich bekannte schräg nach außen von der Spannfläche weg verlaufende an sich bekannte Führungsflächen (34) erstrecken, die beim Festziehen der Schraube die Spannfläche über den Rand des Langloches auf die Oberfläche der Platte (12) leiten.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1719 607;
USA.-Patentschriften Nr. 2788 829, 2736 272.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen409 710/199 10.64 ® Bundesdruckerei Berlin
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