DE1172012B - Verfahren und Einrichtung zum pneumatischen Foerdern von Formstoffen fuer Giessereien - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum pneumatischen Foerdern von Formstoffen fuer Giessereien

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DE1172012B
DE1172012B DER25346A DER0025346A DE1172012B DE 1172012 B DE1172012 B DE 1172012B DE R25346 A DER25346 A DE R25346A DE R0025346 A DER0025346 A DE R0025346A DE 1172012 B DE1172012 B DE 1172012B
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DE
Germany
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sand
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pneumatic
pneumatic conveying
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DER25346A
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English (en)
Inventor
Rudolf Ritter
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WALTHER W SZUBINSKI DR ING
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WALTHER W SZUBINSKI DR ING
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Publication date
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Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22CFOUNDRY MOULDING
    • B22C5/00Machines or devices specially designed for dressing or handling the mould material so far as specially adapted for that purpose
    • B22C5/14Equipment for storing or handling the dressed mould material, forming part of a plant for preparing such material
    • B22C5/16Equipment for storing or handling the dressed mould material, forming part of a plant for preparing such material with conveyors or other equipment for feeding the material

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Filling Or Emptying Of Bunkers, Hoppers, And Tanks (AREA)

Description

  • Verfahren und Einrichtung zum pneumatischen Fördern von Formstoffen für Gießereien Zum Fördern von Formstoff ist ein pneumatischer, unter Druck von etwa 5 atü gesetzter Geber vorgeschlagen worden, der das zu fördernde trockene bis feuchte Gut durch Rohrleitungen drückt. Die Förderung wird dadurch ermöglicht, daß Verstopfungen in der Rohrleitung durch tangentiale Beigabe großer Preßluftmengen, welche einen Drall erzeugen, vermieden werden. Der durch die hohe Geschwindigkeit bedingte Verschleiß ist naturgemäß sehr groß. Selbst die Auskleidung der Rohrkrümmer mit Gummi verhindert den Verschleiß nicht. Der Rohrverschleiß und der hohe Luftdurchsatz mindern die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens, welches sich gespannter Luft als Stoffträger bedient und eine Fördergeschwindigkeit, welche als Schwebegeschwindigkeit bezeichnet werden kann, von etwa 30 m/Sek. und mehr benötigt.
  • Außerdem wurde ein pneumatisches Fördersystem empfohlen, welches sich mittlerer Drücke zwischen 4 bis 6 atü bedient und körnige, mit Ölen oder Harzen gebundene Stoffe, also Kernsande, durch Rohrleitungen bei einer Geschwindigkeit von etwa 15 m/Sek. fördert. Auch hier ist die Preßluft als Stoffträger wirksam, was neben dem starken Rohrverschleiß einen sehr hohen Preßluftverbrauch zur Folge hat. Bei dieser Art der Förderung gilt der Schwebezustand der zu fördernden Stoffe als entscheidendes Merkmal, wobei jedoch der Feindosierung von Luft und Förderstoff keine Aufmerksamkeit gewidmet wurde und die dazu benötigten Regelgeräte aus diesem Grunde nicht weiter entwickelt wurden.
  • Eine Erhöhung der Korngröße und damit des Korngewichtes hat eine Zunahme der notwendigen Luftgeschwindigkeit bei einer pneumatischen Förderung zur Folge. Die Reibungswiderstände in den Rohrleitungen wachsen dabei mit dem Quadrat der Fördergeschwindigkeit, so daß Bedenken gegen pneumatisches Fördern spezifisch schwerer Stoffe vorlagen.
  • Die Erfindung betrifft unter Beseitigen der Nachteile ein Verfahren zum pneumatischen Fördern von Sand und Zuschlagstoffen bei der Aufbereitung von Form- und Kernsand. Im Gegensatz zu den bekannten Vorgängen schlägt die Erfindung bei diesem Verfahren vor, die Fördergeschwindigkeit für das Fördergut unter Verwendung von gespannter, vornehmlich als Druckmittel dienender Luft auf höchstens 2 m/Sek. zu begrenzen. Die zähflüssigen oder luftempfindlichen Kernbildner werden aus Behältern zu den Mischvorrichtungen mittels einer Vakuumpumpe in Verbindung mit Vakuum- oder Druckkesseln, die als Akkumulator dienen, zugeführt. Die Zuteilung und Dosierung dieser Zuschläge erfolgt mittels eines Meßgefäßes, in welchem diese Vorgänge nach dem Gesetz von B o y 1 e - M a r i o t t e durchgeführt werden.
  • Zur Abwicklung des Vorganges dient als Einrichtung die Aneinanderreihung eines Entladers für den Sand, eines Förderers, eines an diesen anschließenden Trocknungsapparates, einer pneumatischen Förderanlage mit Verteilern zu Zwischenbehältern mit einem pneumatischen Förderer, dessen Verteiler zu den Behältern für den jeweiligen Bedarf geführt sind, eines pneumatischen Förderers für die Zuschläge mit Zuleitungen für einzelne Vorratsbehälter, unter welchen Kernsandmischer vorgesehen sind.
  • Die zum Trocknen, Gattieren und Mischen der Kernsande bestimmten Aggregate sind mittels elektropneumatisch gesteuerter, pneumatischer Förderer verbunden.
  • Die Zeichnung zeigt in schematischer Darstellung ein Ausführungsbeispiel der zur Durchführung des Vorganges erforderlichen Vorrichtung, welche in der Beschreibung erläutert ist.
  • Der z. B. in Bahnwaggons einlaufende Neusand wird mittels eines Schrappers 1 einem mit Lichtgittern bedeckten Zwischenbunker 2 zugeführt und läuft von hier über ein Abzugsband 3 und ein Becherwerk 4 sowie einen Verteilungsförderer 5 in zwei Sandsilos 6, 7, um verschiedene Sandsorten auf Vorrat zu halten. Die wechselweise zu trocknenden Sandsorten werden aus diesen Silos wahlweise mittels eines der beiden Abzugsbänder 8, 9 über einen gemeinsamen Bandförderer 10 dem mit einem Kühlteil Al versehenen Trommeltrockner zugeführt. Der Getrocknete und auf etwa 40° C abgekühlte Sand gelangt über ein Drehsieb 12 auf eine elektronisch gesteuerte, vollautomatisch arbeitende, pneumatische Förderanlage 13.
  • Über eine Förderrohrleitung 14 gelangen die getrockneten Sandsorten über Verteiler in Zwischenbehälter 15, 16, 17 und 18. Aus dieser Gruppe von Behältern 15 bis 18 werden die verschiedenen Sandsorten entweder einzeln oder in entsprechenden Anteilen dosiert, gemeinsam über Ausläufer mit verstellbaren Meßblenden 19 einem gemeinsamen Gattierungsband 20 zugeteilt, welches den vorgattierten Sand an den pneumatischen Förderer 21, der in seiner Bauart und Wirkungsweise der Anlage 13 entspricht, abgibt. Von hier gelangt der Sand durch die Förderrohrleitung 22 über Verteiler in die Vorratsbehälter für den jeweiligen Bedarf 23, welche über den Kernsandmischern 24 angeordnet sind.
  • Die beispielsweise in Lastwagensilos 25 eintreffenden pulverförmigen Binder werden zunächst in üblicher Weise pneumatisch einem Vorratsbehälter 26 zugeführt. Sie gelangen von hier über einen pneumatischen Förderer 27, der den Anlagen 13 und 21 entspricht, und über die Förderleitung 28 in die einzelnen Vorratsbehälter 29, welche über den beschriebenen Kernsandmischern angeordnet sind.
  • Die z. B. in Bahnkesselwagen 30 eintreffenden Kernöle oder sonstigen flüssigen Binder laufen zunächst in einen tiefer gelegenen Sammelkessel 31 und werden von hier durch eine Pumpe 32 in Vakuumkessel 33 gefördert, welche, anschließend unter Druck gesetzt, als Akkumulatoren für den Transport der flüssigen oder zähen Binder bis zur Mischanlage sorgen.
  • Die in den Vorratsbehältern 23 befindlichen Kernsande oder deren Mischungen werden dann den Mischern über elektropneumatisch beeinflußte Segmentverschlüsse 34 zugeteilt. Anschließend erfolgt die Zugabe der pulverförmigen Binder aus den einstellbaren und geeichten Meßzylindern 35. Nach einer entsprechend ablaufenden Trockenmischzeit und fallweise nach einer Beimischung von Wasser werden schließlich den Kernsandmischungen über die Leitung 36 und die Dosiergeräte 37, welche nach dem Boyle-Mariotte-Prinzip arbeiten, die zähflüssigen, sonstigen Binder zugeteilt.
  • Nach Beendigung des Mischvorganges und nach dem Öffnen der Mischertüren fallen die fertigen Kernsandmischungen dann in die Auslauftrichter 38, welche als Zwischenbehälter dienen. Von hier gelangt der Kernsand über Elektro-Vibrationsförderrinnen 39 auf ein Spezialförderband 40 aus Gummi, das mit nicht dargestellten Abstreifern versehen ist und an seinem rückwärtigen Ende einen Reiniger 41 besitzt. Dieser Reiniger liegt auf dem Band und benetzt dieses gleichmäßig mit einer aus einem Behälter zugeführten Reinigungsflüssigkeit. Am vorderen Ende des Bandes unterhalb der Antriebstrommel ist eine Reinigungsbürste 42 vorgesehen, welche in ganzer Bandbreite gegen das Band drückt und Kernsandreste abfegt. Das Spezialgummiband 40 ist beliebig lang und reicht bis zu den verschiedenen Verbrauchsstellen in der Kernmacherei. Alle Zwischenbehälter und Behälter für den Tagesverbrauch für Sande und pulverförmige Binder sind mit elektrisch betätigten Voll- und Leermeldern ausgestattet, welche der besseren Übersicht wegen in der schematischen Darstellung nicht mit Ziffern bezeichnet sind. Diese elektrischen.. Melder steuern vollautomatisch das Auffüllen der jeweiligen Behälter mit Sanden und Bindern.
  • Außer der bereits eingangs genannten Vorteile des erfindungsgemäß vorgeschlagenen Vorganges, gewährt die zur Durchführung des Verfahrens erforderliche Anlage eine Erhöhung der Gesamterzeugungsmenge und Qualität bei gleichzeitiger Einsparung der Zeit, des Raumes und der Mühe. Die bisher mehr oder weniger zuverlässig manuell ausgeführten Meß- oder Dosiervorgänge sind durch ein voreinstellbares Steuerungssystem ersetzt. Die bisher bekannten und teueren, verfahrbaren Meßgeräte werden hier durch verstellbare und geeichte Meßkolben aus durchsichtigem Kunststoff od. dgl. ersetzt. Die pneumatische Förderanlage erzielt gegenüber den bekannten Einrichtungen den geringsten Verschleiß der Förderrohrleitungen und arbeitet mit einem geringeren Luftverbrauch. Der zu fördernde Sand kann nach erfolgter Fluidisierung in strangförmigen Förderstrom leicht über große Höhen und beträchtliche Weiten geleitet werden, wozu die gemäß der Erfindung gewählte Fördergeschwindigkeit ebenfalls beiträgt.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zum pneumatischen Fördern von Sand und Zuschlagstoffen bei der Aufbereitung von Form- und Kernsand, d a d u r c h g e k e n nz e i c h n e t, daß die Fördergeschwindigkeit für das Fördergut unter Verwendung von gespannter, vornehmlich als Druckmittel dienender Luft auf höchstens 2 m/Sek. begrenzt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zähflüssige oder luftempfindliche Kernbinder aus Behältern zu den Mischern mittels Vakuumpumpe in Kombination mit als Akkumulator dienenden Vakuum- oder Druckkesseln zugeführt werden und daß die Dosierung und Zuteilung dieser Zuschläge mittels eines nach dem Gesetz von Boyle-Mariotte arbeitenden Meßgefäßes stattfindet. In Betracht gezogene Druckschriften: Zeitschrift »Foundry« 1954, Heft Februar, S. 96 bis 99; Zeitschrift »The Iron Age« vom 21. 1. 1954, S. 97 bis 99; A. O. Spiwakowski und W. K. Djatschkow, »Förderanlagen« 1959, S. 264, 268 und 269; N. P. und P. N. A k s j o n ow, »Ausrüstung von Gießereien«, 1952, Bd. 1, S. 129 bis 137.
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