DE116641C - - Google Patents

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DE116641C
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    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05DSYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
    • G05D13/00Control of linear speed; Control of angular speed; Control of acceleration or deceleration, e.g. of a prime mover

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  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Transmission Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
M 116641 KLASSE
in LIVERPOOL.
Dampfdrosselvorrichtung.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 18. März 1899 ab.
Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung bezieht sich auf eine Verbesserung an Dampfdrosselvorrichtungen, insbesondere für Schiffsmaschinen.
Die Anwendung der Verbesserung findet besonders an den Dampfdrosselvorrichtungen der »Aspinall's Patent-Regulator-Gesellschaft« statt. Das grundsätzliche Wesen dieser Dampfdrosselvorrichtungen besteht, wie bekannt, darin, dafs ein Gewicht auf einem Hebel angeordnet ist und von einem hin- und hergehenden Hebel, z. B. der der Luftpumpe der Maschine oder einem durch die Maschine selbst in Thätigkeit gesetzten Hebel zur Wirkung gebracht wird. Wenn die Maschine durchgeht, wird das Dampfdrosselventil so beeinflufst, dafs der Dampf abgeschnitten wird, während, wenn die Schraube wieder in das Wasser taucht, d.h., wenn der übermäfsige Widerstandsverlust aufgehoben ist, das Dampfzufiufsventil wieder geöffnet wird. Während die Maschine normal läuft, steht die Dampfdrosselvorrichtung, praktisch ausgedrückt, aufser Thätigkeit, da keiner der Theile bewegt wird. Der Nachtheil der erwähnten Vorrichtung besteht darin, dafs es bisher nicht möglich war, die Dampfdrosselvorrichtung während des Ganges der Maschine so zu regeln, dafs die Drosselung je nach Belieben bei verschiedenen Geschwindigkeiten eintritt. Der neue Erfindungsgegenstand soll diesem Nachtheil abhelfen. Derselbe besteht aus einer auf einer mit der erwähnten Drosselvorrichtung in Verbindung stehenden Spindel angeordneten Feder, deren Spannung so verändert werden kann, dafs das Drosseln des Zuflufsventiles nach Belieben beschleunigt bezw. verlangsamt werden kann. Der Erfindungsgegenstand ist in der beiliegenden Zeichnung veranschaulicht, und zwar zeigt Fig. ι eine Vorderansicht einer Dampfdrosselvorrichtung einer bereits bekannten Bauart, die Neuerung enthaltend, Fig. 2 eine Seitenansicht von Fig. ι mit dem Erfindungsgegenstand im Schnitt, während Fig. 3 und 4 eine Vorrichtung veranschaulichen, die Neuerung während des Ganges der Maschine in Wirksamkeit zu setzen.
Die Dampfdrosselvorrichtung an und für sich weicht im Wesentlichen nicht von den bereits bekannten Bauarten ab. Dieselbe enthält den Gewichtshebel 1, welcher um einen Stift 2 des Rahmens 3 schwingen kann. Zu beiden Seiten von 1 erstreckt sich ein Arm 4, dessen Enden mit Schlitzen versehen sind. Oberhalb dieser Enden befinden sich auf Zapfen 6 drehbare Stellhebel 5, deren Stifte 7 in die Schlitze von 4 eingreifen. An dem vorderen Ende des Hebels 1 erstreckt sich ein Arm 8, welcher mit einem Feststell- bezw. Auslöshebel 9 in Verbindung steht. 9 steht wiederum mit einem Auslöshebel 10 in Verbindung. Wenn die Maschine durchgehen sollte, so bewegt sich das Gewicht 1 durch einen Hebel oder sonstige Vorrichtung der Maschine hin und her. Die Bewegung des Hebels 1 verursacht einmal eine Drosselung der Dampfzuströmung, während bei der entgegengesetzten Bewegung die Drosselung wieder aufgehoben wird. Bei dem normalen Gang der Maschine befindet sich die ganze Drosselvorrichtung aufser Thätigkeit, indem kein Th eil von der Maschine bewegt wird.
Es ist bisher nicht möglich gewesen, das Eintreten der Drosselung zu beschleunigen bezw. zu verlangsamen. Es dient die in bekannten Drosselvorrichtungen eingeschaltete Neuerung dazu, eine Drosselung bei verschiedenen Geschwindigkeiten der Maschine eintreten zu lassen, ohne eine Veränderung des ganzen Getriebes zu benöthigen oder die Maschine anzuhalten.
Der Erfindungsgegenstand besteht aus einer Hülse-11, welche vermittelst seitlicher Zapfen 12 in dem Lager 14 des Rahmens 3 der Drosselvorrichtung drehbar gelagert ist. Innerhalb der Hülse sitzt eine Spindel 15, deren unteres Ende unten aus der Hülse hervorragt und in einer Aussparung 17 der Oberfläche des Theiles 1 ruht. Die Spindel 15 trägt an dem unteren Ende innerhalb der Hülse einen Ring oder eine Scheibe 16 und wird von einer Spiralfeder 18 umgeben, welche unten auf der Scheibe 16 aufliegt. Das obere Ende der Spiralfeder ruht gegen eine in dem oberen Ende der Hülse eingelassene Verstellschraube 19, welche so ausgebohrt ist, dafs beim Niederschrauben die Spindel 15 in dieser Bohrung geführt wird, während die Spiralfeder zusammengeprefst werden kann. Eine Feststellmutter 20 der Verstellschraube 19 dient dazu, die Lage von 19 in jedem beliebigen Punkte zu sichern.
Wenn eine Maschine nun anfängt, zu schnell zu laufen, so bewegt sich in der bekannten Weise das Gewicht 1 nach oben und schiebt die Spindel 15 aufwärts. Je nachdem die Feder 18 durch die Stellschraube 19 zusammengeprefst wurde, d. h. je gröfser oder geringer die Spannung ist, die der Hebel 1 durch Empordrücken der Spindel 15 überwinden mufs, wird die Drosselung einmal früher, einmal später eintreten müssen, je nachdem dies für gut befunden wird.
Es ist ersichtlich, dafs, je gröfser die Spannung ist, die überwunden werden mufs, desto schneller auch die Maschine laufen mufs, um eine Drosselung herbeizuführen und umgekehrt.
Um die Schraube während des Ganges der Maschine zu verstellen und die Spannung der Feder 18 zu erhöhen oder zu verringern, während die Maschine in Bewegung ist, verwendet man vorzugsweise die in Fig. 3 und 4 veranschaulichte Vorrichtung. Dieselbe besteht aus einem Schneckenrad 21 an dem oberen Theil der Feststellschraube 19. Das genannte Schneckenrad wird von einem mit einer biegsamen Welle 25 in Verbindung stehenden Wurm 22 angetrieben. Die biegsame Welle führt nach irgend einem leicht zugänglichen Punkt und wird das vordere Ende in einem Lager 26 drehbar befestigt. Ein Rad 27 in dem vorderen Theil dieser Welle dient zur leichteren Handhabung und eine Feststellschraube 28 dazu, ein zufälliges Drehen derselben zu verhindern. Der Wurm 22 ist in einem geeigneten Rahmen 23, welcher lose an der Schraube 19 angebracht ist, gelagert. Dieser. Rahmen, sowie der Wurm 22 werden durch Arme 24, welche in Oeffhungen der Ansätze 13 des Gehäuses 11 eingreifen, an einer drehenden Bewegung gehindert, so dafs, wenn die Welle 25 gedreht wird, durch das Einkämmen des Wurms in dem Schneckenrad die Stellschraube 19 auf- und abwärts geschoben wird.
Diese Vorrichtung hat den Vortheil, dafs eine besondere Lagerung der Welle 25 nicht nöthig ist, sondern das Schneckenrad, sowie der Wurm sich mit der Stellschraube 19 auf- und abwärts bewegen kann.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Neuerung an Dampfdrosselvorrichtungen für Schiffsmaschinen, bestehend aus einem Schwunggewicht, welches in Verbindung mit einem auf- und abbewegten Maschinentheile in Schwingung versetzt wird, gekennzeichnet durch die in einer Hülse (11) sitzende Feder (18), welche so auf einer mit der Dampfdrosselvorrichtung in Verbindung stehenden Spindel (15) angeordnet ist,1 dafs ihre Spannung durch Zusammenpressen' bezw. Ausdehnen vermittelst einer die Spindel Umfassenden und führenden feststellbaren Schraube (19) verändert werden kann, zum Zweck, die Dampfdrosselung je nach der Spannung der Feder zu beschleunigen bezw. zu verlangsamen, um die Drosselung einmal bei einem erhöhten Gang, das andere Mal bei einem langsameren Gang der Maschine eintreten lassen zu können.
  2. 2. Neuerung an Dampfdrosselvorrichtungen nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Anordnung einer feststellbar gelagerten biegsamen Welle (25), deren vorderes Ende einen Wurm (22) trägt, welcher so gelagert ist und mit dem am oberen Ende der Stellschraube festsitzenden Schneckenrad (21) einkämmt, dafs bei einer Drehung der biegsamen Welle (25) die Schraube (19) auf- und abwärts bewegt werden kann, indem der Wurm diese Bewegung mitmacht, zum Zweck, die Regelung der Vorrichtung zu ermöglichen, ohne die Maschine anhalten zu müssen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US6640590B2 (en) 2001-05-09 2003-11-04 Sipra Patententwicklungs- Und Beteiligungsgesellschaft Mbh Circular knitting machine

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US6640590B2 (en) 2001-05-09 2003-11-04 Sipra Patententwicklungs- Und Beteiligungsgesellschaft Mbh Circular knitting machine

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