DE116248C - - Google Patents

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DE116248C
DE116248C DENDAT116248D DE116248DA DE116248C DE 116248 C DE116248 C DE 116248C DE NDAT116248 D DENDAT116248 D DE NDAT116248D DE 116248D A DE116248D A DE 116248DA DE 116248 C DE116248 C DE 116248C
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    • GPHYSICS
    • G09EDUCATION; CRYPTOGRAPHY; DISPLAY; ADVERTISING; SEALS
    • G09BEDUCATIONAL OR DEMONSTRATION APPLIANCES; APPLIANCES FOR TEACHING, OR COMMUNICATING WITH, THE BLIND, DEAF OR MUTE; MODELS; PLANETARIA; GLOBES; MAPS; DIAGRAMS
    • G09B29/00Maps; Plans; Charts; Diagrams, e.g. route diagram

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Description

KAISERLICHES
PATENTSCHRIFT
JVf 116248 -KLASSE 42 η. '■
Patentirt im Deutschen Reiche vom aa. Juli 1899 ab.
Von allen Abbildungen, welche, um Demonstrations- und Lehrzwecken zu dienen, zum Einzeichnen mit Kreide oder einem anderen auslöschbaren Mittel eingerichtet sein können, sind hauptsächlich geographische Karten hergestellt. Diesen Karten gehören zweierlei Arten an: 1. die sogenannten Wachstuchleinwandkarten und 2. die sogenannten Schieferpapier- und Leinwandkarten. Die Herstellungsweise dieser Karten beider Kategorien ist insofern identisch, als auf einem zum' Einzeichnen bestimmten Grunde geographische Elemente aufgedruckt werden. Zur Grundflache der ersten Kategorie von Karten wird eine mehr oder weniger glanzlose Wachstuchleinwand gewählt, während die Grundfläche der zweiten Kategorie von Karten mit einem eigens dazu präparirten schieferähnlichen Ueberzug bedeckt ist. Zum Aufdruck der Situations- und event, anderer geographischer Elemente werden fette Farben benutzt, zu den Wachstuchleinwandkarten Oelfarben, zu den Schieferkarten entweder Oelfarben oder auch eigens dazu präparirte Farben, zu deren Herstellung die Bestandteile des schieferähnlichen Ueberzuges der Grundfläche dieser Karten verwendet werden. Obgleich die zweite Kategorie von Karten bedeutend zweckentsprechender ist als die erste, so sind doch bei beiden Arten grofse Uebelstände zu bemerken. Vor allem ist die Herstellungsweise der Karten beider Kategorien eine mangelhafte. Der Druck auf einer schieferartigen oder nur rauhen Fläche ist sehr schwierig herzustellen. Man ist genöthigt, die Farben dick aufzutragen und dadurch verlieren' die Karten an Genauigkeit, Schärfe und Vollkommenheit: oft sieht man auf diesen Karten die Flüsse eckig und nicht ebenmäfsig' ausgestaltet, die Küstenlinien zeigen Lücken, u. S; w. Der Ueberdruck der geographischen Elemente, welcher recht bemerkbar über dem Grunde hervortritt, ist in manchen Beziehungen, mangelhaft. Es' ist fast nicht möglich, regelmäfsige, ununterbrochene Linien zu ziehen, und die fortwährenden Stöfse der Kreide öder dergl. Material an den Erhebungen und Un- . ebenheiten der Karte haben zur Folge, dafs : die Karte verhältnifsmäfsig bald schadhaft -und ■'.:·... endlich ganz unbrauchbar wird. Aufserdem ,:: werden Wachstuchleinwandkarten beim längeren Stehen der Karten im zusammengerollten Zu- ' stände leicht klebrig, die Schieferkarten aber können leicht brechen, oder es können einzelne Stücke der Oberfläche sich abblättern.
Durch die vorliegende Erfindung werden diese Uebelstände mit Hülfe eines Verfahrens beseitigt, welches es erlaubt, nicht nur jede geographische Karte, sondern auch Abbildungen .' anderer Art j ζ. B. aus der Anatomie, Mechanik,''. Technik, Mathematik und anderen Wissenszweigen, zum Einzeichnen einzurichten. :
Um auf einer gegebenen Fläche Kreide-, Pastell- oder andere ihnen ähnliche Striche ziehen zu können, ist es nöthig; dieser Fläche eine leichte Rauhheit zu geben, welche etwa ·■'·,■ derjenigen entspricht, welche den Schiefertafeln eigen ist. Dieses wird nach vorliegender Erfindung dadurch erzielt, dafs die Fläche, auf welcher die Abbildung sich befindet, mittels einer typographischen Walze mit einer Schicht eines recht zähen, klebrigen Lackes (wie z.B. des Lackes »Mordant 14 N. extra fort« der Firma »Gh. Lorilleux & Cle., ■-16 rue Suger, Paris«) bedeckt wird. Bevor der Lack eintrocknet, wird er mit einem feinen Bifnssteln-,'Silikat-, Glas-oder dergl. Pulver
Bim
bestaubt.: Indem Theilchen des zur Anwendung gebrachten Pulvers sich iiinig mit dem Lacke vereinigen, bildet sich auf der so behandelten ' Flüche ein durchsichtiger Ueberzug, der die nöthige Rauhheit hat j um das leichte Einzeichnen mit Kreide, Pastell oder dergl. auslöschbarem Material zu gestatten. Es ist jedoch nicht möglich, einen solchen Lack auf jedem Material unmittelbar aufzutragen, da es Materialien, wie Papier und Pappe etc., giebt, welche einqn Theil des Lackes aufsaugen. Solches Material mufs erst mit einem gegen Eindringen von Feuchtigkeit schützenden Ueberzug versehen werden, wozu mit Erfolg z. B. der »Enduit pegamoi'd« der Firma «French Pegamoid Syndicate Ltd., 23 Boulevard des Italiens, Paris« benutzt werden kann. Erst nachdem das Absorptionsvermögen auf diese Weise aufgehoben 'worden ist, kann man zum Auftragen des zum Einzeichnen, bestimmten Ueberzuges übergehen. Der nach vorliegendem Verfahren eingestaubte Lack bildet einen durchsichtigen, aufserördentlich stark haftenden, leicht rauhen, gleichmäßigen, durchaus glanzlosen Ueberzug auf jeder zum Einzeichnen bestimmten ' Flache, auf welcher er aufgetragen wird. Die Vorzüge dieser Erfindung bestehen also im Folgenden:
ι. Da der eingestaubte Lack einen gleichmäfsigen, durchsichtigen Ueberzug für die' damit bedeckte Fläche bildet, so kann jede fein und scharf ausgeführte Abbildung, sei es einer Karte oder einer anderen Abbildung, damit bedeckt werden, ohne dafs ihre Feinheit und Schärfe darunter leidet. Es - kann also eine mit dem eingestäubten Lack bedeckte Karte nicht nur als Zeichenunterlage dienen, wie es bei den Wachstuchleinwand- und Schieferkarten der Fall ist, sondern auch zum Specialstudium ■ der geographischen Elemente benutzt werden.
Zu einem solchen Specialstudium der Formen- und Gröfsen\'erhältnisse der geographischen Elemente können besonders solche zum Einzeichnen bestimmten Karten dienen, welche in zwei scharf von einander sich abhebenden Tönen gedruckt werden. Auf diesen Karten wird das Land dunkel, das Wasser hell und das Gradnetz abwechsend hell auf dunklem Grunde und dunkel auf hellem Grunde gedruckt. Bei einem derartigen Druck 'der Karten wird besonders grell das Verhältnis des Wassers zum Lände erscheinen und die Küstenlinien und; Flufsläufe scharf hervortreten. Diese Karten haben aufserdem auch den Vorzug, dafs, falls man darauf mit farbiger Kreide zeichnet, alles eingezeichnete recht deutlich zu sehen ist.
Wie schon früher erwähnt wurde, können durch vorliegendes Verfahren nicht nur geographische Karten, sondern auch Abbildungen anderer Art für Demonstrations- und Lehr-, zwecke eingerichtet werden. So könnte z. B. die Abbildung eitles Skelettes zum Einzeichnen !der Muskeln u. s. w. dienen, die Abbildung einer Maschine zum Einzeichnen von Theilen derselben u. dcrgl. mehr, wenn diese Abbildungen nach vorliegender Erfindung hergestellt sind,
2. Die Haltbarkeit des durch eingestaubten Lack erzeugten Ueberzuges ist so grofs, dnfs er nicht nur wiederholtes Abwaschen mit dem feuchten Schwämme, sondern auch das Abwaschen mit einer' feuchten Bürste aushalt. Selbstverständlich ist es, dafs man zum Abwaschen mit einer feuchten Bürste nur dann Zuflucht nehmen mufs, wenn tier Ueberzug durch oft wiederholtes Einzeichnen allzu unsauber geworden ist.
3. Die leichte, gleichmäfsige Rauhheit des Ueberzuges erlaubt, feine, durchaus gleichmäfsige, scharfe Striche darauf zu ziehen.
' 4. Falls durch wiederholtes Einzeichnen und nachheriges Abwaschen desselben die Kreide oder ein anderes abwaschbares Mittel sich nicht mehr gut auf dem Ueberzug zum Einzeichnen benutzen läfst, ist es ein Leichtes, die frühere Rauhheit des Ueberzuges wieder herzustellen. Man braucht nur die Fläche mit Lack zu überziehen und diesen, wie oben beschrieben, vor dem Eintrocknen einzustäuben. Eine durch wiederholtes Einzeichnen untauglich gewordene Karte kann also mit Leichtigkeit wieder brauchbar gemacht werden. , 5. Der Ueberzug ist so matt, dafs er das Licht gar nicht abspiegelt. Endlich mufs bemerkt werden, ·
6, dafs die Herstellungsweise billiger ist als die bisherige, da die Materialien, welche zu dem erwähnten Ueberzuge sich nöthig machen, nicht kostspielig sind und weil schon.fertig bedruckte Flächen benutzt werden können.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren ,zur Herstellung eines rauhen und durchsichtigen Ueberzuges auf Abbildungen aller Art, dadurch gekennzeichnet, dafs die in ; gewöhnlicher Weise durch Druck, Zeichnung oder dergl. hergestellten Abbildungen mit einem Firnifs überzogen und vor dem Eintrocknen desselben mittels eines Pulvers von Bimsstein, Glas, Silikat oder dergl. eingestäubt werden, zu dem Zwecke, eine durchaus gleichmäfsige, rauhe und durchsichtige Oberfläche herzustellen, so dafs man auf die Bilder mit Kreide oder einem anderen auslöschbaren Material zeichnen kann.
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DE (1) DE116248C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1165916B (de) * 1958-01-23 1964-03-19 Valkenburgh Nooger & Neville I Verfahren zum Abdecken von auf Unterrichtsblaettern aufgedruckten Zeichen
DE1179485B (de) * 1959-03-03 1964-10-08 Kalle Ag Folien aus Linearen Polyestern mit beschreibbarer mattierter Oberflaeche

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1165916B (de) * 1958-01-23 1964-03-19 Valkenburgh Nooger & Neville I Verfahren zum Abdecken von auf Unterrichtsblaettern aufgedruckten Zeichen
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