DE1159397B - Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffperoxyd - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffperoxyd

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DE1159397B
DE1159397B DEA36534A DEA0036534A DE1159397B DE 1159397 B DE1159397 B DE 1159397B DE A36534 A DEA36534 A DE A36534A DE A0036534 A DEA0036534 A DE A0036534A DE 1159397 B DE1159397 B DE 1159397B
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hydrogen peroxide
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anthraquinone
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DEA36534A
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Andre Etienne
Georges Izoret
Jean Camier
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Air Liquide SA
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Air Liquide SA
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B15/00Peroxides; Peroxyhydrates; Peroxyacids or salts thereof; Superoxides; Ozonides
    • C01B15/01Hydrogen peroxide
    • C01B15/022Preparation from organic compounds
    • C01B15/023Preparation from organic compounds by the alkyl-anthraquinone process

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffperoxyd Es ist bekannt, daß Wasserstoffperoxyd in ökonomischer Weise mittels eines rein chemischen Verfahrens hergestellt werden kann, welches zyklische Reduktions- und Oxydationsreaktionen organischer Verbindungen erlaubt und welches im folgenden als Redoxverfahren bezeichnet werden soll.
  • Die am häufigsten vorgeschlagenen organischen Verbindungen sind die Anthrachinone und insbesondere die r;-Alcoylanthrachinone; aber auch andere Verbindungen, deren reduzierte Formen leicht aufoxydierbar sind, sind in gleicher Weise dem Verfahren unterworfen worden, besonders die Phenazine, deren Verwendung bei der Herstellung von Wasserstoffperoxyd Gegenstand der französischen Patentschrift 1068 893 vom 25. 9. 1952 ist.
  • Das bekannte Redoxverfahren besteht in der katalytischen Hydrierung von Anthrachinon in Lösung in einem organischen, mit Wasser nicht mischbaren Lösungsmitteln bis zur Aufnahme eines halben Nioles Wasserstoff unter Bildung des entsprechenden Anthrachinhydrons, einer Verbindung, die man als einem Additionsprodukt äquivalent ansehen kann, welches aus l Mol Anthrachinon und 1 Mol Anthrahydrochinon besteht. rvlan bewirkt im allgemeinen keine stärkere Hydrierung, um Nebenhydrierungen zu vermeiden. die über den Kern hinausgehen und nicht reversibel sind.
  • Die Reoxydation der hydrierten Verbindungen in Lösung im organischen Lösungsmittel wird sehr leicht durch den Sauerstoff der Luft bewirkt. Sie bildet Anthrachinon als Ausgangsprodukt zurück unter in Freiheitsetzen von Wasserstoffperoxyd, welches aus dem Lösungsmittel durch Wasser extrahiert wird. Die organische Lösung des Anthrachinons wird dann für einen neuen Reduktions- und Oxydationszyklus verwendet.
  • Man kann aber die Reduktionen und Oxydationen nur in bequemer ununterbrochener Weise durchführen, wenn das Anthrachinon und sein Hydrierungsprodukt beide in einem Lösungsmittel löslich sind, das mit Wasser nicht mischbar ist und aus welchem die Extraktion des Wasserstoffperoxydes mit Wasser erfolgt. Das Lösungsmittel soll andererseits während des Verlaufes der Reduktions- und Oxydationsreaktionen vollkommen inert sein und gegenüber Wasser eine genügend schwache Dampftension besitzen und schließlich preisgünstig sein, aus Gründen unvermeidlicher Verluste.
  • Es ist ziemlich schwierig, Lösungsmittel aufzufinden, welche gleichzeitig allen diesen Anforderungen genügen. Gewisse Ketone, wie Diisobutylketon, dessen Verwendung als Lösungsmittel bei der Herstellung von Wasserstoffporoxyd in der deutschen Patentschrift 958 917 genannt ist, haben sich als sehr interessant erwiesen. Die Löslichkeiten der Anthrachinone in diesen Lösungsmitteln sind, obgleich gut, indessen noch nicht sehr hoch, und diese Lösungsmittel stellen zu teure Produkte dar. so daß die Wirkung auf den Gestehungspreis des erzeugten Wasserstoffperoxydes auf Grund des Verbrauches an Lösungsmittel infolge nicht vermeidbarer Verluste während der ununterbrochenen Operationen nicht vernachlässigt werden kann.
  • Es wurde auch vorgeschlagen, die Löslichkeit der Anthrachinone durch Verwendung geeigneter Lösungsmittelmischungen zu erhöhen, doch wurde bis jetzt roch kein Lösungsmittel gefunden, welches es erlaubt, Wasserstoffperoxyd unmittelbar in genügend konzentrierter Form zu erhalten und welches infolge seines Verbrauches die Herstellung von Wasserstoffperoxyd nicht teurer gestaltet.
  • Das Verfahren der Erfindung gestattet es, die beschriebenen . Nachteile zu vermeiden und ununterbrochene Reduktionen und Oxydationen in einem Lösungsmittel durchzuführen, dessen Preis praktisch Null ist, und Wasserstoffperoxyd in einer guten Ausbeute zu erzeugen. Das Verfahren erlaubt ferner eine leichte Trennung des Wasserstoffperoxydes aus seiner Lösung im Lösungsmittel. Es ist dadurch gekennzeichnet, daß die organische Verbindung aus einem Anthrachinondisulfonat eines Alkali- oder Erdalkalimetalls oder des Ammoniums besteht und sich in wäßriger Lösung befindet.
  • Tatsächlich besitzen die Alkalisalze und Erdalkalisalze der Anthrachinondisulfonsäuren im Gegensatz zu den in Wasser unlöslichen Alcoylanthrachinonen in Wasser eine erhöhte Löslichkeit. Die Salze, die in den Stellungen 1-5, 1-6, 1-7, 1-8, 2-6 und 2-7 und ganz besonders in den Stellungen 1-7 oder 2-7 disulfoniert sind, sind infolge ihrer leichten Herstellbarkeit und geringen Kostspieligkeit durch direkte Sulfonierung von Anthrachinon, wie man sie bei der Herstellung von Farbstoffen anwendet, gut als reduzierbare und oxydierbare Verbindungen für die Herstellung von Wasserstoffperoxyd geeignet.
  • Die Salze, die eine erhöhte Löslichkeit in Wasser besitzen, sind die Salze des Natriums, des Kaliums, des Ammoniums, des Calciums und des Magnesiums der Anthrachinon-2,7-disulfonsäure. Die Löslichkeiten Das Wasserstoffperoxyd wird daher im wäßrigen Medium in verdünntem Zustand erhalten, und es ist schwierig, es durch einen physikalischen Prozeß abzutrennen, wie durch Destillation oder fraktioniertes Gefrieren oder Extraktion. Das Wasserstoffperoxyd wird von der wäßrigen Lösung durch Ausfällung als Peroxyd einer Erdalkalibase, vorzugsweise als Calciumperoxyd, abgetrennt. Letzteres erhält man leicht durch Einwirkung einer Suspension gelöschten Kalkes auf die Wasserstoffperoxydlösung. Gelöschter Kalk ist ein wenig kostspieliger Stoff, weshalb das Peroxyd in sehr ökonomischer Weise gewonnen wird. Es ist fast vollständig unlöslich in Wasser und fällt unter Bildung des Hydrates mit 8 Molekülen Wasser Ca02 * 8H20 aus. Man kann auch andere Erdalkalibasen verwenden, wie die des Magnesiums oder des Bariums.
  • Die Erdalkaliperoxydkristalle enthalten daher eine gewisse Menge Wasser der Lösung bei der Abtrennung. Es ist jedoch möglich, die Konzentration der Lösung zur Gewinnung des Wasserstoffperoxydes konstant zu halten, indem man den Wasserverlust dusch einen äquivalenten Zusatz kompensiert, besonders indem man die Peroxydkristalle mit einer solchen Menge Wasser wäscht, die gleich derjenigen ist, die durch die Kristallisation entfernt wurde und indem man die Waschlauge in die Herstellungslösung zurückführt. dieser Salze in Wasser sind die folgenden (Fierz-David, Helv. Chem. Acta, 10, S.221): Natriumsalz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 300 g/1 Kaliumsalz Ammoniums; l# . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 122 g/1 Ammoniumsalz . . . . . . . . . . . . . . . . . 181 g/1 Caleiumsalz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50 g/1 Magnesiumsalz . . . . . . . . . . . . . . . . . 290 g/1 Alle diese Salze werden, in Wasser gelöst, schnell durch Wasserstoff in Gegenwart eines Katalysators von Palladium auf einem Aluminiumoxydträger, welcher gewöhnlich bei derartigen Hydrierungen verwendet wird, reduziert. Die Hydrierung verläuft ohne Schwierigkeiten bis zum Anthrahydrochinondisulfonat durch Absorption eines Moles Wasserstoff. Die wäßrige Lösung der reduzierten Verbindung wird nach Abtrennung des Katalysators durch Luft oder Sauerstoff reoxydiert und gibt Wasserstoffperoxyd, welches im wäßrigen Milieu gelöst bleibt. Der Katalysator kann bei späteren Hydrierungen wieder verwendet werden.
  • Das Schema der aufeinanderfolgenden Reaktionen ist wie folgt: Die erhaltenen Erdalkaliperoxyde sind unverändert für gewisse Verwendungszwecke geeignet, denn sie sind relativ stabil. Sie werden dann vorzugsweise durch mäßiges Erwärmen dehydratisiert.
  • Die Peroxyde erlauben andererseits eine leichte Regenerierung des Wassertoffperoxydes durch Zersetzung einer wäßrigen Suspension mittels einer sauren Verbindung, wie Schwefelsäure oder besser durch gasförmiges Kohlendioxyd. Die Zersetzung mit gasförmigem Kohlendioxyd wird vorzugsweise unter einem Druck von etwa 10 bis 50 Atm. und bei mäßiger Temperatur bewirkt. Es bildet sich eine Calciumcarbonatsuspension, welche man durch Zentrifugieren oder Filtrieren abtrennt. Das abgetrennte Carbonat kann wieder regeneriert werden, um das als Ausgangsverbindung verwendete Caleiumoxyd wiederzugewinnen.
  • Die Verwendung von Calciumoxyd zur Abtrennung des Wasserstoffsuperoxyds als Calciumperoxyd führt in Gegenwart des Salzes der verwendeten Disulfonsäure zum Eintritt von Calciumionen, und man könnte befürchten, daß sich auf Dauer nur ein lonenaustausch und die teilweise überführung des Salzes in Caleiumsalz einstellt, das weniger löslich ist als die anderen. Das Natriumsalz der Anthrachinon-2,7-disulfonsäure besitzt indessen keine bemerkenswerte Tendenz, seine Natriumionen gegen Calciumionen auszutauschen, weshalb dieses auf Grund seiner erhöhten Löslichkeit eine besonders geeignete Verbindung für eine längere Verwendung in den zyklischen Operationen der Herstellung des Wasserstoffsuperoxyds ist. In dem Fall, wo das verwendete Sulfonsäuresalz die Erscheinung des Ionenaustausches zeigen sollte, könnte es übrigens von Zeit zu Zeit regeneriert werden, und zwar durch Behandlung mittels einer wäßrigen Lösung von Alkalicarbonat oder einem löslichen Erdalkalisalz des jeweils verwendeten Anthrachinondisulfonats.
  • Im folgenden werden an Hand von nicht begrenzenden Beispielen und unter Bezugnahme auf die Zeichnungen verschiedene Herstellungsmethoden des Wasserstoffperoxydes gemäß dem Prinzip der Erfindung beschrieben.
  • Fig. 1 stellt eine Vorrichtung zur Gewinnung des Calciumperoxydes in diskontinuierlicher Weise dar; Fig. 2 zeigt eine entsprechende Vorrichtung für ein kontinuierliches Verfahren. Beispiel 1 Man löst anfangs 1 Teil wasserfreies Anthrachinon-2,7-natriumdisulfonat in 73 Teilen Wasser und speichert diese Lösung in einem Reservoir 1 (Fig.1). Dann läßt man 74 Teile dieser Lösung durch die Leitung 2 in den Hydrierreaktor 3 laufen, der mit einem Rührwerk 4 ausgerüstet ist. Andererseits führt man durch eine Leitung 5 0,5 Teile Hydrierungskatalysator mit 0,6% Palladium auf Aluminiumoxyd, von welchem die Flüssigkeit einer vorangehenden Hydrierung abgetrennt worden ist, wie später beschrieben werden wird, in den Reaktor ein. Nachfolgend führt man durch eine Leitung 6 und einen Diffusor 7 nahe am Boden des Reaktors Wasserstoff ein und bewegt die Suspension des Katalysators. Nach mehreren Minuten Kontaktzeit entspricht die Wasserstoffabsorption der für die Bildung von Anthrachinon-2,7-natriumdisulfonat notwendigen Menge. Man leitet dann die hydrierte Lösung über eine Leitung 8 in eine Dekantierzentrifuge 9, wo der Katalysator unter einer Wasserstoffatmosphäre von der Lösung abgetrennt wird. Er kann dann bei einer nachfolgenden Umsetzung weiter verwendet werden.
  • Die hydrierte Lösung fließt dann durch die Leitung 10 in den Oxydations- und Ausfällungstrog 11, der mit einem Rührwerk 12 ausgestattet ist. Durch die Leitung 13 führt man dann eine Suspension von ungefähr 0,4 Teilen gelöschten Kalk ein (einen gegenüber der theoretischen Menge geringen Überschuß), und durch die Leitung 14 und den Diffusor 15 führt man einen Überschuß Luft durch die Lösung und bewegt sie. Die Reoxydation ist in einigen Minuten vervollständigt und das Volumen absorbierten Sauerstoffs entspricht genau der theoretischen Menge, die für die Regenerierung des Anthrachinon-2,7-natriumdisulfonates erforderlich ist. Man schließt die Operation dann ab und drückt die Suspension von gebildetem Calciumperoxyd durch die Leitung 16 mit einem geringen Überschuß an Caleiumoxyd in die Zentrifuge 17. Über die Leitung 18 wird danach Waschwasser zugesetzt, und zwar in einer Menge, die dem Kristallwasser des Caleiumperoxydoctahydrates äquivalent ist. Nach Beendigung der Wäsche wird die regenerierte Lösung über die Leitung 19 zum Behälter 1 zurückgeführt, und das feste Calciumperoxyd, welches ein wenig Calciumoxyd enthält, wird gewonnen. Das Calciumperoxyd wird dann in bekannter Weise zersetzt, beispielsweise dadurch, daß man eine Suspension mit einer geringen Menge Wasser erzeugt und einen Kohlendioxydgasstrom unter 20 Atm. in den Schlamm einführt. Man erhält eine Wasserstoffperoxydlösung, von der man das gebildete Calciumcarbonat durch Zentrifugieren abtrennt.
  • Das Herstellungsverfahren, welches wie beschrieben stattfindet, eignet sich auch gut für kontinuierliche Operationen (Fig.2). In diesem Falle enthält der Hydrierungsreaktor 3 ein fest angeordnetes Katalysatorbett 20, zu welchem in Querrichtung die Lösung und der Wasserstoffstrom zirkulieren. Nach dem Ausgang des Reaktors fängt ein Filter 21 Staubteilchen des Katalysators ab, welche mit fortgerissen worden sind. Die hydrierte Lösung durchströmt dann nacheinander von oben die in Reihe geschalteten Oxydationstürnie 22A und 22B quer zu den aufwärts strömenden Luftströmen, die durch die Leitungen 14A und 14B und die Diffusoren 15A und 15B eingeblasen werden. Die an Sauerstoff verarmte Luft strömt durch die Leitungen 23A und 23B ab. Die oxydierte Lösung gelangt dann durch die Leitung 24 in den Ausfälltrog 25, welcher mit einem Rührwerk 26 ausgerüstet ist und empfängt dort über die Leitung 13 eine Calciumoxydsuspension; Kühlwasser tritt durch die Leitung 27 ein, durchdringt den Kühlmantel 28 und strömt durch eine Leitung 29 im Überlauf ab. Die Suspension gebildeten Peroxydes wird durch eine Leitung 30 abgezogen und zu einem Rotationsfilter 31 geführt, zu dessen Betrieb durch Leitung 18 Wasser zugeführt wird. Das Calciumperoxyd wird bei 32 abgetrennt, und die Anthrachinonnatriumdisulfonatlösung wird zum Behälter 1 zurückbefördert.
  • Das Oxydationsvermögen des Calciumperoxydes wird wie folgt bestimmt: Der Calciumperoxydniederschlag wird in Wasser suspendiert und dann mit Schwefelsäure behandelt. Die entwickelte Wasserstoffperoxydmenge wird dann mittels einer titrierten Natriumpermanganatlösung bestimmt. Man erhält durch Hydrierung und anschließende Oxydation von 1 Teil Anthrachinon-2,7-natriumdisulfonat 0,058 Teile Wasserstoffperoxyd. Dies entspricht einer Ausbeute in der Größenordnung von 70 %, bezogen auf das eingesetzte Anthrachinon-2,7-disulfonat. Beispiel 2 Man löst 1 Teil des Hydrates des Anthrachinon-2,7-caleiumdisulfonates (mit 2 Molekülen Wasser) in 68 Teilen Wasser. Dann führt man zu der Lösung 0,45 Teile des Hydrierungskatalysators mit 0,6 % Palladium auf Aluminiumoxyd hinzu und unterwirft die Suspension der katalytischen Hydrierung unter den im Beispiel 1 beschriebenen Bedingungen. Die Menge absorbierten Wasserstoffs entspricht dem theoretischen Volumen, welches zur Bildung des Anthrahydrochinon-2,7-disulfonates des Calciums erforderlich ist. Nach Abtrennung des Katalysators wird die Lösung durch Luft in Gegenwart von 0,35 Teilen gelöschtem Kalk unter den Bedingungen des vorstehenden Beispiels reoxydiert. Die Menge absorbierten Sauerstoffs entspricht der theoretischen Menge, die für die Regenerierung unter Bildung des Anthrachinons erforderlich ist. Das Oxydationsvermögen des erhaltenen Calciumperoxydes, bestimmt wie im Beispiel 1 beschrieben, zeigt, daß es 0,0515 Teilen Wasserstoffperoxyd entspricht (Ausbeute 67 %, bezogen auf das eingesetzte Anthrachinon-2,7-disulfonat).
  • Beispiel 3 Man löst 1 Teil Anthrachinon-2,7-magnesiumdisulfonat in 55 Teilen Wasser. Zu dieser Lösung fügt man 0,55 Teile Katalysator mit 0,6% Palladium auf Aluminiumoxyd hinzu und unterwirft die erhaltene Suspension der Hydrierung unter den gleichen Bedingungen, wie sie im Vorstehenden beschrieben sind. Die Menge absorbierten Wasserstoffs entspricht 90% der theoretischen Menge, die notwendig ist, um die Anthrahydrochinonform zu erhalten. Nach der Abtrennung des Katalysators wird die Lösung durch Luft in Gegenwart von 0,40 Teilen gelöschtem Kalk reoxydiert, und zwar unter den gleichen Bedingungen, wie sie im Beispiel 1 beschrieben wurden. Das Oxydationsvermögen des erhaltenen Calciumperoxydes, bestimmt wie bereits beschrieben, entspricht einem Erhalt von 0,053 Teilen Wasserstoffperoxyd (Ausbeute in. der Größenordnung von 60,%, bezogen auf das eingesetzte Anthrachinon-2,7-disulfonat). Beispiel 4 Man löst 1 Teil Anthrachinon-2,7-natriumdisulfonat in 15 Teilen Wasser, was eine 6,25gewichtsprozentige Lösung ergibt, und bewahrt die erhaltene Lösung in einem Behälter auf. 16 Teile der Lösung führt man dann in ein Hydriergefäß, welches mit einem Rührwerk ausgestattet ist; andererseits führt man in das gleiche Reaktionsgefäß 0,3 Teile Hydrierungskatalysator mit 0,6'%. Palladium auf einem Alunüniumoxydträger ein, der von einer vorangegangenen Hydrierung stammt und von der Flüssigkeit abgetrennt wurde.
  • Dann führt man Wasserstoff in das. Reaktionsgefäß über einen Diffusor nahe dem Boden des Gefäßes ein und hält die Lösung derart in Bewegung, daß der Katalysator suspendiert bleibt. Nach einigen Minuten Kontaktzeit entspricht die absorbierte Wasserstoffmenge ungefähr dem Volumen, das für die Bildung des Anthrahydrochinon-2,7-natriumdisulfonates erforderlich ist. Man entfernt die hydrierte Lösung über eine Dekantierzentrifuge, wo der Katalysator von der Lösung unter einer Wasserstoffatmosphäre abgetrennt wird. Der Katalysator kann während einer großen Anzahl nachfolgender Verfahren wieder verwendet werden.
  • Die hydrierte Lösung wird dann in einen Oxydations^ und Ausfällungstrog gebracht, der mit einem Rührwerk ausgestattet ist. Andererseits führt man in den gleichen Trog eine Suspension von ungefähr 0,2 Teilen gelöschtem Kalk (dies ist ein ungefähr 10 %iger Überschuß gegenüber der theoretisch erforderlichen Menge) und über einen Diffusor einen Überschuß Luft seitlich in die Lösung ein und rührt. Die Reoxydation des Salzes ist in einigen Minuten beendet, und das Volumen absorbierten Gases ist ungefähr dem theoretischen Volumen gleich, das der Regenerierung des Anthrachinon-2,7-natriumdisulfonates entspricht.
  • Die Operation wird dann eingestellt, und die Suspension gebildeten Calciumperoxydes wird mit einem geringen Überschuß an Calciumoxyd in eine Zentrifuge gebracht. In dieselbe führt man dann eine solche Waschwassermenge ein, die dem Kristallwasser des Octahydrates des Calciumperoxydes äquivalent ist. Nach Beendigung der Wäsche wird die regenerierte Lösung in das Ausgangsaufbewahrungsgefäß zurückgeführt, und man erhält 0,145 Teile festes Calciumperoxyd in einer Reinheit von 84%. Die Verunreinigungen stammen vom Calciumoxyd her. Die erhaltene Peroxydmenge entspricht 0,058 Teilen Wasserstoffperoxyd, was einer Ausbeute von 70% bezüglich des eingesetzten Anthrachinon-2,7-natriumdisulfonates entspricht.
  • Das Calciumperoxyd kann mittels einer sauren Verbindung, wie gasförmigem Kohlendioxyd, zersetzt werden, wodurch eine wäßrige Wasserstoffperoxydlösung erhalten wird.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffperoxyd durch zyklische Reduktionen und Oxydationen einer organischen Verbindung mit einem Anthrachinonkem, dadurch gekennzeichnet, daß als organische Verbindung ein Anthrachinondisulfonat eines Alkali- oder Erdalkalimetalls oder des Ammoniums in wäßriger Lösung benutzt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das im Verlauf der Oxydation gebildete Wasserstoffperoxyd durch Ausfällung als Peroxyd eines Erdalkalimetalls, vorzugsweise als Calciumperoxyd, abgetrennt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das. gebildete Peroxyd durch Waschen mit einer solchen Menge Wasser gereinigt wird, die gleich ist der Kristallwassermenge des Hydrates, welches die größte Anzahl Wassermoleküle enthält, daß das Waschwasser in die wäßrige Lösung der Wasserstoffperoxydherstellung zurückgeführt wird und daß die Peroxydhydratkristalle einer Dehydratation unterworfen werden.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Wasserstoffperoxyd durch Zersetzung des Peroxydes mittels einer sauren Verbindung, vorzugsweise Kohlendioxyd, gewonnen wird.
DEA36534A 1960-02-05 1961-01-19 Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffperoxyd Pending DE1159397B (de)

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