DE1157166B - Webverfahren zum Herstellen von gummi-elastischen Baendern - Google Patents

Webverfahren zum Herstellen von gummi-elastischen Baendern

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DE1157166B
DE1157166B DEH28118A DEH0028118A DE1157166B DE 1157166 B DE1157166 B DE 1157166B DE H28118 A DEH28118 A DE H28118A DE H0028118 A DEH0028118 A DE H0028118A DE 1157166 B DE1157166 B DE 1157166B
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Franz Heinz
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D15/00Woven fabrics characterised by the material, structure or properties of the fibres, filaments, yarns, threads or other warp or weft elements used
    • D03D15/50Woven fabrics characterised by the material, structure or properties of the fibres, filaments, yarns, threads or other warp or weft elements used characterised by the properties of the yarns or threads
    • D03D15/56Woven fabrics characterised by the material, structure or properties of the fibres, filaments, yarns, threads or other warp or weft elements used characterised by the properties of the yarns or threads elastic

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)
  • Woven Fabrics (AREA)

Description

  • Webverfahren zum Herstellen von gummi-clastischen Bändern Die Erfindung betrifft ein Webverfahren zum Herstellen von gummielastischen Bändern, bei dem bei jeder Stuhltour ein Oberschuß und ein Unterschuß durch je einen Webschützen gleichzeitig in ein Doppelfach eingetragen werden, in welchem sämtliche Gummikettenfäden ohne jede Hebung und Senkung in Mittelstellung des Doppelfaches verbleiben. Bänder solcher Art eignen sich für die Fertigung von Hosenträgern, Socken- und Armelhaltern, Strumpfbandgummi, orthopädischen Bändern, Hosenbunden od. dgl.
  • Das Weben solcher Bänder geschieht in bekannter Weise auf Bandwebstühlen mit zweispuligen Schlägern mit bogenförmiger oder gerader Spulenlaufbahn. Hierbei können die beiden die Schußspulen enthaltenden Webschützen im Gleichsehuß arbeiten, d. h. in der Weise, daß die gleichzeitig in Bewegung gesetzten Webschützen in der gleichen Richtung durch das Doppelfach geführt werden, oder im Kreuzschuß, d. h. in der Weise, daß die beiden gleichzeitig in Bewegung gesetzten Webschützen in einander entgegengesetzter Richtung durch das Doppelfach geführt werden.
  • Der Zweck der Anwendung solcher im Kreuzschuß oder Gleichschuß arbeitender zweispuliger Schläger liegt in der Schußtourenersparnis, somit in der Erhöhung der Arbeitsleistung. Dadurch wird erreicht, daß innerhalb der geleisteten Tourenzahl des Webstuhles die doppelte Schußfadenzahl eingetragen wird, womit man also die doppelte Gewebeleistung erzielt.
  • So erläutert ein bekanntes Webverfahren die Herstellung eines elastischen und unelastischen Knopflochbandes. Das elastische Knopflochband weist Gummikettenfäden auf. Hierbei werden ein Oberschuß und ein Unterschuß durch je einen Webschützen gleichzeitig in ein Doppelfach eingetragen. Wird von den Bandstellen abgesehen, in denen die Knopflöcher gebildet werden, so verbleiben in dem eigentlichen Band, dem Grundband, die Gummikettenfäden ohne jede Hebung und Senkung in Mittelstellung des Doppelfaches. Für die beiden Bandkanten ist auf jeder Seite des Bandes nur ein Randkettenfaden vorgesehen. Ein solcher einziger Randkettenfaden reicht aber nicht aus, eine einwandfreie Kante durch das ganze Band hindurch zu erzielen, weil der Randkettenfaden auf der linken Seite des Bandes zum nebenstehenden Grundkettenfaden anders als auf der rechten Bandseite bindet, d. h., der linke Randkettenfaden wird fester eingewebt als der rechte. Dadurch besteht die Gefahr, daß die linke Kante stets vorarbeitet, wodurch der linke Randkettenfaden öfter einem Fadenbruch ausgesetzt ist. Schon dadurch wird die Kante nicht einwandfrei. Ein solches Band ist nicht zu gebrauchen. Ist dies schon für ein unelastisches Band sehr nachteilig, dann wirkt sich dieser Nachteil für ein gummielastisches Band noch viel ungünstiger aus, weil durch die unterschiedliche Bindung und Spannung der beiden Randkettenfäden das Band dazu neigt, konisch zu werden.
  • Bei einem bekannten im Kreuzschlußwebverfahren gearbeiteten Band als Gummigürtel binden die Grundkettenfäden sowohl den Oberschuß als auch den Unterschuß ab; jeder Grundkettenfaden arbeitet dabei in sechs Stuhltouren einmal in Hochstellung, zweimal in Mittelstellung, einmal in Tiefstellung und zweimal in Mittelstellung. Die Gummikettenfäden und Stengelkettenfäden der Mitte haben keine Bewegung; diese Fäden bzw. der Schaft verharrt ruhig in Mittelstellung. Nur der äußerste Gummikettenfaden rechts und ebenso links mit je einem Draht werden von der Mittelstellung zur Hochstellung bewegt und zurück. Dadurch umschlingt der Oberschuß die beiden Drähte, also den am linken Rand des Bandes bzw. den am rechten Rand des Bandes arbeitenden Draht in Schleifenform. Die untere Spule hält sich an beiden Kanten auch um je einen Draht, der von der Tiefstellung zur Mittelstellung wechselt. Diese in Kreuzschuß gearbeiteten Gummigürtel zeigen deshalb an beiden Kanten je zwei übereinanderliegende Umkehrstellen in Schleifenform. Bei dieser Ausführung bleiben die beiden äußeren, also der erste und der letzte Gummikettenfaden nicht in Mittelstellung, also Ruhestellung, sondern bewegen sich im Oberfach stets von der Mittelstellung zur Hochstellung und zurück. Dadurch entsteht der Nachteil, daß der erste und der letzte Gummikettenfaden nur von der Hälfte der Oberschüsse verwebt, d. h. verdeckt werden. Die Folge davon ist, daß diese beiden Randgummikettenfäder, welche nur zur Hälfte verdeckt sind, im Gewebe durchscheinen, also zu sehen sind, und sich deshalb viel mehr zusammenziehen als die in der Mitte des Bandes befindlichen Gummikettenfäden. Damit sich nun auch die Mitte eines solchen Bandes in viel größerem Maße zusammenziehen kann als normal, wurde bei diesem bekannten Band eine Bindung in der Grundkette gewählt, die viel loser ist als die Leinwandbindung, nämlich wie bereits oben ausgeführt, die Sechs-Schußbindung, bei der jeder Faden im Rapport nur einmal gehoben und nur einmal gesenkt wird. Zwischen der Hebung in Hochstellung und der Senkung in Tiefstellung liegt jeder Faden auf zwei Schuß in Mittelstellung, sozusagen als Füllung im Gewebe zwischen den beiden Schüssen (Ober- und Unterschuß). Dadurch bekommt ein solches Gewebe oder Band ein sehr starkes Aussehen, das einem schwammigen Gewebe ähnelt und durch diese lose Bindung viel zu langen Zug erhält und daher viel zu schwer wird.
  • Bei einem anderen bekannten gummielastischen Band, das ebenfalls auf einem Doppelschläger mit Ober- und Unterschuß gewebt wird, verbleiben die Gummikettenfäden ohne jede Hebung und Senkung in Mittelstellung des Doppelfaches. Dieses Webverfahren ist hinsichtlich der Kantenbildung, die schon mehr einer Verflechtung der Kantenfäden gleichkommt, sehr kompliziert. Außerdem sind hierbei die Kettenfäden, dadurch, daß sie über verschieden hoch gestellte Rollen laufen, in den Webschäften ungleich gespannt. So sind bei den Kettenfäden, die über die obere Rolle laufen, die hoch gezogenen Fäden lockerer als die liegengebliebenen, und bei den Kettenfäden, die über die untere Rolle laufen, die hoch gezogenen Fäden fester gespannt als die liegengebliebenen. Durch so eine ungleiche Spannung der Kettenfäden läßt sich kein einwandfreies Band erzielen, so daß nicht nur die Kante, sondern auch das Grundgewebe unrein und unsauber ausfällt.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Nachteile zu vermeiden. Dies wird bei einem Webverfahren der eingangs erwähnten Art durch die Kombination folgender Merkmale erreicht: 1. daß vor dem ersten und nach dem letzten Gummikettenfaden je zwei Randkettenfäden in gleicher Bindung mit der Grundkette verwebt werden und 2. daß zum Bilden der Bandkanten die Schußfäden an ihren links und rechts des Bandes gelegenen Umkehrstellen um je einen Draht so geführt werden, daß die Drähte für den Oberschuß nur im Oberfach bewegt werden, also beim ersten Schuß in Hochstellung und beim zweiten Schuß in Mittelstellung sich befinden, und die Drähte für den Unterschuß nur im Unterfach bewegt werden, also beim ersten Schuß in Tiefstellung und beim zweiten Schuß in Mittelstellung sich befinden.
  • Auf diese Weise wird ein gummielastisches Band erhalten, das eine feste und dauerhafte Kante aufweist und nicht wellig, sondern glatt ist, wie ein unelastisches Band, wenn es vom Webstuhl kommt. Ein solches Band ermöglicht ohne weiteres eine genaue Längenmessung und braucht auch nicht appretiert zu werden. In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindu-g an Hand eines Ausführungsbeispieles schematisch dargestellt. Es zeigt Abb. 1 eine Darstellung des Webvorganges auf einem Bandwebstuhl mit einem zweispuligen Schläger und seine zur Durchführung des Verfahrens wesentlichen Teile und Abb. 2 den Schäfteeinzug.
  • In den Abbildungen sind mit 1 bis 8 die Webschäfte bezeichnet, mit a eine Grundkette, mit ä und a" je zwei Randkettenfäden, mit b eine Stengelkette, mit c eine Gummikette, mit c' und c" die zwei Randgummikettenfäden, und zwar c' links und c" rechts des Bandes, mit dl je ein Draht links- und rechtsseitig des Bandes für den Oberschuß, mit d., je ein Draht links- und rechtsseitig des Bandes für de
    -Gberschul3,- mit_.d2-je-@n-Draht links.- und -recht
    d T@ ^a°@ f',:. Unterschuß, mit S1 e'
    Webschützen für das Oberfach mit dem Schuß
    faden s1, mit S2 ein Webschützen für das Unterfach mit dem Schußfaden s., mit Sp eine Spannrolle für die Gummikettenfäden c, c', c", mit B das fertige Band.
  • Der Bandwebstuhl mit zweispuligem Schläger arbeitet im Kreuzschuß.
  • Die Webschäfte 1 bis 4 sind für die Grundkette a und die Webschäfte 5 und 6 für die Drähte dl, d2 vorgesehen. Die Bewegung der Webschäfte 1 bis 6 erfolgt über Leinwandexzenter.
  • Der Webschaft 7 dient zur Aufnahme der Stengelkettenfäden b, der Webschaft 8 zur Aufnahme sämtlicher Gummikettenfäden c sowie der beiden Randgummikettenfäden c' und c".
  • Da die Gummikettenfäden c mit den Randgummikettenfäden c und c" sowie die Stengelkette b stets in der Mitte des Bandes arbeiten, somit also ständig in der Mittelstellung des Doppelfaches verbleiben, sind für die betreffenden Webschäfte 7 und 8 keine Bindungsexzenter erforderlich.
  • Die Arbeitsweise ist folgende: Die Webschäfte 1 und 3 der Grundkette a sind nach oben getreten und befinden sich im Oberfach oben, während die Webschäfte 2 und 4 der Grundkette a nach unten getreten sind und sich im Unterfach unten befinden.
  • Bei dieser Stellung der Schäfte - beispielsweise die erste Stuhltour - wird der obere Schützen S1 für das Oberfach von links nach rechts und der untere Webschützen S2 für das Unterfach von rechts nach links gezogen, und bei der zweiten Stuhltour nach Wechsel der Schäfte umgekehrt.
  • Der Webschaft 5 bewegt die Drähte dl nur im Oberfach, und zwar stehen die Drähte d1 beim ersten Schuß - erste Stuhltour - im Oberfach oben und senken sich für den zweiten Schuß - zweite Stuhltour - nur bis zur Mitte des Doppelfaches.
  • Der Webschaft 6 bewegt die Drähte d2 nur im Unterfach, und zwar stehen die Drähte d2 beim ersten Schuß - erste Stuhltour - im Unterfach unten und heben sich für den zweiten Sohuß - zweite Stuhltour - nur bis zur Mitte des Doppelfaches.
  • Die Webschäfte 7 und 8 mit der Stengelkette b und den Gummikettenfäden c, c', c" bleiben ständig in der Mitte des Doppelfaches stehen, also ohne jede Hebung und Senkung. Durch diese Anordnung werden sämtliche Gummikettenfäden c, c' und c' sehr und dauernd, also während des ganzen Webprozesses, geschont, was wichtig ist für einen einwandfreien Ausfall der Ware. Der Rapport der Bindung wird nur durch zwei Stuhltouren erreicht. Da bei jeder Stuhltour ein Ober-und ein Unterschuß eingetragen werden, ergibt dies zusammen zwei Ober- und zwei Unterschuß, womit also die doppelte Webleistung erzielt wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Webverfahren zum Herstellen von gummielastischen Bändern, bei dem bei jeder Stuhltour ein Oberschuß und ein Unterschuß durch je einen Webschützen gleichzeitig in ein Doppelfach eingetragen werden, in welchem sämtliche Gummikettenfäden ohne jede Hebung und Senkung in Mittelstellung des Doppelfaches verbleiben, gekennzeichnet durch die Kombination folgender Merkmale: 1. daß vor dem ersten und nach dem letzten Gummikettenfaden (c' bzw. c'@ je zwei Randkettenf'äden bzw. a") in gleicher Bindung mit der Grundkette (a) verwebt werden und 2. daß zum Bilden der Bandkanten die Schußfäden (s1, s2) an ihren links und rechts des Bandes gelegenen Umkehrstellen um je einen Draht (d1 bzw. d2) so geführt werden, daß die Drähte (d1) für den Oberschuß (s1) nur im Oberfach bewegt werden, also beim ersten Schuß in Hochstellung und beim zweiten Schuß in Mittelstellung sich befinden, und die Drähte (d2) für den Unterschuß (s2) nur im Unterfach bewegt werden, also beim ersten Schuß in Tiefstellung und beim zweiten Schuß in Mittelstellung sich befinden. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 560 901; deutsches Gebrauchsmuster 1679 493; USA.-Patentschrift Nr. 1524 820; Otto Both, »Die Bandweberei«, erster Teil, 1952, S. 191/192; zweiter Teil, 1953, S. 64.
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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US1524820A (en) * 1922-08-24 1925-02-03 Harold St J Guild Process of weaving elastic webbing
DE560901C (de) * 1931-09-17 1932-10-08 Marquardt & Heil Verfahren zur Herstellung von elastischem und unelastischem Knopflochband
DE1679493U (de) * 1954-03-24 1954-07-08 L E Toelle Naehfestes gummiband.

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US1524820A (en) * 1922-08-24 1925-02-03 Harold St J Guild Process of weaving elastic webbing
DE560901C (de) * 1931-09-17 1932-10-08 Marquardt & Heil Verfahren zur Herstellung von elastischem und unelastischem Knopflochband
DE1679493U (de) * 1954-03-24 1954-07-08 L E Toelle Naehfestes gummiband.

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