DE112882C - - Google Patents
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H05—ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H05B—ELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
- H05B47/00—Circuit arrangements for operating light sources in general, i.e. where the type of light source is not relevant
- H05B47/10—Controlling the light source
Landscapes
- Circuit Arrangement For Electric Light Sources In General (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 21/
Durch die verschiedenen Patente von Jablochkoff und Schriften von M ο iss a η
u.s.w. ist es bekannt, dafs Leiter zweiter Klasse (Metalloxyde), unter der Voraussetzung, dafs
dieselben einer Vorwärmung unterworfen, für den elektrischen Strom leitend werden. Diese
bekannte Thatsache zur Erzeugung elektrischen Lichtes praktisch zu verwerthen, ist bisher
wegen Schwierigkeiten der Vorwärmung unvollständig geblieben. Zum Beispiel hat das
Verfahren Jablochkoff den Nachtheil, dafs die dauernd gebrauchte hohe Spannung nicht
die genügende Stromdichte besitzt, um den elektrolytischen Leuchtkörper praktisch zur
höchsten Leuchtkraft zu bringen. Eine räumlich getrennte Vorwärmung ist dagegen in
Rücksicht auf Umständlichkeit und fehlerhafte Function für die Dauer unpraktisch.
Vorliegende Erfindung bezweckt nun die oben genannten Uebelstände zu beseitigen und
besteht darin, dafs der Strom einer niedrig gespannten Elektricitätsquelle, die Gleich- oder
Wechselstrom sein kann, benutzt wird, um aus derselben zum Zwecke der Vorwärmung einen
höher gespannten Wechselstrom zu erzeugen, und diesen höher gespannten Wechselstrom
nach genügender Anwärmung des elektrolytischen Leuchtkörpers selbstthätig wieder auszuschalten.
Die Anordnung kann verschieden sein, wie aus beiliegenden Zeichnungen ersichtlich ist.
In Fig. ι sind α und b Leitungen mit niedriger
Spannung, c ist eine Unterbrecherleitung, die bei f eine primäre Inductionsspule besitzt und
bei η mit einem Unterbrecher irgend welcher Art ausgestattet ist und von dort nach der
Leitung b geht. Die Leitungen d und e stellen die Wechselstromleitungen dar, die bei 0 mit
einer secundären Inductionsspule ausgerüstet sind. Von Leitung α geht eine Leitung nach
Schalter s und theilt sich hier in drei Wege: ι. durch den Leuchtkörper ρ, Magnetspule m
nach Leitung b. 2. Von Schalter 5 durch Schalter 2 nach Leitung c. 3. Durch Schalter 1
nach Leitung e. Aufserdem ist eine Leitung q bei μ eingeschaltet und endet bei dem Condensator
ql, der an Leitung d gelegt ist.
Der elektrolytische Leuchtkörper ρ ist mit metallischen Körpern armirt, die sich in Abständen
von einander befinden und verschiedene Formen haben können, z. B. aufgebrannte
Punkte, eingelegte Metalltheilchen u. s. w. Diese Armirung des Leuchtkörpers mit genannten
Metallteilen dient dazu, um dem hochgespannten Wechselstrome unter Vermeidung gefährlicher
hoher Spannungen leichter den Weg zu bahnen.
Nach diesem Schema sind, wie zu ersehen, die Leuchtkörper parallel zu sämmtlichen Leitungen
geschaltet und bedürfen nur eines Unterbrechers und einer Wechselstromspule.
Fig. 2 zeigt ein Schema mit demselben Stromlaüf,
bei der die primäre Wechselstromspule jedesmal im Stromkreise jeder einzelnen Lampe
liegt; der Unterbrecher η bedient auch hier die ganze Lichtanlage.
Fig. 3 zeigt den Leuchtkörper ρ mit der denselben umgebenden Schutzhülse r aus transparentem
Material, wie Glas, Glimmer etc. Bei dieser ist die Anordnung getroffen, dafs die
Metallarmirung des Leuchtkörpers in Wegfall kommt und dafür in der Schutzhülse befestigt
ist. Es kann dieses durch Einschmelzen etc. geschehen. Die Wirkungsweise ist dieselbe
wie bei einem direct mit metallischen Körpern armirten Stifte, indem an den offenen Stellen
dieser Leitung der Strom überspringt und dadurch den Leuchtkörper vorwärmt.
Die Wirkungsweise der ganzen Anordnung ist nun folgende: Wird bei S der Strom geschlossen,
so mufs-derselbe seinen Weg durch Schalter 2, primäre Spule /, Unterbrecher η
nach Leitung b nehmen, da die anderen Abzweigungen im Anfangsstadium noch nicht
leitend sind. Es werden nun durch Unterbrecher η vielfache Unterbrechungen erzeugt,
die durch diese und die primäre Inductionsspule f in der secundären Spule 0 Wechselstrom
erzeugen. Dieser Wechselstrom nimmt seinen Weg durch die Leitung d, Condensator
q1, Leitung q, den elektrolytischen Leuchtkörper
ρ und dessen Armirung durch Schalter 1 nach Leitung e.
Die Schalter 1 und 2 sind im Anfangsstadium immer geschlossen und werden erst beim
eigentlichen Brennen des Leuchtkörpers durch Elektromagnet m ausgeschaltet. Dieser Wechselstrom
erzeugt nun an den Uebergangspunkten der Armirung kräftige Funken und erwärmt den elektrolytischen Leuchtkörper derartig, dafs
derselbe auch für niedrig gespannten Strom leitend wird. Sobald dies eintritt, theilt sich
der niedrig gespannte Strom, der bisher zur Bethätigung des Unterbrechers gedient hat, bei s,
und nimmt zum Theil den Weg durch den elektrolytischen Leuchtkörper ρ und Magnetspule
m durch Leitung b. Hierdurch wird der Leuchtkörper immer mehr erhitzt, und es geht
der Strom infolge des niedrigen Widerstandes hauptsächlich durch den Leuchtkörper. Durch
das Anwachsen des Stromes wird die Spule m befähigt, durch Anziehung eines Ankers K die
Schalter 1 und 2 auszuschalten; für den Strom bleibt nun nur noch der Weg durch den
leitenden Leuchtkörper übrig. Die Wirkungsweise beim Ausschalten der Lampe ist folgende:
Der Stromschlufs wird bei S unterbrochen, dadurch wird die Magnetspule m und Glühkörper
ρ stromlos und der bis dahin angezogene Anker K schliefst wieder die Schalter 1 und 2
und giebt dadurch die Bedingung zum wiederholten Anzünden der Lampe.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zum Betriebe elektrischer Glühlampen mit Elektrolyt-Glühkörpern, dadurch gekennzeichnet, dafs mit Hülfe des normalen Arbeitsstromes Wechselstrom höherer Spannung erzeugt wird, der zur Erzeugung der den Glühkörper anregenden Funken benützt und darauf durch den den Glühkörper durchfliefsenden Arbeitsstrom selbstthätig wieder unterbrochen wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE112882C true DE112882C (de) |
Family
ID=382508
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT112882D Active DE112882C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE112882C (de) |
-
0
- DE DENDAT112882D patent/DE112882C/de active Active
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