DE49205C - Verfahren und Apparate zur Beleuchtung mit elektrischem Glühlicht - Google Patents
Verfahren und Apparate zur Beleuchtung mit elektrischem GlühlichtInfo
- Publication number
- DE49205C DE49205C DENDAT49205D DE49205DA DE49205C DE 49205 C DE49205 C DE 49205C DE NDAT49205 D DENDAT49205 D DE NDAT49205D DE 49205D A DE49205D A DE 49205DA DE 49205 C DE49205 C DE 49205C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- currents
- current waves
- sparks
- current
- incandescent light
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 4
- 239000004020 conductor Substances 0.000 claims description 7
- 239000007789 gas Substances 0.000 claims description 4
- 238000000137 annealing Methods 0.000 claims 1
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 claims 1
- 239000003990 capacitor Substances 0.000 description 8
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N Iron Chemical compound [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 6
- 241000446313 Lamella Species 0.000 description 5
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 description 5
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 5
- BASFCYQUMIYNBI-UHFFFAOYSA-N platinum Chemical compound [Pt] BASFCYQUMIYNBI-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 4
- 238000004804 winding Methods 0.000 description 3
- 238000007599 discharging Methods 0.000 description 2
- 229910052742 iron Inorganic materials 0.000 description 2
- 229910052697 platinum Inorganic materials 0.000 description 2
- 239000003610 charcoal Substances 0.000 description 1
- 238000010790 dilution Methods 0.000 description 1
- 239000012895 dilution Substances 0.000 description 1
- 239000011521 glass Substances 0.000 description 1
- 229910052741 iridium Inorganic materials 0.000 description 1
- GKOZUEZYRPOHIO-UHFFFAOYSA-N iridium atom Chemical compound [Ir] GKOZUEZYRPOHIO-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 239000000289 melt material Substances 0.000 description 1
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 1
- HWLDNSXPUQTBOD-UHFFFAOYSA-N platinum-iridium alloy Chemical compound [Ir].[Pt] HWLDNSXPUQTBOD-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02M—APPARATUS FOR CONVERSION BETWEEN AC AND AC, BETWEEN AC AND DC, OR BETWEEN DC AND DC, AND FOR USE WITH MAINS OR SIMILAR POWER SUPPLY SYSTEMS; CONVERSION OF DC OR AC INPUT POWER INTO SURGE OUTPUT POWER; CONTROL OR REGULATION THEREOF
- H02M1/00—Details of apparatus for conversion
- H02M1/20—Contact mechanisms of dynamic converters
- H02M1/22—Contact mechanisms of dynamic converters incorporating collectors and brushes
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Power Engineering (AREA)
- Discharge Lamp (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Neuerungen in der Beleuchtung mit elektrischem Glühlicht, welche den Gegenstand der
vorliegenden Erfindung bilden, beziehen sich:
1. auf eine neuartige Stromverteilung und
2. auf die Benutzung dieser neuartigen Stromvertheilung, um discontinuirliche Leiter zum
Erglühen zu bringen.
Die neuartige Stromvertheilung besteht darin, dafs nicht in sich geschlossene Ströme zu elektrischen
Beleuchtungszwecken angewendet werden, sondern solche Ströme, welche man durch Laden und Entladen von Condensatoren erhält,
und kommen bei diesem Betriebe Maschinen für gleichgerichtete Ströme zur Verwendung.
Die von der Maschine gelieferten gleichgerichteten Ströme werden dann erst von einer gewissen Stelle aus vermittelst eines Unterbrechers
und Condensatoren in rasch auf einander folgende Stromimpulse von entgegengesetzter
Richtung umgewandelt.
Ein für diese Zwecke geeigneter Unterbrecher ist in Fig. 1 der beiliegenden Zeichnung dargestellt:
Er besteht aus von einander isolirten Metall-Lamellen, die nach Art der Collectoren
bei Dynamomaschinen durch eine Eisenbüchse zusammengehalten werden. Ein Drittel der
Lamellen ist mit der Metallscheibe a, das zweite Drittel mit der Metallscheibe b verbunden; das
dritte Drittel ist vollständig isolirt und könnte auch durch nichtleitende Lamellen ersetzt werden.
Hierbei ist jede verbundene Lamelle durch zwei isolirte Lamellen von den beiden benachbarten
, mit den entgegengesetzten Scheiben verbundenen Lamellen getrennt. An die beiden
Metallscheiben drücken zwei Schleifcontacte c d an, und ist es mit diesem Apparate möglich,
mehrere tausend Stromimpulse innerhalb einer Secunde zu erzeugen.
Stromimpulse von entgegengesetzter Richtung kann man nun vermittelst des Unterbrechers
und der Condensatoren in einem gewissen Leiter auf zweierlei Weise erzeugen, entweder:
a) man ladet und entladet über diesen Leiter einen Condensator, oder
b) man ladet den Condensator nach einander in entgegengesetzter Richtung.
Die erstere dieser beiden Methoden ist in Fig. 2 der beiliegenden Zeichnung schematisch
dargestellt. Die Pole eines Stromerzeugers G für gleichgerichtete Ströme sind mit den Schleifcontacten
d und c des Unterbrechers D verbünden; von den beiden Belägen des Condensators
ist einer mit der Bürste a, der andere mit dem Schleifcontact d verbunden. Berührt
die Bürste eine Lamelle, die mit dem Schleifcontact c in Verbindung steht, so wird der
Condensator C geladen;, berührt die Bürste beim Rotiren des Unterbrechers die folgende
Lamelle, die mit dem Schleifcontact d in Verbindung steht, so wird der Condensator entladen.
Aus dieser Zusammenstellung ist nun leicht zu ersehen, dafs die Lade- und Entladewellen
in dem Leiter mn op entgegengesetzte Richtung haben. Bei der eben beschriebenen
Zusammenstellung verläuft der Ladestrom rascher als der Entladungsstrom; die beiden Stromwellen
sind also nicht congruent. Da nun aber bei Anwendung dieser Stromwellen zu
Beleuchtungszwecken eine vollständige Congruenz der beiden Stromwellen erforderlich ist,
so wird, um diese Bedingung zu erfüllen, die Anordnung in folgender Art getroffen: Der
Stromerzeuger G-, Fig. 3, für gleichgerichtete
Ströme ist mit den Schleifcontacten c d des Unterbrechers D verbunden; die Beläge des
Condensators C sind mit den Bürsten α bezw. b
verbunden, und sind diese Bürsten so gestellt, dafs sie immer entgegengesetzt verbundene
Lamellen berühren. Wird also der Condensator bei einer Bürstenstellung in einer Richtung
geladen, so wird er in der nächstfolgenden Stellung in entgegengesetzter Richtung geladen
werden. In den Leitern m η ο ρ entstehen auf diese Art Stroniwellen von entgegengesetzter
Richtung, die aber vollkommen congruent sind.
Die so erhaltenen Stromwellen werden nun auf eine eigenartige Weise zum Erzeugen von
Glühlicht verwendet; diese Stromwellen werden nämlich vermittelst Inductoren in Ströme
von so hoher Spannung umgewandelt, dafs sie Funken erzeugen können. Die hierzu in Verwendung
kommenden Inductoren sind entweder einfache cylindrische Spulen mit einem Eisenkern,
aus einem isolirten, weichen Eisendrahtbündel bestehend, mit dickeren Windungen für den Hauptstrom und dünnen Windungen
für den Nebenstrom, oder es kann der Eisenkern irgend welche in sich geschlossene Form
bilden; jede Art von Inductoren ist für die in Rede stehenden Zwecke geeignet.
Durch die mehrere tausend Mal in der Secunde wechselnden Stromwellen wird es ermöglicht,
dafs bereits kleine Inductoren von wenigen Centimetern Länge Funken erzeugen, die so rasch einander folgen, dafs das Auge
blos einen continuirlichen Lichtbogen sieht. Die so erhaltenen Ströme von hoher Spannung
werden in mit verdünnten Gasen gefüllten Lampen zum Erglühen von Platten oder überhaupt
nicht zusammenhängenden Leitern von gröfseren Flächendimensionen angewendet. In Fig. 4 ist eine solche Lampe dargestellt; in derselben
befinden sich zwei dünne, kreisförmige Platten α b aus schwer schmelzbarem Material,
z. B. Platin, Iridium, Iridioplatin, Kohle etc.; die beiden Platten sind an Platindrähten befestigt
und stehen circa ι mm weit von einander ab. Das Gas in der Glaskugel ist verdünnt
und mufs die Verdünnung mindestens so weit gehen, dafs beim Ueberschlagen des Funkens der in Gasen von gewöhnlichem
Atmosphärendruck hörbare raschelnde Ton verschwindet.
Verbindet man die Platten mit den Polen eines auf die oben erwähnte Weise erregten
Inductors, so erhitzen sich die Platten α b, Fig. 4, bis zur Weifsglut und strahlen Licht aus. Statt
der kreisförmigen Platten kann man auch beliebig geformte andere Platten verwenden, welche
nur so nahe als möglich einander gegenübergestellt werden müssen; man könnte z. B.
concentrische Cylinder (Fig. 5) anwenden, oder Prismen, wobei eventuell der innere Cylinder
oder das innere Prisma durch ein Stäbchen ersetzt werden könnte. Soll die ausstrahlende
Fläche möglichst vergröfsert werden, so können die Platten in verschiedenen Formen, wie in
Fig. 6, wellenförmig gestaltet werden.
Jede Lampe hat ihren eigenen Inductor und bildet mit diesem ein Ganzes, wobei der Inductor
für die Lampe etwa das ist, was die Fassung für die bisherigen Glühlampen. Fig. 7
zeigt die Zusammenstellung einer solchen Lampe. Der Inductor A hat an seinem unteren Ende
eine isolirte Platte P, an der zwei mit den Polenden der Secundärwindungen verbundene
Metallfedern α b befestigt sind. In diese Federn werden die Häkchen c d, die mit den Platten ef
leitend verbunden sind, eingedrückt (eingehängt), wodurch die Glühlampe an dem Inductor befestigt
wird; die.primären Drähte mm1 treten
am oberen Ende des Inductors heraus.
Was die Schaltung dieser Lampen anbelangt, so werden sie in den Stromkreis des Condensators
parallel geschaltet, wie in Fig. 8 schematisch gezeigt. Die Verbindung der einzelnen
Apparate ist dieselbe wie in Fig. 3.
a a' a" a'" . . . sind die einzelnen Glühlampen
mit ihren Inductoren.
Statt eines gemeinschaftlichen Condensators (wie C in Fig. 8) kann aber auch jede einzelne
Lampe ihren eigenen Condensator haben.
Claims (4)
1. Ein Verfahren zum Umwandeln gleichgerichteter elektrischer Ströme in rasch auf
einander folgende Stromwellen von entgegengesetzter Richtung, darin bestehend,
dafs man einen Condensator vermittelst eines Unterbrechers über einen Leiter entweder
ladet und entladet, oder in entgegengesetzter Richtung ladet.
2. Ein Verfahren zum Umwandeln der nach 1. erhaltenen Stromwellen in Ströme von hoher
Spannung, welche' Funken geben, darin bestehend, dafs man diese Stromwellen auf Inductoren, die nach Art der Ruhmkorff-Apparate
gewickelt sind, wirken läfst.
3. Die Benutzung der nach 2. erhaltenen hochgespannten Ströme zur Erzeugung von Glühlicht
, derart, dafs diese Ströme schwer schmelzbare Körper durch Bildung von
Funken in verdünnten Gasen zur Weifsglut bringen.
4. Elektrische Glühlampen, bei welchen kein Glühbügel, sondern von einander getrennte,1
aber sehr nahe neben einander stehende Elektroden in Plattenform dadurch zum Glühen
gebracht werden, dafs zwischen ihnen rasch auf einander folgende Funken überspringen,
welche von Inductoren herrühren, die durch vermittelst Condensatoren gewonnene Stromwellen
von entgegengesetzter Richtung erregt werden. ?
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE49205C true DE49205C (de) |
Family
ID=324143
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT49205D Active DE49205C (de) | Verfahren und Apparate zur Beleuchtung mit elektrischem Glühlicht |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE49205C (de) |
-
0
- DE DENDAT49205D patent/DE49205C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3119435C2 (de) | Schaltgerät zur Änderung von Betrag und Richtung der permanenten Magnetisierung von ferromagnetischen Körpern, z.B. von Permanentmagneten, und Verwendung des Schaltgeräts | |
| DE49205C (de) | Verfahren und Apparate zur Beleuchtung mit elektrischem Glühlicht | |
| DE19934685A1 (de) | Elektrokleinmotor mit Funkenunterdrückungseinrichtung | |
| DE1927302C3 (de) | Anordnung zur Formung und Prüfung von Spulen in den Nuten eines Magnetkerns einer elektrischen Maschine | |
| DE3323930C2 (de) | ||
| DE2047152C3 (de) | Kondensatorzundeinnchtung | |
| DE19755C (de) | Neuerungen in der Verwendungsweise elektrischer Ströme für Beleuchtungszwecke | |
| DE881277C (de) | Pruefgeraet fuer elektrische Zuendanlagen von Mehrzylinder-Brennkraftmaschinen | |
| DE1758726A1 (de) | Lichtbogen-Stahlschmelzofen mit erhoehter Haltbarkeit der Ausmauerung | |
| DE364346C (de) | Elektrischer Schweisstransformator | |
| DE1803376A1 (de) | Entladungslampen-Modulationssystem | |
| DE502728C (de) | Reklamevorrichtung zur Vorfuehrung von Lichtbewegungen mittels Vakuumroehrenlampen | |
| DE459373C (de) | Beleuchtungseinrichtung | |
| DE488810C (de) | Vorrichtung zur Regelung der Groesse des Brennflecks bei Gluehkathodenroentgenroehren | |
| DE969769C (de) | Elektronenstrahlschaltroehre, vorzugsweise fuer Codierungszwecke | |
| DE893129C (de) | Zuendanordnung fuer Verbrennungskraftmaschinen | |
| DE245358C (de) | ||
| DE276074C (de) | ||
| DE126730C (de) | ||
| DE610928C (de) | Verfahren zum AEndern der Leuchtfarbe einer gasgefuellten elektrischen Leuchtroehre | |
| DE544994C (de) | Anordnung zur Erzeugung von Roentgenstrahlen hoher Intensitaet | |
| DE1613112A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Verschieben von Leitern in einer Induktionseinrichtung | |
| DE621661C (de) | Vorrichtung zum Zuenden einer langgestreckten Leuchtroehre | |
| DE609299C (de) | Lichtrelaisanordnung | |
| DE1788134C3 (de) | Strom stoBgenerator |