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Österreichische PATENTSCHRIFT ? 10728.
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Die vorliegende Erfindung betrifft eine Mehrfachglühlampe mit Haupt-und Ersatzbrenner aus Leitern zweiter Klasse und bezweckt, bei derartigen Magazinlampen das Anlassen und den Betrieb des in Wirksamkeit zu setzenden Glühkörpers mit tunlichst geringem Stromverlust zn bewirken. Die bisher bekannten Magaziolampen mit Leitern
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samen Glühkörper vom Strom durchflossen werden, weil sie an den Stromkreis angeschlossen bleiben und gleichzeitig durch den benachbarten wirksamen Glühkörper erhitzt werden
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der Glühkörper für derartige Lampen verwendbar ist. Bei dem Erfindungsgegenstand ist dagegen der Stromverbrauch ein geringer und es können Glübkörper von jeder, für die Verwendung als Leiter zweiter Klasse geeigneten Zusammensetzung benutzt werden.
Diese Vorteile werden dadurch erzielt, dass beim Leitendwerden eines Glühkörpers der Stromkreis des zweiten Glühkörpers unterbrochen wird. Die Anordnung kann hierbei so getroffen werden, dass der zuerst angehende Giükörper die Ausschaltung des anderen Glühkörpers veranlasst oder derart, dass die Benutzungsfolge der Glühkörper eine bestimmte ist. Im letzteren Falle ist das Angehen des Ersatzbronners nach eingetretener Unwirksamkeit des Hauptbrenners ein Zeichen dafür, dass eine Erneuerung des Hauptbrenners erforderlich ist.
In den Zeichnungen sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung in Übersichtsdarstellungen veranschaulicht.
Die Beleuchtungsanlage wird durch eine Arbeitsleitung 2, 3 gespeist. In dem Erhitzerstromkreis ist ein elektromagnetischer Schalter 12 angeordnet, dessen beweglicher Kern 18 mit Anker 13 durch eine Spule-9 gesteuert wird, die an den Stromkreis der beiden Glühkörper 6 und 6"angeschlossen ist.
Bei der Darstellung nach Fig. l ist eine Spule 46 in Reihenschaltung mit dem Glüh- körper (j und eine Spule 47 in Reihenschaltung mit dem Glühkörper 6'angeordnet. Die Stromkreise dieser Spulen sind mit Schaltern versehen, welche durch die Spulen 46 bezw. 47 gesteuert werden. Die Teile sind so angeordnet, dass die Erregung der Spule 47 den Schalter 49 öffnet, um den Stromkreis des Glühkörpers 6 zu öffnen, während die Erregung der Spule 46 den Schalter 50 steuert, um den Stromkeis des Glühkörpers 6'zu öffnen.
Jedem Glühkörper ist je ein Ballastwiderstand 7 vorgeschaltet.
Bei dieser Anordnung kann der eine oder andere der Glühkörper 6 oder 6'zufällig vor dem anderen angehen. Die Energie in dem Stromkreis des Glühkörpers, der zuerst
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Falls z. B. der Glühkörper ( zuerst auf die Anlasstemperatur gebracht wird, so wird der
Stromkreis dieses Glühkörpers leitend und die Spule 46 in Wirksamkeit gebracht werden, um ihren Kern zu heben und den Schalter 50 zu öffnen, wodurch der Stromkreis des Glühkörpers 6' unterbrochen wird.
Wenn nun der Glühkörper 6 bricht oder der Stromkreis
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dieses Glühkörpers aus irgend einem Grunde ausser Wirksamkeit gesetzt wird, so würde die Spule 46 unwirksam werden und es würde ihr Fern ausgelöst werden. der Schalter 50 würde sich schliessen und der Stromkreis des Glühkörpers 6' würde in Wirksamkeit gesetzt werden, so dass dieser Gl11hkörper in der üblichen Weise gezündet werden könnte. Durch die Unterbrechung des Stromkreises, welcher den Glühkörper 6 enthält, wird auch der Stromkreis der Spule 8 unterbrochen und der Erhitzerstromkreis mittelst des Schalters 12 wieder hergestellt.
Die in Fig. 2 dargestellte Anordnung soll eine derartige sein, dass eine bestimmte Reihenfolge des Abbrennens erzielt wird, zum Zwecke, einen der Glühkörper 6 dauernd als Hauptbrenner und den anderen 6'als Ersatzbrenner zu verwenden. Die Anlage wird gleichzeitig vereinfacht, da nur eine Einzelspule 46 ausser der Spule 8 vorgesehen zu werden braucht, um sowohl den Erhitzerstromkreis, wie den Stromkreis des Ersatz-Glüh- körpers auszuschalten. Falls der Ersatzglühkörper 6'schneller angehen sollte, als der Glühkörper 6 wird beim Leitendwerden des Glühkörper 6'der Erhitzerstromkreis durch den Schalter 12 unterbrochen.
Der Glühkörper 6 wird alsdann durch 6'bis zum Angeben erhitzt, worauf der Stromkreis des Glühkörpers 6'durch den Ausschalter 46'unterbrochen wird, während der Hauptbrenner 6 in Tätigkeit bleibt. Der Ersatzbrenner 6'wird nur dann wirksam, wenn der Stromkreis des Hauptbrenners 6 durch Beschädigung des Glühkörpers oder eines anderen Teiles unterbrochen wird. Da jeder Glühkörper mit einem besonderen Vorschaltwiderstand 7 versehen ist, wird beim Anlassen der Glühkörper die
Spannung am Hauptbrenner durch den Stromverbrauch des etwa vorher angegangenen Ersatzbronners nicht vermindert.