DE112723C - - Google Patents

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DE112723C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01LCYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
    • F01L33/00Rotary or oscillatory slide valve-gear or valve arrangements, specially adapted for machines or engines with variable fluid distribution
    • F01L33/02Rotary or oscillatory slide valve-gear or valve arrangements, specially adapted for machines or engines with variable fluid distribution rotary

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Actuator (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 14 e.
(Grfsch. Warwick, Engl.).
Patentirt im Deutschen Reiche vom 2. September 1899 ab.
Der Gegenstand der Erfindung, bezieht sich auf die Steuerung sogenannter Willansmaschinen mit in der hohlen Kolbenstange liegendem Kolbenschieber, bei welchen der Dampf in den Cylinder- (wenn über jeder Kurbel nur einer vorhanden ist) oder in den oberen Cylinder (wenn deren mehr als einer über jeder Kurbel liegen) durch einen besonderen Einlafsschieber eingelassen wird, welcher von dem in der Kolbenstange liegenden Schieber unabhängig ist, und die Erfindung bezweckt, diese hohle Kolbenstange und den Schieber in derselben derart anzuordnen, dafs man die hohle Kolbenstange durch den Cylinderdeckel nicht in den Schieberkasten zu führen braucht, wie es sonst geschehen müfste, wenn man einen hinreichenden Druck auf die Kolbenschieber erzielen will, um sie trotz der Trägheit beständig niederzuhalten.
Fig. ι der Zeichnung zeigt einen Längsschnitt durch den oberen Theil der Maschine. Fig. 2 ist ein hierzu senkrechter Schnitt.
Fig. 3 zeigt in etwas gröfserem Mafsstabe die Abwickelung des Einlafsschiebers und der Einlafsöffnungen.
g ist der obere Cylinder, h ist der Kolben und i die hohle Kolbenstange; alle diese Theile zeigen die gewöhnliche Einrichtung.
Der obere Theil α der Reihe von Kolbenschiebern (die blos als Auspuffschieber dient) besitzt eine sehr tiefe Aushöhlung, in welche ein vom Cylinderdeckel c herabreichender Stutzen b hineinragt. Auf diesem Stutzen gleitet der Schieber; eine Stopf büchse oder ein Packungsring d dient zur Dichtung zwischen den beiden. Die Theile sind so bemessen, dafs, wenn der Schieber a die tiefste Stellung einnimmt, der Stutzen b noch immer von der Packung d umfafst wird. Der Zapfen steht durch eine Oeffnung j am oberen Ende mit dem Dampf kasten e in oder über dem Cylinderdeckel c in Verbindung. Die Oeffnung j kann durch einen Schieber f gedeckt werden, welcher die Verbindung abwechselnd herstellt oder unterbricht. Der Schieber öffnet sich zur geeigneten Zeit bei der Aufwärtsbewegung des mittleren Kolbenschiebers, um den letzteren am Ende der Aufwärtsbewegung stofsfrei zum Stillstand zu bringen, und schliefst sich im geeigneten Augenblicke bei der Aufwärtsbewegung. Wird ein rotirender Schieber f, wie die Zeichnung zeigt, benutzt, so öffnet und schliefst dieser den Dampfzutritt zum Stutzen durch an seinem Umfang angebrachte Aussparungen, welche geeignet gestaltet und angeordnet sind.
Die Oeffnungen im drehbaren Schieber bestehen aus einer Anzahl von Aussparungen k I. Bei der Drehung des Schiebers kommen die Aussparungen k nach einander mit der Oeffnung j zur Deckung, und der Dampf geht durch dieselben aus dem Dampf kasten zu dieser Oeffnung und so in den Stutzen b, während die Aussparungen / mit den Oeffnungen m zur Deckung gelangen und den Dampfeinlafs zum oberen Theile des oberen Cylinders g beherrschen. - Der Schieber wird durch geeignetes Vorgelege von der Kurbelwelle der Ma-
schine getrieben, und wenn der Schieber, wie in der Zeichnung gezeigt, drei Reihen von Aussparungen / besitzt, so macht die Kurbelwelle drei Umdrehungen für eine Umdrehung des Schiebers.
Der Dampfzutritt zum Stutzen b und zum hohlen Kolbenschieberkörper braucht nicht abwechselnd freigegeben und abgesperrt zu werden. Diese Räume können mit dem Dampfraum e in bleibender Verbindung stehen, in welchem Falle der abwärtsgerichtete, auf die Reihe von Kolbenschiebern, ausgeübte Druck constant ist; dadurch, dafs man den Dampf nur zeitweilig zutreten läfst, kann der abwärts gerichtete Druck zu Zeiten aufgehoben oder verringert werden, wenn er nicht erforderlich ist, und der Druck kann, wenn nöthig, zeitweise über den Druck in der Dampfkammer gesteigert werden, indem man den Dampf im hohlen Schieberkörper zusammendrückt, wenn letzterer emporgeht.

Claims (2)

  1. Pa tent^Ansprüche:
    ι . Steuerung für Dampfmaschinen , nach WiHans System, bei denen ein Kolbenschieber sich der Länge nach in einer hohlen Kolbenstange bewegt, dadurch gekennzeichnet, dafs am Ende des Kolbenschiebers eine Höhlung vorgesehen ist, in welche ein vom Cylinderdeckel nach einwärts reichender Stutzen (b) dampfdicht eintritt, welcher Stutzen am äufseren Ende durch eine Oeffnung (j) mit dem Dampfkasten in Verbindung steht, so dafs ein Druck auf dem Kolbenschieber ruht, ohne dafs derselbe in den Schieberkasten durchgeführt zu werden braucht.
  2. 2. Ausführungsform der Steuerung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dafs ein rotirender Schieber Dampf aus dem Dampfkasten sowohl in den Stutzen als auch in den Cylinder eintreten läfst.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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