-
Fotoelektrischer Belichtungsmesser für fotografische Kameras Zusatz
zum Patent 974 330 Die Erfindung bezieht sich auf einen fotoelektrischen Belichtungsmesser
für fotografische Kameras, oder Einstellung der Kamera-Einsteller kenntlich gegebenenfalls
mit ihm in Beziehung gebrachten Einsteller der Kamera für Belichtungszeit und Blende
durch das Aufeinandereinspielen des Galvanometerzeigers und mindestens zweier Linienzüge
in einem gemeinsamen Schnittpunkt in einem Schaufenster kenntlich gemacht wird,
insbesondere nach Patent 974330.
-
Nach Patent 974 330 wird die richtige Meßanzeige oder Einstellung
der Kameraeinsteller kenntlich gemacht durch das Aufeinandereinspielen des in radialer
Richtung geraden Galvanometerzeigers und mindestens eines beweglichen Linienzuges
in einem gemeinsamen Schnittpunkt mit einem ortsfesten Linienzug. Der Ausgleich
der nichtlinearen Galvanometerausschläge und gegebenenfalls der Intervallunterschiede
der Anzeiger für die Zeit-Blenden-Werte oder der Kamera-Einsteller ist hierbei ausschließlich
den mindestens zwei Linienzügen und gegebenenfalls den ihnen zugeordneten Einstellgetrieben
zugewiesen.
-
Hierdurch ergibt sich entweder ein ungünstiger Verlauf der Linienzüge,
der relativ große Schaufenster erforderlich macht, oder die Notwendigkeit, trotz
der Beanspruchung der Linienzüge als Ausgleichsmittel wenigstens einen Teil des
Ausgleichs in die Einstellgetriebe für die Anzeiger oder Kamera-Einsteller zu verlegen.
-
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Nachteile
zu vermeiden und eine voll linearisierte Anzeige der richtigen Meßstellung zu schaffen,
die kleinstmögliche Fenstergrößen zuläßt und bei gekuppelten Belichtungsmessern
zu einer Vereinfachung der Übertragungsmittel führt.
-
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe gelöst durch einen entsprechend
der Ausschlagcharakteristik des Galvanometers und/oder der Intervallcharakteristik
mindestens eines der Kamera-Einsteller derart in Richtung seiner Ausschlagebene
gekrümmten Galvanometerzeiger, daß infolge der Zeigerkrümmung in den Schnittpunkten
des Zeigers mit dem ortsfesten Linienzug die Intervallunterschiede der Galvanometerausschläge
und/oder mindestens eines der Kamera-Einsteller ausgeglichen sind. In zweckmäßiger
Ausführung der Erfindung kann ein Linienzug - vorzugsweise der ortsfeste - als schmaler,
im Ausschlagbereich des Galvanometerzeigers angeordneter und diesen in seiner Ausschlagstellung
kreuzender Fensterspalt ausgebildet sein.
-
In Richtung ihrer Ausschlagebene gekrümmte Galvanometerzeiger sind
an sich bekannt (französische Patentschrift 826 411), jedoch zu dem Zweck, den Galvanometerzeiger
um einen im Ausschlagbereich im Wege stehenden Bauteil herumzuführen. Durch die
erfindungsgemäße Ausbildung des Galvanometerzeigers und sein Zusammenwirken mit
dem ortsfesten Linienzug wird jedoch der Galvanometerzeiger selbst zum Ausgleichsmittel
nach Art eines beweglichen Linienzuges, wobei dieses Ausgleichsmittel zusätzlich
zu den vorhandenen Linienzügen tritt, ohne daß hierfür zusätzlicher Aufwand entsteht.
Der Galvanometerzeiger kann hierbei ausschließlich der Linearisierung des Meßwerkes
dienen, ihm kann aber auch zusätzlich oder ausschließlich - z. B. bei Verwendung
eines linearisierten Meßwerkes - der ganze oder teilweise Ausgleich der Intervallunterschiede
mindestens eines Kamera-Einstellers zugeordnet sein. Die Verwendung mechanischer
Ausgleichsmittel wird hierdurch entbehrlich. Außerdem ermöglicht die Aufteilung
des Ausgleichs auf mindestens drei Ausgleichsmittel eine so günstige Ausbildung
der beweglichen Linienzüge, daß diese zur unmittelbaren Anbringung auf den zu berücksichtigenden
Kamera-Einstellem geeignet werden, ohne daß die Abmessungen dieser Einsteller vergrößert
zu werden brauchen. Diese Belichtungsmesserausbildung ist daher besonders geeignet
für Kameras, deren Einsteller für Zeit und/oder Blende durch optische Mittel mit
der Meßwertanzeige des Galvanometers in Beziehung gebracht werden, wie dies zur
optischen Übertragung der Zeit- und Blendenwerte der Kamera-Einsteller in ein gemeinsames
Gesichtsfeld mit dem Meßwertanzeiger eines Galvanometers an sich bekannt ist (schweizerische
Patentschrift 206 746 und österreichische Patentschrift 159199).
In
weiterer, zweckmäßiger Anwendung der Erfindung bei einer Kamera mit optischer Übertragung
der Stellungen der Kamera-Einsteller in ein Gesichtsfeld wird daher beispielsweise
der Blendenanzeiger oder Blendeneinsteller mit einem Linienzug versehen, der mit
optischen Mitteln in die Ebene des Galvanometerzeigers oder die des ortsfesten Linienzuges,
z. B. in Form eines Spaltes, abgebildet wird und mit diesen bei richtiger Einstellung
einen gemeinsamen Schnittpunkt bildet. Die Berücksichtigung eines weiteren Einstellers,
z. B. des Zeiteinstellers, kann in zweckmäßiger Fortentwicklung der Erfindung dadurch
erreicht werden, daß in den Strahlengang zwischen dem Linienzug des Blendeneinsteliers
und dem Galvanometerzeiger bzw. dem ortsfesten Spalt ein vom Verschlußeinstellorgan
gesteuertes, die Strahlen spiegelndes oder brechendes Glied eingeschaltet ist.
-
Wenn der Belichtungsmesser für mindestens zwei Meßbereiche ausgelegt
ist, dann kann die Berücksichtigung dieser Meßbereiche gemäß einer weiteren Ausbildung
der Erfindung dadurch erzielt werden, daß mit den Umschaltmitteln für die Meßbereiche
das die Strahlen spiegelnde oder brechende Glied gegenüber dem Verschlußeinstellorgan
entsprechend dem jeweiligen Meßbereich umschaltbar ist, wobei zweckmäßig für jeden
Meßbereich ein besonderes, die Strahlen spiegelndes bzw. brechendes Glied vorgesehen
sein kann.
-
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in Anwendung bei einer fotografischen
Kamera, deren Einsteller für Zeit und Blende durch optische Mittel mit der Anzeige
des fotoelektrischen Belichtungsmessers in Beziehung gebracht sind, ist in der Zeichnung
dargestellt. Es zeigt Abb. 1 eine Draufsicht auf eine fotografische Kamera mit eingebautem
fotoelektrischem Belichtungsmesser, teilweise aufgebrochen und geschnitten, Abb.2
die Rückseite der Kamera mit teilweise aufgebrochener Rückwand, Abb. 3 einen Querschnitt
durch den Belichtungsmesserteil in der Objektiv- bzw. Spiegelachse, Abb.4 einen
Querschnitt durch die Betätigungsmittel für die Meßbereiche, Abb. 5 und 6 das sich
dem Beobachter darbietende Bild bei falscher und richtiger Einstellung.
-
In die Kamera 1 ist das Galvanometer 2 mit dem gekrümmten Zeiger 3
eingebaut. Unter dem Magneten 4 liegt die Fotozelle 5 mit dem schwenkbaren Spiegel
6. In dem Strahlengang zwischen dem Galvanometerzeiger 3 und dem Okular 7 liegen
die Blende 8 mit dem Spalt 9 sowie der Spiegel 10. Das Objektiv 11 trägt auf dem
Blendeneinstellring 12 den Linienzug 13, der mittels der Keillinse 14 über die Spiegel
15 oder 16 und 17 in die Zwischenabbildungsebene des Okulars 7 abgebildet wird.
Die Spiegel 15 und 16 sind mit der Achse 18 fest verbunden, die sich axial in der
Drehhülse 19 verschieben läßt. Der Hebelarm 20 ist mit der Drehhülse 19 einstöckig
und gleitet auf der mit dem Belichtungszeiteinstellknopf 21 verstellbar verbundenen
Kurve 22. Der Schieber 23 ist mit der Achse 18 verbunden und besitzt die Nase 24,
auf der der schwenkbare Spiegel 6 ruht. Über dem Galvanometerzeiger 3 und dem Spalt
9 ist der dieselben beleuchtende Körper 25 angebracht.
-
Durch das Okular 7 wird der Spalt 9 und das der Sicht freigegebene
Zeigerstück vergrößert betrachtet. Mittels der Keillinse 14 wird ein Teil des auf
dem Blendeneinstellring 12 liegenden Linienzuges 13 vergrößert in die Zwischenabbildungsebene
des Okulars 7 abgebildet. Beide Bilder liegen damit in der Bildebene des Okulars
unmittelbar nebeneinander. Die Einstellung ist richtig, wenn das Zeigerbild und
das Bild des Linienzuges 13 einander gegenüberliegen, d. h. sich zu einem Strich
(Abt. 6) ergänzen. Die Übertragung des Belichtungswertes kann wahlweise auf Blende
oder Beliehtungszeiteinsteller erfolgen. Bei Vorgabe einer bestimmten Blende wird
durch Betätigung des Belichtungszeiteinstellknopfes 21 der Spiegel 15 über
die Kurve 22 und den Hebel 20 geschwenkt, womit das Bild eines Stückes des Linienzuges
13 über den Spiegel 17 zum Zeigerbild hin bewegt und damit die richtige Belichtungszeit
eingestellt werden kann. Wird eine bestimmte Belichtungszeit festgelegt, so wird
über die gleichen Mittel die richtige Blendeneinstellung durch Betätigung des Blendeneinstellringes
vorgenommen. Erfolgt bei hochgeklapptem Spiegel 6 mangels ausreichender Helligkeit
kein Galvanometerausschlag, so wird mittels des Schiebers 23 der Spiegel 6 in eine
Stellung gebracht, durch die der Zelle 5 mehr Licht zugeführt wird (zweiter Meßbereich).
Mit dem Einstellen dieses Meßbereichs durch den Schieber 23 wird gleichzeitig die
Achse 18 verschoben, so daß der dem neuen Meßbereich entsprechende Spiegel
16 an Stelle des Spiegels 15 tritt. Zur Berücksichtigung der Filmempfindlichkeit,
Filter od. dgl. kann die Kurve 22 gegenüber dem Belichtungszeiteinstellknopf 21
oder das den Linienzug 13 tragende Teil des Blendeneinstellringes 12 gegen den Ring
selbst entsprechend verstellt werden.