DE1124191B - Untergusssteine zum Vergiessen von Stahl, insbesondere von beruhigtem Stahl, und Verfahren zu ihrer Herstellung - Google Patents

Untergusssteine zum Vergiessen von Stahl, insbesondere von beruhigtem Stahl, und Verfahren zu ihrer Herstellung

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DE1124191B
DE1124191B DES46271A DES0046271A DE1124191B DE 1124191 B DE1124191 B DE 1124191B DE S46271 A DES46271 A DE S46271A DE S0046271 A DES0046271 A DE S0046271A DE 1124191 B DE1124191 B DE 1124191B
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DE
Germany
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casting
steel
stones
refractory
percent
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DES46271A
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English (en)
Inventor
Dr Rudolf Frerich
Dr Sigismund Kienow
Dr Robert Knabel
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SILIKA und SCHAMOTTE FABRIKEN
Original Assignee
SILIKA und SCHAMOTTE FABRIKEN
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Publication date
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D41/00Casting melt-holding vessels, e.g. ladles, tundishes, cups or the like
    • B22D41/50Pouring-nozzles
    • B22D41/52Manufacturing or repairing thereof
    • B22D41/54Manufacturing or repairing thereof characterised by the materials used therefor
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D35/00Equipment for conveying molten metal into beds or moulds
    • B22D35/04Equipment for conveying molten metal into beds or moulds into moulds, e.g. base plates, runners

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Ceramic Products (AREA)
  • Compositions Of Oxide Ceramics (AREA)
  • Mold Materials And Core Materials (AREA)

Description

Bei den bisher gebräuchlichen Untergußsteinen (Trichtern, Trichterrohren, Königsteinen und Kanalsteinen) sowie bei Stopfen und insbesondere bei Ausgüssen wurde beim Durchfließen des Stahles die Oberfläche wegen der relativ geringen Feuerfestigkeit der Untergußsteine weich und unterlag so in hohem Maße der Erosion.
Darüber hinaus wirkte der Gehalt des Stahls an Oxyden, vorwiegend an Manganoxyd und Eisenoxyden, lösend auf die Substanz der Untergußsteine und rief dadurch beträchtliche Verunreinigungen des Stahls hervor.
Der Angriff auf das feuerfeste Material kann dadurch verstärkt werden, daß die Legierungselemente des Stahls infolge hoher Affinität zum Sauerstoff vorwiegend die Kieselsäure des feuerfesten Materials reduzieren, wobei vermehrte Mengen von Metalloxyden entstehen, die ihrerseits zerstörend auf das feuerfeste Material einwirken.
Um diesem Übelstand zu begegnen, kann an Stelle eines einheitlichen Untergußsteines ein aus zwei Schichten bestehender Stein verwendet werden, dessen innere Schicht höher feuerfest ist als der äußere Steinkörper aus minderwertigerem Material. Es ist ferner bekannt, Rohlinge aus Lehm mit einer hochfeuerfesten Masse in wäßriger Aufschlemmung zu überziehen. Hierbei wurde als feuerfester Stoff für die Überzugsmasse Zirkonerde in Verbindung mit Graphit verwendet. An Stelle von Zirkonerde wurden auch Ferrosilizium bzw. Siliziumcarbid vorgeschlagen. Auch diese Steine findet man in der Praxis nicht. Ähnliches gilt auch für die Maßnahme, als Überzugsmasse Zirkonsilikat zu verwenden.
Gemäß der Erfindung läßt sich der Angriff der Bestandteile des Stahls sowie derjenige der in ihm enthaltenen Metalloxyde auf die Untergußsteine weitgehend vermeiden. Erfindungsgemäß besteht das Futter von Untergußsteinen für das Vergießen von Stahl, insbesondere von beruhigtem Stahl, aus einem feuerfesten Stoff mit einem Tonerdegehalt von über 60 %. Solche Stoffe sind unter anderem Bauxit, Korund, kalzinierte Tonerde oder Sillimanit.
Diese Stoffe werden zweckmäßig so fein gemahlen verwendet, daß kein Rückstand auf dem 6000-Maschen-Sieb verbleibt. Als Bindemittel haben sich Borsäure in Mengen von höchstens 5 Gewichtsprozent, vorzugsweise etwa 2%, und ein geeigneter Ton in Mengen bis etwa 10 Gewichtsprozent als sehr zweckmäßig erwiesen. Die Bindemittel werden mit den hochschmelzenden Stoffen innigst gemischt und mit so viel Wasser angerührt, daß eine sämige, viskose Masse entsteht, die gerade noch, z. B. mit einem Untergußsteine zum Vergießen von Stahl,
insbesondere von beruhigtem Stahl,
und Verfahren zu ihrer Herstellung
Anmelder:
Silika- und Schamotte-Fabriken
Martin & Pagenstecher A. G.,
Köln-Mülheim
Dr. Robert Knabel, Leverkusen,
Dr. Sigismund Kienow, Wiesbaden,
und Dr. Rudolf Frerich, Büderich-Meererbusch,
sind als Erfinder genannt worden
Spritzgerät, aufgebracht werden kann. Es ist auch möglich, die so vorbereitete Masse aufzustreichen oder aufzustäuben.
Ein derartiger Überzug kann auf den fertig gebrannten Steinkörper aufgebracht werden, besonders vorteilhaft ist es aber, den Überzug während oder nach der Formung des Steinkörpers und vor dem Fertigbrand aufzubringen. Die zu bedeckenden Flächen des Steinkörpers werden zweckmäßig aufgerauht, ζ. B. mit Hilfe einer Drahtbürste oder durch Einarbeiten kleiner Vertiefungen. Neben oder an Stelle des Aufrauhens kann die betreffende Oberfläche, vorzugsweise von rohen, getrockneten Formungen mit einer heißen Flamme oder mit hocherhitzten Gasen behandelt werden, um das Konstitutionswasser im Bereich der Oberfläche zu entfernen und dadurch feine kapillare Risse zu erzeugen. Alle diese Maßnahmen verfolgen das Ziel, die Schutzmasse in die Poren des Steines eindringen zu lassen, um ein Abwaschen, Losreißen oder Abblättern des Überzugstoffes zu verhindern.
Es ist zweckmäßig, die hochschmelzenden Stoffe mit den Bindemitteln so aufeinander abzustimmen, daß der Überzug im fertigen Stein annähernd die gleiche Wärmeausdehnung wie das Schamottematerial der Untergußsteine hat.
Die Überzugsmasse, die infolge ihrer ähnlichen chemischen Zusammensetzung mit dem feuerfesten Stoff der Steine nicht reagiert, zeigt im fertigen Zustand eine wesentlich gesteigerte Abriebfestigkeit und
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wird insbesondere von beruhigtem Stahl bzw. dessen Bestandteilen kaum angegriffen, so daß praktisch kein Verschleiß eintritt. Die Auswahl der hochschmelzenden Stoffe bzw. deren Gemische richtet sich zweckmäßig nach der Zusammensetzung des zu vergießenden Stahles.
Die Durchführung der Erfindung in der Praxis hat bei vielen Tausenden Tonnen von Stahl gezeigt, daß es genügt, wenn der Überzug bei Untergußsteinen eine Dicke von 0,5 bis 1 mm aufweist; weiter, daß der Überzug besonders beim Vergießen beruhigter Stähle überaus fest haftet, so daß er nach dem Gießen selbst in den Resten des Bodens vom Königstein, trotz der dort außerordentlich stark auftretenden Wirbelungen des Stahls, noch einwandfrei nachgewiesen werden konnte.

Claims (6)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Untergußsteine für das Vergießen von Stahl, insbesondere von beruhigtem Stahl, die aus einem so gebrannten Steinkörper mit einem Innenfutter aus höher feuerfestem keramischem Stoff bestehen, dadurch gekennzeichnet, daß das Futter aus einem feuerfesten Stoff mit einem Tonerdegehalt von über 60% besteht.
2. Untergußsteine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Futter aus Bauxit, Korund, kalzinierter Tonerde oder Sillimanit besteht.
3. Untergußsteine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Bindemittel für die Überzugsmasse bis zu 5 Gewichtsprozent, vorzugsweise 2 Gewichtsprozent, Borsäure und bis etwa 10 Gewichtsprozent feuerfester Ton verwendet ist.
4. Untergußsteine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Feinheit der verwendeten Überzugsmasse, daß kein Rückstand auf dem 6000-Maschen-Sieb verbleibt.
5. Verfahren zur Herstellung von Untergußsteinen nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die zu überziehenden Steinkörper während oder nach der Formung, vorzugsweise vor dem Fertigbrand, an den mit Überzugsmasse zu bedeckenden Stellen aufgerauht werden.
6. Verfahren nach Anspruchs, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufrauhen durch eine Behandlung mit heißer Flamme oder mit heißen Gasen unterstützt wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 569 682, 543 044,
255, 839 019;
französische Patentschrift Nr. 860 365;
USA.-Patentschriften Nr. 2534653, 2534652;
»Die feuerfesten Tone und Rohstoffe« von Carl Bischoff (1923), 4. Auflage, S. 251, Abs. 2;
»Schamotte und Silika« (1925) von Litinsky, S. 96, Abs. 6;
»RefractoryMaterials« (1950) von Searle, S. 550, letzter Absatz, und S. 551, Abs. 1.
© 209 510ß72 2.62
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